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Zeitzeugen-Projekt

Erinnerungen der ersten Nachkriegsgeneration von Rotkreuzler*innen bewahren

Titelbild: Ilop / DRK

Aufgrund der fortschreitenden Zeit schwindet die Anzahl an Rotkreuz-Zeitzeug*innen, die über ihre historischen Erfahrungen und Ereignisse im DRK berichten können. Umso notwendiger ist es, zeitnah den wichtigen Wissensschatz von Zeitzeug*innen zu nutzen und für die Nachwelt festzuhalten, damit diese wertvolle, historische Quelle langfristig nicht versiegt.

Das DRK-Zeitzeugenprojekt startete im Jahr 2017 mit ersten Befragungen von Rotkreuzler*innen aus den fünf östlichen DRK-Landesverbänden, die von ihren Erfahrungen und Ereignissen im DRK der DDR berichten. Die persönlichen Geschichten zu wahren, war der erste Impuls, aus dem schließlich eine historisch-kritische Studie und die erste Zeitzeugenbefragung hervorgingen. Nach den positiven Erfahrungen entstand die Idee, die Interviews mit den Zeitzeugen (mittels Oral History als Methode), unter der Schirmherrschaft von DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön, auf das gesamte DRK auszuweiten. Begonnen wurde mit den Rotkreuz-Landesverbänden im Nordwesten, die Federführung lag beim Landesverband Hamburg. Seitdem haben alle weiteren westdeutschen Landesverbände an dem Projekt teilgenommen bzw. nehmen aktuell teil. Das BRK möchte mit der Einführung des Projektes ebenfalls einen Beitrag dazu leisten, persönliche Geschichten, Erinnerungen und historische Daten aus dem bayerischen Blickwinkel zu generieren und zu bewahren und nicht zuletzt das großartige, jahrzehntelange Engagement von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden wertschätzen.

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Sie kennen mögliche Zeitzeug*innen oder wollen selbst historische Erfahrungen schildern? Dann freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme direkt per Webformular.

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  • Ziele des Projektes

    Das BRK hat 180.000 Ehrenamtliche und ca. 28.000 hauptamtlich Beschäftigte sowie zahlreiche ehemals aktive Rotkreuzler*innen. Jedes dieser Mitglieder hat kleine und große Ereignisse aus der BRK-Geschichte zu erzählen. Es ist das Ziel des Oral History Projekts diese Geschichten zu sammeln und für die Nachwelt zu bewahren um sie gebührend wertschätzen zu können. Weitere Ziele sind:

    • Bewahrung der Erfahrungen und Erlebnisse von Rotkreuz-Angehörigen, auch über den Projektzeitraum hinaus
    • Langfristige Bildung eines Zeitzeugenarchives
    • wissenschaftliche Aufarbeitung
    • Kulturarbeit im Rotkreuz-Kontext leisten und Darstellung der Vielfalt des Roten Kreuzes
    • Anerkennung und Sichtbarkeit von Rotkreuzler*innen ausbauen
  • Zielgruppe

    Die Zielgruppe des Projektes sind Rotkreuz-Angehörige aller Gliederungen (insbesondere aus den Gemeinschaften und Schwesternschaften) im Raum Bayern, also Rotkreuz-Zeitzeug*innen, die über ihre historischen Erfahrungen und Ereignisse im BRK berichten können. Der Berichtzeitraum liegt schwerpunktmäßig auf der Wiedergründung des Roten Kreuzes nach 1945. Auch Ereignisse vor und während des Krieges sind wertvoll und werden ebenfalls entgegengenommen. Konkret suchen wir Personen, die…

    1. …zu historischen Errungenschaften in der Rotkreuzarbeit beigetragen haben.
    2. …mit technischen und konzeptionellen Neuerungen im historischen Kontext im besonderen Maße konfrontiert waren (z.B. erster Hubschrauber-Einsatz).
    3. …langjährige Mitarbeitende, die zu ihrer vergangenen Tätigkeit im BRK erzählen können.
  • Projektverlauf und methodisches Vorgehen

    Seitens des BRK wird das Projekt in der Servicestelle Ehrenamt auf Landesebene verantwortet. Für die Projektdurchführung besteht, analog zu den Projektstrukturen der anderen Landesverbänden, eine Kooperation mit dem DRK Generalsekretariat und der Volunta gGmbH, einer Tochter des DRK Hessen. Für die Zeitzeugeninterviews sind zwei FSJler*innen eingesetzt, welche die Interviews mit den Zeitzeug*innen in einem persönlichen Treffen durchführen. Die FSJler*innen werden durch Mitarbeitende der Landesgeschäftsstelle und der Volunta gGmbH betreut.

    Das Bayerische Rote Kreuz strebt 120 Zeitzeugen-Interviews im Raum Bayern an. Es wird ein Pool an möglichen Zeitzeug*innen gebildet. Zur Datenerhebung findet die Methode Oral History Anwendung. Das DRK Generalsekretariat übernimmt die Gesamtsteuerung der Zeitzeugenprojekte und beschäftigt einen Projektleiter mit wissenschaftlichem Hintergrund. Im Zeitzeugen-Archiv des DRK-Generalsekretariats in Berlin werden alle Interviews und das dazugehörige Material aufbereitet, archiviert und für die Forschung und Interessierte zur Verfügung gestellt. Die Interviews liegen als Audiodateien und in transkribierter Form vor.

  • Kontakt

    Projektteam „Oral History“ im BRK: Lisa Neumeier, Laetitia Wegmann, Markus Försch, Bernhard Reimann 

    Email: zeitzeugen(at)brk.de

    Gesamtprojektleitung i.A. des DRK e.V.: Dr. Hans-Christian Bresgott, Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin