RESITEK
Das Projekt RESITEK (Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz) hat zum Ziel, die Fähigkeiten und Technologien des DLR aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit zu bündeln. Dies soll durch die Integration von Technologien und Diensten in ein Daten- und Visualisierungssystem erreicht werden. Das Team der Stabsstelle Forschung unterstützt das Projekt. Insbesondere bei der großen Demonstration im Sommer 2026 im Ahrtal koordiniert das BRK alle beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
In einem Planspiel wird das Szenario „Hochwasser im Ahrtal“ nachgestellt, wobei verschiedene Aufgaben insbesondere in der Reaktionsphase des Katastrophenmanagements durch DLR-Technologien unterstützt werden sollen. Hierfür wird ein virtuelles Lagezentrum zur Lagebesprechung im Konferenzzentrum in Bad Neuenahr-Ahrweiler eingerichtet. Darüber hinaus sollen Technologien vor Ort erprobt und demonstriert werden.
Im Gelände werden zwei lokale Lagezentren aufgebaut: das lokale Luftlagezentrum sowie das lokale Boden-lagezentrum, die die folgenden Technologien koordinieren:
▪ Erprobung von Drohnenflügen zur aktuellen Lagedarstellung über Altenburg und Altenahr, Luftraum-überwachung (Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen Luftrettung;
▪ Erprobung und Aufbau lokaler Kommunikationsnetzwerke sowie bodengestützter, robotischer Systeme:
▪ SHERP-Fahrzeug: ferngesteuertes, geländegängiges Amphibienfahrzeug, das das Gebiet zwischen Campingplatz, Altenahr und der alten Seilbahnstation erkundet;
▪ Scout Rover und ARDEA Drohne: robotische Systeme zur Inspektion schwer zugänglicher und gefährlicher Bereiche, z. B. Tunnel oder Innenräume wie beispielsweise der alten Seilbahnstation in Altenahr.
Einheiten aus dem Komplexen Hilfeleistungssystem vom DRK, DRK LV Rhein-Landpfalz e.V. sowie vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) werden in das Szenario mit eingebunden. Unter anderen entsendet das BRK ein Drohnenteam und Teile der Spezialeinheit G.I.L.T mit Argo in das Übungsgebiet. Die Einheiten waren auch unmittelbar nach der Flut sowie die Medizinische Task Force (MTF) des Bundes in die Krisenbewältigung im Sommer 2021 vor Ort mit eingesetzt.
Mehr Informationen: https://www.dlr.de/de/ki/forschung-transfer/projekte/resitek
MOSAIK
MOSAIK - Multimodale Daten und KI-Analysen für Interdisziplinäre Lagebilder im Katastrophenmanagement (01/2026 – 12/2027)
Ziel des deutsch-österreichischen Forschungsprojekts MOSAIK ist es, ein echtzeit-nahes, digitales Lagebild insbesondere bei komplexen Lagen zu etablieren. Das Projekt nutzt neueste Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), um multimodale Datenquellen von Satelliten, Messtationen, Drohnen und Social Media zu analysieren und in einem komplexen Lagebild auf verschiedenen Maßstabsebenen zu fusionieren. Dadurch soll ein wichtiger Beitrag zur Etablierung eines digitalen länderübergreifenden Lagebildes geleistet werden und den Einsatzkräften eine schnellere, verbesserte und zielorientierte Einsatzplanung und Ersthilfe ermöglicht werden.
Zentrale Aufgabe des BRK als Koordinator des deutschen Verbunds ist die Erarbeitung der Systemanforderungen sowie die praxisnahe Erprobung der technischen Entwicklungen in Feldübungen und Realeinsätzen.
Das Projekt stützt sich auf Ergebnisse der Projekte AIFER und HUMAN+ und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) innerhalb des deutschen Sicherheitsforschungsprogramms sowie durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert. Projektpartner sind: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Eifert Systems GmbH, Interdisciplinary Transformation University (IT:U), Johanniter Österreich, Österreichisches Rote Kreuz und Spatial Services GmbH.
TEMA

TEMA
TEMA (12/2022-11/2026)
Im Forschungsprojekt TEMA (Trusted Extremely Precise Mapping and Prediction for Emergency Management) werden Technologien und Verfahren entwickelt, um Behörden und organisationen mit Sicherheitsaufgaben bei der Vorbereitung auf Naturkatastrophen und im Katastrophenmanagement bestmöglich zu unterstützen. Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt auf der Weiterentwicklung der KI-basierten Extraktion von Waldbrand- und Hochwasserereignissen aus Fernerkundungsdaten sowie der Integration anderer, heterogener Datenquellen in den Analyseprozess. Nutzer werden frühzeitig informiert, wann eine Aktualisierung des Lagebildes mit Informationen aus der Erdbeobachtung möglich ist.
Federführender Partner des Projekts ist die Aristotelis Universitet Thessaloniki aus Griechenland, und das Bayerisches Rotes Kreuz ist einer von 19 Partnern innerhalb des Projekts und zuständig für die inhaltliche Gestaltung von Übungen, die an unterschiedlichen Orten in Europa, wie beispielsweise in Italien, Finnland und Deutschland stattfinden.
Bei TEMA wird das Bayerische Rote Kreuz zur Bedarfsanalyse beitragen, zwei Großübungen („Trials“) zum Thema Hochwasser planen und durchführen und bei der Validierung der TEMA-Plattform helfen.

Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Kommission im Rahmen des Research and Innovation Programm Horizon 2020 – Vertragsnummer: 101093003.
EUCCS Preparation
EUCCS Preparation ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprojekt zur Vorbereitung und Weiterentwicklung des Europäischen Kritischen Kommunikationssystems (EUCCS). Aufbauend auf den Vorgängerprojekten BroadMap und BroadWay, an denen die Sicherheitsforschung des BRK ebenfalls federführend beteiligt war, zielt das Projekt auf die Schaffung eines sicheren, leistungsfähigen und interoperablen breitbandigen Kommunikationssystems für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS/PPDR) in ganz Europa ab.
Ziel von EUCCS ist es, eine zuverlässige grenzüberschreitende Kommunikation in hoher Qualität zu ermöglichen – auch in komplexen Einsatzlagen und bei Großschadensereignissen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Interoperabilität zwischen Organisationen sowie zwischen den EU-Mitgliedstaaten, einschließlich der sicheren Übertragung größerer Datenmengen.
Die BRK-Sicherheitsforschung leitet im Projekt das Operational Procedures Team (OPT), welches die Anwenderseite repräsentiert. Das OPT definiert operative Anforderungen an das zukünftige System und evaluiert die entwickelten Lösungen aus praktischer Einsatzperspektive.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind internationale Pilotversuche, für deren Konzeption, Organisation und Durchführung die BRK-Sicherheitsforschung maßgeblich verantwortlich ist. Die Ergebnisse dieser Pilot Trials liefern wertvolle Erkenntnisse und Empfehlungen für die Mission Critical Communications Expert Group (MCCG) sowie für die Europäische Kommission und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Umsetzung von EUCCS.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://euccs.eu/
SAGRE

Das Bayerische Rote Kreuz beschäftigt sich im Rahmen des Forschungsprojekts SAGRE mit Ursachen und Auswirkungen von Aggressionen und Gewalt gegen nichtpolizeiliche Einsatzkräfte. Gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht und der Berliner Feuerwehr wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ziel des Projekts ist es, die Komplexität der Problematik wissenschaftlichen zu beleuchten, um am Ende der zweijährigen Forschung valide Daten und Ansätze zur Problemlösung zu bieten.
Das Projektkonsortium will insbesondere erreichen, dass Personen auf unterschiedlichen Entscheidungsebenen in der Lage sind, dem Phänomen Gewalt gegen Einsatzkräfte proaktiv begegnen zu können. Hierzu haben die Projektpartner ein breites Bündnis an Unterstützerinnen und Unterstützern aus unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht: Feuerwehr, Rettungsdienst, Verwaltung, Forschung, Unfallkasse, Jugendamt und Staatsanwaltschaft. Mit dem großen Kreis ausgewiesener Expertinnen und Experten soll ein solider und relevanter Beitrag für die Sicherheit von Einsatzkräften geleistet werden.
Das Projekt wird im Zuge der Förder-Bekanntmachung „Anwender – Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II“ im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2018 bis 2023“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Mehr Informationen: https://projekt-sagre.de/
Newsbeitrag vom 03.07.2025: Das Projekt SAGRE stellt sich vor - Deutscher Präventionstag in Augsburg
Newsbeitrag vom 20.10.2025: Erfolgreicher Praxisworkshop im Projekt SAGRE
ReTranZ

(01/2025 – 12/2026)
Im Projekt ReTranZ - Rettung und Transport in der Zivilen Verteidigung wird ein Demonstrator entwickelt, der es ermöglicht, bei einem MANV-ZV bei der Versorgungsstufe 4 (Spannungs- und Verteidigungsfall) schnellstmöglich Patient*innen behelfsmäßig mit einem speziell hierfür entwickelten Tragen- bzw. Transportsystem in die nächste, sichere, geeignete Versorgungseinrichtung oder zu einem regulären Transportmittel wie KTW oder RTW zu verbringen. Der Demonstrator ist für den Einsatz durch sanitätsdienstliches Personal und Helfende aus der Bevölkerung konzipiert.
Das Ergebnis soll in das Gesamtszenario Zivile Verteidigung bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit einfließen. Das System muss von jedermann einfach zu bedienen sein und kann ebenso im Kriegsfall beim Transport von Verletzten und Erkrankten aus der Zivilbevölkerung sowie verwundeten Soldat*innen zum Einsatz kommen.
Das Projekt widmet sich drei Schwerpunkten:
Evaluation der komparativen Vor- und Nachteile des Demonstratorkonzepts im Vergleich zu etablierten Patiententransport-Systemen.
- Identifikation und Bewertung etablierter sowie innovativer Konzepte zur Quantifizierung biomechanischer Kräfte, mit dem Ziel, die für dieses Forschungsvorhaben am besten geeigneten Methoden zu bestimmen.
- Entwicklung eines Konzepts zur effektiven Integration des Systems in die bestehenden Strukturen des Bevölkerungsschutzes.
Das Projekt wird vom Bayerischen Roten Kreuz koordiniert. Weitere Projektpartner sind das Deutsche Rote Kreuz e.V., Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung mit Fraunhofer IPA und Fraunhofer INT, Universitätsklinikum Würzburg, Sektion Notfall und Katastrophenmedizin sowie die Firma Stollenwerk.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des BBK und auf der Website des DRK.
PCP - Wise

Das Projekt PCP-Wise zielt darauf ab, durch Umweltbeobachtungen sowie Daten aus dem Weltraum wasserbezogene Krisen abzumildern oder sogar verhindern zu können, wie beispielsweise Überflutungen oder Dürren.
Dies beinhaltet die Entwicklung eines innovatives Wassermanagementsystem, welches über Warn- und Monitoringmöglichkeiten verfügt.
Es unterliegt einer vorkommerziellen Auftragsvergabe (PCP – Per-Commercial Procurement), welches durch das Horizon Europe-Programm der Europäischen Kommission finanziert wird.
Mehr Informationen finden sich unter: https://pcp-wise.eu/
Safeplace

Ziel des SAFEPLACE-Projekts ist es, ein System zu entwickeln, das fortschrittliche Informationsdienste und Daten in nahezu Echtzeit für Kunden bereitstellt, die im Krisenmanagement oder als Behörde und Organisation mit Sicherheitsaufgaben tätig sind. Außerdem wird es die Kommunikation von Satelliten zu lokale terrestrische Stellen erleichtern. Der Fokus liegt hierbei auf der technischen Entwicklung und auf dem Transfer in die Praxis, mit speziellem Fokus auf Naturkatastrophen und menschgemachten Unglücken.
Innerhalb des Projekts ist das BRK zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der Trials und koordiniert die Tätigkeiten der beteiligten Endanwender.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie HIER.







