BRK Presseinformationen https://www.brk.de de DRK Wed, 12 Jun 2024 10:19:54 +0200 Wed, 12 Jun 2024 10:19:54 +0200 TYPO3 EXT:news news-1218 Tue, 11 Jun 2024 16:52:32 +0200 Rotes Kreuz stellt Interims-Arztpraxis in Babenhausen bereit https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/rotes-kreuz-stellt-interims-arztpraxis-in-babenhausen-bereit.html Durch das Hochwasser im schwäbischen Babenhausen (Landkreis Unterallgäu) wurde eine große hausärztliche Praxis so schwer beschädigt, dass ein Weiterbetrieb nicht mehr möglich ist. Das Bayerische Rote Kreuz hat deshalb die Mobile Medizinische Versorgungseinheit (MMVe) des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein vermittelt, die wiederum über das Deutsche Rote Kreuz in den Einsatz geschickt wurde. Dabei handelt es sich um einen Sattelauflieger, dessen Innenraum in zwei Behandlungsräume und einen Warteraum aufgeteilt ist. Entsprechende diagnostische Geräte wie Sonograph, EKG, Orthoskop etc. werden ebenfalls in der mobilen Arztpraxis mitgeführt. Die Verantwortung und die Kosten des Einsatzes trägt die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB).

„Das Rote Kreuz steht den Menschen zur Seite - in guten wie in schwierigen Zeiten. Sei es in der akuten Phase, als die Wassermassen Bayern überfluteten und Menschen von Dächern evakuiert werden mussten, oder jetzt in der Phase, in der es darum geht, wieder Normalität einkehren zu lassen: Das Rote Kreuz steht fest an der Seite der Menschen und hilft nach dem Maß der Not“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Mehr als 10.000 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes waren seit Beginn des Hochwassers im Einsatz, viele sind es zum Teil immer noch. Im Kleinen wie im Großen.“ 

Bereits am Sonntagabend, 09.06.2024, traf die Versorgungseinheit in Babenhausen ein und wurde umgehend aufgebaut. Ab Mittwoch, den 12.06.2024 wird damit die Lücke in der hausärztlichen Versorgung in Babenhausen wieder geschlossen.

Der Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes e. V. verfügt über insgesamt vier solcher „MMVe“. Diese sind in Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein und Berlin stationiert. In Babenhausen kommt ein „MMVe“ aus Schleswig-Holstein zum Einsatz. „Wir danken dem DRK-Landesverband Schleswig-Holstein und dem DRK-Bundesverband für die kurzfristige Unterstützung“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Donnerstag letzter Woche hatte die KVB im Einvernehmen mit dem Freistaat Bayern beim DRK-Generalsekretariat in Berlin die „MMVe“ aus der Bundesvorhaltung des DRK-Generalsekretariates angefordert. Diese wurde dann aus dem schleswig-holsteinischen Schwentinental am Wochenende ins Unterallgäu transportiert. Logistisch unterstützt wird die KVB beim vorübergehenden Betrieb der provisorischen Bereitschaftspraxis durch die Marktgemeinde Babenhausen und die Schwäbische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte in Babenhausen.

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news-1217 Mon, 10 Jun 2024 11:12:22 +0200 Abschlussbericht zum Sanitätswachdienst „Rock im Park“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/abschlussbericht-zum-sanitaetswachdienst-rock-im-park.html Die Nürnberger Hilfsorganisationen ziehen nach mehr als 20.000 ehrenamtlichen Dienststunden rund um das Nürnberger Zeppelinfeld ein positives Resümee. Über 1.700 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Nürnberger Hilfsorganisationen (Auflistung s. u.) sorgten an acht Einsatzabschnitten für einen sicheren Veranstaltungsablauf und boten den Rockbegeisterten eine Anlaufstelle bei medizinischen Anliegen. Insgesamt wurde der Notarzt zu 14 Einsätzen alarmiert, zehn weniger als im Vorjahr. Die Rettungswagen kamen in 66 Fällen (Vorjahr: 91) zum Einsatz. In 66 von 2290 Fällen war eine Alkoholintoxikation die vordergründige Ursache der sanitätsdienstlichen Versorgung. Weitere 144 Insektenstiche, 124 Blasen, 122 Schürfwunden und 95 Fußverletzungen wurden behandelt.

Trotz der Hochwasser-Einsätze infolge der Starkregenereignisse ist es den Nürnberger Hilfsorganisationen gelungen, alle Dienstpläne wie geplant zu besetzen, obwohl ein Großteil der Einsatzkräfte bis Freitag noch in den Schadensgebieten im Einsatz war.

Angewandte Pyrotechnik im Bühnenbereich sorgte für leichte Verletzungen bei einer ehrenamtlichen Einsatzkraft, die zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus transportiert werden musste.

Aktuelle Zahlen vom 6. Juni, 7:00 Uhr bis 10. Juni 2024, 10:00 Uhr:
(In Klammern die Zahlen zum letzten „Rock im Park“ im Jahr 2023)

  • Einsatzkräfte bisher im Einsatz: 1700 (1671)
  • Einsätze Krankentransportwagen: 93 (68)
  • Einsätze Rettungswagen: 66 (91)
  • Einsätze Notarzt: 14 (24)
  • Transporte ins Krankenhaus: 106 (104)
  • Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen: 2290 (2492)

Die Nürnberger Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter- Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD)) leisteten auf dem Veranstaltungsgelände „Rock im Park“ vom 06. bis 10.06.2024 Dienst. Die Einsatzkräfte waren rund um die Uhr Ansprechpartner für die sanitätsdienstliche Versorgung der Festivalbesucher.

Der Sanitätswachdienst endet in etwa einer Stunde um 12:00 Uhr.

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news-1216 Tue, 04 Jun 2024 20:01:25 +0200 Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht retten Frau nach zwei Tagen aus Baumkrone https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/luftrettungsspezialisten-der-wasserwacht-retten-frau-nach-zwei-tagen-aus-baumkrone.html Die Air Rescue Specialists (ARS) der Wasserwacht Bayern konnten heute mit einem Hubschrauber der ADAC-Luftrettung eine Frau aus einer Baumkrone in einem Wald bei Neu-Ulm retten. Sie hatte dort aufgrund des Hochwassers zwei Tage lang ausgeharrt bis heute die rettende Hilfe kam. Ebenso wurden heute in allen Gebieten Erkundungsflüge durchgeführt. Die Wasserwacht Bayern hat derzeit täglich 12 Air Rescue Specialists an fünf Standorten im Einsatz. Sie sind auf die Rettung aus der Luft spezialisiert und werden per Winde von Hubschraubern herabgelassen um in schwer zugänglichen Hochwassergebieten oder Gewässern und Flüssen mit starken Strömungen zum Einsatz zu kommen.

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news-1215 Mon, 03 Jun 2024 14:28:13 +0200 BRK weiterhin im Dauereinsatz – Bundeskanzler Scholz dankt Einsatzkräften https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-weiterhin-im-dauereinsatz-bundeskanzler-scholz-dankt-einsatzkraeften.html Die Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes sind weiterhin im Einsatz gegen das Hochwasser. Es wird erwartet, dass sich die Pegel im Laufe des Tages Richtung Niederbayern verlagern. Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser besuchten heute gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder Einsatzkräfte in Reichertshofen und dankte ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gegen das Hochwasser.

Im Landkreis Neuburg an der Donau wurden Personen durch den Wasserrettungszug Oberbayern aus überschwemmten Gebieten evakuiert. In Weilheim-Schongau retteten Einsatzkräfte der Wasserwacht Personen von einem PKW-Dach, da der PKW auf einer Straße aufgeschwommen war.

Um auch zukünftig für Katastrophen gewappnet zu sein, bittet das BRK um Spenden unter www.brk.de. Ein bayernweiter Spendentopf „Hochwasser Bayern“ wurde eingerichtet. Geldspenden ermöglichen flexible Hilfe, die je nach Bedarf eingesetzt werden kann, beispielsweise für Ausrüstung der ehrenamtlichen Helfer*innen.

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news-1214 Sun, 02 Jun 2024 23:07:57 +0200 „Air Rescue Specialists“ der Wasserwacht Bayern retten Familie aus der Luft https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/air-rescue-specialists-der-wasserwacht-bayern-retten-familie-aus-der-luft.html Zu einer besonderen Rettungsaktion wurden die „Air Rescue Specialists“ der Wasserwacht Bayern mit einem Hubschrauber der Polizei Bayern gerufen. Aufgrund des steigenden Wasserpegels mussten im Stadtgebiet Günzburg mehrere Evakuierungen durchgeführt werden. Insgesamt zwölf Personen wurden gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber und den Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht Bayern aus der Luft von Balkonen oder Hausdächern gerettet. In einem Fall musste eine fünfköpfige Familie (zwei Eltern, ein einwöchiges, ein zweijähriges und ein zehnjähriges Kind) vom Balkon ihres Hauses gerettet werden. Aufgrund der Wassermassen war ein Verlassen des Hauses und auch eine Evakuierung z.B. mit einem Flachwasserboot nicht mehr möglich.

Die „Air Rescue Specialists“ der Wasserwacht Bayern haben sich bereits in der Vergangenheit als erste Luftrettungseinheit im Freistaat Bayern mit Spezialgerät für die Evakuierung und Rettung von Kleinkindern und Kindern ausgerüstet und ihre Einsatzkräfte dementsprechend ausgebildet.

Diesem Evakuierungseinsatz folgten weitere Einsätze. Insgesamt besetzte die Wasserwacht Bayern heute drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei und einen Hubschrauber der Bundespolizei mit jeweils zwei sogenannten „Air Rescue Specialists“.

Die Luftrettungsspezialisten sind bereits seit Freitag mit mehreren Evakuierungsmanövern bei Tageslicht zusammen mit der Polizei Bayern im Dauereinsatz. Aufgrund der besonderen Umstände wird dieser Einsatz hervorgehoben.

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news-1213 Sun, 02 Jun 2024 20:59:40 +0200 Bayerisches Rotes Kreuz unterstützt mit tausenden Einsatzkräften: Wasserwacht Bayern mit allen Wasserrettungszügen im Einsatz https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bayerisches-rotes-kreuz-unterstuetzt-mit-tausenden-einsatzkraeften-wasserwacht-bayern-mit-allen-wasserrettungszuegen-im-einsatz.html Die Wassermassen halten große Teile des Freistaats weiterhin im Ausnahmezustand. Aktuell befinden sich sämtliche, bayernweit verfügbare Wasserrettungszüge der Wasserwacht Bayern im Einsatz. Einzig der Wasserrettungszug aus Schwaben pausiert derzeit nach einem Dauereinsatz von Freitagnacht bis zum heutigen Sonntag, 14 Uhr. Weitere Regenfälle sind angekündigt. Das Bayerische Rote Kreuz führt die Rettungsarbeiten in den Hochwassergebieten mit tausenden Einsatzkräften, die seit Tagen rund um die Uhr einen enormen Beitrag zur Bewältigung der noch immer äußerst angespannten Lage leisten, durch. Eine Entspannung der Lage oder gar Entwarnung ist nicht in Sicht. Das Bayerische Rote Kreuz ruft die Bevölkerung dazu auf, der Wetter- und Hochwasserlage weiterhin mit größter Ernsthaftigkeit zu begegnen.

Allein in Günzburg konnten mehrere, im Wasser treibende Personen durch Wasserrettungskräfte der Wasserwacht Bayern aus den Fluten gerettet werden. Mehr als 1.000 Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden.

Aufgrund eines drohenden Dammbruchs müssen mehrere Ortschaften im Landkreis Donau-Ries evakuiert werden. Hierzu errichten die Einheiten des „Hilfeleistungskontingents Betreuung“ aus Oberfranken derzeit eine entsprechende Betreuungsstelle, um die evakuierten Personen unterzubringen.

Das „Hilfeleistungskontingent Betreuung“ aus Unterfranken betreibt ebenfalls eine Betreuungsstelle für evakuierte Personen im Landkreis Günzburg.

Inzwischen wurde in einigen weiteren Landkreisen der Katastrophenfall ausgerufen: In zwölf Landkreisen und einer kreisfreien Stadt gilt derzeit ein Katastrophenfall. Durch permanent ansteigende Pegelstände herrscht auch für die Rettungsmannschaften ein großes Risiko.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer bedankte sich vor Ort in Reichertshofen und in Günzburg für den herausragenden, unermüdlichen Einsatz und die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Beteiligten. Zudem äußerte sie sich bestürzt über den tragischen Tod eines Feuerwehrmanns im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm und drückte die aufrichtige Anteilnahme des Bayerischen Roten Kreuzes aus.

Meine Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und den Kameradinnen und Kameraden des tödlich verunglückten Feuerwehr-Kameraden. Das Bayerische Rote Kreuz ist sehr betroffen. Der tragische Tod zeigt, welche Gefahren dieser Einsatz mit sich bringt. Umso größer ist meine Bewunderung für diejenigen, die sich im Wissen über die Gefahren mit großer Professionalität und Umsicht für ihre Mitmenschen einbringen und einsetzen.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

Zahlreiche Einheiten der BRK-Bereitschaften sorgen mit hunderten Helferinnen und Helfern für die Unterbringung sowie Versorgung von evakuierten Mitmenschen aus den jeweiligen Hochwassergebieten. Auch die Einsatzkräfte, die aus anderen Landkreisen und Regierungsbezirken in den Schadensgebieten zum Einsatz kommen, müssen untergebracht und verpflegt werden. So wurden beispielsweise im Laufe des heutigen Tages in der Messe Augsburg mehr als 200 Betroffene und 500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk betreut.

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news-1212 Sat, 01 Jun 2024 22:50:00 +0200 Wasserwacht evakuiert mehr als 130 Personen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wasserwacht-evakuiert-mehr-als-130-personen.html Das Hochwasser hält viele Teile Bayerns fest in Atem: Seit Stunden befinden sich Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Hochwasserbedingt kommen bayernweit, vor allem entlang der Donau von Neu-Ulm bis nach Passau, eine Vielzahl an Einsatzkräften des Bayerischen Roten Kreuzes zum Einsatz. In Babenhausen (Lkr. Unterallgäu) beispielsweise konnten die Einsatzkräfte der Wasserwacht Bayern mehr als 130 Personen aus Ihren Häusern evakuieren – weitere Evakuierungen laufen. In etlichen Fällen konnten Personen aus lebensbedrohlichen Situationen befreit werden. So haben beispielsweise die Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht zusammen mit der ADAC-Luftrettung zwei Personen vom Dach eines in Folge der Wassermassen einsturzgefährdeten Hauses gerettet. In vielen weiteren Fällen retteten die Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht Bayern mit Hilfe von Rettungswinden und Hubschraubern von ADAC-Luftrettung und der Polizei Bayern Menschen von Dächern oder aus dem Wasser. Zwei weitere Personen waren in ihren Fahrzeugen eingesperrt und konnten sich aufgrund der extremen Wassermassen nicht mehr selbst befreien. In einem weiteren Fall eilten die Wasserrettungskräfte einer schwangeren Frau zur Hilfe. Außerdem wurden zwei Kinder aus Lebensgefahr befreit. 

Darüber hinaus ist die Bergwacht Bayern aufgrund der Hochwassersituation derzeit mit rund 90 Einsatzkräften im Einsatz. Zusätzlich stehen unter anderem sechs Canyon-Rettungskräfte (Rettungskräfte, die auf die Rettung und Bergung von Verunglückten aus wasserführenden Schluchten und Klammen spezialisiert sind) bereit. Parallel zum Hochwassereinsatz hat die Bergwacht Bayern heute 29 Bergsteiger von der Zugspitze gerettet. Die Bergsteiger befanden sich auf einer Höhe von ca. 2.500 Metern und mussten aufgrund des massiven Schneetreibens von der Bergwacht gerettet werden.

In den frühen Abendstunden erweiterte sich der Hochwasserreinsatz für das Bayerische Rote Kreuz um die Betreuung und Verpflegung von einer Vielzahl an Menschen. Die Regierung von Schwaben forderte bei der Führungsgruppe Katastrophenschutz Bayern (im Staatsministerium des Innern) drei „Hilfeleistungskontingente Betreuung“ an. Hierbei handelt es sich um Einheiten mit mehreren Schnelleinsatzgruppen „Betreuung“, „Verpflegung“ und „Technik und Sicherheit“.  Einsatzauftrag ist die Errichtung und der Betrieb einer Betreuungseinrichtung in der Messe Augsburg. Das Bayerische Rote Kreuz stellt zwei dieser Kontingente. Hierbei kommen rund 120 Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften aus Mittelfranken und Unterfranken zum Einsatz.

In diversen vom Hochwasser betroffenen Landkreisen ist eine Vielzahl an Einsatzkräften des Bayerischen Roten Kreuzes im Einsatz. Zu den Aufgaben zählen unter anderem die Verpflegung und Betreuung von evakuierten Personen, die Rettung aus Wassernot und die psychosoziale Betreuung.

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news-1211 Fri, 31 May 2024 14:24:37 +0200 Mehr als 150 Wasserrettungskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/mehr-als-150-wasserrettungskraefte-in-erhoehter-alarmbereitschaft.html Der Deutsche Wetterdienst warnt vor ergiebigem Dauerregen in wechselnder Intensität. Aufgrund der prognostizierten Pegelstände im Südwesten Bayerns erhöht die Wasserwacht Bayern ab dem heutigen Freitagabend (20:00 Uhr) die Alarmstufe für die Wasserrettungszüge Schwaben, Oberbayern und Ober-/Mittelfranken von Alarmstufe 1 auf Alarmstufe 2. Die Wasserrettungszüge Niederbayern/Oberpfalz und Unterfranken bleiben weiterhin auf Alarmstufe 1. Die Wasserwacht Bayern ist grundsätzlich immer schnell einsatzbereit. Die ausgerufene Alarmstufe ist als Voralarm zu verstehen und dient der besseren Vorbereitung der Einsatzkräfte und einer noch schnelleren Einsatzbereitschaft. In der Alarmstufe 2 stehen ab 20:00 Uhr über 90 Einsatzkräfte bereit. Weitere 60 Einsatzkräfte der Wasserwacht stehen in der Alarmstufe 1 bereit. Insgesamt sind somit 150 Einsatzkräfte der Wasserwacht Bayern (inkl. Boots- und Tauchtrupps) in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Wasserrettungszüge der Wasserwacht Bayern können in dreifacher Redundanz besetzt werden. Weitere rund 82.500 aktive Mitglieder der Wasserwacht Bayern sind stets einsatzbereit.

Das Bayerische Rote Kreuz beobachtet mit seinem Lagedienst Bayern, besetzt mit Expert*innen von Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht, die Lageentwicklung engmaschig und unterstützt die Führungsgruppen Katastrophenschutz in den Landkreisen mit Fachberater*innen.

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news-1210 Thu, 30 May 2024 11:33:32 +0200 Warnung vor extrem ergiebigem Dauerregen in Bayern: Vorbereitung hilft im Ernstfall https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/warnung-vor-extrem-ergiebigem-dauerregen-in-bayern-vorbereitung-hilft-im-ernstfall.html Der Deutsche Wetterdienst warnt vor ergiebigem, extrem ergiebigem und teils gewittrigem Dauerregen in wechselnder Intensität vom morgigen Freitag bis einschließlich Sonntag. Die prognostizierten Niederschlagsmengen liegen zwischen 50 und 120, lokal bei bis zu 150 l/qm in etwa 48 Stunden.

Die Wasserwacht Bayern ist grundsätzlich immer einsatzbereit - aufgrund der konkreten Warnungen des Deutschen Wetterdienstes werden vier Wasserrettungszüge der Wasserwacht Bayern in den heutigen Abendstunden in Alarmstufe 1 und ein weiterer Wasserrettungszug in Alarmstufe 2 versetzt.  

Vorkehrungen für den Ernstfall

Um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein, empfiehlt die Wasserwacht Bayern, die Warnmeldungen stets im Blick zu behalten und verschiedene Vorkehrungen zu treffen.

Macht euch daher Gedanken über:

  1. die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Könnt ihr diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren? Wohin?
  2. die Evakuierung von Haustieren
  3. die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Sprecht euch mit Nachbarn über Not- und Gefahrenzeichen ab.
  4. die „Rollenverteilung“ für den Notfall. Wer macht was, wenn eine Überschwemmung eintritt?

Im Notfall gilt natürlich: Notruf 112 wählen!

Was tun bei einer konkreten Hochwasserwarnung? 

Wenn ein Hochwasser angekündigt ist, muss gehandelt werden - idealerweise bereitet man sich auf diese Punkte auch unabhängig von einer konkreten Hochwasserwarnung vor:

  • Besorge zum Schutz Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon.
  • Schaue, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können.
  • Bringe wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, hochwassergeschützten Räume.
  • Sichere den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, indem du ihn zum Beispiel an der Wand verankerst oder mit Ballast beschwerst.
  • Überprüfe deine Vorsorgemaßnahmen. Hast du alles Nötige im Haus?
    • ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser
    • ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio
    • eine Taschenlampe
    • einen Campingkocher
    • eine Campingtoilette
  • Halte deine Dokumentenmappe und dein Notgepäck bereit.
  • Denke auch an Insektenschutzmittel, falls sich nach Rückgang des Hochwassers Mücken und andere Schädlinge im Haus verbreiten.
  • Räume die Kellerräume aus, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können.

In jedem Fall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Das gelingt am besten, wenn man sich im Vorfeld Gedanken über den Ernstfall macht und versucht, sich bestmöglich vorzubereiten.

Quelle der Hinweise: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 

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news-1209 Mon, 27 May 2024 13:56:00 +0200 #Zeitreise: "Es zählt immer der Mensch" https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/zeitreise-es-zaehlt-immer-der-mensch.html Friedrich "Fips" Huber ist seit 65 Jahren bei der Wasserwacht in Herrsching und eines der wichtigsten Gründungsmitglieder. Die Kolleg*innen des Projektes "BRK Zeitzeugen" haben mit ihm gesprochen - über Bombenalarm in der Schulzeit, selbstgebaute Boote, minimalistische Tauchausbildungen, echte Kameradschaft und den Zauber des Anfangs. Friedrich, wie war deine Schulzeit und der Beginn ins Arbeitsleben?

Ja, das ist eine lange Geschichte. Mein Vater war bei der Waffen-SS, an der Front, wir haben in Dachau gewohnt. 1944 bin ich in die erste Klasse in Dachau in die Ludwig-Thoma-Schule gegangen. Und da bin ich aber von meinen Großeltern von Obermenzing immer nach Dachau rausgefahren in der Früh in der Schule und mittags wieder heim. Da mussten wir oft aussteigen, wegen den Bombenangriffen. Die Firma Kraus-Maffei haben sie pausenlos angegriffen, die haben die Lokomotiven gebaut damals. Wir sind dann immer in den Hochbunker und wenn der Angriff vorbei war, sind wir bis zur nächsten Station wieder weitergefahren. Bis Obermenzing. Wenn die Sirene losging, dann hast du aber rennen dürfen, gell?

Dann habe ich beim Askania angefangen in der Boschetsrieder Straße in München, die haben Tonbänder und Diktiergeräte gemacht. Danach war ich bei der Bundeswehr, bei Waffenschule 10 in Oldenburg. Dort habe ich 18 Monate Grundausbildung gemacht und drei Monate Spezialausbildung, da war ich dann in Kaufbeuren. Und dann war ich noch sechs Wochen in Faßberg an der Zonengrenze, in der Lüneburger Heide, Ost-West. Danach bin ich wieder heim und habe nach 1960 beim Dornier angefangen in Oberpfaffenhofen.

Was wurde da produziert?

Da hat man die Flugzeuge zusammengestellt und eingeflogen in Oberpfaffenhofen, darum war ja der Ammersee Tieffluggebiet damals. Wir hatten sechs Testpiloten gehabt, weil die Bundeswehr damals 225 Maschinen bekommen hat. Die waren zuerst alle blank und sind erst später in Tarnfarben gespritzt worden. Ich kann mich erinnern, weil die haben immer so geglänzt in der Luft.

Und Fürstenfeldbruck war ja damals der Stützpunkt von der Luftwaffengruppe Süd. Also da hat es Nord und Süd gegeben, da sind die NATO-Maschinen zwischengelandet zum Auftanken.

Hat sich schon was gerührt in Oberpfaffenhofen, da sind ein Haufen Maschinen eingeflogen worden. Da kann ich dir schon was erzählen. (lacht) Das war eine schöne Zeit, war viel Arbeit.

Nach deiner Zeit beim Bund, wie hast du deinen Weg zum Roten Kreuz gefunden?

Der Ehrenhuber, Sepp, der war bei uns ein Lagerist beim Dornier. Wenn wir neue Teile für die Flieger gebraucht haben, haben wir die bei ihm geholt. Ich kam mit ihm ins Gespräch. Ich war damals schon beim Roten Kreuz in München, und wir hatten dann die Idee, ein Rotes Kreuz in Herrsching zu gründen – mit dabei waren der Ehrenhuber Sepp, der Illek Hans. Die waren beide Krankenpfleger in Gauting und Seefeld, natürlich beide gut ausgebildet. Und da war aber die Hella noch dabei, dem Ehrenhuber seine Frau, und die war Krankenschwester in Seefeld im Krankenhaus.

Das war die Geburtsstunde des Kreisverbands Herrsching?

Ja, so um 1965. Wir hatten am Anfang noch keine Unterkunft. Am Dachinger See stand ein Häuschen von meinem Onkel, das hatte vorher eine Jugendgruppe, aber die hatte das Haus zweckentfremdet und deshalb haben wir das Haus für unser BRK Herrsching bekommen. Wir haben vom Ehrenhuber Sepp alles von der Pike auf gelernt: Wie man einen Druckverband oder eine Abbindung macht.

Wieviele waren damals dabei?

Acht oder zehn. Mehr waren wir nicht. Von denen Alten ist mittlerweile keiner mehr da, die sind alle schon unter der Erde. Wir haben dann das Rotkreuz-Heim ehrenamtlich ausgebaut. Das war ein Haufen Arbeit, nach Feierabend immer. Und die Wasserwacht ist erst später daraus entstanden. Weil der Sepp hat dann gesagt: "Wir sind ja am See daheim. Wir brauchen da eine Wasserwacht."

Wie kamst du zum ersten Mal zum Roten Kreuz?

Ich war beim Jugendrotkreuz dabei. (lacht) Aber am Anfang hatte wir keine Uniformen, sondern eine weiße Armbinde mit dem Roten Kreuz drauf. Und wir haben dann auch in Obermenzing in der Rathausstraße einen Sanitätsraum gekriegt bei einer Familie, die den Raum nicht gebraucht hat. Dort haben wir unser Zeug gelagert.

Was war damals los bei der Wasserwacht?

Wir haben einmal ein Boot selber gebaut, Negativschale, Glasfibermatten und Polyesterharz, das haben wir geholt bei der Uffhausen in Schondorf.

Und das habt ihr alles selber gemacht?

Das haben wir alles selber gemacht, ja. Nach Feierabend.

Habt ihr das irgendwo gelernt, Boote zu bauen?

Am Anfang hatten wir jemanden, Harrer hat der geheißen. Der hat so einen Murks zusammengebaut, dann haben wir gesagt, er soll sich wieder schleichen. Wir haben selber weitergemacht und die Schale hat vier Jahre gehalten. Bloß ist uns dann hinten der Spiegel gerissen, durch die ewige Belastung vom 60er-Johnson-Motor.

Wie war eigentlich der Beginn der Wasserwacht? Waren das dann nur Rotkreuz-Leute?

Das waren nur Rotkreuzler, ja. Wir haben damals im Müllerschen Volksbad als Schwimmlehrer einen Kinderschwimmkurs veranstaltet. Das war eine Nachfrage, das war unwahrscheinlich mit den Kindern. Und dann haben wir mal ein Gaudirennen gemacht draußen, ein Badewannenrennen, bis zur ersten Boje raus und wieder rein. Und da waren so viele Leute da beim Zuschauen, das war direkt eine Freude.

Wie lange warst du bei der Wasserwacht und beim Roten Kreuz?

65 Jahre Rotkreuz. Für den 65er hab ich eine silberne Spange bekommen. Aber ich war nie einer, der so Zeug getragen hat, das Lametta, mit dem habe ich es nicht so gehabt. Es zählt immer der Mensch. Damals in der schweren Zeit [im 2. Weltkrieg, Anm.]  waren viele beim Roten Kreuz. Weil einer dem anderen geholfen hat. Es gab keinen Funk, aber Mundpropaganda. Und da hat einer dem anderen geholfen.

Wie war die Ausrüstung am Anfang?

Wir haben uns viel selber gekauft. Das heißt unten am See, da war einmal ein Textilladen, der Voglsamer. Der hatte so dunkelblaue Trainingsanzüge. Beim dunklen Stoff siehst du nicht, wenn irgendwo ein Ölfleck ist. Wir haben zu ihm gesagt: "Du, das wäre das Richtige für uns für die Wasserwacht." Und dann hat uns der die zu einem günstigen Preis gegeben. Heute brauchen sie alle was weiß ich wie viel Ausrüstungen (lacht). So viel haben wir nicht gehabt.

Weswegen seid ihr eigentlich so ausgefahren mit eurem Rettungsboot?

Schwimmer, die nicht mehr konnten. Wenn der Ostwind gegangen ist und der Wellengang stark war, dann hast du zu tun gehabt, damit du reinkommst ans Ufer. Und die hat man dann geholt. Beim Westwind ist das weniger passiert, weil der treibt dich rein.

Wie lange waren eure Dienste?

 Am Wochenende haben wir um 10 haben angefangen und um 18 Uhr war meistens Schluss, außer es war noch wer draußen, wegen einer Regatta oder so. Wenn unter der Woche was gewesen wäre, hätten wir zwei in Herrsching telefonisch erreicht, die hätten dann rausfahren können. Wir hatten auch einmal Unterstützung von Rottenfeld oben, von der Strafvollzugsanstalt. Da hat einer Freigang gehabt und der ist gern zur Wasserwacht runter. Und wenn wir uns Mittag eine Pizza gekauft haben, hat natürlich der auch eine gekriegt, ist ja klar. Die sind gerne gekommen (lacht).

Wie kam’s dazu?

Der Eberhard war Justisbeamter und Aufseher und hatte beim Schlamm Fred eine Koje. Die kamen dann ins Gespräch und haben sich gedacht, dann kommen die Häftlinge bisschen auf andere Gedanken. Wir haben sie dann immer abgeholt.

Hat sich im Roten Kreuz oder der Wasserwacht im Laufe der Zeit viel geändert?

Ja, da hat sich viel verändert. Früher haben wir uns die Taucher selber ausgebildet, heute gibt es keine Taucher mehr in Herrsching. Wir haben den zum Training in Badehose am Gemeindesteg runtergelassen und wir haben dann zu zweit Wechselatmung gemacht. Wenn du das beherrscht hast, hast du keine Angst mehr haben brauchen. Das war die Ausbildung.

Und das wird nicht mehr gemacht?

Das wird nicht mehr so gemacht, heute dauert die Tauchausbildung der Wasserwacht fast ein Jahr, glaube ich. Da waren damals Rettungstaucher bis zehn Meter und Bergungstaucher bis 20 Meter. Aber wir waren ja auf 60 Meter auch schon unten. Sechs Bar am Körper, allerdings nicht lang. Eine Minute. Weil du musst die Dekompressionszeit einhalten, wenn du raufgehst. Sonst fängt dir das Zeug zu kribbeln an. Das geht schnell. Weil sich der Stickstoff im Fettgewebe enorm schnell absetzt. Und meistens erwischt es dann die Wirbelsäule, dann kannst du querschnittsgelähmt sein.

Ist es vorgekommen, dass ihr jemanden aus solchen Tiefen bergen musstet?

Das waren meistens Leichenbergungen. Da brauchst du dich nicht mehr beeilen. Der hält sich konstant bei vier Grad plus Wassertemperatur, ob du den heute oder morgen holst, ist dann egal. Wenn dir die Luft nicht mehr langt, holst du besser ein anderes Gerät und holst ihn später.

Mit der Zeit sind ja dann auch mehr Ausrüstungen und Ausbildungen dazugekommen, oder?

Wir haben immer wieder Auffrischungen gemacht und sind nach Starnberg zur Pionierschule. Die haben uns zum Beispiel runtergeschickt auf 20 Meter, dort mussten wir dann zum Beispiel irgendwas zusammenschrauben, mit zwei Bar am Körper haben sie einen schon eine Zeit drunten gelassen. Heute musst du ja jeden Einzelnen mit der Leine führen. Leine geführt haben wir nur unter dem Eis. Weil das Loch findest du sonst nicht mehr, wo du rein bist. Und am Eis, da muss der Leinenführer die Signale hundertprozentig beherrschen.

Was sind das für Leinensignale?

Wenn er einmal zieht, muss er sofort rauf. Zweimal heißt nach rechts. Dreimal ziehen links und bei viermal ziehen ist alles in Ordnung. Und bei fünfmal, da kommt er dann wieder. Das waren die Leinensignale. Die habe ich noch im Kopf.

Was hat dir in den 65 Jahren Wasserwacht am meisten gefallen, warum bist du so lange dabei geblieben?

Mir ging’s hauptsächlich um die Fahne und um den Zusammenhalt. Es ist wichtig, dass ein Alter noch dabei ist, weil wenn jemand was wissen will, kannst du Auskunft geben. Ich bin der Letzte.

Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Die Silbermedaille von der Wasserwacht für besondere Leistungen 1966, das war was Besonderes, die habe ich heute noch. Weil ich da das Motorboot mitgebaut habe und weil wir da improvisieren mussten.

Was hat dir dann am meisten Spaß gemacht an der ganzen Zeit?

Die Kinderkurse. Frei-, Fahrten- oder Leistungsschwimmer. Da waren sie recht stolz mit Frei-, Fahrten- und Leistungsschwimmer, wenn sie sich den an die Badehose hinheften haben lassen. Das ist wirklich schön gewesen. Ich hab mal mit den ganzen Münchner Schulen einen Schulschwimmwettbewerb im Nordbad veranstaltet. Zehn Bahnen, zehn waren zum Aufpassen da. Jeder hat eine Bahn gehabt. In meiner Bahn war eine Kleine, wie ehrgeizig die gekämpft hat, damit sie vorankommt, die 25 Meter (lacht)!

Zum Zeitzeugenprojekt

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news-1208 Sun, 19 May 2024 11:20:00 +0200 43 BRK-Einsatzkräfte nach rund 20 Stunden Einsatz wieder zurück in Bayern https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/43-brk-einsatzkraefte-nach-rund-20-stunden-einsatz-wieder-zurueck-in-bayern.html Heftige Regenfälle haben am Freitagabend und Samstagmorgen vor allem im Saarland, aber auch in anderen Teilen Südwestdeutschlands zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen mit hohen Sachschäden geführt. Auf Anforderung der saarländischen Behörden und im Auftrag des Führungs- und Lagezentrums des Deutschen Roten Kreuzes entsandte das Bayerische Rote Kreuz am Samstag, den 18.05.2024, einen Wasserrettungszug der Wasserwacht Bayern nach Saarlouis. Ergänzt wurde dieser mit mindestens 32 Einsatzkräften (Tauch- und Bootstrupps, sowie Führungskräfte) besetzte Wasserrettungszug um Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht Bayern und einem sogenannten Vorauskommando, das gemeinschaftsübergreifend mit je einer Führungskraft der Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht besetzt war.

Die ehrenamtlichen Einheiten sammelten sich am Samstag, 18. Mai 2024, im schwäbischen Neu-Ulm und wurden in den Einsatzauftrag eingewiesen. Gegen 2:00 Uhr (18.05.2024) konnte der Wasserrettungszug seine Fahrt ins Saarland antreten. Die Einheiten setzten sich aus Einsatzkräften und Material der BRK-Kreisverbände Augsburg-Land, Augsburg-Stadt, Neu-Ulm, Aichach-Friedberg, Ostallgäu, Oberallgäu, Nordschwaben und Dillingen zusammen. Das gemeinschaftsübergreifende Vorauskommando bestand aus Führungskräften der BRK-Kreisverbände Cham (Vertreter Bereitschaften) und Ostallgäu (Vertreter Wasserwacht), der Bergwacht Bayern (Vertreter Bergwacht) und zwei Führungsassistenten aus dem BRK-Kreisverband München. Das Vorauskommando traf am Samstagmorgen um 6:00 Uhr im Schadensgebiet ein.

Gegen 08:30 Uhr trafen die Einsatzkräfte des Wasserrettungszuges und die Luftrettungsspezialisten im Schadensgebiet in Saarlouis ein. Ihr Auftrag war die Ablösung der saarländischen Wasserrettungseinheiten, die seit über 20 Stunden im Dauereinsatz waren. Zu den Aufgaben des Wasserrettungszuges im Rahmen dieses Einsatzes gehörten die gezielte Bekämpfung der Hochwasserlage, die Verhinderung von Personenschäden, die Verhinderung von Schäden an bedeutenden Sachwerten und die Abdeckung des gesamten Wasserrettungsdienstes im Landkreis Saarlouis, um den einheimischen Einsatzkräften eine Ruhepause zu ermöglichen.  

Nach einer Lagebesprechung und Einweisung wurde der Wasserrettungszug um 11:14 Uhr von den saarländischen Behörden zu einem Einsatz alarmiert: Mehrere Jugendliche befanden sich mit einem Schlauchboot auf der hochwasserführenden Nied (Pegelstand 4,45 Meter statt normalerweise maximal 2 Meter) in akuter Wassernot. Durch den schnellen Einsatz eines Motorrettungsbootes konnte einer der Jugendlichen aus einer lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Zwei weitere Personen konnten sich selbstständig an Land retten. Ein weiteres Eingreifen der Wasserrettungskräfte war nicht erforderlich. Um eine schnelle Rettung aus der Luft zu ermöglichen, standen auch Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht Bayern bereit.

Nach einer wertschätzenden Verabschiedung durch den Landrat des Landkreises Saarlouis, Patrik Lauer, traten die bayerischen Wasserrettungskräfte nach einem 14-stündigen Einsatz um 16:15 Uhr die Rückreise nach Schwaben an und trafen dort am Samstagabend um 21:30 Uhr - rund 20 Stunden nach Alarmierung - ein. BRK-Präsidentin Angelika Schorer und der stellvertretende Landesvorsitzende der Wasserwacht Bayern, Benjamin Taitsch, empfingen die Einsatzkräfte auf dem Rastplatz Selig-Weiler an der A8 und bedankten sich für den großartigen und kurzfristigen Einsatz am Pfingstwochenende.

Das gemeinschaftsübergreifende Vorauskommando wurde als eine der Lehren aus dem Starkregenereignis im Ahrtal vom Bayerischen Roten Kreuz eingerichtet. Ziel dieses Kommandos ist es, bei überregionalen Einsätzen eine Schnittstelle zwischen der vor Ort agierenden Stabsstruktur und den eigenen Einsatzkräften zu schaffen. Aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes hat sich diese neue Struktur im Rahmen dieses ersten Einsatzes sehr bewährt.

Weitere 13 Einsatzkräfte koordinierten im Krisenstab der Wasserwacht Bayern und im Lagedienst Bayern des Bayerischen Roten Kreuzes den überregionalen Einsatz der bayerischen Einheiten. Insgesamt waren somit 56 Einsatzkräfte am überregionalen Einsatz beteiligt.

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news-1207 Fri, 17 May 2024 23:10:32 +0200 Bayerische Wasserrettungskräfte unterwegs in das Saarland https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bayerische-wasserrettungskraefte-unterwegs-in-das-saarland.html Im Saarland gilt nach Dauer- und Starkregen Hochwasseralarm. Wasserrettungskräfte der Wasserwacht Bayern sind nun unterwegs in das Saarland. Es ist ein Hochwasserereignis, wie es nach Behördenangaben alle 20 bis 50 Jahre vorkommt: Im Saarland gilt nach Dauer- und Starkregen Hochwasseralarm. Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile des Südwestens die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen.
 
Über das Führungs- und Lagezentrum des Deutschen Roten Kreuzes e.V. wurde ein Wasserrettungszug der Wasserwacht Bayern zur Rettung und Evakuierung von Personen aus Gebäuden und Fahrzeugen angefordert. Dieser wird um 2:00 Uhr (18.05.2024) in Schwaben abfahren. Das Eintreffen der bayerischen Wasserrettungskräfte im Einsatzgebiet in Saarlouis wird im Laufe des Samstagmorgens (18.05.2024) erwartet. Ergänzt wird der Wasserrettungszug durch ein Vorauskommando des Lagedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes, das sich gemeindeübergreifend aus Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht zusammensetzt, sowie fünf Luftrettungsspezialisten.
 
Die vier weiteren Wasserrettungszüge wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Zusätzlich wurden weitere Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht Bayern in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und können im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit ausrücken.
 
Ein Wasserrettungszug besteht aus Boots- und Tauchtrupps, einer Führungskomponente und setzt sich aus mindestens 32 Einsatzkräften zusammen. Dieser Zug ist in der Lage, sich mindestens 24 Stunden autark zu versorgen. Der aktuell entsandte Wasserrettungszug kommt aus dem Regierungsbezirk Schwaben und setzt sich aus Einheiten mehrerer schwäbischer Landkreise zusammen.

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news-1206 Wed, 15 May 2024 15:46:30 +0200 Familien im Fokus: Aktionstag bringt Politiker*innen und Familien zusammen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/familien-im-fokus-aktionstag-bringt-politikerinnen-und-familien-zusammen.html Anlässlich des „Internationalen Tags der Familie“ am 15. Mai und im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Freien Wohlfahrtspflege Bayern veranstaltete die Freie Wohl-fahrtspflege Bayern in Kooperation mit der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Fa-milienfragen, dem Familienverband von Diakonie und Kirche (eaf bayern), einen Akti-onstag für Familien. Unter dem Motto „Auf ein Eis mit …“ konnten Familien bei einer Kugel Eis mit zahlreichen Politiker*innen ungezwungen ins Gespräch kommen, um ihre Fragen in den Fokus zu rücken.

Dazu zählen eine verlässliche Kinderbetreuung, die Zusammenfassung von Familienleistungen, der Abbau bürokratischer Hürden bei der Beantragung dieser Leistungen sowie der finanzielle Ausgleich für Pflegetätigkeiten und die Beseitigung der Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Familien sind das Rückgrat der Gesellschaft – sie schultern vieles, sind Anker für Kinder und pflegebedürftige Familienmitglieder und prägen unsere Gesellschaft in hohem Maße. Gleichzeitig werden die Bedürfnisse von Familien in der Politik oft unterschätzt. Mit dem heutigen Aktionstag haben wir nicht nur Gespräche und Diskussionen angestoßen, sondern wichtige Impulse aus der Lebensrealität von Familien an zahlreiche Politikerinnen und Politiker weitergegeben. Jetzt gilt es die angesprochenen Probleme anzugehen und Lösungen zu erarbeiten.

Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege und Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer

Ulrike Scharf, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales: „Bayern ist Familienland! Familien sollen ihr Leben ihren Wünschen entsprechend selbst frei gestalten. Damit wir Familien bestmöglich unterstützen können, ist es wichtig zu wissen, was Familien brauchen. Dafür müssen wir miteinander ins Gespräch kommen. Ich freue mich, dass die heutige Veranstaltung, die die Freie Wohlfahrtspflege Bayern in Kooperation mit der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e.V. (eaf bayern) organisiert hat, Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch zwischen Landespolitkern und Familien gibt. Ich danke auch der Freien Wohlfahrtspflege Bayern für 100 Jahre Engagement und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“

Neben der Vorsitzenden der Freien Wohlfahrtspflege und Vizepräsidentin des BRK, Brigitte Meyer, nahmen unter anderem Staatsministerin Ulrike Scharf (CSU) sowie die Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek (CSU), Florian Streibl (FW), Florian von Brunn (SPD) und Katharina Schulze (Grüne) teil. Darüber hinaus nahmen die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie, Doris Rauscher (SPD) sowie ihr Stellvertreter, Thomas Huber (CSU), teil. Julian Janssen, bekannt aus der Wissenssendung "Checker Julian", moderierte die Veranstaltung.

In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind das Bayerische Rotes Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, der Landes-Caritasverband Bayern, die Diakonie Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern organisiert.

Die Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe (KBS) ist ein Projekt der Freien Wohlfahrtspflege Bayern. In der KBS sind die in der Suchthilfe tätigen Verbände der Freien Wohlfahrtspflege vertreten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Entwicklung der Suchthilfe in Bayern. Die KBS bietet Hilfe und Unterstützung bei suchtspezifischen Fragen, führt bayernweite verbandsübergreifende Fachtagungen, Fortbildungen und Arbeitskreise durch und ist Impulsgeber für aktuelle Suchtthemen. Die Geschäftsstelle der KBS wird von der Freien Wohlfahrtspflege Bayern und vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege finanziert.

Gemeinsam erbringen die Verbände mit über 455.000 hauptamtlichen und rund 136.500 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen rund 75 Prozent aller sozialen Dienstleistungen in Bayern. Rund sechs Prozent aller Beschäftigten im Freistaat, davon allein rund 95.000 in Pflegeheimen und weitere ca. 86.000 in Kindertagesstätten, arbeiten in der Sozialwirtschaft. Als Verband unterstützt die Freie Wohlfahrtspflege Bayern ihre Mitglieder durch Koordination und Absprachen bei der Realisierung von Zielen, mit denen sie ihren Beitrag dazu leisten, Bayern sozial zu gestalten.

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news-1205 Tue, 07 May 2024 12:56:40 +0200 Weltrotkreuztag am 8. Mai 2024: Erneuter Mitgliederrekord beim Bayerischen Roten Kreuz https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/weltrotkreuztag-am-8-mai-2024-erneuter-mitgliederrekord-beim-bayerischen-roten-kreuz.html Das Bayerische Rote Kreuz verzeichnet erneut einen Rekord an neuen ehrenamtlichen Mitgliedern. BRK-Präsidentin Angelika Schorer, Landtagspräsidentin und BRK-Botschafterin Ilse Aigner, MdL, und Karin Baumüller-Söder nehmen den morgigen Weltrotkreuztag (8. Mai) zum Anlass, um die Wichtigkeit ehrenamtlichen und gesellschaftlichen Engagements zu betonen und hierauf aufmerksam zu machen. Das Bayerische Rote Kreuz freut sich über einen Zuwachs von 15.760 neuen ehrenamtlichen Mitgliedern im vergangenen Jahr, wie aus einer jüngsten Auswertung des Bayerischen Roten Kreuzes hervorgeht.

Das Ehrenamt ist unser wichtigster Pfeiler und mit den vielen Helferinnen und Helfern ist das Bayerische Rote Kreuz immer leistungsfähig und für die bayerische Bevölkerung zur Stelle. Dass wir erneut und das zweite Jahr infolge einen Mitgliederrekord verzeichnen, ist ein starkes Zeichen für das Bayerische Rote Kreuz. 15.760 Menschen zeigen, dass sie sich engagieren, für die Gesellschaft da sein wollen und Bayern dadurch noch lebenswerter machen.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

Das Ehrenamt im BRK erstreckt sich auf die fünf Gemeinschaften: Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz, Wasserwacht und Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

„Die Neumitgliedschaften zeigen auch, dass die Gesellschaft, trotz schwieriger und von Krisen geprägter Zeiten, zusammenhält und zusammensteht. Das ist ermutigend und lässt uns als BRK positiv und hoffnungsfroh nach vorne blicken“, so Schorer weiter. „Wir sind sehr dankbar für und stolz auf unsere Ehrenamtlichen! Um für die Herausforderungen der Zukunft auch weiterhin gewappnet zu sein, freuen wir uns auf jede neue Helferin und jeden neuen Helfer.“

Anlässlich des Weltrotkreuztages würdigt die Botschafterin des Bayerischen Roten Kreuzes, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, MdL, das Ehrenamt:

Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind tragende Säulen unseres Gemeinwesens. Die Retterinnen und Retter des Roten Kreuzes stellen sich mit ganzer Kraft in den Dienst der Mitmenschlichkeit und des gesellschaftlichen Miteinanders – das ist gelebte Solidarität! Als Botschafterin des Bayerischen Roten Kreuzes danke ich von Herzen all jenen, die täglich für die Menschen im Einsatz sind, Menschen in akuten Notlagen helfen, Leib und Leben retten und unsere Gesellschaft stärken. Vergelt’s Gott und alles Gute!

Karin Baumüller-Söder, Ehefrau des Bayerischen Ministerpräsidenten, betont anlässlich des morgigen Weltrotkreuztages:

Die Haupt- und Ehrenamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes leisten herausragende Arbeit im Rettungsdienst und Katastrophenschutz über Pflege und Kinderbetreuung bis hin zur Wasserwacht. Ein herzliches Dankeschön allen für ihren wertvollen Einsatz für unsere Gesellschaft!

Beim Bayerischen Roten Kreuz engagieren sich aktuell mehr als 213.000 Ehrenamtliche. Über 32.300 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim BRK beschäftigt. Am 8. Mai 1828 wurde Henry Dunant, Gründer der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung geboren. Ihm zu Ehren wird jedes Jahr an seinem Geburtstag der Weltrotkreuztag begangen.

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news-1204 Mon, 06 May 2024 11:30:45 +0200 Start der Wachsaison 2024: Wasserwacht Bayern sichert den Sommer am und im Wasser https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/start-der-wachsaison-2024-wasserwacht-bayern-sichert-den-sommer-am-und-im-wasser.html Die Temperaturen steigen und der Sommer naht: Die Wasserwacht Bayern steht in den Startlöchern für die Wachsaison 2024. An den Wasserrettungsstationen im ganzen Freistaat wird der ehrenamtliche Dienst aufgenommen und so für die Sicherheit der Bevölkerung an Bayerns Gewässern gesorgt. „Die sommerlichen Temperaturen locken ins kalte Nass. Doch die kühlen Wassertemperaturen bergen die Gefahr einer Unterkühlung, wenn die Baderegeln nicht beachtet werden“, so Landesvorsitzender Thomas Huber.

Die Baderegeln gepaart mit gesundem Menschenverstand sorgen für Sicherheit und verhindern viele Unfälle. Sollte dennoch etwas passieren sind die Einsatzkräfte der Wasserwacht-Bayern gut vorbereitet und immer zur Stelle.

Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber

Als Faustregel gilt: Wassertemperatur = Zeit in Minuten, die man ohne Neoprenanzug im Wasser verbringen kann. Das heißt, bei einer Wassertemperatur von 15°C sollte ich nach 15 Minuten das Wasser verlassen. Mit einem Neoprenanzug verdoppelt sich die Zeit. Allerdings ist das Kälteempfinden von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Besonders auf die Kleinsten muss man aufpassen, vor allem, wenn sie noch nicht sicher schwimmen können. „Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen“, appelliert Huber.

Zu den Baderegeln: www.wasserwacht.bayern/baderegeln

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news-1203 Sun, 05 May 2024 13:05:57 +0200 Wasserretter*innen der Zukunft: Wettbewerb der Kinder und Jugendlichen im Rettungsschwimmen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wasserretterinnen-der-zukunft-wettbewerb-der-kinder-und-jugendlichen-im-rettungsschwimmen.html Von 3.-5. Mai 2024 fand der alljährliche Wettbewerb der Kinder und Jugendlichen im Rettungsschwimmen der Wasserwacht Bayern im oberpfälzischen Berg statt. 176 junge Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler im Alter von 8-16 Jahren mit 60 Betreuer*innen und Gruppenleiter*innen nahmen teil. 60 Schiedsrichter*innen und ca. 110 Helfer*innen ermöglichten einen reibungslosen Wettbewerb.

Folgende Siegergruppen wurden in den einzelnen Stufen gekürt:

Stufe I (8- bis 10-Jährige):

  1. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz – Kreisverband Neumarkt/Oberpfalz – Ortsgruppe Berg
  2. Platz: Bezirksverband Ober-/Mittelfranken – Kreisverband Bayreuth – Ortsgruppe Bayreuth
  3. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz – Kreisverband Schwandorf – Ortsgruppe Nabburg

Stufe II (11- bis 13-Jährige):

  1. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz – Kreisverband Neumarkt/Oberpfalz – Ortsgruppe Berg
  2. Platz: Bezirksverband Schwaben – Kreisverband Augsburg-Land – Ortsgruppe Dinkelscherben
  3. Platz: Bezirksverband Oberbayern – Kreisverband Landsberg am Lech – Ortsgruppe Penzing

Stufe III (14- bis 16-Jährige):

  1. Platz: Bezirksverband Schwaben – Kreisverband Günzburg – Ortsgruppe Thannhausen
  2. Platz: Bezirksverband Unterfranken – Kreisverband Aschaffenburg – Ortsgruppe Schöllkrippen
  3. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz – Kreisverband Regen – Ortsgruppe Viechtach

Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern:

In Berg in der Oberpfalz versammelte sich an diesem Wochenende die Zukunft der Wasserwacht Bayern. Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb haben spielerisch lebensrettendes Wissen um die Sicherheit am und im Wasser bewiesen. Jedes Kind, das sicher schwimmen kann und zugleich auch noch weiß, wie es im Notfall hilft, ist für die Wasserwacht ein wichtiges Mitglied. Das lässt unsere Organisation voller Stolz in die Zukunft blicken.

Die Wasserwacht Bayern legt durch die Gestaltung des Wettbewerbes viel Wert auf die Förderung des Teamgeistes. Deshalb gibt es nur Gruppendisziplinen und keine Einzeldisziplinen. Der Wettbewerb ist in dieser Hinsicht sehr nah an den Bedingungen und Anforderungen des Echt-Einsatzes konzipiert, da es auch bei tatsächlichen Einsätzen immer auf die Zusammenarbeit in der Gruppe ankommt. In diesen Disziplinen stellten die Kinder und Jugendlichen ihr Können unter Beweis:

Erste Hilfe-Fertigkeiten:

Jede Mannschaft bearbeitet Fragen und Aufgaben aus dem Bereich der Ersten Hilfe. Hier erwartete die Teilnehmer*innen Fallbeispiele, (spielerische) Fragen zu den Maßnahmen der Ersten Hilfe und deren Grundlagen, Aufgaben zur Verbandmittelkunde oder den verschiedenen Hilfsmaßnahmen.

Erste Hilfe-Praxis:

Von der Wettbewerbsleitung wurden altersgerechte Fallbeispiele erarbeitet und Mimen geschminkt. In der Stufe I wurde ein Mime geschminkt und für die Stufen II und III wurden 2-3 Mimen vorbereitet. Besondere Aufmerksamkeit galt in allen Altersklassen der Betreuung der Notfallpatienten und der Teamarbeit. Gemeinsam wurden die Mimen von den Gruppen betreut und fachgerecht versorgt.

Wissen A-Z:

In diesem Wissensbereich werden jugendgerecht aufbereitete Fragen aus allen Bereichen der Rot-Kreuz-Arbeit und des Allgemeinwissens gestellt. In diesem Jahr lautet das Schwerpunkthema „Gartenvögel“.

Wasserwacht-Wissen Praxis:

Wissen rund um die Wasserwacht wird abgefragt, bspw. Inhalte aus der Arbeitshilfe „Fremdrettung“ und aus der Jugend Wasserwacht-Ausbildung (JuWA). Außerdem müssen die Jugendlichen verschiedene Knoten binden können und beweisen, dass sie mit Rettungsmitteln umgehen können, z. B. mit einem Wurfsack.

Rettungsschwimmwettbewerb:

Er bestand pro Altersklasse aus sechs Disziplinen. In den ausnahmslos als Staffeln aufgebauten Disziplinen wurden Rettungsmittel wie Rettungsring und –boje eingesetzt. Es wurde nach Ringen getaucht, mit Flossen und auch mit Kleidung geschwommen sowie Rettungsschwimm-Techniken angewandt.

  • Stufe I:  Schwimm- und Taucherstaffel, Transport von Gymnastikbällen, Rücken- und Bruststaffel, Rettungsringstaffel, Gymnastikballtransport-Staffel, Rettungsbojen-Staffel
  • Stufe II: Flossenschwimmstaffel, Balltransportstaffel, Tauchringstaffel, Transportschwimmstaffel, Rettungsmittelstaffel, Kombinierte Staffel
  • Stufe III: Flossenschwimmstaffel, Kleiderschwimmstaffel, Tauch- und Schnorchel-Staffel, Rettungsleinenstaffel, Transportschwimmstaffel, Rettungsmittelstaffel
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news-1202 Sun, 05 May 2024 11:25:02 +0200 Engel der Autobahnen: Motorradstreifen im BRK feiert 40-jähriges Bestehen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/engel-der-autobahnen-motorradstreife-im-brk-feiert-40-jaehriges-bestehen.html Das Bayerische Rote Kreuz veranstaltete am Sonntag, den 5. Mai, einen Festakt anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Fachdiensts Motorradstreife der BRK-Bereitschaften. Im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg kamen rund 100 Motorradfahrer*innen und Gäste zusammen, um die Motorradstreifen gebührend zu feiern. Als Festredner war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, selbst begeisterter Motorradfahrer, angereist.

Seit 1983, als der Landesausschuss der Sanitätskolonnen beschloss, die mobilen Wachen an Autobahnen um Motorradstreifen zu ergänzen, leisten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Motorradstreifen in Bayern einen unverzichtbaren Beitrag zur Rettung und Sicherheit von Menschen in Not. Die Herausforderungen, denen sich die Motorradstreifen täglich stellen, sind vielfältig. Aufgrund ihrer Wendigkeit und ihrer geringen Fahrzeugbreite haben die Motorradstreifen oft einen erheblichen Zeitvorteil. Gerade dann, wenn infolge eines Unfalls der Verkehr ins Stocken gerät, sind die Motorradstreifen gefragt. Der Fachdienst Motorrad ist ein wichtiger Bestandteil des Bayerischen Roten Kreuzes. Er ist ein Symbol für die Hilfsbereitschaft und den Einsatzwillen der Menschen in Bayern.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer betonte:

Der Beschluss von 1983 war wegweisend und wird mehr als 40 Jahre später mit diesem besonderen Festakt in Regensburg gefeiert. Damals wurde Pionierarbeit geleistet und mit Mut über den Tellerrand geblickt. In all den Jahren haben die ehrenamtlichen Mitglieder bewiesen, dass die Motorradstreifen unverzichtbar für das Bayerische Rote Kreuz sind. Für die Zukunft wünsche ich alles Gute, stets sichere Fahrten und, dass unsere Einsatzkräfte immer gesund und unversehrt von ihren Einsätzen zurückkehren. Ein weiterhin starkes Ehrenamt ist elementar für die Sicherheit in unserem Freistaat Bayern – denn auf die Menschen kommt es an, die mehr tun als es ihre Pflicht wäre.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ergänzte: „Durch ihre schnelle und fachgerechte Erstversorgung tragen die Motorradstreifen entscheidend dazu bei, im Ernstfall einen medizinisch relevanten Zeitvorteil zu erreichen, bis der öffentliche Rettungsdienst eintrifft. Die Helferinnen und Helfer der Motorradstreifen im Bayerischen Roten Kreuz zeichnen sich dabei durch Professionalität, Souveränität und langjährige Erfahrung aus – und das nun bereits seit 40 Jahren! Gratulation zu diesem großartigen Jubiläum!“

Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein in seiner Eröffnungsrede: „Geboren in einer Zeit ohne Stauvorhersage, Handys und Klimaanlagen, waren die Mitglieder des Fachdienstes Motorradstreife die Engel der Autobahnen, leisteten im Großen und Kleinen unverzichtbare Hilfe. Auch heute sind sie oft die ersten an Unfallstellen und schaffen es mit ihrer Expertise und ihrem Engagement Leben zu retten und Leid zu lindern.“

Im Anschluss an die Veranstaltung nahmen mehr als 70 Motorradfahrer*innen an einer Ausfahrt in den Bayerischen Wald teil.

Hinweis: Das Jubiläum der Motorradstreifen war im Jahr 2023. Der Festakt wurde aus organisatorischen Gründen erst im Jahr 2024 gefeiert.

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news-1201 Sat, 04 May 2024 15:31:13 +0200 130 Fachexpert*innen bei Drohnentag in Ingolstadt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/130-fachexpertinnen-werden-erwartet-drohnentag-in-ingolstadt.html Das Bayerische Rote Kreuz veranstaltete am Samstag, den 4. Mai 2024, gemeinsam mit der Urban Air Mobility Initiative der Stadt Ingolstadt und der Technischen Hochschule Ingolstadt zum fünften Mal den Drohnentag. Ziel der Fachtagung „Drohnen im Bevölkerungsschutz“ ist es, mit nationalen und internationalen Expert*innen über Drohnen im Bevölkerungsschutz zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Mehr als 130 Fachexpert*innen aus dem DACH-Raum waren dazu nach Ingolstadt gekommen. Neben Fachvorträgen wurden Such- und Rettungseinsätze mittels Drohnenschwarm und Spezial-Drohnenteams präsentiert.  Die Paneldiskussion „Der Weg zum automatisierten Drohnenflug“ komplettierte das Programm.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank in ihrem Grußwort:

„Unbemannte Drohnen sind schon längst keine Fiktion mehr und erst recht keine technische Spielerei, sie sind wesentliche Teile der Rettungskette und unterstützen die Einsatzkräfte in den unterschiedlichsten Anwendungsfällen. Das Forschungsteam der Stabsstelle Sicherheit der BRK-Landesgeschäftsstelle setzt sich in ausgeprägtem Maße für Drohnen mit all ihren Vorteilen im Bevölkerungsschutz ein. Der Drohnentag zeigt, mit welcher Professionalität und Expertise dieses Thema bearbeitet wird. Ob bei Katastrophen wie im Ahrtal oder zur Unterstützung der Rettungskette, ob bei  Projekten wie MedInTime, LARUS, oder KIResQ – unbemannte Fluggeräte sind in vielerlei Hinsicht eine große Hilfe.“

Darüber hinaus stellte Klemens Reindl, Bundesleiter der DRK-Bergwacht, den Einsatz von Drohnen in der Bergrettung vor. Seitens des BRK wurde die neue Kontaktstelle Drohnen sowie die BOS-Drohnenbasis vorgestellt.  An der Basis, die an einem Flugplatz angegliedert ist, werden verschiedene Drohnentypen vorgehalten. Weiterhin werden taktische Konzepte entwickelt und die Einsatzkräfte trainiert.

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news-1200 Sun, 21 Apr 2024 12:07:24 +0200 Wettbewerb der Wasserwacht: 154 Erwachsene und Junioren messen sich im Rettungsschwimmen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wettbewerb-der-wasserwacht-154-erwachsene-und-junioren-messen-sich-im-rettungsschwimmen.html Von 19.-21. April 2024 fand nach mehrjähriger Pause erneut der Wettbewerb aller Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht Bayern in Lauingen statt. 154 hochmotivierte Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler ab 16 Jahren nahmen teil. Eine Gruppe bestand aus 5-6 Teilnehmenden. 60 Schiedsrichter*innen und 50 Helfer*innen sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs.

Folgende Siegergruppen wurden in den einzelnen Stufen gekürt:

Junioren (16-18 Jahre):

  1. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Kreisverband Neumarkt, Ortsgruppe Berg
  2. Platz: Bezirksverband Oberbayern, Kreisverband Rosenheim, Ortsgruppe Bad Aibling
  3. Platz: Bezirksverband Schwaben, Kreisverband Oberallgäu, Ortsgruppe Kempten

Damen (ab 18 Jahre):

  1. Platz: Bezirksverband Unterfranken, Kreisverband Rhön-Grabfeld, Ortsgruppe Mellrichstadt
  2. Platz: Bezirksverband Ober-/Mittelfranken, Kreisverband Coburg, Ortsgruppe Coburg
  3. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Kreisverband Schwandorf, Ortsgruppe Nabburg

Herren (ab 18 Jahre):

  1. Platz: Bezirksverband Unterfranken, Kreisverband Rhön-Grabfeld, Ortsgruppe Mellrichstadt
  2. Platz: Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Kreisverband Schwandorf, Ortsgruppe Nabburg
  3. Platz: Bezirksverband Ober-/Mittelfranken, Kreisverband Forchheim, Ortsgruppe Ebermannstadt

Gemischte Mannschaft (ab 18 Jahre):

  1. Platz: Bezirksverband Oberbayern, Kreisverband Landsberg-Lech, Ortsgruppe Penzing
  2. Platz: Bezirksverband Unterfranken, Kreisverband Rhön-Grabfeld, Ortsgruppe Wülfershausen
  3. Platz: Bezirksverband Schwaben, Kreisverband Augsburg-Land, Ortsgruppe Steppach

Es freut mich sehr, dass an diesem Wochenende in Lauingen so viele Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler sich nicht nur im Rettungsschwimmen gemessen haben, sondern auch Tage voller Kameradschaft, Professionalität und persönlicher Weiterentwicklung erlebt haben. Ihr Wissen und Können haben sie nicht nur beim Wettbewerb unter Beweis gestellt, sondern tun dies auch im Ernstfall an den bayerischen Gewässern. Meine herzlichen Glückwünsche an die Gewinnergruppen und vielen Dank an alle, die mitgemacht haben sowie an alle, die mitgeholfen haben.

Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern

Die Wasserwacht Bayern legt durch die Gestaltung des Wettbewerbes viel Wert auf die Förderung des Teamgeistes. Deshalb gibt es nur Gruppendisziplinen und keine Einzeldisziplinen. Der Wettbewerb ist in dieser Hinsicht sehr nah an den Bedingungen und Anforderungen des Echt-Einsatzes konzipiert, da es auch bei tatsächlichen Einsätzen immer auf die Zusammenarbeit in der Gruppe ankommt.

Die Teilnehmenden stellten ihr Können in einem schwimmerischen und einem nicht-schwimmerischen Teil unter Beweis.

Nicht-schwimmerischer Teil:

Wasserwacht-Wissen in Theorie & Praxis, Basisausbildung Notfallmedizin in Theorie & Praxis

Schwimmerischer Teil:

Flossenschwimmstaffel, Taucherstaffel, Kleiderschwimmstaffel, Rettungsschwimmstaffel, Rettungsleinenstaffel, kombinierte Rettungsmittel-Staffel

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news-1199 Tue, 16 Apr 2024 16:17:38 +0200 Landesweite Geschäftsführerkonferenz in Wolnzach https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/landesweite-geschaeftsfuehrerkonferenz-in-wolnzach.html Die Geschäftsführer*innen der Kreis- und Bezirksverbände tagen mehrmals jährlich gemeinsam mit der Landesgeschäftsführung. Die Geschäftsführerkonferenz hat unter anderem die Aufgabe, die wirtschaftlichen Aktivitäten zu koordinieren und dient satzungsgemäß als Beratungsgremium für den Landesvorstand und das Präsidium. Dabei handelt es sich um das wichtigste hauptamtliche Gremium im Bayerischen Roten Kreuz. Alle 73 Kreis- und fünf Bezirksverbände sind hier vertreten und bringen ihre Expertisen und Erfahrungen von vor Ort mit ein.

Im Mittelpunkt der heutigen Geschäftsführerkonferenz stand das Thema „Innovation“, das mit einem Impuls von Dr. Tobias Gantner von der HealthCare Futurists GmbH eingeleitet wurde. Anschließend diskutierten die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer in Kleingruppen über aktuelle Herausforderungen und bestehende Innovationsprozesse. Ein gemeinsames Verständnis über die Notwendigkeit von Innovation und die Offenheit, Veränderungen zuzulassen und ihnen ergebnisoffen Raum in unserem Verband zu geben, konnte so geschaffen werden. Darauf aufzubauen ist nun eine gemeinsame Aufgabe.

Darüber hinaus standen wichtige Themen wie die aktuellen Herausforderungen in der ambulanten Pflege, aber auch Finanzthemen wie die Einführung einer neuen Finanzbuchhaltungssoftware für den Gesamtverband auf der Tagesordnung.

Vielen Dank an das Deutsche Hopfenmuseum für die Gastfreundschaft und den BRK-Kreisverband Pfaffenhofen für die hervorragende Bewirtschaftung!

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news-1198 Thu, 11 Apr 2024 15:47:00 +0200 Fachtagung: Pilotprojekt zur Personalbemessung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/fachtagung-pilotprojekt-zur-personalbemessung.html Das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) führte ab dem 1. Juli 2023 in den stationären Pflegeeinrichtungen bundesweit einheitliche Personalanhaltswerte für die höchstens vorzuhaltende personelle Ausstattung mit Pflege- und Betreuungspersonal ein. Durch die Neuverteilung von Aufgaben müssen sich die Einrichtungen anders organisieren. Im Bayerischen Roten Kreuz wird zu dieser neuen Personalbemessung nach § 113c SGB XI ein Projekt mit zehn Einrichtungen durchgeführt, um den daraus resultierenden Veränderungen entgegenzutreten, insbesondere im Hinblick auf die Organisation des Pflegepersonals und die Pflegeprozesse. Kernpunkt ist die Aufhebung der bisherigen Fachkraftquote und eine verstärkte Fokussierung auf die Pflegegrade der Bewohnerinnen und Bewohner. Dieser Ansatz ermöglicht eine kompetentere Verteilung und Nutzung der Pflegepersonen, indem deren Qualifikationen und Kompetenzen stärker berücksichtigt werden. Eine flexible Fachkraftausstattung passt sich den aktuellen Erfordernissen in der Einrichtung an. Das bedeutet, je mehr Bewohner*innen mit einem hohen Pflegegrad zu versorgen sind, desto höher muss der Anteil an Fachkräften sein, damit die Pflege und Betreuung fachkompetent erbracht werden kann.

Am 11. April fand eine Fachtagung zur Umsetzung der Personalbemessung nach §113c in Weiden in der Oberpfalz statt, bei der sich ca. 150 Praktikerinnen und Praktiker aus allen Pflegeeinrichtungen des BRK mit den zehn am Projekt beteiligten Pflegeeinrichtungen austauschten.

Der stellvertretende BRK-Landesgeschäftsführer Armin Petermann: „Die Pflege steht vor großen Herausforderungen und unterliegt einem ausgeprägten Arbeitskräftemangel. Das Projekt hat zum Ziel, dass Pflegefachkräfte wieder mehr pflegen und anderweitige Aufgaben delegieren können. Dabei steht im Mittelpunkt, dass sie Verantwortung für den gesamten Pflege- und Betreuungsprozess tragen und die Aufgaben, je nach Anforderungen, an weitere Pflegekräfte delegieren. Wir stärken damit jede Pflegefachkraft in ihrer Rolle mit dem Ziel eine beziehungsorientierte, individuelle und angemessene Pflege zu gestalten. Das gelingt uns, wenn Pflegefachkräfte Zeit für die Vorbehaltsaufgaben haben und diese kompetent ausfüllen können“.

Die Personalbemessung führt dadurch zu einer erhöhten Personalbindung und ist damit eine große Chance Pflegepersonal zu halten. Weiterhin macht die Einführung eines Pflegeorganisationsmodells die Umsetzung für die Einrichtungen konkreter.

Es gibt keine Arbeit in einer Pflegeeinrichtung, die nicht wichtig ist. Von der Personalbemessung können alle Mitarbeitenden in den Einrichtungen profitieren, weil diese für Rollenklarheit sorgt.

stellvertretender BRK-Landesgeschäftsführer Armin Petermann

Neben Workshops und Impulsen konnten die Teilnehmenden bei der Fachtagung in Weiden von Best-Practice-Beispielen profitieren.

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news-1197 Sun, 24 Mar 2024 19:15:09 +0100 Großeinsatz auf der A 3 bei Helmstadt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/grosseinsatz-auf-der-a-3-bei-helmstadt.html Ein Großaufgebot an Rettungs- und Einsatzkräften ist nach einem schweren Verkehrsunfall mit rund 40 beteiligten Fahrzeugen im Einsatz. Die Fahrzeuge waren bei starkem Regen verunfallt, wobei tragischerweise zwei Menschen ums Leben kamen. Vier Fahrzeuginsassen wurden schwer, drei weitere mittelschwer und 24 glücklicherweise nur leicht verletzt. Rund 30 unverletzte, aber vom Unfall betroffene Personen werden durch die Hilfsorganisationen betreut. Auch für Einsatzkräfte wurde eine Betreuungsstelle zur Einsatznachsorge eingerichtet.

Die Patientenversorgung erfolgte rasch und die schwerverletzten Personen konnten sehr schnell zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser abtransportiert werden. Insgesamt gingen drei Rettungshubschrauber auf der Autobahn zur Landung. Seitens der Hilfsorganisationen waren der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Bayerische Rote Kreuz neben Feuerwehren und Polizei im Einsatz. Auch ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes aus dem baden-württembergischen Tauberbischofsheim war im Einsatz.

Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Verstorbenen und Verletzten sowie ihren Angehörigen.

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news-1196 Fri, 22 Mar 2024 07:39:00 +0100 60.000 Liter pro Tag https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/60000-liter-pro-tag.html Wasser – für uns selbstverständlich kommt es nach Belieben aus dem Hahn, aus der Leitung oder ist bequem im Supermarkt zu kaufen. Doch in vielen Krisengebieten ist sauberes Trinkwasser ein rares Gut. Oft kommt dann die Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz - und mit ihr Peter Hoffmann aus Augsburg. Er ist seit 20 Jahren international für das Rote Kreuz ehrenamtlich im Einsatz, unter anderem zur Trinkwasseraufbereitung. Wie sind Sie im Bereich Trinkwasseraufbereitung aktiv geworden?

Alexander Leupolz und ich sind seit Ewigkeiten im BRK, genauer gesagt in der Wasserwacht. Mit ihm war ich bei vielen Einsätzen. Es begann damit, dass das Zentrallager des BRK in Ebenhausen Ende der 1990er Jahre aufgelöst wurde und die übrigen Güter verteilt wurden. So bekamen wir eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA). In den 1970er Jahren war bereits eine kleine Trinkwasseranlage in Augsburg. Alex und ich haben ein paar Leute zusammengetrommelt – unser Plan war in unserer Rente nach Afrika zu gehen und dort Trinkwasser herzustellen. Dafür haben wir viele Schulungen und Ausbildungen gemacht.

Und dann kam es doch anders?

Genau, denn in 2004 ereignete sich die Tsunami-Katastrophe in Thailand und eine große Flut in Amerika. In 2005 war das Erdbeben in Pakistan. Dem DRK ging die Manpower aus. Beim DRK griff man dann auf Leute in der zweiten Reihe zurück und dort stand ich. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, seitdem bin ich internationaler Delegierter und werde auch an andere Länder ausgeliehen. Für mich spielten Glück, Fleiß und Zufall zusammen. Bis heute bin ich regelmäßig Teil internationaler Einsätze. Ursprünglich bin ich gelernter KFZ-Mechaniker inklusive Meister und Studium.

Wo waren Sie bisher im Einsatz?

2005 war ich in Pakistan und bin unwissentlich an der Wohnung von Osama Bin Laden vorbeigefahren. Erfahren habe ich das später. Es folgten Bangkok, zweimal Haiti, Jordanien, Ukraine, Uganda und zuletzt Lesbos und ein 2. Mal die Ukraine. Dort war ich im Bereich Logistik eingesetzt.

Welche Gefahren lauern durch unsauberes Trinkwasser?

Natürlich Krankheiten, aber auch Durst durch die Trinkwasserknappheit. Folglich auch die Existenzgrundlage, denn in vielen Krisengebieten, in denen ich war, werden Tiere gehalten, z. B. zur Gewinnung von Milch. Auch sie brauchen Wasser. Trinkwasserknappheit herrscht übrigens nicht nur außerhalb Europas. Auch in Deutschland wird Wasser knapper, auch Spanien spürt die Veränderungen durch den Klimawandel. Denkt man weiter, so muss man beachten, dass wir ohne ausreichendes Rohwasser auch kein Trinkwasser herstellen können.

Wie stellen Sie Trinkwasser her?

Mit Chemie, das ist vergleichbar mit der Technik für Pools. Zuerst desinfizieren wir das Rohwasser mit Chlor, durch ein Flockungsmittel werden Trübstoffe entfernt. Das Wasser wird mit Aktivkohle ein weiters Mal behandelt und anschließend machen wir es mit Chlor haltbar. Das ist relativ einfach. Mit Motorpumpen pumpen wir Wasser aus Flüssen in große Tanks, die etwa 6-10 Kubikmeter Fassungsvermögen haben. Bei dem kompletten Prozess müssen wir sehr wirtschaftlich handeln und Material sparen, wo es nur geht. Denn die nötigen Chemikalien werden für uns in die Krisengebiete eingeflogen.

Wie viel Wasser kann pro Tag aufbereitet werden?

Bei voller Leistung kann jede unserer beiden Anlagen (TWA 6) 60.000 Liter Trinkwasser pro Tag herstellen. Andere Systeme schaffen auch 500.000 Liter pro Tag. Zum Überleben werden 4-6 Liter pro Person gebraucht, das ist ein Minimum. In Deutschland rechnet man 140 Liter pro Tag pro Person, darunter fallen auch die Toilettenspülung, Geschirrspüler und Dusche.

Wie geht es dann weiter?

Wir kommen am Anfang als Katastrophenhilfe zum Einsatz. Unser Zielt ist langfristig die Hilfe zur Selbsthilfe. Sobald die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Gang ist, schulen wir örtliche Kräfte dazu. Natürlich arbeiten wir dann auch mit Dolmetschern zusammen. Die Anlage bleibt dann dort und für uns geht es zurück nach Hause. Wir übernehmen vor Ort nie das Zepter, sondern unterstützen.

Wo war ihr letzter Einsatz und ist bereits der nächste geplant?

Zuletzt war ich für einen Logistik-Auftrag in der Ukraine. Man lernt bei solchen Einsätzen die Rotkreuz-Grundsätze wieder besser kennen: die Menschlichkeit, den Dienst am Nächsten. Eigentlich wäre ich jetzt im Gaza-Streifen, aber gesundheitliche Probleme ließen das nicht zu. Diese Einsätze sind sehr stressig und fordernd, sie verlangen einem geistig und körperlich viel ab und dafür muss man gerüstet sein. Entweder macht man das aus Leidenschaft oder gar nicht. Man muss auch ein bisschen verrückt sein. Und ohne den Rückhalt meiner Familie wäre das undenkbar für mich.

Auch ihr wollt international helfen?

Informiert euch beim BRK Kreisverband Augsburg-Land oder schreibt an twa(at)kvaugsburg-land.de

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news-1194 Fri, 15 Mar 2024 08:00:00 +0100 Wohlfahrtsverbände warnen vor Versorgungskrise https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-versorgungskrise.html Das Bayerische Rote Kreuz übernimmt in 2024 turnusgemäß den Vorsitz der Freien Wohl-fahrtspflege. Im vergangenen Jahr hatte das Diakonische Werk Bayern den Vorsitz inne. Die Vorsitzende der Diakonie Bayern, Dr. Sabine Weingärtner, übergibt den Staffelstab des Vorsitzes innerhalb der Freien Wohlfahrtspflege an die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den sechs Mitgliedsverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Diakonie-Präsidentin Dr. Sabine Weingärtner: „Wir haben im vergangenen Jahr mehrfach darauf aufmerksam machen müssen: Die Zukunft vieler sozialer Einrichtungen und ihrer Träger ist massiv bedroht. Der Fachkräftemangel, gestiegene Kosten in nahezu allen Bereichen, eine hohe Inflation und eine unsichere Finanzierung durch die Kostenträger bringen immer mehr Anbieter sozialer Leistungen in eine wirtschaftliche Schieflage, die bis zur Insolvenz führen kann.“

Die diesjährige Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege, BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer, betonte: „Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und zunehmender Verteilungskämpfe steht unser gesamtgesellschaftliches Gefüge unter massivem Druck und auch die Freie Wohlfahrtspflege Bayern vor der Aufgabe, ihr Selbstverständnis und ihr gemeinnütziges Profil zu aktualisieren und zeitgemäß darzustellen. Wir, die Freie Wohlfahrtspflege, sind das soziale Netz Bayerns und repräsentieren die Gesamtheit aller sozialen Hilfen, die auf freigemeinnütziger Grundlage und in organisierter Form in Bayern erbracht werden. Wir sind Anwalt und Beistand für Bürgerinnen und Bürger, für Hilfebedürftige und Benachteiligte, für Kranke, Behinderte, Senioren, Kinder und Jugendliche, für sozial Schwache und für Menschen, die durch ihr Schicksal auf die Schattenseite des Lebens geraten sind.“

Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern betont, den aus ihrer Sicht bestehenden und eng verknüpften Zusammenhang zwischen Wohlfahrt, Wirtschaft und Wohlstand in unserem Land: „In unserem gesamtgesellschaftlichen Gefüge gibt es „3 W’s“, die unmittelbar aufeinander aufbauen, voneinander abhängig sind und sich gegenseitig bedingen. Wohlfahrt, Wirtschaft und Wohlstand. Ohne soziale Wohlfahrt kann es in Deutschland keine funktionierende Wirtschaft und damit keinen Wohlstand geben. Für diesen Zusammenhang brauchen wir das Verstehen und einen breiteren Konsens in der Gesellschaft und auch in der Politik“, so die diesjährige Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer.

Neben wirtschaftlichen Krisen beobachtet die Freie Wohlfahrtspflege jedoch auch eine Verschärfung im politischen Diskurs, die konkrete Folgen für die Arbeit der Verbände habe, dazu Diakonie-Präsidentin Dr. Sabine Weingärtner: „Die Angriffe auf die Demokratie, die wir in den letzten Wochen und Monaten beobachten mussten, sind ein direkter Angriff auf die Menschen, die bei uns Unterstützung und Hilfe suchen. Das gilt für Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie für Menschen mit einer Behinderung, aber auch für Empfängerinnen und Empfänger der Bürgergeldes. Wenn das Bürgergeld als ‚subventioniere Arbeitslosigkeit‘ bezeichnet wird, werden damit nicht nur Fakten verdreht und Menschen deklassiert. Es wird ein Ton angeschlagen, der spaltet, statt zu versöhnen.“

„Zentral steht für uns immer der Mensch im Mittelpunkt – sei es als Fachkraft oder als Person, die einen der wichtigen Dienste in Anspruch nimmt“, so Meyer.

Aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege bedarf es umfassender, aber pragmatischer Ansätze, um den Herausforderungen unserer Zeit besser begegnen zu können, betont Brigitte Meyer: „Ob bevorzugte Arzttermine für Pflege- oder Erziehungskräfte, um krankheitsbedingte Ausfälle zu minimieren, ein grundsätzliches Überdenken der Finanzierungssystematiken oder auch eine Stärkung der präventiven Angebote und der geriatrischen Rehabilitation, um den Menschen ein möglichst langes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und damit auch die Pflegeeinrichtungen zu entlasten - das sind wichtige Punkte, die aus unserer Sicht zeitnah angegangen werden müssen.“ Hierzu wird die Freie Wohlfahrtspflege anlässlich des diesjährigen 100-jährigen Jubiläums einen umfassenden Maßnahmenkatalog veröffentlichen.

Deutliche Worte findet die neue Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer, auch zur Versorgungssituation in der ambulanten Pflege: „Die ambulante Pflege in Bayern steht am Scheideweg: Kostenexplosion und Personalmangel gefährden die flächendeckende Versorgung. Trotz enormer Anstrengungen der Wohlfahrtsverbände reicht die Refinanzierung durch die Krankenkassen nicht aus, um eine angemessene Versorgung sicherzustellen. Eine Erhöhung der Wegepauschalen ist dringend erforderlich, um eine akute Versorgungskrise abzuwenden.“

In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind das Bayerische Rotes Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, der Landes-Caritasverband Bayern, die Diakonie Bayern, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern organisiert.

Gemeinsam erbringen die Verbände mit über 455.000 hauptamtlichen und rund 136.500 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen rund 75 Prozent aller sozialen Dienstleistungen in Bayern. Rund sechs Prozent aller Beschäftigten im Freistaat, davon allein rund 95.000 in Pflegeheimen und weitere ca. 86.000 in Kindertagesstätten, arbeiten in der Sozialwirtschaft. Als Verband unterstützt die Freie Wohlfahrtspflege Bayern ihre Mitglieder durch Koordination und Absprachen bei der Realisierung von Zielen, mit denen sie ihren Beitrag dazu leisten, Bayern sozial zu gestalten.

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news-1195 Wed, 13 Mar 2024 15:34:45 +0100 Probealarm in Bayern am Donnerstag, 14. März 2024 https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/probealarm-in-bayern-am-donnerstag-14-maerz-2024.html Am Donnerstag, den 14. März 2024 ab 11:00 Uhr wird im Freistaat erneut die Funktionsfähigkeit des Warnsystems und die Warnung der Bevölkerung geprobt. In weiten Teilen Bayerns wird das Sirenenwarnsystem getestet und ein auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer ausgelöst, der die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen soll, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten.

Neben dem Sirenensignal werden auch andere Warnmittel, wie Warn-Apps und Cell Broadcast, getestet. Cell Broadcast ist ein Mobilfunkdienst, mit dem Warnnachrichten direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt werden. Eine spezielle App muss hierfür nicht installiert werden.

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news-1193 Wed, 13 Mar 2024 09:02:33 +0100 Weltnierentag am 14.03.2024: Prävention von Nierenerkrankungen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/weltnierentag-am-14032024-praevention-von-nierenerkrankungen.html Anlässlich des Weltnierentags am 14. März 2024 weist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) auf mögliche Arten der Prävention einer Nierenerkrankung hin. Laut der Deutschen Nierenstiftung leiden mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland an einer Chronische Nierenerkrankung (CKD) und nur wenige Betroffene wissen davon.

Damit es gar nicht so weit kommt, rät BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier:

Viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und häufige Entspannung können effektiv zu einer verbesserten Nierengesundheit und damit auch zur Prävention von Erkrankungen der Niere beitragen.

Konkret empfiehlt Dr. Florian Meier:

  1. Regelmäßige sportliche Betätigung in Form von Ausdauertraining. Besonders geeignet sind Wandern, Walking, Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen und Wassergymnastik.
  2. Eine ausgewogene, salzarme Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen und ausreichender Flüssigkeitszufuhr (zwei bis drei Liter pro Tag), wenig Alkohol, Gewicht im Normbereich und Verzicht auf Nikotin.
  3. Regelmäßige Entspannung beispielweise mit Yoga oder Autogenem Training.

Trotz teilweise bahnbrechender wissenschaftlicher Fortschritte in der Behandlung von Nierenerkrankungen, die das Potenzial haben, Krankheiten zu verhindern und die Lebensqualität der betroffenen Personen zu verbessern, erschwert eine unzureichende Aufklärung innerhalb der Bevölkerung die Prävention. Das diesjährige Motto des Weltnierentages lautet „Nierengesundheit für alle“ und spannt einen weiten Bogen von der Prävention von Nierenerkrankungen bis hin zur Notwendigkeit einer Nierentransplantation. Denn wenn die Nieren endgültig versagen, muss ihre Funktion entweder durch ein maschinelles Nierenersatzverfahren wie Blutwäsche oder Bauchfelldialyse oder durch die Transplantation einer Spenderniere ersetzt werden. Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Spenderniere beträgt in Deutschland acht bis zehn Jahre.

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news-1192 Fri, 08 Mar 2024 12:23:00 +0100 Pilotprojekt im Rettungsdienst: Erster elektrisch betriebener Krankentransportwagen in Betrieb genommen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/pilotprojekt-im-rettungsdienst-erster-elektrisch-betriebener-krankentransportwagen-in-betrieb-genommen.html Die Durchführenden im Rettungsdienst Bayern gehen unter Federführung des Bayerischen Roten Kreuzes neue Wege. Ab heute kommt auf Bayerns Straßen erstmalig ein elektrisch angetriebener Krankentransportwagen (E-KTW) zum Einsatz. Der Umweltschutz, die Reduzierung von Schadstoffbelastungen und das Einhalten von Klimazielen haben die Elektromobilität in den letzten Jahren vorangetrieben. Im Rahmen eines Pilotprojektes, das von der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsträger als Kostenträger im Rettungsdienst Bayern initiiert und finanziert wird, sollen nun Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit im Rettungsdienst dokumentiert werden. Mit dem ersten E-KTW geht ein Fahrzeug an den Start, das es in dieser Form in Bayern bis dato nicht gab. Es wird im Wechsel in den BRK-Kreisverbänden Rhön-Grabfeld und Erlangen-Höchstadt zum Einsatz kommen.

Das Thema Elektromobilität wurde bewusst in erster Linie im Krankentransport implementiert, da in diesem Bereich mehr Flexibilität hinsichtlich der Ladezeiten und eine bessere Planbarkeit der Fahrten möglich ist als bei Rettungsmitteln der Notfallrettung, hier werden weiterhin konventionelle Antriebstechniken genutzt.

Das Basisfahrzeug des E-KTW BY 2024 bildet ein Ford E-Transit. Dessen Elektromotor bringt eine Dauer-Motorleistung von 198 kW (269 PS). Die Kraft schöpft der Elektromotor aus einer unter dem Wagenboden im Patientenraum montierten Batterie mit effektiv nutzbaren 68 kWh. Diese reicht bei voller Batterieladung für eine Fahrstrecke von  224 bis 316 km. Dies reicht z. B. für eine Fahrt von Erlangen nach Würzburg - und wieder zurück. Im Anschluss lädt das Basisfahrzeug innerhalb von 35 Minuten mit einer Ladeleistung von 115 kW (DC) wieder auf 80 % Batteriekapazität auf - und steht damit dann für weitere 180 km bereit.

Damit die Batteriekapazität des E-KTW nicht durch den Energiebedarf des Aufbaus für Heizung, Klimatisierung, Beleuchtung und weiterer Verbraucher eingeschränkt wird, hat der Aufbauhersteller Ambulanz Mobile ein unabhängiges zusätzliches Batterie-Pack als Sekundärenergiespeicher mit 10 kWh eingebaut. Aus diesem werden nur die Aufbau-Funktionen versorgt und dieser muss daher auch separat geladen werden.

Es ist ein wichtiger Meilenstein, dass wir heute den ersten elektrischen Krankentransportwagen in Dienst gestellt haben. Um in Hinblick auf alternative Antriebsformen im Rettungsdienst weitere Schritte gehen zu können, muss eine bessere Weichenstellung mit Fokus auf die Ladeinfrastruktur und auf die realistische Umsetzbarkeit erfolgen. Dabei stellen Notfallrettung und Krankentransport ganz besondere Einsatzbereiche dar, mit speziellen Anforderungen und Herausforderungen.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank

Mit innovativen Ideen und neuer Technologie vorangehen – das ist die Devise auch im Rettungsdienst. Dieses Projekt soll die künftige Richtung eines ebenso leistungsstarken wie ökonomischen und klimafreundlichen Rettungsdienstes vorgeben. Die hieraus gewonnene Erfahrung sollen  dann bei der weiteren Entwicklung elektromobiler Konzepte in der Notfallrettung eingesetzt werden. Mein Dank gilt allen, die das Projekt ermöglichen und unterstützen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

Die aufwändige Batterietechnik macht sich jedoch am Fahrzeuggewicht bemerkbar. Kommt ein regulärer Krankentransportwagen mit einer maximal zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen aus und darf damit noch mit der Führerscheinklasse B für PKW gefahren werden, so hat der E-KTW BY 2024 ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen und bedarf daher eines/einer Fahrer*in mit mindestens der Fahrerlaubnis Klasse C1 für leichte Nutzfahrzeuge. Über diesen verfügen im Krankentransport eingesetzte Mitarbeitende im Regelfall nicht, was für eine dienstplanerische Herausforderung in den eingesetzten Kreisverbänden sorgen wird. Das Europäische Parlament hat im Februar 2024 im Rahmen der Novellierung der Führerscheinrichtlinie einer Erweiterung des B-Führerscheins auf 4,25 Tonnen zugestimmt.

Auch unabhängig der Elektromobilität sind unsere Krankentransportwagen bereits heute oft bis an die zulässige Gewichtsgrenze beladen. Fakt ist: Die Basisfahrzeuge werden immer schwerer. Wir begrüßen diese Wendung zur geplanten Führerschein-Änderung ausdrücklich.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank

Ferner ist die Ladestruktur für elektrische Fahrzeuge noch nicht flächendeckend sichergestellt, ebenso wenig an Rettungswachen, Krankenhäusern oder Einrichtungen der Pflege.

Im Rahmen der Standortauswahl für das Pilotprojekt hat sich das Bayerische Rote Kreuz daher bewusst für Erlangen als Fahrradstadt und Bad Neustadt a. d. Saale (Lkr. Rhön-Grabfeld) als Modellstadt für Elektromobilität entschieden, da hier die notwendigen Rahmenbedingungen vergleichsweise am Besten gegeben sind.  

Das Pilotprojekt ist für einen Zeitraum von derzeit mindestens 24 Monaten angesetzt. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt werden durch das Bayerische Rote Kreuz evaluiert und mit den weiteren Rettungsdienstdurchführenden regelmäßig ausgetauscht.

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news-1191 Mon, 26 Feb 2024 14:27:55 +0100 Das Bayerische Rote Kreuz trauert um Alois Glück https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/das-bayerische-rote-kreuz-trauert-um-alois-glueck.html Mit großer Trauer reagiert das Bayerische Rote Kreuz auf die Nachricht vom Tod des ehemaligen Vorsitzenden der Bergwacht Bayern, Landtagspräsident a. D. Alois Glück. Alois Glück war zwölf Jahre lang, von 2002 bis 2014, Vorsitzender der Bergwacht Bayern und in dieser Funktion auch Mitglied des Präsidiums und des Landesvorstands des Bayerischen Roten Kreuzes. Seit 2014 war Glück Ehrenvorsitzender der Bergwacht Bayern und Schirmherr der Stiftung Bergwacht.

Alois Glück war ein echter Freund des Roten Kreuzes und trug aus vollster Überzeugung die Ideen und Ideale des Roten Kreuzes in sich. Er hat die Bergwacht Bayern während seiner Amtszeit als Vorsitzender wesentlich weiterentwickelt und vorangebracht. Für seine Verdienste rund um die Bergrettung in Bayern wurde ihm 2020 das „Grüne Kreuz“ des Deutschen Alpenvereins verliehen.  Mit Alois Glück verliert die Rotkreuzfamilie einen bereichernden und engagierten Kameraden, der schmerzlich vermisst wird und nur schwer zu ersetzen ist.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

„In Alois Glück hat die Bergwacht Bayern einen langjährigen und treuen Begleiter gefunden, der sein großes Netzwerk im Sinne der Bergwacht Bayern zu nutzen wusste. Dabei ging es ihm nie um sich selbst, sondern immer um die gute Sache. Sein Wirken für die Bergwacht Bayern hat historische Meilensteine gesetzt und ein solides Fundament geschaffen, auf dem das heutige Engagement der Bergwacht Bayern fußt“, so Thomas Lobensteiner, Landesvorsitzender der Bergwacht Bayern.

In seine Amtszeit als Vorsitzender fiel auch die Errichtung des europaweit einzigartigen Bergwacht-Zentrums für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz. Das Zentrum steht für Innovationskraft und realistische Trainings nach hohen Standards.

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news-1190 Mon, 26 Feb 2024 08:44:00 +0100 Entlastung und Sicherheit: Hausnotruf bewährt sich mit und ohne Pflegegrad https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/entlastung-und-sicherheit-hausnotruf-bewaehrt-sich-mit-und-ohne-pflegegrad.html Der Hausnotruf des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gewährleistet Sicherheit und Entlastung – sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für deren Angehörige. Möglichst lange und sicher in den eigenen vier Wänden leben zu können, wird durch den BRK-Hausnotruf ermöglicht. Dabei ist der Hausnotruf gewiss keine Leistung, die nur von Menschen mit einem Pflegegrad in Anspruch genommen wird. Aktuelle Zahlen des Bayerischen Roten Kreuzes zeigen: Jeder zweite Hausnotruf-Kunde hat gar keinen Pflegegrad – und nimmt dennoch das Privileg des Hausnotrufes in Anspruch, beispielsweise weil man alleinstehend ist und im Notfall schnelle und individuelle Hilfe beanspruchen möchte.

Der Hausnotruf ist nicht nur ein Angebot, er ist ein Schutzengel und kann im Notfall den lebensrettenden Unterschied machen. Aber auch bei kleineren Schwierigkeiten ist Hilfe auf Knopfdruck zur Stelle.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank

Für die anderen 50 % der Kund*innen des Hausnotrufes hat sich dieser als Entlastung angesichts des Pflegegrads bewährt – sowohl für Betroffene als auch für Angehörige. Die dauerhafte Möglichkeit im Falle eines gesundheitlichen Problems den Hausnotrufknopf drücken zu können entlastet Angehörige, die unter Umständen weiter entfernt leben, und die Kund*innen selbst. Auf den Hausnotruf ist immer und in jeder Lebenslage und -situation Verlass.

„Sie tragen den Hausnotruf-Knopf entweder wie eine Uhr am Arm oder als Kette um den Hals. Unsere Hausnotrufzentrale ist an jedem Tag rund um die Uhr besetzt. Im Notfall leisten wir schnelle Hilfe nach Ihren Bedürfnissen und gesundheitlichen Erfordernissen – die bei uns im System hinterlegt und stetig aktualisiert werden. Auch Angehörige, Nachbarn und Vertrauenspersonen können wir in Fällen unterhalb der Schwelle eines Notfalls informieren und bitten, nach Ihnen zu sehen. Sollten Bezugspersonen nicht erreichbar sein, schickt das BRK bei nicht-medizinischen Notfällen den eigenen Hintergrunddienst“, erklärt Dr. Elke Frank.

In den sechs Hausnotruf-Zentralen in Bayern gehen die Hausnotrufe ein und werden dann je nach Szenario bearbeitet: von der Information eines Angehörigen oder der Nutzung des hinterlegten Schlüssels, um zur Person in die Wohnung zu gelangen, bis zum Alarmieren des Rettungsdienstes in Notfällen. Der Hausnotruf hilft genau in dem Maß, in dem es nötig ist, sei es durch das kurze Aufhelfen nach einem Sturz oder durch die medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst.

Mehr Informationen: www.hausnotruf.bayern

Sollten Sie einen Hausnotruf-Vertrag im Aktionszeitraum 26.02.-31.03.2024 abschließen, erhalten Sie die ersten vier Wochen gratis.

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news-1189 Sun, 18 Feb 2024 09:17:00 +0100 Feldtest der BRK Sicherheitsforschung: MoPlas2Dekon PRO – Neue Wege der Desinfektion https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/feldtest-der-brk-sicherheitsforschung-moplas2dekon-pro-neue-wege-der-desinfektion.html Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt MoPlas2Dekon Pro der Sicherheitsforschung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) konnte erfolgreich der Ansatz einer chemikalienfreien Dekontamination von mit Krankheitskeimen verseuchten Gegenständen unter Verwendung eines mobilen Plasmabehandlungssystems nachgewiesen werden. „MoPlas2Dekon PRO“ steht für „Mobile Plasmatechnologie zur Abwehr biologischer Gefahren in Seuchengebieten“. Es ist das zweite Projekt, da der Vorgänger bereits vielversprechend war. Ein PRO Projekt ist ein sogenanntes Leuchtturmprojekt. Am 17.02.24 folgte ein praxisnaher Feldtest in einem Pflegeheim, bei dem ein ganzer Raum mit Hilfe der schonenden Technologie desinfiziert wurde. Neben den Spezialeinheiten des BRK waren insgesamt 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und öffentlichem Gesundheitsdienst miteingebunden, um den Test möglichst realitätsnah durchzuführen.

Ein erster vielversprechender Einsatz des Prinzips erfolgte gleich zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 mit der Dekontamination von Schutzmasken und Beatmungsschläuchen beim BRK. Nunmehr gilt es, auf Basis der erzielten Ergebnisse den Versuchsaufbau für einen späteren Einsatz hin zu optimieren. Die chemikalienfreie Dekontamination von verseuchten Gegenständen konnte in einem kühlschrankgroßen Behältnis nachgewiesen werden. Im Rahmen des MoPlas2Dekon-PRO-Vorhabens sollte nun untersucht werden, ob und wie mittels des hierzu eingesetzten Plasmabehandlungssystems auch größere Räume verlässlich behandelt werden können.

Dazu fand am Samstag, den 17.02.2024, ein praxisnaher Feldtest im Alten- und Pflegeheim des Bayerischen Roten Kreuzes in Bad Neustadt an der Saale statt.

Folgendes Szenario wurde angenommen: In einem Pflegeheim ist ein Bewohner schwer an Corona erkrankt und wurde ins Krankenhaus verlegt. Der Bewohner ist zudem bekannt MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) positiv. Das Bewohnerzimmer soll komplett desinfiziert werden, um es schnellstmöglich wieder bedenkenlos nutzbar zu machen. Dabei wurde das betroffene Zimmer mittels Plasmaverfahren desinfiziert. Dies ging lediglich mit Wasser vonstatten, Chemikalien wurden dabei nicht genutzt. Dadurch wurden keine Rückstände hinterlassen, es musste lediglich im Anschluss gelüftet werden, damit die chemikalienfreie Feuchtigkeit aus dem Raum entweichen konnte.

Mit dieser zukunftsweisenden Technik können Einrichtungen aller Art, beispielsweise im Gesundheitswesen, schonend desinfiziert und schnell wieder nutzbar gemacht werden. Besonders in Räumen, die von immungeschwächten Menschen genutzt oder bewohnt werden, ist der Schutz vor Erregern unerlässlich. Die Sicherheitsforschung des BRK geht hier mit ihren Partnern wichtige, neue Wege.

Dr. Elke Frank, BRK-Landesgeschäftsführerin

„Dabei steht auch der Umweltschutz im Fokus: Desinfektionen erfordern oft den Einsatz von hochdosierten Reinigungsmitteln. Die erprobte Art und Weise der Desinfektion ist jedoch komplett chemikalienfrei und schützt dadurch Mensch und Umwelt.“

Mehr über das Projekt „MoPlas2Dekon PRO“ sowie andere Projekte der Sicherheitsforschung des BRK finden Sie HIER.

 

Weitere Projektpartner „MoPlas2Dekon PRO“:

• Plasmatreat GmbH, Steinhagen

• KNESTEL Technologie & Elektronik GmbH, Untrasried

• Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung

eingetragener Verein – Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik

und Verpackung (IVV), Freising

• Ruhr-Universität Bochum – Fakultät für Elektrotechnik und Infor-

mationstechnik – Lehrstuhl für Angewandte Elektrodynamik und

Plasmatechnik – AG Biomedizinisch angewandte Plasmatechnik,

Bochum

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news-1188 Sat, 17 Feb 2024 09:09:00 +0100 Preisverleihung in Nürnberg: DRK-Geschichtspreis geht an die Bereitschaftsjugend des Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/preisverleihung-in-nuernberg-drk-geschichtspreis-geht-an-die-bereitschafts-jugend-des-bezirksverbandes-ober-und-mittelfranken.html Der erstmals ausgeschriebene DRK-Geschichtspreis (‚Castiglione-Preis‘) geht an ein Projekt in Bayern. Die Bereitschaftsjugend im Bezirksverband Ober- und Mittelfranken des Bayerischen Roten Kreuzes erhielt am 16.02.2024 den Preis für ihr digitales Exit-Game ‚Helft Henry!‘ und gehört damit zu den ersten beiden Gewinnern dieses Preises überhaupt.

Die Bereitschaftsjugend macht mit ihrem Exit-Game die eindrückliche Geschichte unserer Bewegung lebendig. Wir gratulieren sehr herzlich, dass dieses innovative Engagement mit dem DRK-Geschichtspreis ausgezeichnet wird.

BRK-Vizepräsident Andreas Krahl

Das digitale Spiel der Bereitschaftsjugend wurde als Ersatz für die im Winter 2021/2022 ausgefallenen Gruppenstunden entwickelt. Die Spielenden agieren als Assistenz von Henry Dunant, auf den die Gründung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zurückgeführt wird. Dieser fährt 1859 nach Solferino, wo er tausende Verwundete und Verletzte auf dem Schlachtfeld sieht. Er richtet in der Folge ein Behelfshospital im nahe gelegenen Castiglione ein, in dem den Soldaten unabhängig von ihrer Herkunft geholfen wird. Die Assistentinnen und Assistenten bekommen von Henry Dunant Aufträge, reisen ihm nach und müssen immer wieder Rätsel lösen.

Durch das Spiel werden historische Hintergründe anhand unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zugänglich gemacht – mit Erfolg: 180 Gruppen aus unterschiedlichen DRK-Landesverbänden haben das Spiel bereits gespielt. „Der Bereitschaftsjugend ist es mit dem Spiel auf hervorragende Weise gelungen, den Entstehungskontext und die auch heute noch wichtigste Regel der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung spielerisch zu veranschaulichen: Hilfe wird unterschiedslos und einzig nach dem Maß der Not geleistet. Dies hat aus unserer Sicht Anerkennung verdient und ich freue mich sehr, dass die Grundsätze unserer Bewegung auch von jungen Menschen so gelebt werden”, sagt Dr. Volkmar Schön, Vizepräsident des DRK und Jurymitglied des DRK-Geschichtspreises.

Der Preis wurde am 16.02.2024 an die Bereitschaftsjugend im Großen Saal des Kreisverbands Nürnberg-Stadt übergeben.

Über den Castiglione-Preis:

Der DRK-Geschichtspreis würdigt das vielfältige Engagement um die Aufarbeitung und Verbreitung der Geschichte der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Jährlich werden zwei Personen oder Projekte ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.500 Euro Preisgeld dotiert. Neben der Bereitschaftsjugend im Bezirksverband Ober- und Mittelfranken erhält André Uebe, unter anderem Leiter des Sächsischen Rot-Kreuz-Museums in Beierfeld, den Preis für sein Lebenswerk.

Weitere Informationen zum Preis: https://www.drk.de/geschichtspreis/

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news-1187 Fri, 09 Feb 2024 08:08:00 +0100 Tag des Notrufs am 11.02.2024: Immer mehr Notrufe https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/tag-des-notrufs-am-11022024-immer-mehr-notrufe.html Anlässlich des europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar 2024 weist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) auf die steigende Zahl fehlgeleiteter Notrufe unter der Notrufnummer 112 hin. Die 112 ist in vielen europäischen Ländern die offizielle Notrufnummer, immer öfter wird sie gewählt, obwohl hierfür keine Indikation vorliegt.

Der Notruf 112 ist dann die richtige Wahl, wenn es um akute lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme geht, wie etwa ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Beinbruch – oder bei einem Brand, Verkehrsunfall oder sonstigen Unfall. Bei chronischen Beschwerden oder klassischen hausärztlich zu behandelnden Beschwerden, wie Husten, Schnupfen oder Heiserkeit, ist am Wochenende oder an Feiertagen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 der richtige Ansprechpartner, so wie es unter der Woche die Fach- und Hausärzt*innen sind.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank

Im Jahr 2023 verzeichneten die acht Integrierten Leitstellen des BRK einen spürbaren Zuwachs an Notrufen: Im Jahr 2023 gingen 1,353 Millionen Anrufe (+3,4 Prozent) über die 112 und 19222 ein. Im Jahr zuvor waren es 1,307 Millionen Anrufe gewesen. Die Zahl der Einsätze für Rettungsdienst, Krankentransport und Feuerwehr, die aus diesen Anrufen resultierten, sank jedoch von 675.000 im Jahr 2022 auf 648.000 im Jahr 2023. Demnach hat der Anteil der Anrufe, die wiederum zu einem Einsatz führten, von 2022 auf 2023 um 4 Prozent abgenommen. „Immer mehr Menschen wenden sich an den Notruf 112, obwohl kein tatsächlicher Notfall vorliegt“, so Dr. Elke Frank. „In vielen dieser Fälle wäre die 116 117 die geeignete Nummer, wenn beispielweise am Wochenende oder abends kein Arzt oder keine Ärztin zu erreichen ist.“

„Erfreulich an dieser Entwicklung ist jedoch, dass die weiterentwickelte Notrufabfrage unserer Disponentinnen und Disponenten dazu führt, dass bei einem erheblichen Großteil der eingehenden Anrufe gar kein Rettungsdienst- oder Feuerwehreinsatz notwendig ist“, resümiert Dr. Frank. „In vielen Fällen muss der Disponent oder die Disponentin jedoch Hilfe mobilisieren, obwohl diese gar nicht notwendig ist. In diesen Fällen fehlt es jedoch an der notwendigen Rechtssicherheit, einen Notruf abzuweisen.“

„Unsere Beschäftigten stehen sehr gut ausgebildet rund um die Uhr zur Verfügung, um kritische Situationen wie Meldungen über Brände, Unfallereignisse oder medizinische Notlagen kompetent zu bearbeiten. Sie verfügen gerade in turbulenten Anrufsituationen über eine hohe Kompetenz und entsenden dem jeweiligen Anlass entsprechend geeignete Rettungsmittel“, betont Dr. Frank.

Für hilfesuchende Bürger sind die verschiedenen Versorgungsstrukturen oft nicht vollständig greifbar, sodass zunehmend auch Anfragen zu bearbeiten sind, die nicht dem Notfallsektor bzw. der Akutversorgung zuzuordnen sind. In diesem Spannungsfeld ist insbesondere im Hinblick auf medizinische und technische Beratungsleistungen sowie der damit verbundenen Entscheidungsfindung Rechtssicherheit für Leitstellendisponent*innen erforderlich. Dadurch könnten viele Fehleinsätze vermieden und die Ressourcen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr für tatsächlich indizierte und notwendige Einsätze freigehalten werden.

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news-1186 Sun, 04 Feb 2024 07:02:00 +0100 Weltkrebstag am 4. Februar: Kinderkrebshilfe „BALU“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/weltkrebstag-am-4-februar-kinderkrebshilfe-balu.html Das Projekt "BALU"-Kinderkrebshilfe, eine Initiative des BRK-Kreisverbands Altötting, steht als Symbol für Hoffnung und Stärke in Zeiten, in denen Familien durch Krebserkrankungen erschüttert werden. BALU – das bedeutet Begleitung, Anteilnahme, Lebensmut und Unterstützung.

Dieses Projekt umarmt nicht nur krebskranke Kinder mit seiner Fürsorge, sondern hält auch eine schützende Hand über deren Eltern und Geschwister. Auch dann, wenn beispielsweise ein Elternteil an Krebs erkrankt ist.

Mit Herz und Mitgefühl organisiert „BALU“ Aktivitäten und Ausflüge, um den Familien Momente des Glücks und der Leichtigkeit in einem sonst so herausfordernden Alltag zu schenken. Diese Lichtblicke, finanziert durch die Großzügigkeit von Spendern, sind kleine Inseln der Freude und des gemeinschaftlichen Lachens.

Die „BALU“-Jugendgruppe bietet einen Raum, in dem Jugendliche zusammenfinden, sich in ihrer gemeinsamen Situation verstanden fühlen und Kraft schöpfen können. In der Trauergruppe wiederum finden Eltern, die das Unfassbare erleben mussten, ein Ohr, das zuhört, und Herzen, die mitfühlen. Gemeinsame Aktivitäten in dieser Gruppe helfen, die Dunkelheit der Trauer ein Stück weit zu erhellen. Im Rahmen von „BALU“-Elternabenden können betroffene Eltern ihre Erfahrungen austauschen.

Die "BALU"-Kinderkrebshilfe geht damit weit über eine herkömmliche Unterstützung hinaus – es ist ein liebevolles Netzwerk, das Tränen trocknet, Mut macht und unerschütterliche Solidarität in den schwersten Stunden zeigt.

Mehr über die Initiative: https://www.kvaltoetting.brk.de/angebote/soziale-dienste/kinderkrebshilfe-balu.html
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news-1177 Mon, 29 Jan 2024 13:28:00 +0100 #Zeitreise: "Ich habe über 120 Katastrophen geregelt" https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/zeitreise-ich-habe-ueber-120-katastrophen-geregelt.html Das BRK Zeitzeugenprojekt hält den wichtigen Wissensschatz von Zeitzeug*innen für die Nachwelt fest. In #Zeitreise erzählen wir von den Geschichten ausgewählter Zeitzeugen. In dieser Episode sprechen wir mit Rudolf Cermak. Er war fast sein ganzes Berufsleben lang beim Bayerischen Roten Kreuz. Als Katastrophenschutzbeauftragter, Leiter des Landesnachforschungsdienstes, als Abteilungsleiter Rettungsdienst, in der Leitstelle, Beschaffungsstelle - um nur einige seiner Stationen zu nennen. Warum er das Rote Kreuz für eine der besten Organisationen der Welt hält und welche Abenteuer er in seiner Zeit erlebt hat, verrät er uns im Interview. Lieber Herr Cermak – können Sie uns kurz ein paar Eckpunkte über sich verraten und auch, wie sie zum Bayrischen Roten Kreuz gekommen sind?

Ich bin 1956 in München geboren und zur Schule gegangen. Danach hab ich eine Lehre als Dekorateur bei der Firma Kaufhof am Stachus begonnen. Ab dem zweiten Lehrjahr machte ich einen Erste-Hilfe-Kurs und ich wollte dann weitermachen. Ich hab dann beim Arbeiter-Samariter-Bund eine Sanitätsausbildung begonnen. Beim ersten Treffen, sollte ich einen Krankentransport fahren. Ich hab einen weißen Kittel bekommen und bin natürlich stolz wie ein Pfau da in dem Auto drin gesessen. Der ASB wollte mich dann auch als hauptamtlichen Mitarbeiter haben. Ich habe dann eine umfangreiche medizinische Ausbildung gemacht, bin 1974 hauptamtlich eingestiegen und war bis 1978 beim Arbeiter-Samariter-Bund.
1978 ist dann in München die damals hochmoderne Rettungsleitstelle München eröffnet worden in neuen Räumen des BRK-Kreisverbands München. Und um das paritätisch zu besetzen wurden Mitarbeiter der Malteser, der Johanniter und vom ASB mit in dieses Personalpanel übernommen - und der vom ASB war ich. Ich habe mich da mit 22 Jahren beworben, bin fünf Jahre im Rettungsdienst gefahren und 1978 hauptamtlich in die neue Rettungsleitstelle gewechselt. Mit dem Dienst in der Leitstelle begann meine BRK-Zeit, ich war 42 Jahre dabei.

Und wie sah denn damals der Alltag in der Rettungsleitstelle aus? Es gab wahrscheinlich weniger Technik als heute, wie war der Standard und Stand der Dinge?

Ab 1978 haben wir die Datenerfassung schon EDV-mäßig vorgenommen, allerdings zunächst alles händisch erfasst. Es gab weißen Zettel für den Krankentransport und rote Zettel für Notfalleinsätze. Die Zettel sind über das Förderband zum Funksprecher gelaufen, gestempelt worden mit Uhrzeit und Auftragsnummer. Das war das amtliche Dokument für diesen Einsatz.

Es gab damals die Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht, es gab insgesamt elf Funktische in dieser alten Leitstelle, die also wochentags mit sieben, acht Leuten besetzt waren. Wir haben also durchgewechselt, einmal hat man den Funktisch München gemacht und bei der nächsten Schicht hat man dann den sogenannten „Landfunk“ gemacht - Freising, Erding und Ebersberg.

Das war ein großer Bereich für fünf Leute pro Schicht. Und wann haben Sie dann aufgehört in der Leitstelle?

Ich habe 1986 aufgehört in der Leitstelle, habe mir gedacht, ich habe viele Jahre Schichtdienst gemacht und bin letztendlich dann in der Beschaffungsstelle in der Holbeinstraße gelandet und habe mit zehn Mitarbeiter*innen Medizinprodukte verkauft. Das war schön, da hatte ich also einen ganz normal geregelten Dienstablauf von Montag bis Freitag, konnte Samstag, Sonntag auch wieder bei meiner Familie sein, konnte auch mein Sozialleben ein bisschen intakt bringen. Und scheinbar habe ich mich gar nicht so dumm angestellt, jedenfalls kam der Abteilungsleiter und sagte zu mir: "Sie machen doch auch Computer." Wir haben dann ein Vertriebsverzeichnis unserer Produkte gemacht und haben das EDV-mäßig erfasst. Wieder ein Jahr später kommt der Abteilungsleiter Rettungsdienst, und sagt: "Sie, Herr Cermak, wollen Sie nicht Leitstellenleiter in Aschaffenburg werden?" Sage ich: "Da müssen Sie mir jetzt schon ein bisschen Zeit lassen, weil ich bin ja echter Münchner und fast nach Hessen rauf ist schon ein bisschen weit. Dann sagt er: "Ich hätte noch was anderes: Wollen Sie nicht Leiter vom Landesnachforschungsdienst werden?" Ich wusste nicht, was das ist.

Was macht der Landesnachforschungsdienst?

Familienzusammenführung zum damaligen Zeitpunkt. Es wurden immer noch Vermisste aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Es gab 199 Bildbände mit Portraitfotos und Feldpostnummern. Dann hat man gesagt, okay, im Kessel von Tscherkassy an diesem Datum ist Herr Meier verstorben. Und die Angehörigen haben dann eine Bestätigung des Roten Kreuzes gekriegt, dass am 22. August 1944 bei diesen Kampfhandlungen, die dort stattgefunden haben, der Soldat gefallen ist. Und mit diesem Rotkreuz-Nachweis sind sie dann zur Rentenstelle gegangen und haben  als Ehefrau mit diesem Beleg Rente gekriegt. Dann haben wir immer wieder sogenannte Feldpostpäckchen bekommen mit Medaillons, Bildern, Kleingeld. Die mussten wir dann zuordnen und den Leuten in Deutschland zustellen. Und es gibt ein sogenanntes Karteibegegnungsverfahren. Die Leute haben nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Angehörigen gesucht, und eine sogenannte Suchkarte eingegeben. Wenn sie Glück gehabt haben, hat die Familie schon vorher eine Karte ausgefüllt, eine sogenannte Stammkarte. Und wenn beim Karteibegegnungsverfahren die Suchkarte auf die Stammkarte getroffen ist, waren sie wieder vereint und glücklich.

Mich wundert es, dass man das damals nicht auch schon mit irgendwie digitalen oder elektronischen Mitteln bemacht hat.

Ich hab mich privat mit Computern beschäftigt, weil mir das immer gefallen hat. Ich dachte mir: Dieses Karteibegegnungsverfahren muss man doch auch elektronisch hinbringen. Und dann habe ich ein kleines Programm geschrieben und das hat sich ohne mein Zutun weiterentwickelt. Xenios heißt eines dieser Programme, das diese Dinge völlig automatisiert macht. Und dann war ich als sehr junger Mensch in diesem altehrwürdigen Suchdienstgremium, wo wirklich honorige Personen waren, wie zum Beispiel der Direktor vom Suchdienst in Deutschland und da war ich natürlich sehr stolz. Ich bin 1986 da in den Landesverband, dann in die Dienststelle übergesiedelt, bis 1988 war ich da bei der Beschaffungsstelle, von 1988 bis 1994 war ich dann  der Leiter des Landesnachforschungsdienstes und hab ab 1994 diese ganzen Grenzöffnungen mitgemacht. Ich war in der Zeit ungefähr 20 mal in Russland, wir haben Hilfsgüter rübergefahren. In Kiew war ich fünf oder sechs Mal. Ich kam bis Sibirien, in Omsk, in Nowosibirsk. Das war eine interessante Zeit.

Was wurde da geliefert?

Wir haben Infusionen, Verbandszeug, Medikamente geliefert, aber auch CTs. Wir haben Amputierte, zum Beispiel, mit künstlichen Beinen oder künstlichen Armen versorgt – gemeinsam mit einem Orthopädiemechaniker. Wir kamen bis nach Rumänien, dort wo Ceaușescu zum damaligen Zeitpunkt auch Terror verbreitet hat, bis nach Jugoslawien zum Konflikt mit Kroatien und Bosnien-Herzegowina und Serbien. Dort sind auch beschossen worden. Wir sind da im Sturzflug nach Sarajewo nachher und haben zehn Tonnen Medikamente ausgeladen und wieder im Steilflug raus. Es war eine abenteuerliche Zeit, ich war damals schon verheiratet, habe zwei Kinder gehabt. Es hat kein Handy gegeben im weitesten Sinne, ich habe nicht anrufen können und sagen können, ich komme wieder. Dadurch bin ich aber auch zu meiner nächsten Station gekommen.

Welche war das?

Unser Landesgeschäftsführer, der Heinrich Hiedl damals, ist auf mich aufmerksam geworden und ich bin 1994 sein persönlicher Referent geworden. Dort habe ich dann auch meine ersten politischen Kontakte geknüpft. Dann ist der Herr Hiedl in Rente gegangen und der Nachfolger war Herr Wagner. Dann kam der Herr Fischer. Ich hab damals eine Landesvorstandssitzung vorbereitet, da kommt die Monika Hohlmeier, sagt: "Der Leiter der Bereitschaften geht in Rente, wäre das nichts für Sie?“ Und dann bin ich 1999 Geschäftsführer der Bereitschaften und Katastrophenschutzbeauftragter geworden. Es gab 1999 eine Riesenüberschwemmung in Bayern, in 16 Landkreisen wurde der Katastrophenfall erklärt. Insgesamt habe ich übrigens 120 Katastrophen in diesen 20 Jahren geregelt. Vom Hochwasser in Dresden, da wo das wirklich die Elbe aus der Semperoper rausgelaufen ist. Und ab 2003 haben wir uns um die Fußballweltmeisterschaft 2006 gekümmert, haben große Kontingente zusammengestellt. Und haben daraufhin auch in Bayern mit der Ausbildung dieser Leute begonnen, die dann 2006 in den Einsatz kommen. Also wir haben in den fünf Bezirksverbänden letztendlich Schulungen abgehalten. Auch auf Basis vom Oktoberfest-Attentat, weil man da eben schon eine gewisse Erfahrung gehabt hat.

Und 2008 kam der Papst zu Besuch und die Europameisterschaft in Österreich fand statt. Wir habe im Rathaus in Wien einen Behandlungsplatz aufgebaut. Wir sind auch im Iran und der Türkei bei Erdbeben zum Einsatz gekommen. In den Iran haben wir Rettungshundestaffeln geschickt. Der Hund schlägt normalerweise nur an, wenn er einen Überlebenden findet. Und plötzlich hat der Hund angeschlagen und die haben zu buddeln angefangen und haben dann eine tote Frau rausgezogen. Und sich gewundert: „Das gibt es ja nicht. Der Hund schlägt nicht bei einer Leiche an.“ Dann haben sie weiter gebuddelt, haben die tote Frau raus und da war unter der toten Frau deren Kind und das hat noch gelebt. Solche Sachen waren auch an der Tagesordnung. Im Iran haben wir sogar später die Ausbildung eigener Rettungshundestaffeln übernommen. Dann haben wir einen großen Tsunami gehabt in Thailand, wenn sie sich erinnern können. Da haben wir dann sofort Notärzte und Rettungsassistenten rübergeschickt, die die deutschen Urlauber repatriieren. Die hatten schreckliche Verletzungen zum Teil, weil in dem Tsunami Wellblechdächer mitgeschwommen sind und Gliedmaßen abgetrennt haben.

Und Sie waren dann auch immer mit vor Ort?

Ich war der Leiter und nicht mehr vor Ort. Ich bin bei der Weltmeisterschaft selbstverständlich vor Ort gewesen, aber bei solchen Einsätzen habe ich immer die rückwärtige Einsatzleitung gehabt. Ich habe also den Stab im Präsidium geleitet und die Landesgeschäftsstelle.

2014 bis 2017 war ich dann auch noch tätig im Stab des Sozialministeriums, die Flüchtlingsbewegungen aus Syrien zu lenken. Ich war drei Jahre mehr oder weniger mit dieser Geschichte beschäftigt, teilweise sind 200.000 Menschen in einem Monat gekommen. Einmal sind 800 Menschen aus Syrien in Leipzig angekommen, am Bahnsteig standen ungefähr 100 Leute mit Knüppeln, mit Baseballschlägern. Dann hat man den Zug gar nicht geöffnet, sondern ist nach Berlin weitergefahren. Also wir haben schon ziemlich viel erlebt in der Zeit.

2016 ereignete sich das Attentat im Olympia-Einkaufszentrum. Dort hat ein Verrückter neun Leute umgebracht, es gab einige Verletzte. Wir haben um München rum große Kontingente aufgebaut und waren insgesamt mit 1.100 Mann im Ring verteilt, im Landkreis. Augsburg, Dachau, Freising, Starnberg sind reingefahren.

Und wie ging es dann weiter?

Kurz vor Beginn der Pandemie bin ich in den Ruhestand gegangen. Mir ist aber jetzt auch nicht langweilig, weil ich politisch tätig bin. Ich war schon vor meinem Ausscheiden seit 2014 im Bezirksausschuss 2, Fraktionsvorsitzender der CSU. Ich setze mich für 52.000 Bürger ein. Weil ich nicht von 100 auf null gehen kann.

Wie blicken Sie auf die Zeit beim BRK zurück?

Ich kann nur sagen, dass ich die 42 Jahre beim Roten Kreuz wirklich in bester Erinnerung behalte, das war der Großteil meines Lebens. Ich möchte das Rote Kreuz nie vermissen, werde ihm auch immer die Stange halten und halte es für eine der besten Organisationen, die es auf der ganzen Welt gibt, auch wegen unserem weltweiten Netz, mit dem wir zusammenarbeiten. Das hat mich geprägt und das hat mir immer Spaß gemacht.

Mehr Informationen zum Zeitzeugen-Projekt

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news-1185 Thu, 25 Jan 2024 10:59:54 +0100 Digitales Qualitätsmanagement im Rettungsdienst besiegelt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/digitales-qualitaetsmanagement-im-rettungsdienst-besiegelt.html In den vergangenen Monaten stellten sich insgesamt 19 BRK Kreisverbände, die der QM-Matrix angehören, einer weiteren Herausforderung: dem Zertifizierungsverfahren „Qualitätssiegel digitales Managementsystem“. Die QM-Matrix ist ein Zusammenschluss von Kreisverbänden, um ein einheitliches QM-System im Rettungsdienst zu betreiben und darauf aufbauend Mehrwerte zu generieren. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf Arbeitsteilung, Arbeitserleichterung und Best Practice.

Das Zertifizierungsverfahren von Qualido richtet sich an Organisationen, die ihr (Qualitäts-) Managementsystem digital abbilden und fortlaufend weiterentwickeln wollen.

Die Audits wurden durch die leitenden Auditoren der qualido GmbH Raphael und Manuel Rumpf in Zusammenarbeit mit dem Anwendungsmanager der BRK-Landesgeschäftsstelle Sascha Meinhardt und dem zentralen Qualitätsmanager im Rettungsdienst Thomas Stahl geplant und durchgeführt. Grundlage für das Verfahren ist der Kriterienkatalog, der u.a. wichtige Prozesse wie z. B. das Informations- und Dokumentenmanagement, das Ereignismanagement sowie Vorgaben der QM-Matrix umfasst. Alle Erkenntnisse aus den Audits wurden in aussagekräftigen Auditberichten zusammengefasst und bewertet sowie Benchmarks erstellt. Besprochen wurden z.B. Themen wie die Pflege von Mitarbeiter- und Verteilergruppen sowie die Dokumentenlenkung und die dazugehörige regelmäßige Aktualisierung.

Nach den Audits erfolgten die Abschlussgespräche, bei denen u.a. die Rettungsdienstleiter, die Qualitätsbeauftragten und Administratoren der jeweiligen Kreisverbände anwesend waren, und die Auditberichte, die vom durchführenden Auditor erläutert wurden. Die Auditoren machten deutlich, dass das digitale Managementsystem sehr gut im InformationsManagementSystem (IMS) abgebildet wurde und auch nachweislich in der täglichen Praxis qualitäts- und mitarbeiterorientiert angewandt wird.

Bei allen Audits der Matrix-Kreisverbände wurde der Nachweis erbracht, dass die Anforderungskriterien erfüllt und das digitalisierte (Qualitäts-) Managementsystem wirksam angewendet und fortlaufend weiterentwickelt wird. Somit konnte allen teilnehmenden Kreisverbänden ein „Qualitätssiegel digitales Managementsystem“ ausgestellt werden.

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news-1184 Thu, 18 Jan 2024 19:28:00 +0100 Müttergenesungswerk: Karin Baumüller-Söder wird Schirmherrin - Eltern stärken heißt Familien stärken https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/muettergenesungswerk-karin-baumueller-soeder-wird-schirmherrin-eltern-staerken-heisst-familien-staerken.html Das Bayerische Rote Kreuz hat seit 2023 den Vorsitz des Müttergenesungswerks in Bayern inne. Karin Baumüller-Söder, Ehefrau des Bayerischen Ministerpräsidenten, hat bei einem Besuchstermin in der AWO Seenlandklinik Lindenhof in Gunzenhausen die Schirmherrschaft über das Gremium übernommen und sich in einer Gesprächsrunde mit Müttern ausgetauscht. Das Müttergenesungswerk ist die einzige Organisation, die politische Arbeit für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter, Väter und Pflegende Angehörige leistet. Das BRK betreibt in seinen Kreisverbänden neun Beratungsstellen, die über die Maßnahmen des MGW wie etwa Eltern-Kind-Kuren, informieren. In der Seenlandklinik in Gunzenhausen kamen Karin Baumüller-Söder und BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank mit Müttern und Klinikpersonal dazu ins Gespräch.

„Wer Kinder großzieht oder Angehörige pflegt, leistet einen enorm wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Oft stehen Mütter und Väter unter großem Druck. Die Belastungen führen bei einigen leider auch zu gesundheitlichen Problemen. Das Müttergenesungswerk sorgt seit über 70 Jahren für diejenigen, die sich um andere sorgen. Die Einrichtungen leisten großartige Hilfe: Sie unterstützen die Genesung und Gesunderhaltung durch vielfältige Maßnahmen und beraten umfassend“, so Karin Baumüller-Söder, Schirmherrin über das Müttergenesungswerk in Bayern.

Es ist mir daher eine große Freude, die Schirmherrschaft über das Müttergenesungswerk Bayern zu übernehmen. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz und ihre wertvolle  Arbeit. Nur wenn Eltern gesund sind, können sie sich gut um ihre Kinder kümmern. Deshalb mein Rat an die Eltern: Nehmen Sie dieses Angebot zum Wohl Ihrer Familie gern in Anspruch!

Karin Baumüller-Söder, Schirmherrin über das Müttergenesungswerk Bayern

„Das Müttergenesungswerk leistet essentielle Arbeit für Familiengesundheit. Wir appellieren daran, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, denn jede Familie ist nur so stark wie jedes einzelne ihrer Mitglieder – sei es Vater, Mutter oder Kind“, betont BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. "Mütter, aber auch Väter spenden ihrer Familie Kraft, sie sind unsere Kraftquelle, fangen uns auf, spenden Trost und sind unser fester Anker. Eltern zu stärken, heißt also Familien zu stärken. In krisengeprägten Zeiten sind sie ein wichtiger Anker und geben Kindern Halt und Sicherheit. Mütter und Väter spenden jedoch nicht nur Kraft, sie müssen auch selbst Kraft schöpfen."

Das Angebot des MGW umfasst stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen und Beratungen vor sowie nach der Maßnahme. Ziel dieser sog. „Therapeutischen Kette“ ist es, die körperliche und seelische Gesundheit jener Menschen, die Sorgearbeit leisten, zu erhalten oder wiederherzustellen.

Um die Angebote des MGW aufrecht erhalten zu können, müssen jedoch auskömmliche Finanzierungsstrukturen für die Beratungsstellen und die Rehabilitationskliniken geschaffen werden.

Über das Müttergenesungswerk:

Erst seit 2007 sind die Kurmaßnahmen Pflichtleistungen der gesetzl. Krankenkassen und als solche im Gesetz verankert (§§ 23, 24, 40, 41 SGB V). Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW durch seine ganzheitlichen und gendersensiblen Kurmaßnahmen und das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. In der wohnortnahen Beratung der Kurberatungsstelle, die sich als Anlaufstelle frei von Stigmatisierung versteht, erfolgt ein niederschwelliges Clearing der Problemlagen der Familien und eine Sortierung hilfreicher Maßnahmen ggf. nach Dringlichkeit. Ist eine Kurmaßnahme das richtige Mittel, unterstützt der/die Berater*in bei der Erstellung des Antrages, der Korrespondenz mit der Krankenkasse, legt ggf. Widerspruch ein. Außerdem berät sie bei der Auswahl der Klinik, erklärt die dortigen Ziele und Abläufe und unterstützt mit Zuschüssen aus Spendenmitteln, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, um z. B. notwendige Kleidung für einen Kuraufenthalt zu kaufen oder die Eigenbeteiligung zu zahlen.

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news-1183 Thu, 18 Jan 2024 09:06:59 +0100 BRK fordert Stärkung bestehender Strukturen und warnt vor ‚Verramschung‘ sozialer Berufe https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-fordert-staerkung-bestehender-strukturen-und-warnt-vor-verramschung-sozialer-berufe.html Seit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes im Jahr 2011 wird in der Bundesrepublik der Diskurs um die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht ständig aktualisiert. Die Vorschläge kamen aus den verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Richtungen und erfassten dabei nicht nur die Zielgruppe der Jugendlichen, auch Arbeitssuchende und Rentner*innen gerieten zumindest zeitweise in den Fokus der Debatten.

Der jüngste Vorschlag der CSU-Landtagsfraktion zur Etablierung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres hat das Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Dieser sieht vor, dass sich Menschen „mindestens sechs bis sieben Monate am Stück bei der Bundeswehr, in Vereinen oder sozialen Einrichtungen“ einbringen. Zentrale Fragestellungen bleiben unbeantwortet, insbesondere hinsichtlich einer völkerrechtskonformen Umsetzung eines solchen Gesellschaftsjahres und wie die Finanzierung dieses Jahres sichergestellt werden kann.

„Wünschenswert und dringend notwendig wäre eine Stärkung der bestehenden Strukturen der Freiwilligendienste, zum Beispiel eine Erhöhung des Taschengeldes für die Freiwilligen und ein Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst“, so BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. „Schon heute ist die Nachfrage nach Freiwilligendiensten größer als die vom Bund finanzierten Plätze."

Wir müssen aufpassen, dass wir diese Tätigkeitsfelder nicht ungewollt verramschen!

Brigitte Meyer, Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes

Aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes ist eine grundsätzliche Trennung zwischen einer möglichen „Dienstpflicht“ und dem sogenannten sozialen Jahr notwendig. „Die Vermischung von Dienstpflicht, Ehrenamt und sozialen Berufsfeldern schwächt Ansehen und Anerkennung der Tätigkeitsfelder im sozialen und rettungsdienstlichen Bereich und macht die Gewinnung von Fachkräften und langfristig engagierten Ehrenamtlichen noch schwieriger“, so BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. „Es fehlt ganz offensichtlich das Bewusstsein, dass in diesen Tätigkeitsfeldern Expertinnen und Experten gebraucht werden – und keine Monatspraktikanten, die mal kurz ein Ehrenamt oder eine pflegerische Tätigkeit ausüben können.“

Dem CSU-Vorschlag zufolge soll ein solches „verpflichtendes Gesellschaftsjahr“ mindestens sechs bis sieben Monate am Stück abgeleistet werden. „Aus den Freiwilligendiensten wissen wir, dass allein die Einarbeitungszeit etwa ein halbes Jahr in Anspruch nimmt - und auch der Gewinn für die Freiwilligen, im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung, erst nach einem halben Jahr spürbar wird“, so Meyer.

Insgesamt würde damit also aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes ein gegenteiliger Effekt erzielt und der Stellenwert dieser Tätigkeitsfelder weiter geschwächt werden. Die Arbeitsbedingungen, die Anerkennung und auch die Bezahlung blieben schwach, die Attraktivität der Berufsfelder sinke und der Fachkräftemangel würde sich weiter verschärfen. „Während in anderen Berufsfeldern ständig von Professionalisierung die Rede ist, sollen ausgerechnet diese wichtigen Tätigkeitsfelder im Ehrenamt, im sozialen Bereich und in der Daseinsvorsorge durch Menschen unterhalb der Qualifikation einer Hilfskraft deprofessionalisiert werden“, so Meyer. „Wir müssen aufpassen, dass wir diese Tätigkeitsfelder nicht ungewollt verramschen.“

Sollte es zu der bundespolitischen Entscheidung kommen, eine wie auch immer geartete „Wehrpflicht“ wieder einzuführen, darf dies nicht zur Folge haben, dass alternativ ein „soziales Pflichtjahr“ (früher: „Zivildienst“) eingeführt wird. Stattdessen sollten bestehende Strukturen gestärkt und ausgebaut werden.

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news-1182 Wed, 17 Jan 2024 08:41:26 +0100 Eisregen und Blitzeis: Ehrenamtliche Einheiten verstärken Rettungsdienst https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/eisregen-und-blitzeis-ehrenamtliche-einheiten-verstaerken-rettungsdienst.html Aufgrund der Glatteisgefahr in vielen Teilen Bayerns hat das Bayerische Rote Kreuz in den betroffenen Regionen entsprechende Vorsorgemaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung getroffen. Insbesondere im Regierungsbezirk Unterfranken haben die BRK-Kreisverbände zusätzliche ehrenamtliche Rettungsmittel in Voralarm versetzt, um im Bedarfsfall den regulären öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst unterstützen zu können. Aufgrund der Glatteisgefahr ist mit längeren Transportzeiten im Rettungsdienst zu rechnen, sodass in bestimmten Regionen vorübergehend ein zusätzlicher Bedarf an Rettungsmitteln erforderlich werden kann.

Auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie ambulante Pflegedienste, Essen auf Rädern oder der Hausnotruf stehen bei einer solchen Wetterlage vor Herausforderungen. Es ist davon auszugehen, dass in Einzelfällen längere Wartezeiten für Patient*innen und Klient*innen entstehen. Sollte aufgrund der Witterungsverhältnisse ein Durchkommen für die häuslichen Dienste nicht mehr möglich sein, werden vor Ort pragmatische Lösungen gefunden - beispielsweise mit Unterstützung von geländegängigen Fahrzeugen der Bereitschaften, der Bergwacht oder der Wasserwacht.

Insgesamt rechnet das Bayerische Rote Kreuz aber nicht mit größeren Einschränkungen. Dennoch sind gerade bei einer solchen Wetterlage vorbeugende Maßnahmen unerlässlich, um die Versorgungssicherheit auch bei witterungsbedingten Extremsituationen zu gewährleisten.

Eine solche Wetterlage stellt die Rettungs- und Einsatzkräfte, aber beispielsweise auch die Pflegekräfte der ambulanten Pflegedienste vor besondere Herausforderungen. Das Bayerische Rote Kreuz dankt seinen vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden, die auch unter erschwerten und teilweise extremen Bedingungen die Hilfe und den Dienst am Menschen sicherstellen.

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news-1181 Mon, 15 Jan 2024 15:09:59 +0100 BRK zur Migrationsdebatte: Menschenverachtender Diskurs nicht zielführend https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-zur-migrationsdebatte-menschenverachtender-diskurs-nicht-zielfuehrend.html Das Bayerische Rote Kreuz beobachtet mit großer Sorge einen zunehmend menschenverachtenden Ton in der Diskussion um die nationale Migrationspolitik. „Es wird zu viel über Zahlen und zu wenig über Menschen gesprochen“, kritisiert Vizepräsidentin Brigitte Meyer die aktuellen politischen Diskussionen rund um das Thema Migration.

Zuwanderung ist keine Pandemie, bei der es ausschließlich darum geht, die Zahlen zu reduzieren. Deshalb appellieren wir eindringlich, die Menschlichkeit in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen und zur Sachlichkeit zurückzukehren. Es ist unbestritten, dass es umfassender Maßnahmen bedarf, damit die Integration in unsere Gesellschaft wieder besser funktioniert.

BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer

Förderung von gesellschaftlicher, sozialer, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Teilhabe von Zugewanderten sind von zentraler Bedeutung, um ein Miteinander gut und nachhaltig zu gestalten.  Dazu gehört ein frühzeitiger Zugang zu Sprachkursen, zu Arbeit und zum Gesundheitssystem.

Gegenwärtig können nur Asylbewerber mit besonders guter Bleibeperspektive Integrationskurse besuchen. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach Deutschkursen höher als das Angebot. Damit werden Beschäftigungsperspektiven und die gesellschaftliche Integration behindert.

Die BRK-Beratungsstellen berichten, dass der Wunsch, eine reguläre Arbeit aufzunehmen, bei den meisten zugewanderten Menschen sehr groß ist. Für Geflüchtete, die noch im Asylverfahren und verpflichtet sind, in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu leben, besteht ein generelles Erwerbstätigkeitsverbot in den ersten neun Monaten des Aufenthalts. Diese Zeit will die Bundesregierung nun auf sechs Monate verkürzen. Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Eine frühzeitige Integration in den Arbeitsmarkt führt zu einem schnelleren Ankommen und dadurch, dass weniger Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind, zu einer größeren Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft.

Sofern eine Arbeitsaufnahme noch nicht erlaubt bzw. noch nicht möglich ist, sollen nach gegenwärtigen Plänen der Politik die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Form von Bezahlkarten ausgegeben werden. Das Bayerische Rote Kreuz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in Deutschland zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in vielen Bereichen noch Bargeld nötig ist, so zum Beispiel für Schulmaterial, Schulausflüge, Sportaktivitäten etc. Auch die geplante Ausdehnung der reduzierten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auf 36 Monate erschwert die Partizipation am gesellschaftlichen Leben.

Gegenwärtig erhalten Asylsuchende und geduldete Geflüchtete in den ersten 18 Monaten des Aufenthalts Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das bedeutet, dass sie während dieser Zeit nicht regulär gesetzlich krankenversichert sind und dass medizinische Leistungen ausschließlich zur Behandlung von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen gewährt werden. Eine Versorgung mit Zahnersatz erfolgt nur, soweit dies im Einzelfall aus medizinischen Gründen unaufschiebbar ist.

Vizepräsidentin Brigitte Meyer fordert in diesem Zusammenhang: „Ein sofortiger vollumfänglicher Zugang zum Gesundheitssystem mit dem vollem Leistungsspektrum könnte persönliches Leid und hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem vermeiden. Hierfür braucht es auch eine elektronische Gesundheitskarte für Asylbewerber*innen - mit geringem Verwaltungsaufwand.“

Um mit den vielfältigen Herausforderungen von Zuwanderung umzugehen und diese für alle Seiten langfristig positiv zu gestalten, braucht es eine systematische und differenzierte Herangehensweise. Das BRK setzt dabei auch auf politische Unterstützung – denn die Legislaturperiode 2023 bis 2028 des Bayerischen Landtags muss die sozialen Themen in den Mittelpunkt rücken und sie nachhaltig stärken.

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news-1180 Thu, 11 Jan 2024 19:55:00 +0100 Gewerkschaft ver.di und Bayerisches Rotes Kreuz erzielen Tarifeinigung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/gewerkschaft-verdi-und-bayerisches-rotes-kreuz-erzielen-tarifeinigung.html Am 10. Januar 2024 haben die Tarifvertragsparteien ver.di und BRK bis tief in die Nacht hinein um tarifliche Verbesserungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes gerungen. Die sehr langen Verhandlungen führten schließlich gegen Mitternacht zu einer vorläufigen Tarifeinigung, die noch unter dem beiderseitigen Vorbehalt der Beschlussfassung durch die jeweiligen großen Tarifkommissionen und weiterer Gremien steht. Erst nach deren Bestätigungen und Ausfertigung der abgestimmten Tariftexte können die verabredeten tariflichen Änderungen in Kraft treten. Der nachfolgende Überblick stellt daher noch keine verbindliche Vereinbarung dar.

Die Einigung kurz zusammengefasst im Einzelnen:  

  1. Inflationsausgleichsprämie: Mit den Abrechnungen Februar, Juli und Dezember 2024 erhalten alle regulär Beschäftigten im BRK eine steuer- und sozialversicherungsfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von dreimal 1.000 €, also insgesamt im Jahr 2024 3.000 €, angepasst an Teilzeitbeschäftigung. Dies gilt auch für geringfügig Beschäftigte (teilzeitangepasst). Auszubildende bekommen die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von dreimal 300 €, also insgesamt 900 €.

    Prozentual umgerechnet bedeutet diese Prämie gerade für die unteren Eingruppierungen eine erhebliche Erhöhung. Das Bayerische Rote Kreuz investiert alleine mit diesem Punkt einen zweistelligen Millionenbetrag im Sinne der Mitarbeitenden.

    Die Inflationsausgleichprämie ersetzt im Jahr 2024 eine prozentuale Tarifsteigerung. Rechnet man diese Prämie um, entsteht pro Vollzeit-Mitarbeitenden ein Gehaltsplus von 250 € monatlich.
     
  2. Tabellenerhöhung: Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine allgemeine Tariftabellenerhöhung von 7,5 % in Kraft (gilt auch für Azubis). Die Stufen 1 der Entgeltgruppen P5 und P6 fallen ab 1. Juli 2024 weg und es erfolgt in diesen Entgeltgruppen zum 1. Juli 2024 eine Tabellenerhöhung um 50 €.
     
  3. Urlaubstage: Rückwirkend zum 1. Januar 2024 haben die Mitarbeitenden des Bayerischen Roten Kreuzes generell Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub pro Jahr (bei einer 5-Tage-Woche, zzgl. etwaiger Zusatzurlaubstage). Zur Berechnung des anteiligen Urlaubs (z. B. bei Eintritt während des Kalenderjahres) erfolgt eine Klarstellung.
     
  4. Regenerationstage: Im Sozial- und Erziehungsdienstbereich sind zwei zusätzliche Regenerationstage beschlossen.
     
  5. Maßnahmen zur Dienstplanverlässlichkeit: Es wird im Rettungsdienst ein Modellversuch für ein Jahr zur Erhöhung der Dienstplanverlässlichkeit vorgesehen mit einer Regelung zu Springer-Diensten und einer Prämie beim kurzfristigen Einspringen innerhalb von 48 Stunden, verbunden mit der Möglichkeit diesem Modellversuch im Rahmen einer Dienstvereinbarung flexibel vor Ort beizutreten.
     
  6. Mobilitätszulage für Azubis: Auszubildende erhalten rückwirkend ab 1. Januar 2024 eine monatliche Pauschalzulage von 200 €.
     
  7. Übernahme von Auszubildenden: Entfall der Probezeit bei Übernahme eines Auszubildenden.
     
  8. Höhergruppierungen: Im Bereich der Entgeltgruppen S 3 bis S9 werden Höhergruppierungen ab dem 1. September 2024 erfolgen. Damit wird unabhängig von den übrigen Vergütungserhöhungen und Einmalzahlungen die Attraktivität dieser Berufsgruppe zusätzlich noch einmal deutlich erhöht.
     
  9. Notfallsanitäter*innen: Höhergruppierungen der in der R-Tabelle befindlichen Notfallsanitäter*innen in eine neue Entgeltgruppe EG R 9c ab dem 1. Juli 2024.
     
  10. Eingruppierung der Leiter*innen Rettungsdienst: Eine Neuregelung der Eingruppierung mit Besitzstandswahrung für bestehende LRD wird umgesetzt.
     
  11. Kurzpausenregelung: Mit einer neuen Kurzpausenregelung in der Notfallrettung und den Nachtwachen in der Pflege werden zahlreiche damit verbundene Streitfälle ausgeräumt. Die Regelung sieht u.a. bis zu 3 weitere Ausgleichstage vor.
     
  12. Mehrarbeit: Mehrarbeit im Rettungsdienst, die von einer Integrierten Leitstelle angeordnet wird, wird künftig mit Zuschlägen ausgezahlt. Gleiches gilt für Umkleidezeiten. Eine Option zur Umwandlung in Arbeitszeit ist ebenfalls vorgesehen. Zusätzlich wird es einen Anspruch auf verzuschlagte Auszahlung von Mehrarbeit (unter Berücksichtigung des Ampelkontos) geben.
     
  13. Ausbildung Notfallsanitäter*innen: Die ausbildungsbezogene Eingruppierung wird um drei Jahre verlängert werden.
     
  14. Beschäftigungssicherung Rettungsassistent*innen: Ab dem 1. Januar 2024 werden Rettungsassistent*innen nicht zurückgruppiert. Sie erhalten zusätzlich eine Entgeltsicherung, nehmen jedoch vorübergehend nur zu 60 % an Tabellensteigerungen teil.
     
  15. Neue Zulagen und Zulagenerhöhungen: Es wird ab 1. Januar 2024 neue Zulagen für Compliance-Koordinatoren, Arzneimittelbeauftragte im Rettungsdienst, den Windenoperator, der Tätigkeit im bodengebundenen Intensivtransport und der “Leading-Nurse” in der Pflege geben. Teilweise werden bestehende Zulagenwerte erhöht.
     
  16. Pflegezulage: Ab dem 1. Januar 2024 wird der Anwendungsbereich der Pflegezulage ausgeweitet, ab dem 1. Januar 2025 wird der Anwendungsbereich der Pflegezulage auch auf die ambulante Pflege ausgeweitet und auf 120 € erhöht.
     
  17. Mobile Reserve: Notfallsanitäter*innen können künftig freiwillig zu Arbeitseinsätzen in anderen BRK-Kreisverbänden zur Verfügung stehen und erhalten in diesem Fall 50 € Zulage pro Schicht.
     
  18. Arbeitszeitverkürzung: Die Tarifvertragsparteien schließen eine Verhandlungs-vereinbarung zur perspektivischen Verkürzung der 45-Wochenstunden im Rettungsdienst.

Diese Punkte stehen nicht für sich allein, sondern bilden ein Gesamtpaket, weshalb zu allen Teilaspekten die Zustimmung der jeweiligen Großen Tarifkommissionen und weiterer Gremien notwendig ist.

Alle Maßnahmen sind mit erheblichen finanziellen Auswirkungen für das BRK verbunden. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein weiterhin modernes, attraktives, zukunfts- und krisensicheres Arbeitsumfeld, das dem Wohl der von uns betreuten Menschen dient, zu gewährleisten. In diesem gemeinsamen Verständnis fanden auch die gestrigen, mehr als zwölfstündigen und intensiven Tarifverhandlungen statt.

Eine Herausforderung wird auch in Zukunft sein, das, was wir für unsere Mitarbeitenden erreichen, auch im Rahmen der Kostenträgerverhandlungen zu finanzieren.

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news-1179 Sat, 30 Dec 2023 15:04:25 +0100 Tipps für ein sicheres Silvester https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/tipps-fuer-ein-sicheres-silvester.html Die Silvesternacht ist für die meisten Menschen ein ganz besonderes Erlebnis. Ausgelassen wird gefeiert - manchmal allerdings mit schwerwiegenden Folgen wie Handverletzungen, abgerissenen Fingern, Augenverletzungen oder Schädelverletzungen. „Leider führt der leichtsinnige Umgang mit Böllern jedes Jahr zu schweren Verletzungen“, weiß BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier als aktiver Notarzt. „Auch in Feierlaune sollten einige Regeln unbedingt beachtet werden, um unbeschwert ins neue Jahr zu starten.“

Fünf Erste-Hilfe-Tipps für Silvester

Verbrennungen

Leichte Verbrennungen, die nicht größer als die Handfläche sind, sollten kurz mit Leitungswasser gekühlt werden. BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier: „Größere Verbrennungen sollten nicht gekühlt werden. Sie sind ein Fall für den Rettungsdienst bzw. die Notaufnahme“.

Handverletzungen

Größere Wunden müssen sofort steril abgedeckt werden. Bei größerem Blutverlust Notruf 112 wählen. Bei abgerissenen Fingern oder Fingerteilen versuchen, diese zu bergen, kühl zu lagern und dem Rettungsdienst zu übergeben.

Augenverletzungen

Typische Augenverletzungen an Silvester sind Verletzungen durch eingedrungene Fremdkörper und Verbrennungen. BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier: „In beiden Fällen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bei Augenverletzungen immer beide Augen verbinden, damit das verletzte Auge nicht mehr bewegt werden kann.“

Alkoholvergiftung

Übermäßiger oder ungewohnter Alkoholkonsum kann zu einer Vergiftung mit lebensbedrohlichen Folgen führen. Ein leichter Rausch ist noch kein Notfall. Bricht jemand nach übermäßigem Alkoholkonsum zusammen, muss das unbedingt ernst genommen werden. „Sofort Atmung und Puls überprüfen“, rät BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier. „Bleibt die Person auch nach wiederholten Ansprechversuchen bewusstlos, unbedingt den Notruf 112 alarmieren. Es besteht die Gefahr, dass die bewusstlose Person erbricht und sich die Atemwege verschließen. Deshalb den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen und möglichst warm halten.“

In einer kalten Silvesternacht im Freien sind diese Maßnahmen wegen der drohenden Unterkühlung lebensrettend.

Abgerissene Finger

Auch abgerissene Finger sind an Silvester keine Seltenheit. BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier erklärt den richtigen Umgang mit einem Amputat: „Wickeln Sie den abgerissenen Finger zunächst in ein möglichst keimfreies Tuch. Das kann zur Not auch ein frisch gewaschenes Stofftuch sein. Dann in einen Plastikbeutel stecken.“

Der Landesarzt weiter: „Diesen Beutel in einen zweiten Plastikbeutel geben - und diesen mit Wasser und Eis füllen. Das Amputat sollte unter der Wasseroberfläche sein - aber nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Dann auf dem schnellsten Weg in die Notaufnahme. Dann besteht die Chance, den Finger zu retten."

Drei Sicherheitstipps für Silvester:

Jedes Jahr zu Silvester herrscht in den Notaufnahmen Hochbetrieb. Schwere Verbrennungen, Augenverletzungen, Alkoholvergiftungen und Unterkühlungen sind an der Tagesordnung. Auch abgerissene Finger kommen vor. Das Bayerische Rote Kreuz gibt Tipps zur Vermeidung von Silvesterunfällen und -notfällen.

Mit Feuerwerk verantwortungsvoll umgehen

Nur zugelassene Feuerwerkskörper verwenden und vor dem Abbrennen unbedingt die Gebrauchsanweisung des Herstellers lesen. Kinder dürfen grundsätzlich keine Feuerwerkskörper in die Hände bekommen und Jugendliche unter 18 Jahren müssen ausführlich über den Umgang mit Feuerwerkskörpern informiert werden. Feuerwerkskörper sollten ausschließlich dort gezündet werden, wo dies auch zulässig ist.

Blindgänger dürfen niemals erneut angezündet werden. „In jedem Fall ist beim Zünden ein ausreichender Abstand einzuhalten“, betont BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier. „Es liegt in der Verantwortung der zündenden Person, auch auf umstehende Personen zu achten und die Einhaltung der Sicherheitsabstände zu gewährleisten, um niemanden zu gefährden.“

Kommt es dennoch zu Verletzungen, ist schnelles Reagieren wichtig.

Außerdem sollten die Straßen für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge freigehalten werden. Ist ein Blaulicht zu sehen oder ein Martinshorn zu hören, sollten die Straßen schnell geräumt werden. Dabei sollten Glasflaschen und andere Hindernisse (z.B. Feuerwerksbatterien) entfernt werden. Grundsätzlich sollten Böller oder Raketen nicht auf Fahrzeuge oder Personen gerichtet werden. „Das gilt auch dann, wenn ein Rettungs- oder Einsatzfahrzeug blau blinkend vorbeifährt und es besonders ‚lustig‘ erscheinen mag, genau in diesem Moment einen Böller auf die Straße zu werfen“, sagt Landesarzt Dr. Florian Meier. „Das ist nicht nur unvernünftig, sondern auch sehr gefährlich.“

Alkoholvergiftungen verhindern – Jugendliche aufklären

BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier: „Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen haben in den letzten Jahren nachweislich zugenommen. Das hat schlimme Folgen, denn betrunkene Jugendliche können schnell Opfer sexueller Übergriffe oder in Gewalttätigkeiten verwickelt werden. Außerdem verletzen sie sich häufiger, weil sie im Rausch die Gefahr von Knallkörpern nicht mehr richtig einschätzen können. Und nicht zuletzt kann es schnell zu lebensgefährlichen Unterkühlungen kommen, wenn sie die Kontrolle verlieren und auf der Straße liegen bleiben."

Eltern sollten ihre heranwachsenden Kinder zumindest über die Risiken aufklären.

Kinder schützen

Kinder sind besonders gefährdet – auf sie wirken herumliegende Knallkörper geradezu magisch anziehend. Gleichzeitig können sie die Gefahren nicht einschätzen. BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier: „Böller gehören nicht in Kinderhände. Eltern sollten Kinder gut über die Gefahren von Feuerwerkskörpern aufklären - und sie nie unbeaufsichtigt damit hantieren lassen.“

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news-1178 Fri, 29 Dec 2023 09:36:01 +0100 Leuchtturmprojekt in der Pflege – was ist im ersten Jahr passiert? https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/leuchtturmprojekt-in-der-pflege-was-ist-im-ersten-jahr-passiert.html Das Bayerische Rote Kreuz startete im November 2022 mit dem Projekt „§ 113c SGB XI PeBeM im BRK“, gefördert durch die Glücksspirale, ein innovatives Vorhaben, das als Leuchtturmprojekt im Bereich der Pflege und Betreuung älterer Menschen hervorsticht. Seit dem 1. November 2022 wird dieses Projekt in der BRK-Landesgeschäftsstelle innerhalb der Abteilung Senioren & Pflege betreut. Das Hauptziel des Projekts ist es, ausgewählte Einrichtungen bei der Implementierung der neuen Personalbemessungsverfahren nach § 113c SGB XI zu unterstützen. Diese Neuerung bringt wesentliche Veränderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf die Organisation des Pflegepersonals und die Pflegeprozesse. Kernpunkt ist die Aufhebung der bisherigen Fachkraftquote und eine verstärkte Fokussierung auf die Pflegegrade der Bewohnerinnen und Bewohner. Dieser Ansatz ermöglicht eine kompetentere Verteilung und Nutzung der Pflegekräfte, indem deren Qualifikationen und Kompetenzen stärker berücksichtigt werden. Dadurch soll die Pflegequalität deutlich verbessert werden, insbesondere bei Bewohnern mit höheren Pflegegraden, wo der Bedarf an qualifizierter Pflege und Betreuung besonders hoch ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Regensburg, welche als externes Fortbildungs- und Beratungsinstitut fungiert. Durch diese Kooperation werden nicht nur die notwendigen organisatorischen und personellen Entwicklungsmaßnahmen unterstützt, sondern auch eine nachhaltige Qualitätssteigerung in der Pflege und Betreuung angestrebt.

Das Projekt „§ 113c SGB XI PeBeM im BRK“ stellt somit einen wegweisenden Schritt in Richtung einer qualitativ hochwertigen, an individuellen Bedürfnissen orientierten Pflege dar und unterstreicht das Engagement und die Innovationskraft des Bayerischen Roten Kreuzes in diesem entscheidenden gesellschaftlichen Bereich.

Im ersten Projektjahr ist viel passiert. Insgesamt 10 Einrichtungen wurden ausgewählt, die daran teilnehmen und sich somit tiefgreifenden Veränderungen stellen. Beteiligt sind Einrichtungen aus dem ganzen Freistaat von Füssen bis Bayreuth. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden allen BRK-Einrichtungen zur Verfügung gestellt. 

Im ersten Projektjahr und damit in der ersten Projektphase stand die Zusammenarbeit mit Projektmanagerin Nelleke Jakob sowie diverse Auftaktveranstaltungen auf dem Programm. Im Sommer folgten Sensibilisierungsworkshops in den Einrichtungen sowie Workshops zur Hinführung zum Projekt für die Leitungskräfte, um diese bestmöglich auf die kommenden zwei Jahre vorzubereiten. Laufend finden Coachings, Treffen und Schulungen statt. Außerdem werden Pflegefachkräfte zu sogenannten „Care Koordinator*innen“ geschult. Die Weiterbildung zur*zum Care Koordinator*in hat die Katholische Akademie Regensburg konzipiert. Die Pflegefachkräfte werden in dieser Weiterbildung befähigt den Pflegeprozess zu steuern, damit die Versorgung der Bewohner*innen im Pflegealltag noch klarer gestaltet werden kann.  Ferner fand ein Vernetzungstreffen des Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention mit anderen Trägern, wie der AWO und der Caritas statt, denn das Projekt betrifft die stationäre Langzeitpflege im Allgemeinen.

In den folgenden beiden Projektjahren 2024 und 2025 soll es um die konkrete Umsetzung und die Evaluation bzw. die Multiplikation der Erkenntnisse gehen.

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news-1176 Mon, 25 Dec 2023 09:00:00 +0100 Weihnachtsansprache von Präsidentin Angelika Schorer https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/weihnachtsansprache-von-praesidentin-angelika-schorer.html BRK-Präsidentin Angelika Schorer blickt zurück auf ein turbulentes Jahr und blickt zuversichtlich auf ein bevorstehendes Jahr der Veränderungen. Die Weihnachtsansprache von Präsidentin Angelika Schorer wurde am 1. Weihnachtsfeiertag, den 25.12.2023, veröffentlicht. Die Ansprache im Wortlaut:

"Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ehren- und Hauptamt,
liebe Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler,
sehr geehrte Damen und Herren,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und wieder halten wir kurz inne, um 2023 Revue passieren zu lassen und gleichzeitig auch den Blick nach vorne auf 2024 zu richten.

Zuletzt hat die Landesversammlung Ende November die Weichen für unsere Organisation neu gestellt. Nach konstruktiven Diskussionen – für die ich mich an dieser Stelle bei allen Delegierten bedanken möchte – wurden Anträge zur Erhöhung der Verbandsumlage, zur Etablierung eines Konventionsbeauftragten und zur Organisationsentwicklung beschlossen. Damit können wir neue Wege gehen und unser BRK gemeinsam fit machen für die Zukunft. Wir haben viel vor und wollen viel bewegen, anpacken und verändern. Veränderungen sind oft auch mit Ängsten verbunden - aber ich bin mir sicher, dass sie maßgeblich sind für eine erfolgreiche Zukunft des BRK.

Näher dran waren wir auch bei vielen Veranstaltungen, die endlich wieder in Präsenz stattfanden, wie der Starttag Ausbildung oder die landesweite Tagung der Leiter Rettungsdienst. Auch beim Festakt der Wasserwacht kamen wir zusammen und feierten 140 Jahre Wasserwacht Deutschland am Gründungsort in Regensburg.

Bei allen Fortschritten gibt es aber auch Themen mit Nachholbedarf. Wir setzen uns für eine Stärkung des Ehrenamts ein. Mit Steuervergünstigungen wären echte und spürbare Maßnahmen möglich.

Die Gleichstellung aller Helferinnen und Helfer bei der Freistellung für Übungen und die Ausbildung ist ein wichtiges Zukunftsthema und muss zeitnah angepackt und umgesetzt werden.

Das sind bei weitem nicht alle Maßnahmen, die unserer Meinung nach im Fokus stehen sollten. Mit unserem Katalog „Bayern - sozialer, besser, stärker“ zeigten und zeigen wir weiterhin auf, welche Maßnahmen dazu beitragen können dieses Motto mit Leben zu füllen.

Außerhalb Bayerns und Deutschlands war auch 2023 ein Jahr, das von Krisen geprägt war. Wir befinden uns in einer Dauerspirale an Krisen. Das zermürbt uns alle. Das ermüdet. Das lässt manchmal Zweifel am Guten aufkommen.

Die Krise in der Ukraine dauert weiter an, Erdbeben erschütterten Marokko, Syrien, die Türkei und Afghanistan, und zuletzt hat uns der Gewaltausbruch in Israel und den Palästinensischen Gebieten erschüttert.

Das Rote Kreuz ist zur Stelle und geht hier seinen ureigensten Aufgabe nach: Hilfe nach dem Maß der Not.

Gleichzeitig wünsche ich mir jedoch, dass wir seltener zur Stelle sein müssen, dass die Krisen weniger werden. Die Hoffnung auf das Gute darf uns nie verloren gehen.

2023 - Was für ein Jahr: wir haben viel erreicht und es steht noch einiges auf der Agenda. Denn unser aller Wirken für das Rote Kreuz macht einen echten Unterschied in der Gesellschaft. Nun heißt es aber auch einmal innehalten.

Weihnachten heißt Besinnlichkeit, zur Ruhe kommen. Ich weiß, Sie sind alle voller Tatendrang und vom Helfer-Syndrom geprägt. Dennoch kann man nicht aus einem leeren Becher schöpfen. Füllen Sie Ihre Reserven auf, kommen Sie zur Ruhe, um dann wieder mit vollem Elan durchzustarten im neuen Jahr.

Ob nun Weihnachten ist oder nicht: Sie teilen Essen bei den Tafeln aus, schenken pflegebedürftigen Personen ein Lächeln, oder geben Patienten im Rettungswagen Sicherheit und Hilfe.

Das Wichtigste und Schönste, das man geben kann, ist Zeit. Zeit für Kolleginnen und Kollegen, für Kameradinnen und Kameraden, für unsere Mitmenschen. Zeit ist, was uns wirklich reicher macht. Zeit kann man nicht kaufen und Menschlichkeit schon erst recht nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie sich Ihre Menschlichkeit bewahren. Nicht nur für uns als Rotes Kreuz und Ihre Tätigkeit bei uns, sondern auch für sich selbst und die Menschen, die ihnen lieb sind.

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“, sagt man. Und genauso verhält es sich mit der Menschlichkeit. Wir bekommen das zurück, was wir in unseren Verband oder in die Welt tragen. Sie sind dabei Multiplikatoren der Menschlichkeit und darauf können Sie sehr stolz sein. Sie, liebe Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler, tragen unsere Werte in die Gesellschaft und machen unsere Welt damit zu einem besseren Ort. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

Ich wünsche Ihnen eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und viele schöne Stunden im Kreise Ihrer Lieben, Freunde und auch Kolleginnen und Kollegen.

Allen diensthabenden Kolleginnen und Kollegen spreche ich an dieser Stelle meinen Dank aus, dass sie auch an den Feiertagen für uns da sind. Sie sind – wie ich schon im letzten Jahr sagte – Jahr für Jahr mein ganz besonderes Weihnachtswunder!"

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news-1175 Fri, 22 Dec 2023 10:24:42 +0100 Armin Petermann wird stellvertretender Landesgeschäftsführer https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/armin-petermann-wird-stellvertretender-landesgeschaeftsfuehrer.html Armin Petermann wird ab 1. Januar 2024 die Position des stellvertretenden Landesgeschäftsführers übernehmen, eine Stelle, die seit der Ernennung von Dr. Elke Frank zur Landesgeschäftsführerin im Januar 2023 vakant war. Armin Petermann wurde in einem extern begleiteten Bewerbungsverfahren einstimmig ausgewählt und von der Präsidentin im Einvernehmen mit dem Landesvorstand zum stellvertretenden Landesgeschäftsführer bestellt.

Armin Petermann (41) ist Diplom-Kaufmann mit dem Schwerpunkt Krankenhausmanagement und hat einen Master in Gesundheitsmanagement. Der gebürtige Allgäuer hatte mehrere Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen inne und bringt umfangreiche Erfahrungen aus dem Bayerischen Roten Kreuz sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen mit. Beim Bayerischen Roten Kreuz begann er im Jahr 2005 als Assistent der Geschäftsführung beim Blutspendedienst des BRK, wo er 2006 die Leitung der Internen Revision übernahm. Im Jahr 2008 wechselte er in die BRK-Landesgeschäftsstelle als Leiter des Präsidial- und Landesgeschäftsführungsbüros, wo er sich vor allem um Strategie, Gremienarbeit sowie Qualitäts- und Projektmanagement kümmerte. Diese verantwortungsvolle Position hatte er bis Dezember 2020 inne.

Mit Herrn Petermann gewinnt das Bayerische Rote Kreuz einen führungsstarken stellvertretenden Landesgeschäftsführer, der die Interessen des Bayerischen Roten Kreuzes hervorragend vertreten wird.

Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes

Seit 2021 war Herr Petermann als Prokurist und Key Account Manager bundesweit für das Deutsche Rote Kreuz sowie für Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände bei der Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH in Hamburg verantwortlich, wo er 2022 in die Geschäftsleitung aufstieg und seit Januar 2023 als Geschäftsführer für Krankenhäuser, Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen tätig gewesen war.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank: „Mit Herrn Petermann gewinnt das Bayerische Rote Kreuz einen führungsstarken stellvertretenden Landesgeschäftsführer, der die Interessen des Bayerischen Roten Kreuzes hervorragend vertreten wird. Ich freue mich besonders, dass die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Angelika Schorer, meiner Empfehlung gefolgt ist und Herrn Petermann im Einvernehmen mit dem Landesvorstand zum stellvertretenden Landesgeschäftsführer bestellt hat. Dieser Schritt trägt wesentlich zur Stabilität in der Landesgeschäftsstelle bei und komplettiert nun nach genau einem Jahr Vakanz die Landesgeschäftsführung.“

Armin Petermann, der ab 1. Januar 2024 die stellvertretende Landesgeschäftsführung übernehmen wird, fügte hinzu: „Ich freue mich sehr, zum Bayerischen Roten Kreuz zurückzukehren und die Landesgeschäftsführung des Bayerischen Roten Kreuzes in dieser spannenden Phase erweitern zu dürfen. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und die Möglichkeit, gemeinsam mit Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank, die erfolgreiche Arbeit dieser beeindruckenden Organisation weiter voranzutreiben. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den leidenschaftlichen Ehren- und Hauptamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes.“

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news-1174 Wed, 20 Dec 2023 12:55:00 +0100 Steigende Bedürftigkeit alarmierend: Tafeln an Belastungsgrenzen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/steigende-beduerftigkeit-alarmierend-tafeln-an-belastungsgrenzen.html Am heutigen 20. Dezember besuchte Sozialministerin Ulrike Scharf gemeinsam mit BRK-Präsidentin Angelika Schorer,den beiden Landesbeauftragten der Wohlfahrts- und Sozialarbeit im Bayerischen Roten Kreuzes, Gertrud Friess-Ott und Bernhard Peterke und dem Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Dachau, Bernhard Seidenath, die Tafel des BRK-Kreisverbandes Dachau. Gerade in der Vorweihnachtszeit, die neben Ruhe und Besinnlichkeit auch von Kommerz und Kaufrausch geprägt ist, ist es wichtig, den Blick auch auf diejenigen zu richten, die Unterstützung benötigen.

Das Bayerische Rote Kreuz betreibt im Freistaat mehrere Tafeln, die alle der jüngsten Gemeinschaft des BRK, der „Wohlfahrts- und Sozialarbeit“ (WuS), zuzuordnen sind. Sie wurde vor zehn Jahren gegründet und widmet sich unter anderem den Themen Armut und Bedürftigkeit. Mit ihrem sozialen Engagement helfen die vielen tausend Ehrenamtlichen der Wohlfahrts- und Sozialarbeit nicht nur anderen, sie entwickeln sich auch persönlich weiter und prägen das gesellschaftliche Klima, indem sie Verantwortung übernehmen.

Ein Ort, an dem dies geschieht, sind die Tafeln. Sie werden fast ausschließlich ehrenamtlich betrieben.

Der große und weiter steigende Andrang, den die Tafeln in den letzten Monaten erlebt haben, lässt allerdings aufhorchen und ist alarmierend. Diese Einrichtungen sind für viele Menschen in unserer Gesellschaft eine große Hilfe, stoßen aber zunehmend an ihre Belastungsgrenzen.

, betont BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Egal ob Arbeitssuchende, Alleinerziehende, Rentner*innen oder Geflüchtete - sie alle finden bei der Tafel Lebensmittel und sichern damit ihre Existenz. Die Tafeln sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen. Immer mehr Menschen sind auf diese Unterstützung angewiesen.

Die Geldspenden gehen zurück und auch die Lebensmittelspenden nehmen in Quantität und Qualität deutlich ab. Zwar ist die Situation in der Dachauer Tafel erfreulicherweise deutlich besser, was nicht zuletzt auch auf den intensiven Einsatz der Tafelleitung zurückzuführen ist, jedoch ist insgesamt ein Rückgang festzustellen. Gleichzeitig wirkt sich die gesamtgesellschaftliche Situation auf die Bedürftigkeit der Menschen aus und wir sehen täglich, wie die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht. Fakt ist, dass Armut in Deutschland auch eine Frage des Alters und des Geschlechts ist: Auffallend viele Frauen im Rentenalter sind entweder armutsgefährdet oder leben in Armut

, betont Gertrud Friess-Ott, Landesbeauftragte der BRK-Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Die Zahl der Anspruchsberechtigten in den Tafeln steigt seit Jahren. Armut ist in Deutschland ein oft tabuisiertes Thema, das mit viel Scham verbunden wird. Dabei ist Armut in der Mitte unserer Gesellschaft sichtbar und sollte jeden von uns betreffen und ehrlicherweise auch betroffen machen

, ergänzt Bernhard Peterke, Landesbeauftragter der BRK-Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer fügte an:

Nachhaltigkeitskonzepte von Supermärkten zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung sind natürlich zu begrüßen, haben aber auch Auswirkungen auf die Tafeln in Bayern - in Form von weniger Lebensmittelspenden.

Es wird immer deutlicher, dass die Tafeln an ihre Grenzen stoßen. Im Jahr 2022 waren nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus insgesamt 20,9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. In der Vorweihnachtszeit, aber auch das ganze Jahr über, sollten aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes nicht nur Geschenke im Vordergrund stehen, sondern auch Spenden - sei es in Form von Zeit im Rahmen eines Ehrenamtes oder Geld zur Unterstützung von wohltätigen Projekten wie den Tafeln.

Schorer bekräftigte:

Auch in einem reichen Land wie Deutschland gibt es Menschen, die in Armut leben und es werden täglich mehr. Solidarität und Zusammenhalt sind gerade in der Weihnachtszeit wichtiger denn je.

Anlässlich des heutigen Besuchs von Staatsministerin Ulrike Scharf, BRK-Präsidentin Angelika Schorer und den beiden Landesbeauftragten der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Gertrud Friess-Ott und Bernhard Peterke, sagte der Vorsitzende des Kreisverbandes Dachau, Bernhard Seidenath:

Für die Wertschätzung der Arbeit der Dachauer Tafel, die durch den heutigen hochkarätigen Besuch zum Ausdruck kommt, bin ich überaus dankbar. Das ist eine hohe Anerkennung für die - rein ehrenamtliche - Arbeit von Edda Drittenpreis, Albert Solleder und ihrem gesamten Dachauer Tafel-Team! Dieses Team ist eine große Familie, gemeinsam wird hier in der Brunngartenstraße ein wichtiger Akzent gegen unsere Wegwerfgesellschaft gesetzt. Und vor allem wird hier Bedürftigen menschlich und effektiv geholfen. Deshalb ist die Dachauer Tafel auch ein Kernstück des Leistungsangebots des BRK-Kreisverbandes Dachau.

Wer sich ehrenamtlich in der Gemeinschaft „Wohlfahrts- und Sozialarbeit“ engagieren möchte, kann sich an den BRK-Kreisverband vor Ort wenden (www.brk.de/ehrenamt) und sich in vielfältiger Weise einbringen.

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news-1173 Tue, 19 Dec 2023 07:10:00 +0100 Brand eines 9-stöckigen Wohnhauses in Mindelheim, Landkreis Unterallgäu https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brand-eines-9-stoeckigen-wohnhauses-in-mindelheim-landkreis-unterallgaeu.html Ein größerer Brand in Mindelheim im Landkreis Unterallgäu forderte heute Nacht die Einsatzkräfte der Blaulichtfamilie. Gegen 0:50 Uhr gingen bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller des Bayerischen Roten Kreuzes über den Notruf 112 mehrere Meldungen über einen Brand in einem 9-stöckigen Gebäude ein. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich der Vollbrand einer Wohnung im 6. OG.

Insgesamt sind in diesem Gebäude 67 Personen gemeldet, von denen sich ein Großteil zu diesem Zeitpunkt auch im Gebäude aufhielt.


Seitens der Integrierten Leitstelle wurden die Einsatzstichworte Brand Hochhaus (B4) und Massenanfall von 10-15 Verletzten ausgelöst und die Integrierte Leitstelle mit freiem hauptamtlichen Personal personell verstärkt. Insgesamt waren alle 7 Einsatzleitplätze + 6 Sonderabrufplätze (Maximum) besetzt. Um 02:30 Uhr war das Gebäude vollständig geräumt, insgesamt wurden 40 Personen durch den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz gesichtet und bisher 6 Personen in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Einsatzende an der Einsatzstelle war um 06:30 Uhr, das betroffene Gebäude ist durch den Löscheinsatz unbewohnbar und wurde durch die Feuerwehr versiegelt.

Derzeit werden noch 22 Betroffene durch das BRK Mindelheim im örtlichen BRK-Haus betreut. Notwendige Medikamente und persönliche Gegenstände konnten durch die Feuerwehr den Betroffenen zugebracht werden. Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist ebenfalls im BRK-Haus vor Ort, um die Betreuung zu unterstützen und bei der Verarbeitung des Erlebten zu helfen. Das BRK Unterallgäu steht in Kontakt mit der Stadt Mindelheim, um den Menschen eine vorübergehende Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

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news-1172 Fri, 15 Dec 2023 13:41:19 +0100 #MehrAlsPflicht: Hilfsorganisationen führen Ehrenamtskampagne fort https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/mehralspflicht-hilfsorganisationen-fuehren-ehrenamtskampagne-fort.html Gemeinsam mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann haben die bayerischen Hilfsorganisationen heute in Erlangen neue Kampagnenmotive der Ehrenamts-Kampagne #MehrAlsPflicht vorgestellt. In Dezember 2022 war die Kampagne gestartet und wird mit ein Jahr später mit neuen Motiven fortgesetzt. Die Kampagne #MehrAlsPflicht steht ganz unter dem Zeichen des Ehrenamts und soll Menschen dazu animieren sich einzubringen, zu engagieren und eben mehr als ihre Pflicht in der Gesellschaft zu tun. Sie ist eine Initiative des „Helfernetz Bayern“, der Nachwuchskampagne der Hilfsorganisationen im Freistaat, die vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, gefördert wird. Auf über 400 digitalen Werbeflächen und Video-Werbeflächen im ganzen Freistaat werden die Motive zu sehen sein und mehr als 14 Millionen Menschen im Freistaat Bayern erreichen.

Unter www.helfernetz.bayern können Interessierte den nächsten Standort einer Hilfsorganisation finden und Kontakt aufnehmen.

Dr. Elke Frank, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz und BRK-Landesgeschäftsführerin, betonte:

Es sind die Ehrenamtlichen, die gestrandete Reisende jüngst beispielsweise im Schneechaos betreuten und verpflegten. Sie helfen uns in der Not, sie stehen uns aber auch bei ganz alltäglichen Dingen bei, zum Beispiel als Erste-Hilfe-Ausbilder, als Rettungsschwimmer, bei unzähligen Sanitätsdiensten oder in den Tafeln. Von diesen Menschen brauchen wir noch viele mehr. Sich einzubringen und eben mehr zu tun, als es die Pflicht eines Einzelnen ist, macht das Ehrenamt aus.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann:

Mir ist es ein Herzensanliegen, dass dieses erfolgreiche Projekt des Helfernetzes Bayern fortgeführt wird. Bayern ist Ehrenamtsland und das soll auch so bleiben! Die Kampagne will vor allem junge Menschen für das Ehrenamt begeistern, denn unsere Gesellschaft lebt vom uneigennützigen, ehrenamtlichen Dienst. Mehr denn je brauchen wir engagierte Menschen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement zum Zusammenhalt in der Gesellschaft beitragen und auf die in auch unter widrigen Bedingungen immer Verlass ist.

Die Kampagne startete am Montag, den 11.12.2023, mit den neuen Kampagnenmotiven und wird circa 10 Tage auf über 400 Werbeflächen im Freistaat Bayern zu sehen sein. Abgebildet sind echte Helferinnen und Helfer der bayerischen Hilfsorganisationen, die sich für die Beteiligung an der Kampagne bereiterklärt haben. Einige von ihnen waren bei der Vorstellung der neuen Motive am heutigen Freitag in Erlangen mit dabei.

Neben den Werbeflächen, die der Werbepartner „STRÖER“ stark rabattiert zur Verfügung stellt, wird die Kampagne noch bis Ende des ersten Quartals als Werbeanzeigen in den gängigen sozialen Medien geschaltet.

Über das Helfernetz Bayern:

Das Helfernetz Bayern ist die Nachwuchskampagne der sieben Hilfs- und Einsatzorganisationen in Bayern, die sich im Bevölkerungsschutz engagieren: ASB, BRK, DLRG, JUH, MHD, MHW und THW. Wir suchen die engagierten Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz von morgen, um auch weiterhin genauso leistungsfähig und gut ausgebildet zu bleiben wie heute.

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news-1171 Wed, 13 Dec 2023 11:45:09 +0100 Pressemitteilung von StMGP und BRK: Gerlach und Bayerisches Rotes Kreuz wollen gemeinsam Digitalisierung in der Pflege vorantreiben und Bürokratie abbauen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/pressemitteilung-von-stmgp-und-brk-gerlach-und-bayerisches-rotes-kreuz-wollen-gemeinsam-digitalisierung-in-der-pflege-vorantreiben-und-buerokratie-abbauen.html Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) und Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach wollen gemeinsam die Digitalisierung in der Pflege vorantreiben und unnötige Bürokratie abbauen. Gerlach betonte am Mittwoch in München anlässlich eines Treffens mit der BRK-Präsidentin Angelika Schorer und der BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank:

Die Pflege ist der Inbegriff von Menschlichkeit. Es darf deshalb nicht sein, dass die Pflegekräfte, die täglich so wertvolle Arbeit leisten, einen Großteil davon mit bürokratischen Dokumentationspflichten verschwenden.

Die Ministerin ergänzte:

Wir wollen deshalb die Bürokratie für unsere Pflegekräfte deutlich abbauen. Wir sind hierbei in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Pflege und auch dem Bayerischen Roten Kreuz. So haben wir das Landesamt für Pflege beauftragt, das Ziel einer schlanken Pflegedokumentation in der Langzeitpflege fachlich zu begleiten. Es hat deshalb in diesem Jahr Besuche in Pflegeeinrichtungen durchgeführt, um überbordende Anforderungen an die Pflegedokumentation zu identifizieren – und direkt die Erfahrungen der Pflegekräfte zu sammeln.

Gerlach erklärte:

Diese wichtigen Rückmeldungen werten wir gerade aus. Zudem bringen wir gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz in einer Pflegeeinrichtung in Buxheim ein Modellprojekt auf den Weg. Hierzu wird es im Januar ein Gespräch mit der Pflegeeinrichtung und dem Bayerischen Roten Kreuz geben, auch hier werden wir das Thema Bürokratieabbau in den Vordergrund stellen.

Die Präsidentin des BRK, Angelika Schorer, betonte:

Wir erkennen an, dass es in der Pflege – auch zum Schutz der Mitarbeitenden – die Notwendigkeit an Dokumentationen gibt. Uns ist es ein Anliegen, alle Dokumentationsaufwände kritisch zu hinterfragen, auf den Prüfstand zu stellen und an den Stellen, wo es sinnvoll ist, zu entschlacken. Zudem begrüßen wir die im Koalitionsvertrag vorgesehene enge Verzahnung von Medizinischem Dienst und Heimaufsicht zur Vermeidung von Doppelstrukturen.

Schorer fügte hinzu:

Denn klar ist: Pflegende wollen pflegen und sich nicht mit überbordender Administration beschäftigen. Hier brauchen wir wieder eine gesunde Balance zwischen der notwendigen Dokumentation - wie zum Beispiel der Anamnese - und der eigentlichen Pflegetätigkeit. Der Großteil der Arbeitszeit muss wieder der Pflege gewidmet werden können.

Gerlach unterstrich:

Auch das Thema Digitalisierung in der Pflege treiben wir voran. Darin liegen riesige Chancen. So kann uns Digitalisierung ebenfalls helfen, den zeitlichen Aufwand für Verwaltungsaufgaben der Pflegekräfte zu reduzieren. Damit haben sie mehr Zeit für ihre eigentliche Tätigkeit – nämlich der Pflege und der menschlichen Zuwendung. Zudem hat die Robotik das Potenzial, künftig Pflegekräfte bei vielen der alltäglichen Aufgaben entlasten zu können.

Gerlach erläuterte:

Wir haben ein Kompetenzzentrum ‚PFLEGE DIGITAL‘ beim Landesamt für Pflege initiiert, um die Digitalisierung gemeinsam mit den Akteuren der Langzeitpflege sowie Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft weiter voranzubringen. Es geht darum, die Digitalisierung in der Pflege zu gestalten und erlebbar zu machen. Vorrangige Aufgabe des Kompetenzzentrums wird zunächst sein, die bayerischen Pflegeeinrichtungen dabei zu unterstützen, sich fristgerecht zum 01.07.2025 an die Telematikinfrastruktur (TI) anzubinden.

Gerlach fügte hinzu:

Dabei ist klar: Technik kann den Menschen in der Pflege nicht ersetzten - aber sie kann helfen, dass Pflegekräfte wieder mehr Zeit für die persönliche Betreuung haben. Genau das wünschen sich die Menschen in der Pflege, und zwar sowohl die Pflegekräfte als auch die Pflegebedürftigen.

Die Landesgeschäftsführerin des BRK, Dr. Elke Frank, ergänzte:

Die Digitalisierung hält noch nicht in dem Maße Einzug in die Arbeitsabläufe der professionellen Pflege, wie es notwendig und sinnvoll wäre. Das BRK erkennt die Dokumentation in der Pflege als wichtiges Modul der berufs- und schichtübergreifenden Kommunikation an. Neue Möglichkeiten wie künstliche oder erweiterte Intelligenz erhalten jedoch noch nicht die notwendige politische Priorität. Die Initiativen, die Frau Staatsministerin Gerlach im Bereich der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen angestoßen hat, wünschen wir uns in abgewandelter Form auch für den Gesundheitsbereich. Dabei geht es gewiss nicht darum, die Pflegekraft obsolet zu machen – sondern sie für die eigentliche, menschennahe pflegerische Tätigkeit verfügbarer zu machen.

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news-1170 Mon, 11 Dec 2023 16:48:34 +0100 Innovation im BRK: Jahresrückblick 2023 https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/innovation-im-brk-jahresrueckblick-2023.html Seit nun einem Jahr arbeiten wir in der BRK Landesgeschäftsstelle verstärkt daran, Innovationen und Innovationsfähigkeit in der Wohlfahrtsarbeit des BRK zu fördern, um uns als Verband weiterhin stark für die Zukunft aufzustellen. Welche Angebote haben wir geschaffen und wie könnt ihr weiterhin profitieren? Diese Fragen beantworten wir in unserem Jahresbericht. Gefördert über Mittel der Glücksspirale starteten wir im November 2022 mit unserem Projekt, angesiedelt in der Abteilung Soziale Arbeit und Innovation.
Für die ersten 12 Monate definierten wir folgende Ziele:

  • Förderung von Wissenstransfer und gezielte Vernetzung von Innovationsbegeisterten im Verband
  • Identifikation von Potenzialen technischer und sozialer Innovationen für die Anwendungsfelder der Wohlfahrtspflege
  • Stärkung von Kooperation und Wissenstransfer im Kontext sozialer und technischer Innovation
  • Schaffung von Räumen für Innovation und Testen neuer Arbeitsweisen und -methoden

Beim ersten BRK Innovationstag drehte sich einen Tag lang alles um innovative Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen und verbandsübergreifenden Austausch. So stellten Impulsgeber*innen aus dem BRK und DRK z.B. Ansätze von Ambient Assisted Living (AAL) im Kreisverband Kronach, den Einsatz der Medienboxen in unseren BRK-Kitas oder das BRK Mentoring als digitales Personalentwicklungsprogramm vor.

 

Apropros Austausch: um diesen langfristig verbändeübergreifend zu fördern, vernetzen wir Innovationsbegeisterte über einen Kanal in MS Teams. Hier ist jede*r willkommen, der sich für Innovation interessiert und starkmachen möchte. Im Kanal erfährst du als erstes von unseren Angeboten und hast die Möglichkeit Fragen aus deinem Verband in eine größere Gruppe zu stellen und so schnell Expertise einzuholen und dich weiter zu vernetzen. Du bist noch nicht dabei? Melde dich hier und wir fügen dich direkt hinzu.

Eine Frage, die uns alle immer wieder umtreibt ist natürlich die Finanzierung von Projekten und anderen Vorhaben. Daher konzipierten wir in Zusammenarbeit mit dem Team Förderwesen aus dem DRK Generalsekretariat zwei digitale Veranstaltungen zu Finanzierungsmöglichkeiten innovativer Projekte und deren wirkungsorientierter Entwicklung. Dabei ging es nicht nur um Informationen zu möglichen Fördertöpfen, sondern auch um Stolpersteine in der Antragsstellung, Schritte der Projektkonzeption als auch Checklisten und Impulse für gute Projektanträge. Beide Veranstaltungen stießen auf großes Interesse und Zustrom. Daher haben wir sie übrigens auch 2024 wieder für euch eingeplant.

Gibt es eigentlich Methoden, mit denen wir Innovationsprozesse einleiten können und die uns beim Finden von Lösungen unterstützen? Ja, die gibt es. Gemeinsam mit zwei New-Work Expertinnen boten wir eine Workshopreihe rund um Innovationsmethoden und -entwicklung an. Interessierten BRK-Mitarbeitenden aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern wie beispielsweise Hausnotruf, Behindertenarbeit oder Kindertageseinrichtungen wurden in einer Workshopreihe sowohl per digitalem Format Innovationsmethoden vorgestellt als auch über zwei Workshops in unterschiedlichen Städten einige Methoden zum Erlernen angeboten. Im ersten digitalen Workshop ging es konkret um moderne Arbeitsmethoden und -prozesse sowie agile Vorgehensweisen in Projekten und dem Arbeitsalltag. Im zweiten digitalen Workshop ging es dann um die Gestaltung von Innovationsprozessen – wie ist mit Strukturen im Verband umzugehen, was ist entscheidend im Stakeholdermanagement? Darauf folgten zwei praxisorientierte Workshops in München und Nürnberg, dabei stand die Anwendung von Design Thinking auf Herausforderungen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen im Mittelpunkt.

Im Sommer arbeiteten wir gemeinsam mit Studierenden der Hochschule München im Rahmen des DTLabs (Digital Transformation Lab) an einem Konzept für eine digitale Lösung für Geflüchtete – mit dem Ziel, Geflüchteten mit Sprachbarrieren gebündelt Informationen zur Verfügung zu stellen und diesen das Ankommen und Zurechtfinden in Deutschland zu erleichtern.

Auch im zweiten Projektjahr sind viele neue Veranstaltungen geplant – so planen wir u.a. eine Veranstaltung zum Thema KI und Daten in der Wohlfahrtspflege und aufgrund des tollen Feedbacks einen weiteren Innovationsworkshop, bei dem wir mit euch gemeinsam wieder Innovationsmethoden in der Praxis anwenden wollen. Außerdem sind weitere Veranstaltungen zum Thema Fördermittel geplant. Daneben sind noch viele weitere Initiativen in der Pipeline – wir informieren euch hier, über das Forum Soziales und natürlich über unser BRK Innovations-Netzwerk.

Auf unserer Website informieren wir über bestehende Angebote, Projekte und Veranstaltungen – schaut gerne mal rein!

Im IMS findet ihr uns unter diesem Link.

Kontakt:

semmelmann@lgst.brk.de

innovation@lgst.brk.de

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news-1168 Thu, 07 Dec 2023 15:41:00 +0100 Drei Worte für den Notfall https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/drei-worte-fuer-den-notfall.html Wissen, wo man ist – im Notfall Gold wert, aber nicht immer eindeutig. Zum Beispiel in Parks, im ländlichen Raum oder auf der Autobahn. In solchen Fällen können Geokoordinaten mit der App „what3words“ zu Dreiwortadressen umgewandelt werden. Auch im Rettungsdienst können Koordinaten per what3words genutzt werden, die durch Systeme wie E-Call oder Advanced Mobile Location (AML) vorliegen. Ein Pilotprojekt in der Region Ingolstadt untersuchte den Nutzen von what3words für die Zusammenarbeit zwischen der Integrierten Leitstelle und dem Rettungsdienst. Das Pilotprojekt wurde im Rahmen einer empirischen Untersuchung wissenschaftlich begleitet. Mehr als 200 Einsätze über einen Zeitraum von 7 Monaten stellen hierbei die Grundlage der Auswertung dar.      

Die Auswertung zeigt, dass what3words nahezu zu gleichen Teilen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften verwendet wurde. Die Anwendungsfälle wurden in 18 Klassen bzw. Unterklassen unterteilt. Innerorts fand das System besonders häufig auf Straßen, Sportanlagen oder in Parks, außerorts meist bei Einsätzen auf Landstraßen oder Wirtschaftswegen Anwendung“, heißt es in der Studie.

what3words ist ein tolles Tool und eine gute Unterstützung für unsere Arbeit,

erzählt Disponent Alexander Wolf.

Er arbeitet in der ILS Ingolstadt und hat schon den ein oder anderen Einsatz mit Hilfe des Systems abgewickelt. Für ihn ergänzt die App das Portfolio rund um Koordinatensysteme. Die meisten Einsatzleitsysteme können what3words Adressen bereits verarbeiten.      

Wir nutzen bei uns den Smartlocator, darin sind auch der E-Call- und AML-Daten bereits implementiert.

Kommunikationsschwierigkeiten oder Missverständnisse bei den Wörtern der Adresse halten sich laut Wolf in Grenzen. Außerdem inkludiert das what3words System eine Funktion, die der einfachen Erkennung und Vermeidung von Fehlern dient.

Im Altmühltal gehen viele klettern oder wandern. Ich erinnere mich an einen Einsatz, bei dem wir durch what3words schnell herausfinden konnten, wo sich die verunfallte Person befand. Das war auch deshalb von Vorteil, weil Hubschrauber und Bergwacht alarmiert wurden und so alle Einsatzkräfte wussten, wo sich die Person genau befindet,

berichtet Alexander Wolf.

Einer gestürzten Reiterin konnte Notfallsanitäter Tobias Wittmann aus dem Kreisverband Ingolstadt dank genauer Dreiwortadresse schnell helfen.

Die Leitstelle hat die Dreiwortadresse abgefragt und weitergegeben. Die Mutter der Verunfallten kannte die Stelle genau und konnte den Ort deshalb über what3words genau lokalisieren,

erklärt Wittmann.

Die Mitarbeitenden im Rettungsdienst sehen die Adresse auf dem Einsatzfax oder in ALAMOS und geben sie auf dem Diensthandy ein. Mittlerweile werden die drei Worte standardmäßig mitgeschickt. Und die Nachteile? Die gibt es laut Wittmann schon.

Ein Verschreiber kann schon einmal passieren und das verursacht dann weitere Fehler. Ansonsten ist die App ist eine gute Sache und nutzerfreundlich, üben muss man nicht damit.

Gleich klingende Wörter wurden von what3words extra weit auseinander gelegt. Sollte doch ein Verschreiber passieren, erkennt das System die verschiedenen Adressen und zeigt deren Region an.

Auch bei what3words ist man froh über das wichtige Anwendungsfeld, das die App bedient.

Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Pilotstudie des BRK zusammen mit dem Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Region Ingolstadt, die den Wert von what3words für Rettungsdienste und die Öffentlichkeit quantifiziert und zeigt, wie mit unserer Technologie Zeit und Ressourcen gespart werden können, wenn es wirklich darauf ankommt. Bei jedem 112-Anruf ist es entscheidend, dass die sich in Notlagen befindenden Menschen ihren Standort nennen können, damit so schnell wie möglich Hilfe geschickt werden kann. Aber genau das ist oft schwieriger als gedacht – vor allem, wenn man sich an unbekannten Orten befindet,

 

kommentiert Laura Schediwy, die bei what3words den DACH Markt leitet.

Am Montag, 18.12.2023, findet für alle Interessierten aus Rettungsdienst und Integrierten Leitstellen ein Webinar zu what3words statt. Die beiden Initiatoren des Pilotprojekts, Rainer Kimmel und Florian Dax sowie der Studienverantwortliche Martin Vogler stehen in diesem Webinar für Fragen hinsichtlich der Studie gerne zur Verfügung.

Alle Informationen zum Webinar findet ihr HIER.

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse kann HIER eingesehen werden.

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news-1169 Wed, 06 Dec 2023 14:19:29 +0100 Funkelnde Kinderaugen: Nikolaus und Rettungshubschrauber Christoph 14 empfangen Kinder im Luftrettungszentrum https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/funkelnde-kinderaugen-nikolaus-und-rettungshubschrauber-christoph-14-empfangen-kinder-im-luftrettungszentrum-1.html Der „Rettungshubschrauber Christoph 14“ fliegt jedes Jahr zahlreiche Einsätze, darunter auch einige mit verletzten oder erkrankten Kindern. Auch in diesem Jahr fand am 4. Dezember wieder ein „Nikolausflug“ für diejenigen Kinder statt, die infolge des medizinischen Notfalls nur wenig von dem Rettungshubschrauber wahrnehmen konnten. Dieses Jahr fand die Aktion zum elften Mal statt und auch Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank nahm an der Veranstaltung teil.

Zu diesem Anlass empfing die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 14 gemeinsam mit dem Nikolaus die Kinder für eine Besichtigung der Luftrettungsstation und des Rettungshubschraubers. 60 Kinder sowie deren Eltern nahmen teil und staunten nicht schlecht, als der Nikolaus im Rettungshubschrauber landete. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Rettungshubschraubers erhielten die Kinder kleine Präsente vom Nikolaus.

Robert Portenkirchner, leitender TC-HEMS am Rettungshubschrauber Christoph 14:

Es freut uns sehr, dass wir den Kindern damit eine Freude machen konnten. Uns ist es wichtig, den Kindern die Scheu vor dem Rettungshubschrauber zu nehmen und diesen mit einem positiven Erlebnis zu verbinden. Die funkelnden Augen sprachen Bände!

Der orangefarbene Rettungshubschrauber Christoph 14 ist am Klinikum Traunstein stationiert und gehört dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Notfallsanitäter werden dabei von der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes gestellt. Die Notärzt*innen kommen von der Notarztgemeinschaft Traunstein, die Pilot*innen von der Bundespolizei der Fliegerstaffel Oberschleißheim.

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news-1167 Tue, 05 Dec 2023 10:42:12 +0100 Wasserwacht warnt vor Lebensgefahr: Eisflächen keinesfalls betreten https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wasserwacht-warnt-vor-lebensgefahr-eisflaechen-keinesfalls-betreten.html Aufgrund der winterlichen Temperaturen der letzten Tage haben sich auf Bayerns Seen bereits Eisschichten gebildet. Die Wasserwacht Bayern warnt eindringlich davor diese Eisflächen zu betreten.

Es besteht Lebensgefahr, wenn man sich auf dünnes Eis begibt

warnt Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern.

 

Bricht man ein, so erleidet man innerhalb weniger Minuten einen Kälteschock, der zum Ertrinken führen kann.

Von außen ist nur schwer zu erkennen, wann Eisflächen dick genug und damit tragfähig sind. Strömungen, Wasserpflanzen und andere Faktoren tragen dazu bei, dass Seen mit einer ungleichmäßig dicken Eisdecke zufrieren und damit die Eisflächen unberechenbar werden.

Ist eine Person eingebrochen, sollte unverzüglich Hilfe unter Notruf 112 verständigt werden. Auch die Wasserwacht Bayern ist dann mit Schnelleinsatzgruppen, Eisrettungsschlitten und Rettungstaucher*innen zur Stelle.

Alle Eisregeln der Wasserwacht Bayern finden Sie hier.

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news-1166 Mon, 04 Dec 2023 12:07:00 +0100 Am 5. Dezember 2023 ist Tag des Ehrenamts: Mit dem Ehrenamt was bewegen | #wasbewegen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/am-5-dezember-2023-ist-tag-des-ehrenamts-mit-dem-ehrenamt-was-bewegen-wasbewegen.html Freiwilliges Engagement ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen unverzichtbar. Oft profitieren nicht nur die Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sondern auch die Freiwilligen selbst: Sie lernen neue Fähigkeiten, knüpfen Kontakte und übernehmen Verantwortung. Freiwilliges Engagement ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen unverzichtbar. Oft profitieren nicht nur die Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sondern auch die Freiwilligen selbst: Sie lernen neue Fähigkeiten, knüpfen Kontakte und übernehmen Verantwortung.

Wer etwas bewegen will, kann das ganz einfach tun - mit einem Ehrenamt. Beim Bayerischen Roten Kreuz kann sich jeder engagieren, kann einbringen, was er oder sie schon kann oder etwas Neues lernen. Wir freuen uns über Zuwachs, egal ob jung oder alt, egal ob langfristig oder zeitlich begrenzt.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember 2023

Ob Hilfe bei Unglücksfällen oder Katastrophen, Mitarbeit in Kleiderkammern, Tafeln oder Suppenküchen, Seniorenbetreuung, Wasser- oder Bergwacht, Sanitätswach- und Betreuungsdienste bei Veranstaltungen, Flüchtlingsbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit und vieles mehr: Die Möglichkeiten, sich beim Bayerischen Roten Kreuz ehrenamtlich zu engagieren, sind so vielfältig wie das Rote Kreuz selbst. Sie sind grundsätzlich in allen Bereichen möglich, sowohl hierzulande als auch im Ausland.

Interessierte können selbst entscheiden, wie viel Zeit sie für ihre Tätigkeit beim BRK investieren. Sie können sich zeitlich begrenzt für ein Projekt engagieren oder spontan als Helferin oder Helfer im TEAM BAYERN einspringen, wenn bei Sturm- oder Flutkatastrophen viele helfende Hände gebraucht werden. Sie können aber auch aktives Mitglied werden und so das BRK langfristig mitgestalten.

Beim Roten Kreuz kann jeder etwas bewegen, der anderen helfen möchte.

Vorkenntnisse braucht niemand, denn für alle, die sich engagieren wollen, werden Schulungen angeboten. Wer schon Erfahrung hat, kann sein Wissen vertiefen und sich spezialisieren. Dabei kann ganz gezielt auf die persönlichen Stärken eingegangen werden. Aus- und Fortbildungen werden regelmäßig angeboten und bilden die Basis ehrenamtlichen Engagements.

Als internationale Gemeinschaft bildet das Rote Kreuz ein breites Netzwerk an Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern und ermöglicht so vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Ehrenamt spielt in vielen Bereichen eine zentrale Rolle für die Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes und damit für das Gemeinwesen in Deutschland. Über 200.000 Ehrenamtliche engagieren sich bereits beim BRK: in den Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz, der Bergwacht oder in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit und an vielen anderen Stellen.

Rund um den Internationalen Tag des Ehrenamtes teilen DRK-Ehrenamtliche aus ganz Deutschland auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Roten Kreuzes Videotagebücher, in denen sie einen Tag ihres Ehrenamtes dokumentiert haben.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter: https://drk.de/wasbewegen

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news-1165 Sat, 02 Dec 2023 09:24:08 +0100 Wintereinbruch in Bayern: Bitte zu Hause bleiben! https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wintereinbruch-in-bayern-bitte-zu-hause-bleiben.html "Bayern versinkt im Schnee" - so titelten heute Morgen einige Medien. Mittendrin die Einsatzkräfte: Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Polizei, die gemeinsam auch unter diesen erschwerten Bedingungen für Rettung und Sicherheit sorgen. In einigen Landkreisen im südbayerischen Raum stoßen die Einsatzkräfte trotz Schneeketten und Allradantrieb an ihre Grenzen - ein Durchkommen ist ohne Unterstützung der Bergwacht teilweise unmöglich. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird es im Süden und Südosten Deutschlands noch bis mindestens Samstagnachmittag kräftig schneien. Im Allgäu und im Bayerischen Wald werden bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Wir schließen uns dem Aufruf des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd an: Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause! Das Unfallrisiko ist immens erhöht, jede vermeidbare Fahrt, auf die verzichtet wird, zählt.

Beispielsweise sind in Geltendorf im Landkreis Landsberg am Lech um 4:00 Uhr morgens eine S-Bahn und ein Eurocity-Express liegen geblieben. Die Personen wurden seitdem durch Einsatzkräfte in den Zügen betreut und versorgt. Seit etwa 11:00 Uhr werden sie durch Einsatzkräfte des BRK Landsberg-Lech, BRK Starnberg und des Malteser-Hilfsdienstes in der nahe gelegenen Erzabtei St. Ottilien betreut, da zuvor ein Verlassen des Zuges nicht möglich war. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Pflege werden derzeit mit geländegängigen Fahrzeugen der Wasserwacht zu den Hausbesuchen gefahren, da die Fahrzeuge des Pflegedienstes für solche Straßenverhältnisse nicht ausgelegt sind (siehe Foto i. d. Anlage). Der Rettungsdienst fährt ausschließlich mit Schneeketten.

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news-1163 Sat, 25 Nov 2023 18:26:00 +0100 41. Landesversammlung des BRK: Stärkung des Ehrenamts als Kernvision https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/41-landesversammlung-des-brk-staerkung-des-ehrenamts-als-kernvision.html Am Samstag, den 25. November 2023, fand die 41. Landesversammlung des Bayerischen Roten Kreuzes in Schrobenhausen statt. Alle zwei Jahre versammeln sich sämtliche Delegierte des BRK zur Landesversammlung, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. In diesem Jahr stand besonders das Ehrenamt und seine Stärkung im Fokus. Anlässlich der 41. Landesversammlung forderte Präsidentin Angelika Schorer: "Auf die vergangenen Krisenjahre müssen klare Maßnahmen folgen. Wir müssen wieder mehr investieren, in den Katastrophenschutz, in den Zivilschutz, in unsere Sicherheitsinfrastruktur – und damit ganz besonders in das Ehrenamt."

Die mehr als 200.000 Ehrenamtlichen des BRK sind in den vergangenen Jahren bei vielen Krisen eingesprungen, als staatliche Strukturen an ihre Grenzen stießen. 

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft, in guten - und vor allem auch in schwierigen Zeiten. Deshalb ist es notwendig, dass wir Menschen für ihr ehrenamtliches Engagement nachhaltig würdigen.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

Dies könne mit steuerlichen Vergünstigungen oder Anrechnungen auf die Rente realisiert werden. Das BRK forderte deshalb die bayerische Staatsregierung auf auf Bundesebene einen Antrag zur Änderung des Steuerrechts einzubringen.

Das wäre eine echte und für die Menschen spürbare Stärkung des Ehrenamts.

Ferner gibt es in Bayern Nachholbedarf bei der Freistellung von ehrenamtlichen Einsatzkräften für die Aus- und Fortbildung oder für Übungen. Bei Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk ist eine solche Freistellung bereits möglich, nicht aber bei den Hilfsorganisationen. Schorer forderte daher: "Dieser Zustand ist nicht länger tragbar und wir sind hier mit dem zuständigen Innenminister auf einem guten Weg. In dieser neuen Legislaturperiode muss die Ungleichbehandlung enden!"

Die BRK-Landesversammlung hat heute wichtige Entscheidungen und Beschlüsse gefasst, die das Bayerische Rote Kreuz als Ganzes stärken und voranbringen werden.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

Diese wegweisenden Satzungsänderungen betreffen die Organisationsentwicklung, die Verbandsumlage sowie der Etablierung des Konventionsbeauftragten auf allen Verbandsebenen.

Hinsichtlich der Organisationsentwicklung wurde dem Präsidium der Auftrag erteilt ein Ziel- und Aufgabenbild zu formulieren sowie die sich daraus ergebende Struktur des BRK zu entwickeln.

Die Verbandsumlage, mit der Kreisverbände die Bezirks- und Landesebene finanzieren, wurde angepasst. Seit 2009 wurde die Verbandsumlage nicht wesentlich angehoben. Aufgrund tariflicher Steigerungen und einer Zunahme an Aufgaben und Pflichten der Landesgeschäftsstelle ist eine Anpassung nun unausweichlich geworden. Mit der beschlossenen einmaligen Erhöhung der Verbandsumlage werden die Bezirksverbände und die Landesgeschäftsstelle nun befähigt, wichtigen Aufgaben für den Gesamtverband auch in Zukunft nachkommen zu können.

Ferner beschloss die Landesversammlung des BRK, dass künftig auch ein*e Konventionsbeauftragte*r dieses Gremium – und die Vorstandsgremien aller Verbandsebenen – ergänzt. Besonders vor dem Hintergrund des humanitären Völkerrechts, das mehr denn je in Erinnerung zu rufen ist, und den Wurzeln des Roten Kreuzes im völkerrechtlichen und humanitären Bereich, ist dieses Amt eine wichtige Ergänzung in der Landesversammlung und weiteren Vorstandsgremien des BRK.

Mehr als 400 Delegierte waren in Schrobenhausen zusammengekommen, um sich mit weiteren wichtigen Frage- und Weichenstellungen über die Zukunft des BRK zu befassen. Die Delegierten kommen aus allen Kreis- und Bezirksverbänden, in denen sie von Mitgliederversammlungen gewählt wurden. Bei der letzten Landesversammlung in 2021, die in hybrider Form abgehalten wurde, war Angelika Schorer zur Präsidentin gewählt worden.

Lassen sie uns das Rotkreuz-Gefühl der Menschlichkeit bei allen Diskussionen und Herausforderungen nie vergessen. Es treibt uns an, gibt uns Hoffnung und lässt uns an das Gute im Menschen glauben.

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news-1162 Tue, 21 Nov 2023 10:57:58 +0100 Fortbildungsreihe „Medical English“ für bayerische Leitstellen: Kommunikation über Sprachgrenzen hinaus https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/fortbildungsreihe-medical-english-fuer-bayerische-leitstellen-kommunikation-ueber-sprachgrenzen-hinaus.html In der heutigen globalisierten Welt ist die Fähigkeit, effektiv in einer Fremdsprache zu kommunizieren, von entscheidender Bedeutung. Insbesondere in Berufen, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen und schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden müssen, ist eine gewisse Sprachkompetenz nahezu unerlässlich. Die Integrierten Leitstellen (ILS) in Bayern sind für die Notrufannahme und die Koordination von Kräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zuständig. Um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig ihrer Englischkenntnisse, in der Lage sind, effizient und einfühlsam mit Anrufenden in Notfallsituationen zu kommunizieren, wurde vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) eine Fortbildungsreihe zum Thema „Medical English“ initiiert.

Warum Englisch-Fortbildungen?

Die Fortbildungsreihe für Medical English ist eine direkte Reaktion auf die Notwendigkeit, die Kommunikation in Notfällen zu optimieren, wenn Anrufende auf Englisch Hilfe suchen. Es ist wichtig zu beachten, dass Englisch auch bei den meisten Anrufenden nicht die Muttersprache darstellt. Daher sind sie möglicherweise nicht in der Lage, hochtechnisches oder fachspezifisches Englisch zu verstehen oder zu verwenden. Das bedeutet, dass die Mitarbeitenden in den Integrierten Leitstellen über die Fähigkeiten verfügen müssen, sowohl auf einfache und verständliche Weise zu kommunizieren als auch auf medizinische Fachbegriffe in einer für Laien verständlichen Sprache zurückzugreifen.

Die Idee und deren Umsetzung

Die Fortbildungsreihe wurde durch die ILS Donau-Iller, die vom BRK betrieben wird, initiiert. Den Stein hatte dabei eine Mitarbeiterin ins Rollen gebracht, die zuvor privat an einer Fortbildung der Firma SIMple medics zu dem Thema teilgenommen hatte. Sie war davon so begeistert, dass sie beschlossen hatte, dies für eine interne Fortbildung des kompletten Kollegiums vorzuschlagen. Hieraus entwickelte sich dann schnell die Idee für die bayernweite Fortbildungsreihe.

Durchgeführt wurden die Schulungen von der Firma SIMple medics, einer renommierten notfallmedizinischen Bildungs- und Schulungsorganisation. Die aus sehr erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen bestehende Planungsgruppe der Firma SIMple medics konnte sehr schnell ein umfassendes und ausgeklügeltes Schulungskonzept entwickeln, welches exakt auf die Bedürfnisse der Leitstellenmitarbeitenden zugeschnitten war. Selbstverständlich wurden dabei auch die bayernweit einheitlichen Abfrageschemata und Alarmierungsstichworte eingebunden.

Die Schulungen wurden von Alexander Rosenberger geleitet, der nicht nur über ein Anglistikstudium, sondern auch über umfangreiche Erfahrungen im Gesundheitswesen und der medizinischen Kommunikation verfügt. Unterstützt wurde er während der Seminare von einem kompetenten Ausbildungsteam, das den Teilnehmenden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand. Dies sorgte für eine effektive Kompetenzentwicklung und gewährleistete höchste Qualitätsstandards während der Schulungen.

Learning by doing

Ein zentraler Bestandteil der Fortbildungsreihe war der Fokus auf Praktikabilität im Alltag und Empathie bei der Kommunikation mit Anrufenden auf Englisch. Die Teilnehmenden erlernten im ersten Teil der Fortbildung Techniken, wie sie medizinische Informationen auf klare und einfache Weise ermitteln und vermitteln können.

Hierfür war nicht nur der Aufbau eines gewissen medizinischen Grundvokabulars notwendig, sondern auch die Fähigkeit auf die individuellen Bedürfnisse und das Verständnisniveau der Anrufenden einzugehen.

Im zweiten Teil konnte das Erlernte dann direkt in die Praxis umgesetzt werden. In mehreren nachgestellten Telefongesprächen konnten die Teilnehmenden abwechselnd in die Rollen der Anrufenden und der „Calltaker“ schlüpfen. Diese praxisorientierte Herangehensweise ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre erworbenen Fähigkeiten in einem sicheren Übungsumfeld zu festigen und Selbstvertrauen in der Kommunikation auf Englisch aufzubauen.

Während der Seminare wurde durch die Lehrgangsleitung eine Art interaktives Handout angelegt, welches die Teilnehmenden während der Kurse aktiv (mit-)gestalten konnten. Hierin wurden neben wichtigen Vokabeln auch ganze Fragesätze und mögliche Antworten festgehalten. Alles wurde übersichtlich anhand der Abfrageschemata sortiert, so dass es fortan als Nachschlagewerk verwendet werden kann.

Notruf für Rettungsdienst und Feuerwehr

Aufgrund der Tatsache, dass auch Feuerwehreinsätze von den Leitstellenmitarbeitenden koordiniert werden müssen, waren selbstverständlich auch feuerwehrspezifische Notrufgespräche Bestandteil der Fortbildung. Auch hierfür wurden die häufigsten Begrifflichkeiten sowie mögliche Fragestellungen und Gesprächsverläufe bei Brandeinsätzen oder technischer Hilfeleistung gemeinsam erarbeitet und intensiv beübt.

Positives Feedback und zukünftige Fortbildungspläne

Das Feedback der knapp 180 Teilnehmenden war ausnahmslos hervorragend. Die erworbenen Fähigkeiten wurden als äußerst nützlich und praxisrelevant bewertet. Sie würden den Weg für eine verbesserte Kommunikation in Notfällen ebnen. Viele Teilnehmende äußerten darüber hinaus den Wunsch, dass derartige Fortbildungen mindestens einmal jährlich angeboten werden sollten.

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news-1159 Tue, 14 Nov 2023 07:52:00 +0100 Welt-Diabetes-Tag https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/diabetes-mellitus.html Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Deshalb wollen wir heute daran erinnern, was Diabetes ist, welche Arten es gibt und wie ihr bei einer Überzuckerung (Hyperglykämie) bzw. einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) korrekt handelt. Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist der Überbegriff für eine Störung des Blutzuckerhaushalts. Die häufigsten und bekanntesten Arten sind der Typ 1 und Typ 2 Diabetes.

Was sie gemeinsam haben, ist der erhöhte Blutzucker durch Insulinmangel beim Typ 1bzw. eine verminderte Insulinwirkung auf Grund einer Insulinresistenz beim Typ 2 Diabetes.

In Deutschland ist bei circa 7,2 Prozent der Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren ein gestörter Zuckerstoffwechsel bekannt. Circa 90 bis 95 Prozent davon sind an Typ-2-Diabetes erkrankt.

Was ist Diabetes Typ-1?

Diabetes Typ-1 wird durch einen absoluten Insulinmangel verursacht. Deshalb wird dieser Typ auch insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt. Er wird durch das absolute Versagen der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse verursacht. Dadurch kann das Hormon Insulin nicht mehr produziert werden. Die Ursache ist bisher noch nicht wirklich geklärt.

Typ-1-Diabetes beginnt meist schon im Kindes- und Jugendalter und ist bisher nicht heilbar, weshalb die Patient*innen ihr Leben lang auf Insulinspritzen angewiesen sind.

Was ist Diabetes Typ-2?

Diabetes Typ-2 hingegen beginnt meist schleichend und entsteht durch eine vermehrte Insulinproduktion sowie eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin. Eine jahrelange Überproduktion des Hormons kann dazu führen, dass die Produktionszellen der Bauchspeicheldrüse ermüden und den Insulinbedarf nicht mehr decken können.

Ursache hinter Typ-2-Diabetes ist einerseits erbliche Veranlagung. Andererseits spielen aber auch Übergewicht, Bewegungsmangel, eine unausgewogene Ernährung sowie Rauchen eine große Rolle und begünstigen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Die Therapie ist so vielseitig wie die Ursachen hinter einer Erkrankung an Typ-2-Diabetes. Die ersten Therapiebausteine bauen darauf auf, eine konsequente Lebensstiländerung zu unterstützen. Dabei spielen eine angepasste Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht eine entscheidende Rolle. Das alles kann die Insulin-Empfindlichkeit der Zellen wiederherstellen und so die Insulinwirkung verbessern.

Sind diese Allgemeinmaßnahmen nicht erfolgreich, so stehen Medikamente in Form von Tabletten zur weiteren Behandlung zur Verfügung. Erst wenn der Typ-2-Diabetes auch damit nicht in Griff zu bekommen ist, wird auf Insulinspritzen zurückgegriffen.

Hyperglykämie (Überzuckerung)

Ursachen:

  • Vergessene Insulininjektion
  • übermäßige Nahrungsaufnahme
  • Begleiterkrankungen

Symptome:

  • Starker Durst
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Vertiefte Atmung
  • Acetongeruch der Atemluft
  • Störung des Bewusstseins

Erste Hilfe Maßnahmen:

  • Unterstützung bei Insulingabe
  • Stabile Seitenlage (bei bewusstlosen Personen) sowie Notruf absetzen
Hypoglykämie (Unterzuckerung)

Ursachen:

  • Überdosierung von Insulin oder anderen Antidiabetika
  • Ungenügende Nahrungsaufnahme
  • Begleiterkrankungen
  • Übermäßige sportliche Betätigung

Symptome:

  • Unruhe
  • Flaues Gefühl im Magen
  • Hunger
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Bewusstseinstrübungen

Erste Hilfe Maßnahmen:

  • Traubenzucker und/oder zuckerhaltige Getränke bzw. kohlenhydratreiche Nahrungsmittel reichen (nicht bei bewusstlosen Personen)
  • Für Ruhe sorgen
  • Stabile Seitenlage bei bewusstlosen Personen und Notruf absetzen
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news-1161 Sat, 11 Nov 2023 14:58:09 +0100 Ehre, wem Ehre gebührt: BRK-Bereitschaften ehren 26 Personen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/ehre-wem-ehre-gebuehrt-brk-bereitschaften-ehren-26-personen.html Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) haben heute in einem feierlichen Ramen 26 außergewöhnliche Persönlichkeiten für ihre hervorragenden Verdienste und ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein, BRK-Präsidentin Angelika Schorer und der Schirmherr der BRK-Bereitschaften, Justizminister Georg Eisenreich, würdigten den unermüdlichen Einsatz und den Einsatz dieser engagierten Menschen.

Die Geehrten aus allen Teilen Bayerns haben sich im Laufe der Jahre in den unterschiedlichsten Bereichen des Sanitätsdienstes und der humanitären Hilfe engagiert. Sie haben unzählige Stunden investiert, um anderen Menschen in Not zu helfen und das Leben in unserer Gesellschaft sicherer und besser zu machen.

Sie, liebe ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sind das Rückgrat unserer Organisation und es ist uns eine Ehre, Ihnen unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. Ihr selbstloser Einsatz und Ihr Engagement sind eine Inspiration für uns alle.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer

Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein hob die Bedeutung des Gemeinschaftssinns hervor, der diese Ehrenamtlichen auszeichnet: "Ihr Engagement ist ein leuchtendes Beispiel für den Geist unserer Gemeinschaft. Wir sind stolz, sie alle in unserer Rotkreuz- und Rothalbmondfamilie zu haben. Ihre Taten zeigen, dass jeder von uns etwas bewirken kann".

Justizminister Georg Eisenreich, der als Schirmherr der BRK-Bereitschaften anwesend war, würdigte das Engagement der Geehrten im Namen der Bayerischen Staatsregierung: "Sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Ihr Einsatz bei verschiedenen Krisen und Katastrophen in den vergangenen Monaten und Jahren verdient höchste Anerkennung und Dankbarkeit." Die Ehrenamtlichen hätten, so der Minister, in schwierigen Zeiten Mut bewiesen und ohne Rücksicht auf die eigene Bequemlichkeit anderen geholfen.

Alle Fotos zur Veranstaltung können hier abgerufen werden (Bildnachweis: "Matthias Balk / BRK"):

Mediendatenbank

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news-1160 Tue, 31 Oct 2023 15:35:00 +0100 Erster Drohnenflug zum Transport von Notfallmedikamenten erfolgreich https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/erster-drohnenflug-zum-transport-von-notfallmedikamenten-erfolgreich.html Wer am Dienstag zwischen Ingolstadt und Pfaffenhofen in den Himmel geblickt hat, konnte vielleicht eine Entdeckung machen. Nachmittag ist eine automatisiert betriebene Flugzeugdrohne vom Klinikum Ingolstadt aus nach Pfaffenhofen geflogen und hat damit den Grundstein für die Entwicklung neuer Transportwege für Notfallmedikamente in der Region gelegt. 

Die Marathondistanz wurde auch für das Fluggerät eine wegweisende Strecke, denn es hat die gut 43 Kilometer zwischen dem Klinikum Ingolstadt und der Ilmtalklinik Pfaffenhofen  in 38 Minuten zurückgelegt. Mit dem Auto ist man für diese Strecke, je nach Verkehrslage, auch mal doppelt so lange unterwegs. 

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing: „Drohnen können Leben retten. Sie können der entscheidende Unterschied sein, wenn es darum geht, Menschen in entlegenen Gebieten schnell zu versorgen oder lebenswichtige medizinische Güter von A nach B zu bringen. Deswegen müssen wir als Industrienation technologieoffen sein – gerade mit Blick auf den Einsatz von Drohnen. Deutschland ist an der Spitze dieser Entwicklung. Wir wollen diese Vorreiterrolle beim unbemannten Fliegen weiter ausbauen. Ich werde alles dafür tun, dass Medikamenten-Transporte per Drohne schon bald im großen Stil möglich werden.“ 

Um die Auslieferung von Notfallmedikamenten, wie etwa Gerinnungshemmern für Unfallopfer oder Antibiotika für Patient*innen in der Region zu beschleunigen, hat der Drohnenhersteller Quantum Systems aus Gilching bei München vor drei Jahren das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit einer Gesamtfördersumme von 961.624 Euro geförderte Projekt MEDinTime ins Leben gerufen. Neben dem Klinikum Ingolstadt sind außerdem die Ilmtalklinik Pfaffenhofen sowie der Landkreis Pfaffenhofen, die Technische Hochschule Ingolstadt sowie das Bayerische Rote Kreuz an dem Pilotprojekt beteiligt.  

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank fügte an: „Insbesondere im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz werden Drohnen schon heute in den verschiedensten Anwendungsfällen eingesetzt. Von der Vermisstensuche bis hin zum Absetzen von Hilfsgütern in unzugänglichen Katastrophengebieten: Hier dient die Innovation der Hilfe am Menschen. Das Projekt „MEDinTime“ schafft einen wichtigen neuen Baustein in der künftigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Es unterstreicht nicht nur die Relevanz innovativer Ansätze im Gesundheitswesen, sondern zeigt auch, wie wir durch den Einsatz solcher Technologien die Notfallversorgung revolutionieren und damit letztendlich Menschenleben retten können. Besonders in zeitkritischen und logistisch anspruchsvollen Situationen kann diese Art des Transports den entscheidenden Unterschied machen.“

Mit dem Projekt wurde die Drohnentechnik in dem spezifischen Anwendungskontext weiterentwickelt und ein standardisierter digitaler Prozess für die Auslieferung von Notfallmedikamenten erarbeitet. Die Krankenhausapotheke im Klinikum Ingolstadt versorgt aktuell die Ilmtalklinik sowie zehn andere Krankenhäuser und vier Rettungsdienste in der Region mit Medikamenten. „Durch den Einsatz von Drohnen als Transportmittel könnten Nofallmedikamente künftig schneller und bedarfsangepasster transportiert werden. Gleichzeitig können die Umwelt geschont und Kosten gespart werden“, so Pierre Ulfig, Projektverantwortlicher „MEDInTime“.  

Eine besondere Herausforderung bei dem Projekt waren dabei die luftfahrtrechtlichen Voraussetzungen, die für den automatisierten Drohnenflug außerhalb der Sichtweite des Piloten erfüllt werden mussten. Der heutige Testflug hat gezeigt, dass der schnelle und sichere Transport von Medikamenten per Drohne auf der Strecke zwischen Ingolstadt und Pfaffenhofen technisch machbar ist, so das Resümee der Projektverantwortlichen. Die  gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für die zukünftige Versorgung mit Notfallmedikamenten unter Einsatz neuer Technologien. Weitere  Anwendungsfälle, wie beispielsweise die Erstellung von speziellen Luftaufnahmen von Katastrophengebieten oder die Erfassung von Großschadenereignissen in Echtzeit, können auf den Projektergebnissen aufbauen.   

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news-1158 Thu, 26 Oct 2023 10:21:59 +0200 Übergabe des Förderbescheids: 7,7 Mio. Euro „PflegeSoNah“-Förderung für Seniorenwohnen Kieferngarten https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/uebergabe-des-foerderbescheids-77-mio-euro-pflegesonah-foerderung-fuer-seniorenwohnen-kieferngarten.html Bayerns amtierende Gesundheitsministerin Ulrike Scharf übergab am heutigen Donnerstag, den 26. Oktober 2023, einen Förderscheck in Höhe von 7,7 Millionen Euro an die Sozialservice Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (SSG). Die Förderung ist Teil des Programms „Pflege im sozialen Nahraum“, mit dem die bayerische Staatsregierung den Ausbau von stationären Pflegeeinrichtungen in Bayern fördert. Die SSG, eine 100-prozentige Tochter des Bayerischen Roten Kreuz (BRK), erhält das Geld für Neubau und Sanierung des „SeniorenWohnen Kieferngarten“.

Bayerns amtierende Gesundheitsministerin Ulrike Scharf betonte: „Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, eines Tages pflegebedürftig zu werden oder an Demenz zu erkranken. Darauf müssen wir vorbreitet sein und individuelle Angebote für Menschen mit Pflegebedarf entwickeln. Was hier im SeniorenWohnen Kieferngarten konzeptionell erarbeitet wurde und umgesetzt wird, ist vorbildlich! Durch den Ersatzneubau entsteht eine moderne Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Durch die Öffnung in den sozialen, gesellschaftlichen Raum wird auch die Nachbarschaft von den Angeboten profitieren.“

Seit Mitte der siebziger Jahre betreibt die SSG am Standort mit der gleichnamigen U-Bahn-Haltestelle „Kieferngarten“ ein großes Zentrum für stationäre Pflege und betreutes Wohnen. Mehr als 700 Seniorinnen und Senioren leben in der sozialen Einrichtung, 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dort.

Am Standort wird schon gebaut. Seit Jahresbeginn entsteht auf dem Gelände in München-Freimann ein zehngeschossiges Hochhaus. Künftig finden sich dort 66 Ein- bzw. Zwei-Zimmer-Wohnungen für Seniorinnen und Senioren und Verwaltungsflächen für die SSG und die Landesgeschäftsstelle des BRK. Die Fertigstellung ist für den Winter 2024 geplant.

Der Freistaat Bayern fördert den Neubau einer stationären Pflegeeinrichtung mit 120 Pflegeplätzen (davon 3 Kurzzeitpflegeplätzen) und den Bau einer Tagespflege für 15 Senioren. Der viergeschossige Neubau entsteht ab dem Winter 2024/25 direkt an der Bauernfeindstraße und ersetzt den dort stehenden Altbau. Der Pflegebetrieb wird während der gesamten Bauzeit weiterlaufen und die Bewohnerinnen und Bewohner werden während der zweijährigen Bauzeit der Pflegeeinrichtung in den Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen versorgt.

„Wir hoffen, dass wir im Frühling 2027 die neue Pflegeeinrichtung beziehen können“, so Brigitte Meyer, die Aufsichtsratsvorsitzende der SSG und Vizepräsidentin des BRK. „Die PflegeSoNah-Förderung kommt direkt den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute“, ergänzt Christian Pietig, Geschäftsführer der SSG. Die Fördermittel reduzieren die Baukosten und senken so die „Investkosten“, die die Bewohnerinnen und Bewohner zu zahlen haben.

Die Ministerin fügte hinzu: „Besonders freut mich, dass in der neuen Einrichtung die aktuellen Erkenntnisse der Demenzsensibilität berücksichtigt und praktisch umgesetzt werden. Neben einem parkähnlichen Garten mit altersgerechten Sportmöglichkeiten helfen zum Beispiel speziell zur Demenzsensibilität geschulte Fachkräfte durch biografische Aspekte den Menschen individuell dabei, sich zu orientieren.“

Im Neubau setzt die SSG neue Standards. So haben künftig alle Etagen in der stationären Pflege Schwerlasträume für adipöse Bewohnerinnen und Bewohner. „Für übergewichtige Menschen ist es außerordentlich schwierig, einen geeigneten Pflegeplatz zu finden. Deshalb sind auf allen Etagen in der stationären Pflege zusätzliche Schwerlasträume vorgesehen. Das schließt beispielsweise verbreiterte Türen und extrabreite Betten ein. Somit bietet dieses Neubauprojekt auch an dieser Stelle Antworten auf veränderte Anforderungen an und reagiert auf bestehende Engpässe in der pflegerischen Versorgungsstruktur“, so Brigitte Meyer.

Auch die Sanitärräume sind auf mehr Gewicht ausgelegt. Und es gibt keine Bodenschwellen mehr. Fachleute sprechen hier von „Null-Barriere“. Außerdem sind die Gemeinschaftsräume größer dimensioniert als vorgeschrieben. So können Menschen an Konzerten oder Feiern teilnehmen, die das Pflegebett nicht mehr verlassen können. „Das tun wir, weil wir das Leben in der sozialen Gemeinschaft für Lebensqualität halten“, betont die SSG-Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Meyer. Des Weiteren öffnet sich die soziale Einrichtung und belebt mit neuen Angeboten das Quartier. Neben einem Frisör und einem Einkaufsladen finden sich künftig eine Apotheke und Arztpraxen, eine Ergotherapie und eine Fußpflege auf dem Areal.

Die Gebäude entsprechen dem Kfw 55-Standard, verfügen über eine Legionellen-Prävention und heizen mit dem Strom, der über eine 100 Kilowatt-Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach gewonnen wird. Gut die Hälfte des gesamten Strombedarfs kann so über das Sonnenkraftwerk gedeckt werden. Die per Luftwärmepumpe betriebene Flächenheizung liegt im Fußboden, damit können im Sommer die Räume auch gekühlt werden. Die gesamte Bausumme liegt im oberen, zweistelligen Millionenbereich.

In später folgenden Etappen werden die drei bestehenden Wohntürme des betreuten Wohnens generalsaniert und punktuell aufgestockt. Zudem soll im Südosten des Grundstücks ein neues Gebäude für Mitarbeiterwohnungen gebaut werden.

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news-1157 Wed, 25 Oct 2023 09:30:00 +0200 Eröffnung der „ConSozial 2023“: BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer bekräftigt Kritik an geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/eroeffnung-der-consozial-2023-brk-vizepraesidentin-brigitte-meyer-bekraeftigt-kritik-an-geplanten-kuerzungen-im-bundeshaushalt.html Anlässlich der heutigen Eröffnung der Sozialmesse "ConSozial 2023" bekräftigt BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer die Kritik an den vorgesehenen, drastischen Haushaltskürzungen der Bundesregierung. "Diese Kürzungen in Höhe von fast 160 Millionen Euro treffen die Wohlfahrtsverbände ins Mark", so BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. "Ob Freiwilligendienste oder Migrationsberatung: Jeder investierte Euro in die Sozialwirtschaft ist nicht nur gut angelegtes Geld, sondern eine dringend notwendige Investition. Freiwilligendienste sind unterm Strich keine Belastung für den Bundeshaushalt, sondern vielmehr eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie sind die Zukunft unserer sozialen Berufe und tragen maßgeblich dazu bei, soziale Herausforderungen zu bewältigen."

Jede helfende Hand wird in der Wohlfahrt, beispielsweise in der Pflege, in den Kindertagesstätten oder in der Behindertenhilfe, dringend und händeringend gebraucht. "Die Freiwilligendienstleistenden sind dabei ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Teams vor Ort", so BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. "Sie ersetzen keine Fachkraft, unterstützen jedoch tatkräftig." Das Bayerische Rote Kreuz ist mit jährlich etwa 1.500 Freiwilligen (FSJ und BFD), mehr als 500 Einsatzstellen und 40 Mitarbeitenden an sechs Standorten der größte Träger von Freiwilligendiensten im Freistaat Bayern.

Mit Blick auf die vorgesehenen Kürzungen von Angeboten für geflüchtete Menschen und zuwandernde Fachkräfte kritisiert Meyer: "Die geplanten Kürzungen sind angesichts rekordhoher Zuwanderungszahlen und überlasteter Beratungsstellen nicht nachvollziehbar und alarmierend. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen bundespolitischen Diskussionen rund um die Asylpolitik erscheint es umso absurder, dass ausgerechnet an Faktoren gelingender Integration gespart werden soll. Wir benötigen stattdessen mehr Investitionen in Integration, anstatt einen Kahlschlag. Diese Mittel sind vor allem für die Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft in migrationskritischen, strukturschwachen oder ländlichen Gebieten erfolgskritisch."

"Es ist noch unklar, wie die Bundeskürzungen konkret umgesetzt werden. Jedoch dürfen sie in keinem Fall bei den Kommunen hängen bleiben. Schon jetzt gibt es Schwierigkeiten, Fachkräfte für die Migrationsberatung zu gewinnen. Die Kürzungen könnten viele von ihnen endgültig dazu veranlassen, den Bereich zu verlassen", erklärt Meyer und betont abschließend: "Wir hoffen inständig, dass diese Kürzungen im parlamentarischen Verfahren noch korrigiert werden."

Der Entwurf des Bundesfinanzministeriums sieht unter anderem folgende Kürzungen vor (in Klammern die Höhe der Kürzung): Bundesfreiwilligendienst (53 Mio. €), Freiwilliges Soziales Jahr (25 Mio. €), Jugendmigrationsdienste (10 Mio. €), „Respekt Coaches“ (31 Mio. €), „Garantiefonds-Hochschule“ (8,5 Mio. €), Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE, 24 Mio. €), Psychosoziale Zentren (7 Mio. €). Auch die angekündigte Verdoppelung der Mittel für die Asylverfahrensberatung (AVB) bleibt aus.

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news-1155 Sat, 14 Oct 2023 16:37:00 +0200 Pilzvergiftungen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/pilzvergiftungen.html Der Herbst hat Einzug gehalten und damit beginnt die Pilzsaison. Viele spazieren durch die Wälder und suchen nach leckeren Speisepilzen. Was die wenigsten aber wissen: auch Speisepilze können unter Umständen giftig sein. Deshalb haben wir hier ein paar Tipps zusammengetragen, wie man eine Pilzvergiftung erkennt, wie man sie vorbeugen kann und wie man im Falle einer solchen Vergiftung handelt. Mögliche Symptome einer Pilzvergiftung

Eine Pilzvergiftung kann viele Symptome haben, die – je nach Menge und Pilz – ganz unterschiedlich ausfallen. Die häufigsten Symptome sind:

  • Übelkeit / Erbrechen
  • Bauchschmerzen / Durchfall
  • Kreislaufprobleme
  • Halluzinationen / Krampfanfälle
  • Blutdruckabfall
  • Bewusstlosigkeit
Vorsicht auch bei essbaren Pilzen

Was viele nicht wissen: Auch essbare Pilze können Beschwerden hervorrufen. In der Medizin wird dies als "unechte Pilzvergiftung" bezeichnet. Die Symptome einer solchen unechten Pilzvergiftung sind denen einer echten Pilzvergiftung sehr ähnlich. Dazu kann es kommen, wenn Speisepilze bereits verdorben sind oder roh verzehrt wurden.

Pilzvergiftungen vorbeugen

Das Wichtigste ist: Nur Pilze verspeisen, die sicher zuzuordnen sind. Das senkt das Risiko, auf einen Doppelgänger hereinzufallen. Aber auch bei gekauften Pilzen und Zuchtpilzen sind Frische und Aussehen zu überprüfen. Sollten diese nicht mehr frisch riechen oder bereits Schäden aufweisen, ist vom Verzehr abzuraten. Speisepilze sollten immer kühl und dunkel gelagert werden und alsbald zubereitet werden. Ältere Personen, Kranke und Kinder sollten von übermäßigem Pilzkonsum absehen, da die Folgen einer Pilzvergiftung noch schlimmer sein können.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Es gibt keine Hilfsmittel, die gegen eine Pilzvergiftung vernünftig wirken! Stattdessen ist bei kleinstem Verdacht auf eine Vergiftung der Notruf unter der 112 zu verständigen. Die Rettungskräfte verständigen die Giftzentrale, weshalb die Pilzreste sichergestellt und mitgegeben werden sollten. Wenn die Atmung oder der Puls aussetzen sollten, muss umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

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news-1156 Thu, 12 Oct 2023 15:01:00 +0200 Beginn eines neuen Lebensabschnitts: BRK begrüßt neue Azubis und Freiwillige beim Starttag Ausbildung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/beginn-eines-neuen-lebensabschnitts-brk-begruesst-neue-azubis-und-freiwillige-beim-starttag-ausbildung.html Zum 13. Mal fand am 12. Oktober der Starttag Ausbildung des BRK statt. Nachdem er in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt virtuell veranstaltet wurde, wurde der Starttag in 2023 wieder in Präsenz in der Stadthalle Fürth durchgeführt. Das Bayerische Rote Kreuz begrüßte im Rahmen der Veranstaltung alle neuen Auszubildenden und Freiwilligendienstleistende. Mehr als 1.100 Teilnehmende waren nach Fürth gekommen und konnten sich über Vorträge, Ausstellungen im Foyer und den Austausch mit allen Sparten des BRK freuen. Ein PoetrySlam, Musik, ein Quiz und viele interaktive Elemente rundeten die Veranstaltung ab. Ferner begrüßten BRK-Vizepräsident Andreas Krahl und BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank die neuen Gesichter im BRK. Der Starttag wurde vom Geschäftsführer des Bayerischen Jugendrotkreuzes Jörg Duda moderiert.

BRK-Vizepräsident Andreas Krahl in seiner Rede an die Berufsstarterinnen und -starter: „Sie alle sind die Zukunft des Bayerischen Roten Kreuzes und damit unser wertvollstes Gut. Sie haben sich für einen Berufsweg im Zeichen der Menschlichkeit entschieden, das verdient gerade nach den letzten Jahren, die geprägt von Krisen und Katastrophen waren, Hochachtung. Sie bei diesem neuen Lebensabschnitt und dem Einstieg ins Berufsleben begleiten und ausbilden zu dürfen ist nicht nur unsere Aufgabe, sondern ein Privileg.“

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank: „Mit allen neuen Auszubildenden und Freiwilligen – vom Koch über die FSJlerin bis hin zu Auszubildenden in der Pflege und dem Rettungsdienst und vielen vielen mehr – blicken wir stark in die Zukunft. Sie haben sich für soziale Berufe entschieden und machen damit einen entscheidenden Unterschied.“

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zählt in seinen Reihen rund 31.000 hauptamtlich Mitarbeitende. Jährlich starten mehr als 1000 neue Berufsstarterinnen und Berufsstarter in eine Ausbildung oder ein Freiwilligendienst im BRK. Berufsgruppen, in denen das BRK ausbildet, sind: Technische Berufe, Berufe in der Hauswirtschaft und im Service, Soziale Berufe, Berufe in der Verwaltung, Berufe im Rettungswesen, in der Pflege und im Gesundheitsbereich. In 73 Kreisverbänden ist das BRK flächendeckend im gesamten Freistaat Bayern präsent.

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news-1154 Sat, 23 Sep 2023 13:09:58 +0200 "Führung mit Herz, Hirn und Verstand": Wahlen im Bezirksvorstand Schwaben https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/fuehrung-mit-herz-hirn-und-verstand-wahlen-im-bezirksvorstand-schwaben.html Nach rund 18 Jahren Wirken im Bezirksvorstand Schwaben möchte sich die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Angelika Schorer, vollständig ihren wichtigen Aufgaben auf Landesebene widmen. Im Rahmen einer Bezirksversammlung wurde gewählt. Die Vorsitzende des BRK-Bezirksverbands Schwaben, BRK-Präsidentin Angelika Schorer, trat heute in der Funktion als Bezirksvorsitzende ab. Seit 2009 hatte sie dieses Amt inne. 2005 hatte sie als stellvertretende Vorsitzende im Bezirksverband begonnen, zuvor war sie stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Ostallgäu gewesen. 18 Jahre später kann sie auf eine beachtliche Wirkzeit mit zahlreichen Meilensteinen innerhalb des Bezirksverbandes zurückblicken.

Unter ihrer Führung hat der Bezirksverband einen steilen Aufwärtskurs hingelegt. Kennzahlen schossen nach oben und eine prosperierende Entwicklung nahm ihren Lauf. Während Angelika Schorers Amtszeit als Vorsitzende wurde die Berufsfachschule für Notfallsanitäter in Schwabmünchen gegründet sowie das Simulationszentrum Schwaben eröffnet.

Ein großes Augenmerk legte Schorer stets auf die Unterstützung der Kreisverbände, sei es durch Sanierungen oder interimsmäßige Geschäftsführungen. Präsent zu sein war ihr auch bei den Gemeinschaften und dem Ehrenamt ein wichtiges Anliegen. Zu den Highlights gehörten dabei das Großunfallsymposium am Bodelsberg und das Zeltlager der Jugend "Abenteuer Siedeln". All das war, betonte Schorer, nur dank der sehr engen Zusammenarbeit innerhalb des Bezirksvorstandes und der Unterstützung der Kreisverbände möglich.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, würdigte Schorer in ihrer Festrede für außerordentliches Engagement um das Bayerische Rote Kreuz. Angelika Schorer stehe für "Führung mit Herz, Hirn und Verstand", stellte Hasselfeldt fest.

Auf Angelika Schorer wurde einstimmig Landrat Dr. Klaus Metzger gewählt, der seit 2017 bereits Vorstandsvorsitzender des BRK-Kreisverband Aichach-Friedberg ist. Zudem stand die Neuwahl des Amtes der stellvertretenden Schatzmeisterin an, nachdem Cornelia Kollmer das Amt aus persönlichen Gründen in andere Hände legen wollte. Mit überwältigender Mehrheit wurde dabei Sandra Peetz-Rauch, die im Hauptberuf Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Augsburg ist, zur stellvertretenden Schatzmeisterin gewählt.

Wir sagen DANKE und freuen uns, dass sich Angelika Schorer weiterhin als Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes auf Landesebene mindestens so tatkräftig einbringt wie sie es 18 Jahre innerhalb des Bezirksverbandes Schwaben getan hat. 

Dem neugewählten Bezirksvorsitzenden, Landrat Dr. Klaus Metzger, der stellvertretenden Schatzmeisterin Sandra Peetz-Rauch und der gesamten Bezirksvorstandschaft wünschen wir in ihren wichtigen Funktionen stets ein gutes Händchen! 

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news-1149 Fri, 15 Sep 2023 07:00:00 +0200 Bayerische Demenzwoche – Veranstaltungen des BRK https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bayerische-demenzwoche-veranstaltungen-des-brk.html Von 15.09. bis 24.09. findet im ganzen Freistaat die vierte Bayerische Demenzwoche statt. Auch das BRK beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen. Alle Veranstaltungen findet ihr unter: www.demenzwoche.bayern.de

15.09., Berching – Führung im Berchinger Bibelgarten - Zur Veranstaltung 

15.09., Steinbach-Hirschfeld - Spaß, Spiel und Tanz – Zur Veranstaltung

15.09., Bayreuth – Information und Austausch am Kaffeetisch – Zur Veranstaltung

15. & 20.09., Freilassing - Unterstützungsmöglichkeiten für Pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten – Zur Veranstaltung

16.09., Vilsbiburg – Bildergalerie „Früher und Heute“ – Zur Veranstaltung

18.09., Neustadt/Aisch – Demenz, eine Krankheit verstehen – Zur Veranstaltung

18.09., Haßfurt – Musikkaffee – Zur Veranstaltung

19.09., Bayreuth – Vortrag zum Thema Demenz – Zur Veranstaltung

19.09., Marktoberdorf - DEMENSCH - humorvolle Wanderausstellung Zur Veranstaltung

19.09., Velden – Sinne erleben – Zur Veranstaltung

19.09., Haßfurt – Offener Singkreis – Zur Veranstaltung

19.09., München/Riem – Gymnastik- und Balanceübungen – Zur Veranstaltung

19.09., Landshut – Gartenrätsel-Quizrundgang – Zur Veranstaltung

20.09., Steinbach am Wald/Buchbach – Kochen mit Demenz – Zur Veranstaltung

20.09., Haßfurt - MIT und FIT - Begegnung durch Bewegung – Zur Veranstaltung

20.09., München/Trudering - Besichtigung der Tagespflege Trudering „Die Mitterfelder gGmbH“ – Zur Veranstaltung

20.09., München/Riem – Mittwochs-Café – Zur Veranstaltung

21.09., München/Riem – Singkreis – Zur Veranstaltung

21.09., Buchloe – Zuhause wohnen – auch im Alter – Zur Veranstaltung

22.09., Plattling – Demenz – Das wusstest du noch nicht – Zur Veranstaltung

23.09., Geisenhausen – Info- und Beratungsveranstaltung – Zur Veranstaltung

26.09., Marktoberdorf – Autofahren und Demenz, geht das? – Zur Veranstaltung

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news-1153 Sat, 09 Sep 2023 18:46:36 +0200 Unterfränkische Hilfsorganisationen üben Extremfall https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/unterfraenkische-hilfsorganisationen-ueben-extremfall.html Heute haben über 500 Einsatzkräfte der unterfränkischen Hilfsorganisationen ihre hohe Kompetenz und Einsatzbereitschaft demonstriert. Eine angenommene und folgenschwere Unwetterlage mit anhaltenden Stromausfällen stellte unsere Einsatzkräfte auf die Probe.

Eine angenommene und folgenschwere Unwetterlage mit anhaltenden Stromausfällen stellte unsere Einsatzkräfte auf die Probe.

Auch Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, MdL, und BRK-Vizepräsident Andreas Krahl informierten sich über den Übungsverlauf vor Ort und dankten den Einsatzkräften für ihr Engagement!

Die Szenerien im Einzelnen:

  • Infolge eines Zugunglücks mussten die Insassen eines ICE von Einsatzkräften aus Schweinfurt und Main Spessart medizinisch versorgt und betreut werden.
  • In Miltenberg und Aschaffenburg mussten infolge des Stromausfalls heimbeatmete Patienten evakuiert werden. Weitere, vom Stromausfall betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wurden in einer Betreuungsstelle verpflegt und mit Wärme und Strom versorgt.
  • Infolge des Unwetters ist zudem ein Hubschrauber in einem Waldstück in der Rhön abgestürzt - umherfliegende und herabfallende Teile verletzten dabei unbeteiligte Dritte.
  • In Kitzingen krachte aufgrund schlechter Witterungsbedingungen ein vollbesetzter Bus in ein Wohnhaus.
  • In Würzburg wurde ein sogenannter Kraftfahrzeugmarsch durchgeführt. Auch das Fahren in einem geschlossenen Verband muss geübt sein.
  • In Haßberge hat die Führungsstelle das gesamte Schadensszenario im Regierungsbezirk Unterfranken zusammengeführt, engmaschig überwacht und koordiniert.

Ein großes Lob an alle Beteiligten, die diese Übung mit Leben und Erfolg erfüllten.

Im Einsatz waren die Hilfeleistungskontingente Standard, Transport, Betreuung und alle weiteren Schnelleinsatzgruppen innerhalb des Regierungsbezirkes Unterfranken.

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news-1152 Sat, 09 Sep 2023 12:37:23 +0200 Marokko: Expertinnen und Experten des BRK stehen bereit https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/marokko-expertinnen-und-experten-des-brk-stehen-bereit.html Nach den schweren Erdbeben in Marokko steht das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit spezialisierten Einheiten bereit. Das Deutsche Rote Kreuz koordiniert humanitäre Maßnahmen. Wir bitten die Öffentlichkeit um gezielte Spenden. „Wir verfolgen die Ereignisse in Marokko mit großer Bestürzung und sind in Gedanken bei den Betroffenen und den Teams der marokkanischen Schwestergesellschaft.  Derzeit ist die Lage noch sehr unübersichtlich. Fest steht jedoch, dass die Menschen in den Katastrophenregionen nun dringend humanitäre Hilfe brauchen“, teilte ein BRK-Sprecher am Samstag mit.

„Hilfeleistungen im internationalen Kontext müssen immer gut koordiniert sein. Das Bayerische Rote Kreuz wird daher nicht eigenständig aktiv, sondern wird als Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes, der nationalen Hilfsgesellschaft in Deutschland, im Bedarfsfall zur Hilfeleistung entsendet. Das Bayerische Rote Kreuz steht in engem Austausch mit den zuständigen Stellen im Generalsekretariat, dort stehen Kolleginnen und Kollegen der internationalen Zusammenarbeit in permanentem Kontakt mit dem Marokkanischen Roten Halbmond.  Bei Bedarf können wir sehr  kurzfristig und effizient Hilfe zu leisten“, so der BRK-Sprecher weiter.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hält spezielle Einheiten bereit, die für den Einsatz in Erdbebengebieten ausgebildet sind. Hierzu gehören beispielsweise Rettungshunde der BRK-Bereitschaften, die für die Trümmersuche spezialisiert sind und zusammen mit ihren Rettungshundeführer*innen ein intensives Ausbildungs- und Trainingsprogramm durchlaufen haben.

Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) könnten mit Teams zur Trinkwasseraufbereitung sowie Betreuungs-, Sanitäts- und Verpflegungseinheiten unterstützen. Generell halten die BRK-Bereitschaften auch spezielle Einheiten bereit, die für den Einsatz in Erdbebengebieten ausgebildet sind. Hierzu gehören beispielsweise Rettungshunde, die für die Trümmersuche spezialisiert sind.

Alle Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes sind kurzfristig einsatzbereit. Obwohl sie primär für den Einsatz im Inland, insbesondere im Freistaat Bayern, vorgesehen sind, ist auch ein Auslandseinsatz kurzfristig möglich. Aktuell liegt kein Hilfeersuchen vor.

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news-1151 Fri, 01 Sep 2023 15:47:18 +0200 BRK-Chefin Dr. Elke Frank und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek verständigen sich auf wirkungsvolles Entbürokratisierungs-Projekt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/wirkungsvolles-entbuerokratisierungs-projekt-pflege.html Heute absolvierten BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ein Praktikum im BRK-Senioren-Park Buxheim. Im Rahmen des Praktikums wurde eine aus BRK-Sicht voraussichtlich wirkungsvolle Maßnahme zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation geboren.  Holetschek kam mit vielen Pflegefachkräften in Kontakt und konnte sich hautnah ein Bild davon machen, womit die Pflegefachkräfte tagtäglich konfrontiert sind. Beide unterstützten bei den täglichen pflegerischen Tätigkeiten und halfen bei der Essenausgabe mit.

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass politische Entscheidungsträger die Praxis erleben, um Politik zu gestalten. Gerade die Berufe im Gesundheitswesen sind so komplex, dass man über sie nicht vom Bürotisch aus entscheiden kann. Man muss erleben, was Pflege bedeutet. Das geht in keinem Spitzengespräch und auch bei keinem Runden Tisch. Die Pflegefachkräfte leisten eine unglaublich wichtige Arbeit und es ist unsere Aufgabe als Rotes Kreuz und als verantwortungsvoller Arbeitgeber, sicherzustellen, dass sie die Unterstützung und Ressourcen erhalten, die sie benötigen. Dafür ist die Pflege auch auf die Politik angewiesen. Es war mir daher auch als gelernte Krankenpflegerin ein besonderes Anliegen, dem zuständigen Minister zu zeigen, was Pflege bedeutet und vor allem, was Pflege ausmacht.“

Staatsminister Klaus Holetschek betonte: „Pflege ist der Inbegriff von Menschlichkeit. Ich konnte heute im Pflegeheim Buxheim einen hautnahen Eindruck davon gewinnen, was für eine wichtige und zugleich anspruchsvolle und fachlich herausfordernde Arbeit hier in der Pflege geleistet wird. Schon in meiner Zeit als Bürgermeister von Bad Wörishofen und später als Landtagsabgeordneter bin ich unter anderem mit ambulanten Pflegediensten mitgefahren, um Erfahrungen zu sammeln und in die Politik mit einzubringen.“

Aktuell ist es eine Herausforderung, junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu begeistern, nicht zuletzt aufgrund des negativen gesellschaftlichen Bildes der Pflege – das sich kaum mit den realen Bedingungen deckt. Dr. Frank fordert deshalb einen rechtlichen Rahmen zur Finanzierung von Maßnahmen, die die Attraktivität des Pflegeberufs steigern. Darüber hinaus müssen die Rahmenbedingungen für die Pflegeausbildung verbessert und die Finanzierung gesichert werden, um mehr Praxisanleiter*innen zu gewinnen und das Pflegestudium finanzierbar zu machen.

Ein weiteres Anliegen von Dr. Elke Frank sind entbürokratisierende Maßnahmen in der Pflege. „Es ist unerlässlich, dass wir die Pflegekräfte von unnötiger Bürokratie entlasten, damit sie sich voll und ganz auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: die Pflege von Menschen“, betont Dr. Elke Frank. Sie fordert daher eine Vereinfachung der administrativen Prozesse, damit die Pflegefachkräfte ihre Zeit und Energie auf die Bewohnerinnen und Bewohner konzentrieren können, anstatt auf Papierkram.

Staatsminister Holetschek konnte sich von den bürokratischen Aufwänden einer Pflegefachkraft selbst ein ungeschöntes Bild machen. Dabei äußerte eine anwesende Pflegefachkraft und Wohnbereichsleiterin, dass „rund 75 Prozent der Arbeitszeit dafür drauf geht, Dokumentationspflichten nachzukommen. Diese Zeit fehlt spürbar am Menschen“. Der Staatsminister nahm diesen Punkt auf: „Die Erfahrung während des Praktikums hat mir einmal mehr gezeigt. Es kann nicht sein, dass Pflegekräfte den Großteil ihrer wertvollen Arbeit mit Bürokratie verschwenden. Mein Ziel ist es deshalb, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Pflege im Pflegewohnheim in Buxheim ein Modellprojekt initiieren, um die nicht notwendigen Dokumentationspflichten endlich einzudämmen.“

Dazu Dr. Frank: „Unsere Pflegekräfte sind hochqualifiziert und ihre Fähigkeiten sollten optimal genutzt werden, um die Lebensqualität der Menschen, die sie betreuen, zu verbessern. Wir begrüßen diesen Vorstoß und stehen als Modelleinrichtung sehr gerne zur Verfügung!“

Zudem fordert BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank eine Reform der Pflegeversicherung, um die finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige zu senken und pflegende Angehörige besser zu unterstützen. Die Pflege droht zum Luxusgut zu mutieren. „Das muss verhindert werden“, betonte Dr. Elke Frank. „Pflege muss leistbar bleiben und finanzierbar sein. Man sucht es sich nicht aus, pflegebedürftig zu werden. Es ist daher humanitäre Pflicht von Verbänden und auch des Staates, diesen Lebensabschnitt würdevoll auszugestalten.“

Der BRK-Senioren-Park Buxheim ist eine von vielen Einrichtungen, die das Bayerische Rote Kreuz betreibt und ist eine spezialisierte Einrichtung für Menschen ab 60 Jahren, die aufgrund von Alter, Krankheit oder psychischen Veränderungen tägliche Pflege benötigen. Neben vollstationärer Pflege bietet das Haus auch Kurzzeitpflege-Plätze an und ist spezialisiert auf die Betreuung von Menschen mit Demenz und anderen alterspsychiatrischen Erkrankungen. In einer freundlichen Atmosphäre und komfortablen Ausstattung sorgen examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, staatlich anerkannte Altenpfleger und Pflegehelfer für eine bestmögliche medizinische Betreuung und Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die heutige Erfahrung von Staatsminister Klaus Holetschek im BRK-Senioren-Park Buxheim bot ihm einen wertvollen Einblick in die Herausforderungen und Belastungen, denen die Pflegefachkräfte täglich ausgesetzt sind. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass politische Entscheidungsträger diese Erfahrungen nutzen, um die notwendigen Veränderungen voranzutreiben und die Unterstützung für die Pflegefachkräfte zu verbessern, ist sich Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank sicher. „Mich hat der persönliche Einsatz von Staatsminister Holetschek sehr beeindruckt. Ob bei der Essensausgabe oder bei den pflegerischen Tätigkeiten – der Minister packte mit an und tauchte mit großer Leidenschaft in dieses Praktikum ein“, resümierte Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank.

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news-1150 Wed, 30 Aug 2023 16:18:04 +0200 Schrecklicher und folgenschwerer Unfall mit Krankentransportwagen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/schrecklicher-und-folgenschwerer-unfall-mit-krankentransportwagen.html Am frühen Mittwochnachmittag, den 30. August 2023, kam es auf der Staatsstraße 2250 bei Geslau im mittelfränkischen Landkreis Ansbach zu einem schrecklichen und folgenschweren Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Krankentransportwagens des Bayerischen Roten Kreuzes. Dem aktuellen Kenntnisstand zufolge ist ein entgegenkommender PKW frontal mit dem Krankentransportwagen kollidiert. Die 89-jährige Patientin des Krankentransportwagens erlag ihren schweren Verletzungen noch an der Einsatzstelle. Sie war vorschriftsmäßig auf der Trage angeschnallt. Die zwei Insassen des beteiligten Personenkraftwagens wurden an der Einsatzstelle durch Ersthelfer und den Rettungsdienst reanimiert, einer der Insassen erlag den schweren Verletzungen noch an der Einsatzstelle, ein weiterer verstarb wenig später in der Klinik. Die zweiköpfige Besatzung des Krankentransportwagens verletzte sich schwer, beide Personen befinden sich aber nicht in Lebensgefahr und wurden mit Rettungshubschrauber in Kliniken transportiert. Wie es zu diesem Unfall kommen konnte, ist Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.

„Inmitten dieser Tragödie gilt unser Mitgefühl den Betroffenen und ihren Familien. Dieser schreckliche Unfall bewegt uns sehr“, erklärte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes am Mittwochnachmittag und fügte hinzu: „Wir sind auch in Sorge um den Zustand unserer Rettungskräfte, die infolge des Unfalls schwere Verletzungen erlitten haben.“

An der Unfallstelle bot sich den eintreffenden Rettungskräften ein Trümmerfeld. „Es ist nun auch wichtig, allen beteiligten Einsatzkräften eine umfassende psychosoziale Notfallversorgung zu ermöglichen, damit sie das Erlebte verarbeiten können“, so der BRK-Sprecher.

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news-1148 Mon, 28 Aug 2023 16:15:00 +0200 Hochwassergefahr: „Air Rescue Specialists“ der Wasserwacht Bayern in Voralarm und drei Wasserrettungszüge in erhöhter Alarmbereitschaft https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/hochwassergefahr-air-rescue-specialists-der-wasserwacht-bayern-in-alarmbereitschaft.html Aufgrund des anhaltenden Regens in einigen Teilen Bayerns hat die Wasserwacht Bayern ihre rund 60 „Air Rescue Specialists“ (auch Luftrettungsspezialisten genannt) in Alarmstufe 2 von 3 versetzt. Aufgrund des anhaltenden Regens in einigen Teilen Bayerns hat die Wasserwacht Bayern ihre rund 60 „Air Rescue Specialists“ (auch Luftrettungsspezialisten genannt) in Alarmstufe 2 von 3 versetzt. In Alarmstufe 2 wird die Einsatzbereitschaft hergestellt, um in maximal 180 Minuten an dem zugehörigen Luftrettungsstandort einsatzklar zu sein. Darüber hinaus finden regelmäßige Lagebesprechungen statt.

Die „Air Rescue Specialists“ sind bundesweit an sechs Standorten tätig und kommen bei Hochwasserlagen zum Einsatz.

Zudem wurden die Wasserrettungszüge Oberbayern, Franken und Ostbayern in Alarmstufe 1 versetzt. Ein Wasserrettungszug besteht unter anderem aus Boots- und Tauchereinheiten. Zu den Kernkompetenzen eines Wasserrettungszuges gehören die Rettung und Evakuierung von Menschen und Tieren, Vermisstensuchen, Bergungen und die Absicherung von Einsatzkräften am und im Wasser. Dabei unterstützen und ergänzen sie die vor Ort befindlichen Einsatzeinheiten.

Anlass der Ausrufung der Alarmstufe 2 der rund 60 „Air Rescue Specialists“ und der Alarmstufe 1 für die drei Wasserrettungszüge sind die vom Hochwassernachrichtendienst vorhergesagten Meldestufen des Inn (teilw. Meldestufe 4 von 4) und der Donau (teilw. Meldestufe 4 von 4).

Darüber hinaus hält die Wasserwacht Bayern weitere zwei Wasserrettungszüge des Katastrophenschutzes und 256 Schnelleinsatzgruppen im Freistaat Bayern vor, die im Bedarfsfall schnell in den Einsatz gebracht werden können.

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news-1147 Sun, 27 Aug 2023 11:03:50 +0200 Unwetter ruft Vielzahl an BRK-Einsatzkräften auf den Plan https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/unwetter-bilanz-august-2023.html Vor allem im südbayerischen Raum sorgte das Unwetter mit heftigem Starkregen, orkanartigen Böen und tennisballgroßen Hagelkörnern für ein großes Einsatzaufkommen für Rettungsdienst und Katastrophenschutz.  Auf dem Chiemsee (Lkr. Rosenheim) mussten mehrere Boote (überwiegend Elektro- oder Segelboote) abgeschleppt und vereinzelt auch geborgen und ihre Insassen von der Wasserwacht gerettet werden. Darüber hinaus beobachtet der Krisenstab der Wasserwacht Bayern die Pegelstände und Hochwasser-Vorhersagen im oberbayerischen Raum (v. a. Inn) engmaschig. 

Im Landkreis Miesbach unterstützte das Bayerische Rote Kreuz bei der Evakuierung von 20 Betroffenen aus der Wallbergbahn Rottach-Egern und versorgte an einem Wandererparkplatz in Bad Wiessee sieben Patient*innen mit Platzwunden.

Im Landkreis Dachau wurde das Tor einer Fahrzeughalle der Bereitschaft Markt Indersdorf schwer beschädigt und ein vor der Fahrzeughalle stationierter Sattelauflieger des Katastrophenschutzes stürzte um.

Im Landkreis Aichach-Friedberg wurde ein Bierzelt umgeworfen. Insgesamt 30 Personen zählten dabei als Betroffene und wurden durch das Bayerische Rote Kreuz und die Arbeitgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen betreut oder behandelt. Hiervon waren 10 Personen mittelschwerverletzt und wurden durch Rettungshubschrauber, Rettungswagen und Krankentransportwagen in Krankenhäuser transportiert. Der Rest zählte als leicht- oder unverletzt. 

Ebenfalls im Landkreis Aichach-Friedberg deckte das Unwetter das Dach einer Senioreneinrichtung ab. Da sich der Schaden nicht kurzfristig beheben ließ, mussten rund 100 Bewohner*innen durch das Bayerische Rote Kreuz und die Arbeitgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen evakuiert werden. Dabei mussten einige der Bewohner*innen auch in weiter entfernte Einrichtungen transportiert werden, da im Umkreis des Landkreises die Aufnahme nicht möglich war.

Zahlreiche Bergwachtbereitschaften waren mit Sondereinsatzanhängern des Katastrophenschutzes in Oberbayern im Einsatz, um Dächer abzudichten und die Feuerwehr bei ihren Arbeiten auf den Dächern abzusichern.

Sowohl Bereitschaften, als auch Bergwacht und Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes waren infolge des Unwetters stark gefordert. Die BRK-Bereitschaften beispielsweise stellten in mehreren Regionen Bayerns die Betreuung und Verpflegung evakuierter Personen sicher und verstärkten bedarfsweise den Rettungsdienst mit Unterstützungsgruppen.

Auch Einrichtungen des Bayerischen Roten Kreuzes wurden infolge des Unwetters in Mitleidenschaft gezogen. So sind beispielsweise am Katastrophenschutz- und Hilfeleistungszentrum des BRK im Landkreis Miesbach diverse Beschädigungen (Verbeulte Jalousien, Beschädigungen an der Fahrzeughalle, am Dach und an der Fassade). 

Darüber hinaus wurden mehrere Rettungswagen, Notarzt-Einsatzfahrzeuge, Krankentransportwagen und weitere Einsatzfahrzeuge (bspw. Bergwacht-Einsatzfahrzeuge) leicht bis schwer beschädigt. Einige dieser Fahrzeuge sind so stark beschädigt, dass sie aktuell nicht mehr einsatzbereit sind.

Es ist davon auszugehen, dass sich das Schadensausmaß innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes in den nächsten Tagen klarer abzeichnen und möglicherweise vergrößern wird.
 

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news-1145 Wed, 23 Aug 2023 09:31:16 +0200 Neuer Landesrahmenvertrag: Erhalt der Personalausstattung in Pflegeeinrichtungen gesichert https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/neuer-landesrahmenvertrag-erhalt-der-personalausstattung-in-pflegeeinrichtungen-gesichert.html Dank intensiver Verhandlungen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern und den Kostenträgern konnte die bisherige Personalausstattung in vollstationären Pflegeeinrichtungen gesichert werden. Seit dem 1. Juli gilt bundesweit ein einheitlicher Maximal-Personalschlüssel nach § 113c SGB XI, der eine mögliche Absenkung des bisherigen Personals in Pflege und Betreuung in Bayern zur Folge hätte haben können. Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern führte erfolgreiche Verhandlungen über einen Nachtrag zum bayerischen Rahmenvertrag nach § 75 SGB XI. Diese Maßnahme war dringend erforderlich, um den bundesweit geltenden Maximal-Personalschlüssel nach § 113c Abs. 1 SGB XI zu berücksichtigen und somit den Erhalt der bisherigen Personalausstattung zu sichern.

Bisherige Regelungen und Änderungen im Überblick

„Der bisherige bayerische Rahmenvertrag enthielt weder feste Mindest- noch Maximal-Personalschlüssel“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. „Der neue Rahmenvertrag ist ein großer Schritt in Richtung standardisierter Qualitätssicherung und Personalausstattung in Bayerns Pflegeeinrichtungen.“

Auf Basis einer Vereinbarung der Landespflegesatzkommission galt jedoch ein maximaler Personalschlüssel von 1:2,44 in Bayern. Zusätzlich konnte ein pflegegradunabhängiger Schlüssel für "Sonstige Dienste Pflege und Betreuung" in Höhe von 1:26,4 verhandelt werden.

Mit dem Nachtrag zum Rahmenvertrag wird nunmehr eine solide Basis geschaffen:

  • Der Mindestpersonalschlüssel beträgt durchschnittlich 1:2,44 für Tag- und Nachtdienste, basierend auf der bayerischen Pflegegradverteilung. Eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden wird zugrunde gelegt, wobei der Anteil an Fachkräften bei mindestens 43 Prozent liegt.
  • Die Personalobergrenze liegt bei durchschnittlich 1:2,24 für Tag- und Nachtdienste, wobei der Fachkräfteanteil  individuell höher als 43 Prozent vereinbart werden kann.
  • Zusätzlich können pflegegradunabhängige Sonderfunktionen wie Verantwortliche Pflegefachkräfte, Qualitätsmanagement, Hygienemanagement und Multiplikator*innen für Gerontopsychiatrische Pflege vereinbart werden.
  • Bisher vereinbartes Zusatzpersonal nach § 8 Abs. 6 und/oder § 84 Abs. 9 SGB XI (zusätzliche Pflegefach- und Hilfskräfte) wird dabei in die neue Pflegesatzvereinbarung übertragen. Diese Kräfte werden daher nicht mehr weiter direkt von den Pflegekassen refinanziert, sondern über die Bewohner. Dadurch steigen deren Kosten.

Weitere Schritte

Nach über einjährigen, herausfordernden Verhandlungen konnte eine Einigung auf den "Nachtrag zum Rahmenvertrag für die vollstationäre Pflege in Bayern gemäß § 75 SGB XI" erzielt werden. Dieser trat zum 1. Juni 2023 in Kraft und bietet klare Richtlinien für die Personalbemessung in Pflege und Betreuung. Die Vorgaben zum Mindestpersonalschlüssel und zu den Personalobergrenzen traten zum 1. Juli 2023 in Kraft.

Dieser Landesrahmenvertrag ist allerdings nicht bindend für die Einrichtungen der Pflege im Freistaat Bayern. Jede Einrichtung kann entscheiden, ob sie auf Basis der neuen Regelungen verhandelt oder die bisherige Personalausstattung fortbestehen soll.  Auch innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes ist die Inanspruchnahme des Rahmenvertrages nicht einheitlich geregelt, da einige einrichtungsindividuelle Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um nach dem neuen Rahmenvertrag zu verhandeln.

Der neue Rahmenvertrag geht mit Kostensteigerungen einher, die sich auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen auswirken werden. „Allgemeine Teuerungen, wie Energie- und Lebensmittelpreise, aber auch Tarifsteigerungen und insgesamt höhere Personalkosten, wirken sich auch auf die Pflege aus. Es ist davon auszugehen, dass unabhängig des neuen Rahmenvertrages die Eigenanteile in allen Einrichtungen erhöht werden“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. „Diese Kosten werden nur in Teilen von der Pflegeversicherung übernommen und werden infolgedessen in den Eigenanteilen spürbar. Wohlwissend, dass das für viele eine weitere Kostenbelastung darstellt, werben wir um Verständnis und Akzeptanz – setzen uns aber vor allem weiterhin dafür ein, dass Pflege bezahlbar bleibt und bezahlbarer wird.“

Bei der Refinanzierung der Heimkosten gab es durch das Pflegeunterstützungs- und
-entlastungsgesetz (PUEG) Änderungen an den seit 1. Januar 2022 von den Pflegekassen refinanzierten Zuschlägen zur Begrenzung des Eigenanteils an den pflegebedingten Aufwendungen nach § 43c SGB XI. Hierdurch werden die Zuschläge ab dem 1. Januar 2024 um jeweils 5 % steigen. So beträgt beispielsweise der Zuschlag bei einer Verweildauer von 0 bis 12 Monaten statt 10 % von da an 15 %. „Diese Maßnahme reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Kostensteigerungen abzufangen. Daher wäre hier dringend nachzubessern“, fordert BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank.

Trotz dieser qualitativen Fortschritte in der Personalbemessung sind weitere Anpassungen im bayerischen Ordnungsrecht notwendig, um eine nachhaltige Umsetzung zu gewährleisten. So gibt es zur Umsetzung der Fachkraftquote ab dem 1. Juli 2023 bisher nur ein Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) an die „Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht“ (FQA, ehemals Heimaufsicht). In diesem wird dargelegt, dass die personellen Mindestanforderungen als erfüllt gelten, wenn vollstationäre Pflegeeinrichtungen Pflegsatzverhandlungen nach dem Nachtrag zum Rahmenvertrag abschließen und dabei mindestens der Mindestpersonalschlüssel nach § 1 des Nachtrags zum Rahmenvertrag verhandelt wurde.

Allerdings müssen die Pflegeeinrichtungen vor dessen Umsetzung immer noch einen Antrag nach § 51 Abs. 4 AVPfleWoqG bei der FQA stellen. Die FQA hat diesen Anträgen nach einer aktuellen Weisung des StMGP zuzustimmen, tut dies aktuell allerdings nicht immer ohne weiteres. „Es braucht eine Änderung des bayerischen Ordnungsrecht um Klarheit für alle am Prozess Beteiligten zu schaffen und unnötige bürokratische Prozesse zu verschlanken“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. Das Ordnungsrecht muss demnach an das geänderte Leistungsrecht angeglichen werden.

Mit der Einführung der Pflegepersonalbemessungsverfahren nach § 113c SGB XI werden zukünftig bundeseinheitliche Bemessungsgrößen für Pflege- und Betreuungspersonal eingeführt.

Neben Maßnahmen zur Organisations- und Personalentwicklung wird für die Qualitätssteigerung der Pflege und Betreuung der zukünftig stärkere qualifikations- und kompetenzorientierte Pflegepersonaleinsatz entscheidend sein. Das bedeutet, dass Pflege- und Betreuungskräfte deutlich mehr als bisher entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt werden, auch um die knappe, aber wichtige Ressource „Pflegezeit“ bestmögliches zu verteilen. So wird beispielsweise für die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Personen mit hohem Pflegegrad eine höherer Pflegefachkrafteinsatz gefordert und zur Verfügung gestellt, um die komplexen Anforderungen an die individuelle Risiko- und Pflegesituation gerecht zu werden.

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news-1143 Tue, 22 Aug 2023 11:42:33 +0200 Bayerns Gesundheitsminister unterwegs im BRK-Rettungsdienst https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bayerns-gesundheitsminister-unterwegs-im-brk-rettungsdienst.html Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek absolvierte heute ein Praktikum im Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Der Tag war gefüllt mit Eindrücken, Erfahrungen und der praktischen Seite eines anspruchsvollen Berufs. Das Praktikum fand auf Einladung von BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank statt, die davon überzeugt ist, dass politische Entscheidungsträger die Praxis erleben müssen, um Politik zu gestalten. Daher wird Holetschek in wenigen Tagen gemeinsam mit Dr. Elke Frank auch ein Praktikum in einem Seniorenheim absolvieren, um weitere Einblicke in das Gesundheitssystem zu gewinnen. 

Der Tag begann um 7 Uhr morgens auf der Rettungswache Aubing des BRK-Kreisverbandes München. Nach einer kurzen Begrüßung ging es direkt in die Umkleide, um den Anzug gegen die Rettungsdienstkleidung tauschen. Als Praktikant von Notfallsanitäter Sönke Lase und Notfallsanitäterin Laura Wilhelm begleitete Holetschek das Rettungsteam während der Tagschicht. Nach einem gemeinsamen Fahrzeugcheck meldete sich die Fahrzeugbesatzung um 07:30 Uhr bei der Integrierten Leitstelle München an. 

Als einer der größten Rettungsdienstbetreiber in Bayern und Westeuropa steht das BRK für Qualität und Zuverlässigkeit. Mit mehr als 7.300 Hauptamtlichen und 15.000 Ehrenamtlichen im Rettungsdienst sorgt das BRK täglich für Sicherheit und Hilfe. Holetschek konnte diesen Einsatz aus nächster Nähe erleben und würdigte die Arbeit, die hinter jedem einzelnen Notruf steckt.

Der Rettungsdienst fungiert oft als letztes Glied in der Kette der gesundheitlichen Versorgung und arbeitet eng mit verschiedenen Schnittstellen zusammen. Diese umfassen Krankenhäuser, Seniorenpflegeeinrichtungen, kassenärztliche Bereitschaftsdienste und die hausärztliche Versorgungsstruktur. Als Gesundheitsminister ist Holetschek für diese wichtigen Schnittstellen verantwortlich. Sein Praktikum im Rettungsdienst bot ihm daher nicht nur Einblicke in die Arbeit des Rettungsdienstes, sondern auch in die komplexe Vernetzung des Gesundheitssystems in Bayern. 

„Der Tag im BRK-Rettungsdienst war für mich eine bereichernde und lehrreiche Erfahrung“, resümierte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nach seinem Praktikum. „Durch das direkte Anpacken und aktive Mitmachen entsteht eine Identifikation mit den Problemen und Herausforderungen, denen unsere Retterinnen und Retter ausgesetzt sind.“

Die Erfahrungen des Tages unterstreichen die Bedeutung einer gut koordinierten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen. Sie zeigen auch, wo es Handlungsbedarf gibt, um die Versorgung noch effizienter und patientenorientierter zu gestalten. Der Minister betonte die Schlüsselrolle des Rettungsdienstes in diesem Netzwerk und die Notwendigkeit, dass alle Strukturen verfügbarer und aufeinander abgestimmt sein müssen, damit die Versorgung nahtlos funktioniert. „Natürlich müssen wir insgesamt an den Strukturen arbeiten“, so Holetschek. „Wir sehen, dass unser Gesundheitssystem in vielen Bereichen auf Kante genäht ist. Es knirscht an vielen Stellen. Wir müssen die Chance nutzen und aus der Pandemie kommend das Gesundheitssystem neu aufzustellen.“ 

Der entscheidende Faktor für eine optimale Versorgung der Bevölkerung mit rettungsdienstlichen Leistungen sind die im Gesundheitswesen tätigen Menschen, die mit Engagement und Kompetenz anspruchsvolle und erfüllende Berufe ausüben. Die Funktionsfähigkeit des Rettungsdienstes hängt wesentlich von der Attraktivität und den beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten der Berufe sowie den strukturellen wie tariflichen Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst ab.

„Der Rettungsdienst muss attraktiver gestaltet werden, um den Personalbedarf zu decken bzw. einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dabei sind vor allem Maßnahmen notwendig, die die hohe und stetig steigende Aus- und Belastung des Rettungsdienstes reduzieren. Dies könnte unter anderem durch eine Stärkung ambulanter Versorgungsstrukturen, deren höherer Verfügbarkeit und mehr Aufklärung innerhalb der Bevölkerung erreicht werden“, betonte BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BRK-Rettungsdienstes arbeiten täglich mehr als 3.600 Einsätze im Krankentransport und in der Notfallrettung ab. Damit stellt das BRK einen wichtigen Teil der Daseinsvorsorge vor Ort sicher und ermöglicht schnelle Hilfe zu jeder Tages- und Nachtzeit an 365 Tagen im Jahr.

Abschließend richtete Staatsminister Holetschek einige Worte des Dankes an die Rettungskräfte: „Es ist ganz beeindruckend, was Sie jeden Tag für Ihre Mitmenschen leisten. Sich als Bürger rund um die Uhr auf professionelle Notfallmedizin, die in wenigen Minuten vor Ort ist, verlassen zu können ist ein wahres Privileg, das Sie Tag für Tag mit Leben füllen. Hierfür gilt Ihnen unser aller Dank!“

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news-1142 Tue, 08 Aug 2023 13:43:00 +0200 Bundesverdienstkreuzträger Friedel Tellert im Interview https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bundesverdienstkreuztraeger-friedel-tellert-im-interview.html Friedel Tellert ist 1946 geboren und ein Urgestein des Bayerischen Roten Kreuzes. Seit nunmehr 55 Jahren ist er Teil des KV Schweinfurt, hat dort in dieser Zeit sämtliche Ämter bekleidet und hat den Wandel des BRK hautnah miterlebt. Für dieses Lebenswerk wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Grund genug, um mit ihm über das BRK zu sprechen. Herr Tellert, wann sind Sie zum BRK gekommen?

Ich kam im November 1967 zum BRK. Dort war ich 20 Jahre lang KBL. Mit meiner Frau, die ich beim BRK kennengelernt habe, habe ich zwölf Jahre eine Doppelspitze gebildet.

Wie sah das BRK damals aus?

Vor der Reform war das BRK in Schweinfurt recht ärmlich aufgestellt. Unsere Dienstkleidung bestand aus grauen Uniformen mit Bergmützen. Wir waren eine Handvoll Haupt- und Ehrenamtliche und hatten nur zwei Fahrzeuge. Eines davon war ein T1, darin konnte man zwei liegende Patienten transportieren.

Generell war die Aufgabenlage damals ein bisschen anders als heute. Bis in die 70er waren wir ein reiner Transportdienst, der dafür verantwortlich war, die Patienten so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu bringen. Dabei mussten wir häufig selbst entscheiden, wen wir als erstes mitnehmen, weil wir so klein aufgestellt waren. Das Notarzt-System, wie es heute ist, gab es damals nämlich noch nicht.

Damals kam es zu vielen schweren Autounfällen, weil die Autos noch nicht so sicher waren wie heute. Es gab auch keine Leitstelle, die das alles organisieren konnte. Wir hatten praktisch keinen Kontakt zu den anderen Dienststellen.

Was hat sich während Ihrer Zeit beim BRK am stärksten verändert?

Das sind natürlich mehrere Sachen, die sich positiv verändert haben. Zum einen ist es der Fortschritt der Medikamente im Wagen und das Notarzt-System. Vor 1970 hatten wir nur ein verplombtes Kästchen an Bord, in dem ein Morphiumpräparat lagerte, das nur von einem Arzt geöffnet werden durfte. Das wurde dann mit einer Mehrfachspritze aus Edelstahl verabreicht. Der Arzt hatte damals keinen großen Handlungsspielraum an Bord, denn dort gab es keine Infusionen oder dergleichen.

Auch die Ausbildung war damals eine andere. Wir konnten damals alle gut in den Sanitätsdienst reinwachsen. Heute ist die Sanitätsausbildung so komplex, sodass das nicht mehr weit vom Medizinstudium weg ist.

Die größte und wichtigste Veränderung ist aber die Erstversorgung. Heute wird direkt im Wagen selbst der Patient erstversorgt. Als wir damals damit angefangen haben, waren die Leute irritiert, dass wir nicht sofort ins Klinikum fahren.

Und ab wann gab es diese ganzen Veränderungen?

In den 1970er Jahren hat sich vieles verändert. Medizin, Technik, Wissenschaft. Das alles hat einen riesigen Sprung gemacht. Zu der Zeit wurde der KV Schweinfurt mit Sachspenden von ortsansäßigen Firmen unterstützt. So besaßen wir bereits in den 70ern ein Notstromaggregat, das uns spendiert wurde, ebenso wie ein Krankenwagen, der durch Spenden ermöglicht wurde.

Ab 1975 waren es in Schweinfurt schon 52 Hauptamtliche, die dort tätig waren.

Was ist der größte Unterschied von damals zu heute?

Heute sind das Ehrenamt und die Sani-Dienste so beliebt wie nie. Gerade durch die Pandemie haben viele gemerkt, wie wichtig das BRK ist. Durch die Spezialisierungen sind die Anforderungen an die Rettungskräfte so hoch, dass nur wenige Ehrenamtliche das in ihrer Freizeit gemeistert bekommen. Sie können zwar noch Fahrer werden, aber auch dafür benötigen sie einen besonderen Führerschein, da der normale Rettungswagen schon mehr als 4,5 Tonnen wiegt.

Was war Ihr schönstes Erlebnis während Ihrer BRK-Zeit?

Für mich ist es jedes Mal schön, wenn Leute glücklich sind, weil man ihnen geholfen hat.

Was ist Ihnen am meisten im Gedächtnis geblieben?

Da bleiben natürlich eher die extremen Sachen hängen. Wie z.B. schwere Unfälle oder Zugunglücke. Der Tod gehört zum Rettungsdienst eben dazu. Damals war auch das aber noch anders. Es gab keine psychosoziale Nachsorge für Rettungskräfte. Die Aufarbeitung fand ausschließlich durch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen statt. Heute kann man dank der modernen Medizin vielen das Leben retten, wo das früher nicht der Fall gewesen wäre.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom BRK?

Ich wünsche mir, dass das BRK weiterhin die führende Organisation unter den Hilfsorganisationen bleibt. Dazu zählt, weiterhin bestrebt zu sein, das hohe Niveau zu halten und nicht einzuknicken. Das Rote Kreuz ist ein Zeichen der Humanität.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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news-1139 Mon, 31 Jul 2023 19:33:00 +0200 Auf Kurs in die Zukunft: 140 Jahre Wasserwacht in Deutschland https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/auf-kurs-in-die-zukunft-140-jahre-wasserwacht-in-deutschland.html Am 31. Juli feierte die Wasserwacht in Deutschland ihr 140-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde sie am 08. Februar 1883 aufgrund eines Hochwassers der Donau in Regensburg. Damals wie heute retten die Helferinnen und Helfer Personen aus Flüssen und Seen, kämpfen gegen die Wassermassen und setzen ein Zeichen der Menschlichkeit.

Beim Festakt am Gründungsort kamen mehr als 300 Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler aus ganz Deutschland zusammen, um den Blick in die Zukunft zu richten. Die Wasserwacht wird ausschließlich von Ehrenamtlichen gestemmt. Diese Personen, die sich für die Gesellschaft in ihrer Freizeit einbringen, gilt es gleich zu behandeln. Sei es im Vergleich mit anderen Organisationen oder im Bund-Länder-Vergleich. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt: „Die ehrenamtlichen Kräfte – übrigens aller unserer Gemeinschaften – müssen endlich die gleiche Anerkennung und Wertschätzung erhalten, wie die Ehrenamtlichen des THW und der Feuerwehren: Freistellung vom Arbeitsplatz, Verdienstausfallleistungen an die Arbeitgeber, einen umfassenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz und ein Recht zur Freistellung bei Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen und Bereitstellungen. Das ist nur fair, wenn man bedenkt, dass die Aufgaben und Einsätze nur durch das freiwillige Engagement der Helferinnen und Helfer möglich ist. Sie widmen einen großen Teil ihrer Freizeit, Wochenenden und Ferien der Wasserwacht des DRK. Dafür gebührt Ihnen Anerkennung und die Helfergleichstellung ist hier ein entscheidender Schritt.“

BRK-Präsidentin Angelika Schorer betonte in ihrem Grußwort: „Die Wasserwacht ist als mitgliedsstärkste Gemeinschaft zu einem unersetzlichen Pfeiler des Bayerischen Roten Kreuzes geworden und steht für die Grundwerte von Engagement, Gemeinschaft und Schutz des Lebens.“ Weiterhin forderte sie: „Die 130.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht Bayern sorgen im Sommer bei Hochbetrieb an bayerischen Gewässern für Sicherheit. Dies bedarf jedoch einer angemessenen Infrastruktur der Wachstationen, die seit Errichtung in den 1960er Jahren in die Jahre gekommen sind. Wir erwarten hohe Kosten in den kommenden Jahren, um die Wachstationen zu renovieren. Für dieses Vorhaben benötigen wir die Unterstützung der Politik.“

Eines der obersten Ziele der Wasserwacht ist die Prävention des Ertrinkungstodes. Dies wird in erster Linie in Form von Schwimmkursen und damit der Schwimmfähigkeit erreicht. Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht: „Mit Sicherheit am Wasser ist unser Motto und das leben wir. Damit wir auch in Zukunft dafür stehen können, benötigen wir Trainingsflächen in Bädern, um unsere Ehrenamtlichen und Interessierten zu Rettungsschwimmern auszubilden, um Klein und Groß das Schwimmen beizubringen, um einsatzfähig zu bleiben. Die Situation in den Bädern muss dringend geändert werden. Dafür setzten wir uns gemeinsam mit anderen Schwimmsportbetreibenden Verbänden und Badbetreibenden ein. Dafür brauchen wir Unterstützung aus der Gesellschaft und Politik. Damit in Zukunft besonders die heißen Sommermonate für sichere Abkühlung, Erholung und Freude am Wasser stehen und nicht für Angst vor Badeunfällen.“

Nach Pandemie und Energiekrise wird der Rückstau an Nichtschwimmern sukzessive aufgeholt, 1174 Ausbilder Schwimmen der Wasserwacht Bayern halten unermüdlich Kurse ab. „Unsere Ehrenamtlichen geben tagtäglich ihr Bestes, aber es braucht in erster Linie Schwimmbäder. Jedes geschlossene Bad bedeutet weniger Kinder, die sicher schwimmen können. Wir sind froh und dankbar, dass die Staatsregierung ein Förderprogramm auf den Weg bringt und damit die Kommunen bei der Sanierung und beim Bau von den notwendigen Schwimmbädern unterstützt“, so Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern.

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news-1146 Mon, 31 Jul 2023 10:35:00 +0200 Sommerreise der DRK-Präsidentin durch Bayern: Arbeits- und Fachkräftemangel – Die Dauerkrise unserer Zeit https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/sommerreise-der-drk-praesidentin-durch-bayern-arbeits-und-fachkraeftemangel-die-dauerkrise-unserer-zeit.html Ein funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem ist angesichts wachsender Bedarfe fundamental wichtig, aber nicht selbstverständlich. So hat etwa die Corona-Pandemie die Strukturen und die Mitarbeitenden an ihre Grenzen gebracht. Vor diesem Hintergrund besucht DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zwischen Juni und August bundesweit verschiedene Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und spricht vor Ort mit Beschäftigten. Ein zentrales Thema wird dabei der gravierende Arbeitskräftemangel sein. Vom 31. Juli bis 2. August 2023 reist Hasselfeldt durch den Freistaat Bayern und wird dabei begleitet von BRK-Präsidentin Angelika Schorer und BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank.

Der erste Tag des bayerischen Teils der Sommerreise führte die Delegation nach Freising, Landshut, Straubing und schließlich Regensburg.

In der Lernwerkstatt des Bayerischen Roten Kreuzes in Freising können sich Kinder nach Erledigung ihrer Hausaufgaben, kreativ verwirklichen und an pädagogischen Angeboten teilnehmen. Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Praktikerinnen und Praktikern aus der Kindertages- und der Schulkindbetreuung wurden Sorgen bekräftigt: In Kindertagesstätten stellt der Fachkräftemangel ein immer größer werdendes Problem dar, dem aus Sicht der Teilnehmenden, der Präsidentinnen und der Landesgeschäftsführerin mit Lösungen begegnet werden muss: „Die Lage in den Kitas ist viel dramatischer als es in der Öffentlichkeit den Anschein hat. Dass die Beschäftigten mit dem Mangel an Personal so allein gelassen werden, ist so nicht tragbar. Wenn es so weitergeht, werden viele Familien künftig keine Plätze mehr finden. Wie das mit den aktuellen Debatten zur Vereinbarkeit und Gleichberechtigung zusammenpassen soll, ist mir schleierhaft“, so DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Mit der vorgesehenen Einführung eines Ganztagesanspruches ab 2026 soll jedes Schulkind einen Anspruch auf Ganztagesbetreuung erhalten, was einen signifikanten Ausbau der Angebote erforderlich macht und die beschriebene Dramatik weiter zuspitzen lässt: „Die Pauschalen für die Ganztagsbetreuung wurden seit Jahren nicht erhöht, müssen aber dringend angepasst werden. Diese weit auseinander klaffende  Finanzierungslücke muss geschlossen werden, zum Wohle der Kinder, der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte“, betont BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Einen weiteren Halt machten die Präsidentinnen in Straubing, dort besuchten sie die Integrierte Leitstelle des Bayerischen Roten Kreuzes, die zugleich auch eine Pilotleitstelle für das im Freistaat Bayern neu einzuführende Einsatzleitsystem (ELSA) ist. Das Bayerische Rote Kreuz ist der einzige Betreiber in der Budesrepublik Deutschland, der mehr als eine Intergrierte Leitstelle betreibt. Insgesamt betreibt das Bayerische Rote Kreuz acht Integrierte Leitstellen, wovon sechs in der Verantwortung der BRK-Landesgeschäftsstelle betrieben werden. Zwei weitere werden von BRK-Kreisverbänden betrieben.

Eine der größten Herausforderungen der Integrierten Leitstellen ist die Personalakquise. Diese wird dadurch verstärkt,  dass in diesem spezialisierten Bereich die Notwendigkeit einer doppelten Qualifikation besteht: Disponentinnen und Disponenten müssen sowohl eine rettungsdienstliche als auch eine feuerwehrtechnische Ausbildung mitbringen, um den Beruf ausüben zu können.  BRK-Präsidentin Angelika Schorer: „Es braucht daher eine anerkannte Berufsausbildung. Daher und um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken beteiligt sich das Bayerische Rote Kreuz sehr intensiv an der inhaltlichen Entwicklung einer dreijährigen Ausbildung zum Disponenten oder zur Disponentin. Damit steigt auch die Attraktivität des Berufes.“

Zusätzlich sehen sich die Integrierten Leitstellen vielen Veränderungen ausgesetzt. So sind beispielsweise die Einsatzzahlen und die Anforderungen an eine*n Disponent*in in den letzten Jahren erheblich gestiegen. „Der Personalkörper ist aber nicht in ausreichendem Maße mitgewachsen, weil das Personal am Arbeitsmarkt nicht vorhanden ist“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. „Die große Anzahl an Fehlanrufen und -einsätzen stellen eine große Arbeitsbelastung für die Disponent*innen dar. Deshalb ist es richtig, dass bayernweit an einem neuen System zur Notrufabfrage gearbeitet wird, das schlussendlich auch Rechtssicherheit für die Disponentinnen und Disponenten schafft.“

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news-1137 Tue, 25 Jul 2023 12:00:00 +0200 Ein Füreinander und Miteinander aller Generationen: Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/ein-fuereinander-und-miteinander-aller-generationen-das-mehrgenerationenhaus-in-hassfurt-2.html Direkt am Haßfurter Marktplatz, einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt, steht das Mehrgenerationenhaus (MGH) des BRK Kreisverbands Haßberge. Ein Ort, an dem sich Alt und Jung begegnen und gegenseitig helfen können. Lisa Geyer ist Pädagogin und betreut dort die Fachstelle für pflegende Angehörige, die Familienbildungsstätte sowie die Zukunftswerkstatt Digitalisierung. Wir haben mit ihr ein Gespräch über das Mehrgenerationenhaus geführt und über Einsamkeit, Hilfe und Eigeninitiative gesprochen. Vielen Dank, Frau Geyer, dass Sie sich die Zeit nehmen, um uns von der Arbeit im MGH zu erzählen.  Fangen wir doch ganz vorne an: Was ist das MGH, wann wurde es gegründet und was ist die Idee dahinter?

Das MGH in Haßfurt existiert seit 2008 und das BRK hat die Trägerschaft für das Haus und die Fachstelle für pflegende Angehörige. Es ist ein großer, einladender und barrierefreier Treffpunkt für alle, von Familien mit Kleinkindern bis zu Senioren. Wir bieten verschiedene Projekte an, an denen sich die Besucher*innen beteiligen und sich selbst einbringen können. Aber auch Demenz ist bei uns ein wichtiges und sehr präsentes Thema, nicht zuletzt durch die Fachstelle für pflegende Angehörige. Hier können sich Familien, die einen Demenzfall in der Verwandtschaft haben, Hilfe holen. Dadurch, dass wir Präventivarbeit leisten, können wir gut darauf reagieren.

Die Idee hinter dem MGH ist, eine Begegnungsstätte zu schaffen, die offen für alle ist, egal, ob Alt oder Jung, mit oder ohne Handicap. Der Fokus liegt darauf, alle Generationen zusammenzubringen, weil gerade die Begegnung sehr wichtig ist. Dabei ist auch zu erwähnen, dass ein Großteil der Arbeit auch von Freiwilligen gemacht wird, die sich mit einbringen. Derzeit haben wir über hundert Freiwillige.

Superspannend! Und wie kamen Sie zum MGH in Haßfurt?

Ich habe mich während meines Studiums auf Erwachsenenbildung spezialisiert und ein Praktikum hier gemacht. Dabei war ich Bildungspatin und hab eine junge Besucherin dabei unterstützt, ihren Hauptschulabschluss zu machen. Direkt nach dem Studium konnte ich hier anfangen. Es ist super abwechslungsreich und bietet viele verschiedene Themen, aber alle sind sie nah am Menschen. Und alle, die herkommen, schätzen das MGH.

Welche Herausforderungen stellen sich Ihnen im Alltag im MGH?

Generell kann man sagen, dass es ein anderes Arbeiten hier ist, denn unsere Bürotüren sind immer offen, sodass jederzeit jemand reinkommen kann, der etwas braucht. Aber genau das macht den Job so spannend, jeder Tag ist anders.

Das klingt sehr herausfordernd, aber was sind die schönsten Momente für Sie?

Das Schönste ist es, den Menschen zu helfen. Wenn man sie mit einem guten Gewissen heimgehen lassen kann, weil man weiß, dass man ihnen bei der einen oder anderen Sache geholfen hat. Dazu ist es jedes Mal etwas Besonderes, wenn Besucher*innen sagen, dass das MGH ihr zweites Zuhause ist.

Das kann ich mir gut vorstellen. Das ist auch etwas ganz besonders. Welche Generationen kommen denn ins MGH und welche Angebote gibt es für welche Generation?

Von Eltern mit Kleinkindern über Jugendliche bis zu Senioren sind bei uns alle willkommen. Demnach deckt unser Angebot viele Bereiche ab. Vor allem lebt das Angebot aber vom Miteinander und dem Füreinander. Beispielsweise unsere Bildungspatenschaften. Das bringt mehrere Generationen zusammen und stärkt das Miteinander. Dabei sind die älteren Semester oft der Opa-/Oma-Ersatz, während die Kinder zu den Enkeln werden, die sie vielleicht nie hatten.

Darüber hinaus gibt es gemeinsame Mahlzeiten wie den Mittagstisch, an dem sich unsere Besucherinnen und Besucher aktiv einbringen können. Denn hier wird mit einer ausgebildeten Hauswirtschafterin gemeinsam gekocht.

Spannend sind unsere Sportangebote, von denen einige aus der Initiative der Besucher*innen selbst entstanden sind. So zum Beispiel die E-Bike-Gruppe, die sich an Wochenenden trifft und Radtouren durch den Landkreis macht.

Auch die Musik kommt bei uns im Haus nicht zu kurz. Wir haben zwei Gesangsgruppen, die unterschiedlich ausgerichtet sind und von altem Liedmaterial bis zu modernen Popsongs so gut wie alles abdecken.

Welches Angebotsprogramm haben Sie für pflegende Angehörige?

Von der Fachstelle aus haben wir mehrere Angebote für pflegende Angehörige und Demenzerkrankte. So zum Beispiel unser Musikcafé. Da gibt’s Live-Musik und pflegende Angehörige können sich währenddessen austauschen. Es wird getanzt und gesungen und alle machen mit. Hier stehen das Gemeinwohl und das gemeinsame Erleben im Fokus, nicht die Krankheit.

Auch die Wohlfühlnachmittage für pflegende Angehörige werden sehr gut angenommen. Hier variiert das Programm und reicht von Malerei, über Vorträge bis hin zu Live-Musik. Um den Angehörigen mal eine Pause zu geben, in der sie mal nicht nur als pflegende Angehörige gesehen werden, sondern frei heraus das machen können, wofür ihnen sonst die Zeit fehlt.

Wir haben auch ausgebildete Demenzhelfer, die in die Familien gehen und sie unterstützen, so gut es geht. Wir arbeiten hauptsächlich präventiv. Das bedeutet, die Angehörigen und die Erkrankten kennen uns schon von früher, weil sie mal selbst Besucher waren oder an unserem bunten Angebot teilgenommen haben. Dadurch bieten wir niedrigschwellige Hilfe an, wenn es gerade losgeht. Und die auch sehr gut angenommen wird.

Welche Rolle spielt Einsamkeit wirklich im MGH?

Einsamkeit spielt leider eine große Rolle. Es will auch nicht jeder sagen, dass er oder sie einsam ist, aber wenn man die Besucher*innen näher kennenlernt, merkt man das schon. Viele wohnen inzwischen allein oder sind alleinstehend. Aber genau dafür sind wir da. Wir haben ein offenes Ohr, für diejenigen, die jemanden zum Reden brauchen und bieten ein Programm, an dem sich einsame Personen aktiv beteiligen können. Manche Besucher*innen kommen jeden Tag, machen bei den verschiedensten Angeboten mit und sind traurig, wenn mal wieder ein Feiertag oder ein verlängertes Wochenende kommt, an dem wir nicht offen haben. Wir versuchen immer, die Talente der Besucher*innen zu erkennen und zu fördern, sodass sie etwas finden, bei dem sie wieder aufblühen können. Vom Fahrdienst über Bildungspatenschaften bis zum Kochen und Backen ist da alles dabei und möglich.

Kommen wir nochmal auf das Thema Demenz zurück: welche Rolle spielt die Erkrankung im Alltag des MGH, vielleicht auch im Zusammenhang mit Einsamkeit?

Durch eine Demenz kommt es nicht selten vor, dass sich der Freundeskreis von einem abschottet und man dadurch vereinsamt. Auch die pflegenden Angehörigen vereinsamen ein Stück weit, da sie sich meistens nur noch um die erkrankte Person kümmern. Und oft stehen die Personen dann vor einem riesigen Berg aus Fragen, den so eine Erkrankung mit sich bringt. Sei es nun der Pflegedschungel, welche Ansprüche man hat, welche Pflegegrade es gibt oder allgemeine Beratung und Weitervermittlung. Wir haben da aber ein ganz gutes und großes Netzwerk mit dem BRK zusammen aufgebaut. Dadurch können die Menschen gezielt weitervermittelt und ihnen so geholfen werden. Seien es nun Fahrdienste, ein Hausnotruf, unser Expertennetzwerk oder der Seniorenbeirat, in dem wir ebenfalls tätig sind.

Wie können wir alle das MGH Haßfurt unterstützen?

Wenn es um Politik geht: es wäre schön, wenn die MGH mehr gesehen und gefördert würden. Man muss nicht immer neue Projekte ins Leben rufen, man kann auch bestehende Strukturen stärken und Projekte unterstützen.

Ansonsten gilt: kommt vorbei, seid dabei und gestaltet das MGH mit.

Vielen Dank für das Gespräch!

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news-1134 Tue, 18 Jul 2023 17:32:00 +0200 Zukunft des Rettungsdienstes in Bayern https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/zukunft-des-rettungsdienstes-in-bayern.html Unter dieser Überschrift stand die Podiumsdiskussion, die den Abschluss der Tagung der Leiter Rettungsdienst im Juli 2023 bildete. Bezirksgeschäftsführer Robert Augustin moderierte die Diskussion, an der Vertreter des BRK sowie externer Partner teilnahmen. Neben Sebastian Lange, Abteilungsleiter Rettungsdienst in der Landesgeschäftsstelle, nahmen folgende Persönlichkeiten teil:

Dr. Michael Bayeff-Filloff (Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst), Rainer Braun (Vorsitzender Beirat Rettungsdienst), Johannes Gottschalk (Mitglied der Steuerungsgruppe §2a NotSanG), Johannes Gruber (Sachgebietsleiter D3 Rettungswesen; BRK-Aufsicht, Staatsministerium des Innern, Sport und Integration) und Dr. Stephan Prückner (Geschäftsführer Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement). Nach Eingangsstatements widmete sich die Runde den brennenden Themen des Rettungsdienstes, wie der zukünftigen Entwicklung und Reaktion des Rettungsdienstes auf die aktuellen Anforderungen.

Sebastian Lange erläuterte welche Maßnahmen zur Stabilisierung des Rettungsdienstes notwendig sind: „Der häufigen Inanspruchnahme des Rettungsdienstes bei Akuteinsätzen, welche eigentlich keine klassischen Einsätze sind bei denen akute Lebensgefahr besteht, können wir nicht mit den Rezepten von gestern begegnen, indem wir die Kapazitäten an Rettungswägen stetig erweitern. Hier sind kluge Konzepte wie beispielsweise der „Vorbeugende Rettungsdienst“ gefragt, für die notwendige Entlastung der Notfallrettung zu sorgen, damit sich die Notfallrettung wieder vollumfänglich ihrem ureigenen Auftrag widmen kann.“

Daneben stand auch die Finanzierung für ausreichend Personal in diesem Sektor zur Debatte sowie die gestiegene Anzahl der Einsätze in den letzten Jahren.

Johannes Gruber betonte: „Ein kraftvolles Netz­werk, das eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet ist angesichts der Realität und Zukunft des Rettungsdienstes von besonderer Bedeutung. Immer wieder stehen hier die Einsatz- und Führungskräfte vor veränderten Prämissen und Herausforderungen. Altbewährtes und Neues steht regelmäßig auf dem Prüfstand.

Die Entwicklungen der letzten Jahre und die Prognosen für die Zukunft zeigen, dass die Zahl von Rettungseinsätzen stetig zunimmt. Dies zeigt ohne Frage die hohe Bedeutung des Rettungsdienstes für die Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Um einer solchen Entwicklung zu begegnen, bedarf es sektorenübergreifender Anstrengungen und Lösungen. Ziel muss es sein, die hilfesuchenden Patienten in die richtige Versorgungsstruktur zu lenken.

Ein wichtiger Punkt, um die Anzahl der Notfallsanitäter auf dem bayerischen Arbeitsmarkt zu erhöhen, war die Steigerung der Ausbildungskapazitäten.“

Johannes Gottschalk wies auf die attraktive Gestaltung des Berufsbilds im Rettungsdienst hin:

„Die Berufsfeld- und Bedarfsanalyse muss Einfluss auf die Entwicklung unseres Rettungsdienstsystems und auf die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst haben. Durch Entwicklung von (Fach-)Weiterbildungen können wir den Beruf des Notfallsanitäters weiterentwickeln und Zukunftsperspektiven dadurch schaffen. Die Unterstützungskraft im Rettungsdienst, aktuell die Rettungssanitäterin oder der Rettungssanitäter, muss in einer grundstämmigen Berufsausbildung auf seine Tätigkeiten vorbereitet werden. Insbesondere für diese Berufsgruppe muss eine Zukunftsperspektive geschaffen werden.“

Mit der Einführung des §2a im NotSanG und die durch das BRK entwickelte und gemeinsam abgestimmte Ampelmatrix in Bayern wurde ein zukunftsfähiger Weg für die bayerischen Notfallsanitäter*innen geschaffen, der deutlichen Einfluss auf die zukünftige präklinische Notfallversorgung haben wird. In der Systemänderung müssen auch aufsuchende und präventive Ansätze in den Fokus rücken. So können die geeigneten Einsatzmittel mit dem richtigen Personal zum jeweiligen Einsatz geschickt werden.“

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news-1133 Tue, 11 Jul 2023 15:30:47 +0200 Kampagne zur Schwimmfähigkeit: Wasserwacht Bayern startet „Bayern schwimmt“ / Neue Baderegeln https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/kampagne-zur-schwimmfaehigkeit-wasserwacht-bayern-startet-bayern-schwimmt-neue-baderegeln.html Die Wasserwacht Bayern führt ihre erfolgreiche Kampagne „Bayern schwimmt“ in 2023 fort. Bis zu den Sommerferien sollen mit verschiedenen Aktionen im ganzen Freistaat so viele Kinder wie möglich zu sicheren Schwimmern werden. Der Landesvorsitzende der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber, gab heute zusammen mit Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Kultusminister Prof. Michael Piazolo und Checker Julian im Freibad in Grafing den Startschuss.

Bei der heutigen Auftaktveranstaltung im Grafinger Stadtbad wurden zu diesem Anlass auch die neuen Baderegeln vorgestellt. Sie wurden in Abstimmung mit dem Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) erarbeitet. Die 10 Regeln sind kompakter – bisher waren es 20 Stück – und eingängiger, auch die Grafiken wurden neu gestaltet. Das Einhalten der Baderegeln ist die Basis für sicheren Badespaß. Die neuen Regeln wurden durch die Wasserwacht in Form eines Flyers zusammengefasst. Er bietet eine wertvolle Unterstützung für Schule, Verein und Elternhaus. Auf den neuen Flyer der Wasserwacht wurden die Schulen Bayerns durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus bereits hingewiesen.

Im vergangenen Jahr nahmen 17.743 Kinder an Schwimmkursen der Wasserwacht Bayern teil. „Diese Zahl ist so hoch wie in den letzten vier Jahren nicht, auch im letzten Vor-Pandemiejahr 2019 waren es lediglich 10.619 Teilnehmende. Das zeigt den Rückstau und den großen Bedarf, dem wir nur mit ausreichend Schwimmflächen begegnen können. Ein Schwimmausbilder ohne Bad ist wie ein Fußballtrainer ohne Platz“, betont Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, und ergänzt: „Infolge der Coronavirus-Pandemie war lange Zeit kein Schwimmsport und damit auch kein Schulschwimmen möglich, Schwimmbäder mussten schließen und der Rückstau an Schwimmkursen wurde täglich größer. Erschwerend mussten aufgrund der Energie-Situation Wassertemperaturen in den Bädern reduziert werden, was wiederum vor allem zur Wassergewöhnung kleiner Kinder ein Ausschlusskriterium darstellte. Es scheint aber so, als würden wir nun den Rückstau langsam aufholen. Klar ist: Wir müssen auch in Zukunft genügend Bäder für die überlebenswichtige Schwimmausbildung zur Verfügung haben und müssen deshalb anerkennen, dass Schwimmbäder viel mehr sind als eine Kostenbelastung für Kommunen.“

Landtagspräsidentin und Schirmherrin der Kampagne, Ilse Aigner: „Seit 2019 hat die Wasserwacht unzähligen Kindern bei „Bayern schwimmt“ mit tollen Kursen, Videos und Aktionen das Schwimmen beigebracht – trotz Pandemie. Damit haben die Kinder mehr Spaß am und im Wasser – das hilft nicht nur ihnen und ihren Familien, sondern der ganzen Gesellschaft: Denn sie sind so auch deutlich weniger gefährdet, in Not zu geraten. Umso mehr danke ich all den Ehrenamtlichen der Wasserwacht: Denn sie tragen das Programm ,Bayern schwimmt‘ durch ihr großes Engagement in ihrer Freizeit. Dafür sage ich ein herzliches Vergelt’s Gott!“ 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo: „Schwimmen ist eine existenzielle Fähigkeit und kann Leben retten. Als Kultusminister ist es mir deshalb ein großes Anliegen, die Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Schwimmen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unsere Schulen und ‚Bayern schwimmt‘ leisten hierzu einen kraftvollen Beitrag. ‚Bayern schwimmt‘ wird maßgeblich vom Idealismus, Engagement und Können der Wasserwacht Bayern und der Schulen Bayerns getragen. Hierfür danke ich allen Beteiligten von ganzem Herzen.“

Mehr Informationen: www.bayernschwimmt.de

 

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news-1131 Fri, 07 Jul 2023 13:00:00 +0200 Ausbau auf über 27.000 Quadratmeter für besondere Einsatzlagen: Spatenstich zur Erweiterung des BayZBE https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/ausbau-auf-ueber-27000-quadratmeter-fuer-besondere-einsatzlagen-spatenstich-zur-erweiterung-des-bayzbe.html Das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) wächst. Mit maßgeblicher Förderung des Freistaats Bayern erfolgt ein umfangreicher Ausbau der bisherigen Trainingsflächen des europaweit einmaligen Trainings- und Übungszentrums in der nördlichen Oberpfalz. Zunächst werden für die Realisierung des aktuell anstehenden ersten Bauabschnitts der Erweiterung bis 2026 rund 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Erweiterung bis zum Jahr 2030 soll über 50 Millionen Euro betragen. Der Freistaat Bayern hat die Errichtung des BayZBE seit 2016 und dessen laufenden Betrieb ab 2019 mit bisher mehr als 10 Millionen Euro gefördert.

Gemeinsam mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gaben die Gesellschaftervertreter*innen, BRK-Präsidentin Angelika Schorer, Regionalleiter des Malteser Hilfsdienstes e. V., Franz Xaver Graf Basselet La Rosée, Vizepräsident der Johanniter-Unfallhilfe e. V., Alexander Graf von Gneisenau, und der stellvertretende Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes, Norbert Tessmer, am 7. Juli 2023 den Startschuss mit einem symbolischen Spatenstich.

Das BayZBE hat sich in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz (ARGE BvS) seit seiner Eröffnung im Jahr 2019 als wichtiger Baustein für die gemeinsame organisationsübergreifende Ausbildung im Katastrophenschutz etabliert. Gemeinsam wurde ein umfassendes Konzept für die Erweiterung und damit die zweite Projektphase entwickelt, das den vielfältigen Bedürfnissen der beteiligten Organisationen im Zivil– und Katastrophenschutz gerecht wird. Damit beweist das BayZBE, dass es am Puls der Zeit ist und bleibt, in die Zukunft blickt und diese für die Einsatzkräfte gestalten will – mit bestmöglichen und realistischen Übungsmöglichkeiten. Das Konzept fußt auf einer detailtiefen Bedarfserhebung über alle Organisationen der ARGE BvS hinweg und ermöglicht so eine vielschichtige und interdisziplinäre Nutzung der Erweiterung des BayZBE.

„Das BayZBE ist ein Ort, an dem sich unsere Einsatzkräfte, sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich, den Herausforderungen des Katastrophenschutzes stellen. Es ist ein Ort, an dem sie ihre Fähigkeiten perfektionieren und sich auf alle Szenarien vorbereiten können“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer im Namen der Gesellschafter der BayZBE gGmbH.

Mit einer Fläche von zukünftig über 27.000 Quadratmetern – also fast so groß wie vier Fußballfelder – bietet das BayZBE Schulungsbereiche, Trainingsmöglichkeiten, Verwaltungseinrichtungen und Innovationsbereiche. Die bestehende Halle wird zu einem multifunktional nutzbaren Indoor-Trainingshaus ertüchtigt, in dem z. B. Szenarien in Pflegestationen oder Kindergärten, aber auch eine Übergabe in einer klinischen Umgebung stattfinden kann. Da der Schwerpunkt im BayZBE immer auf den besonderen Herausforderungen nicht alltäglicher Einsatzlagen liegt, wie z. B. einem Einsatz in zerstörter Infrastruktur oder in einem Zug, werden Trainingsareale geschaffen, die diese Themen simulieren. Zukünftig wird es im BayZBE Übungsareale geben, die den Teilabschnitt einer Autobahn oder einen entgleisten Zug abbilden. So können Einsätze noch realitätsgetreuer trainiert werden.

„Beim heutigen Spatenstich erinnern wir uns daran, dass wir nicht nur Gebäude oder Trainingsflächen errichten. Wir gestalten eine Zukunft, in der unsere Reaktion auf Katastrophen schnell, effizient und mitfühlend ist. Mein herzlicher Dank gilt dem Freistaat Bayern sowie dem Bayerischen Innenministerium für die großzügige finanzielle Unterstützung für das BayZBE und das unbeirrte Engagement für dieses Zentrum“, bekräftigt Schorer.

Franz Xaver Graf Basselet La Rosée, Regionalleiter Malteser Hilfsdienst e.V.: „Die große Zahl der Einsätze, bedingt durch Naturkatastrophen, aber auch Terrorlagen, zeigt uns, wie wichtig ein Trainingszentrum wie das BayZBE ist. Man kann sich nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten. Aber man kann sich bestmöglich, praxis- und realitätsnah vorbereiten, um sich dann den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Mit der Erweiterung des BayZBE geht auch unser Katastrophen- und Bevölkerungsschutz den nächsten Schritt, um im Einsatzfall geschult und gewohnt professionell den Menschen helfen zu können.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Wir sind stolz auf unser europaweit einzigartiges Trainings- und Simulationszentrum. Das BayZBE bietet mit seinen hervorragenden Ausbildungs- und Fortbildungsangeboten optimale Bedingungen für unsere bayerischen Einsatzkräfte aller Einsatz- und Hilfsorganisationen. Gute Ausbildung und regelmäßiges Üben sind nötig, um auch bei außergewöhnlichen Einsatzlagen routiniert und fokussiert vorgehen zu können. Das BayZBE steht hier für eine hohe Professionalität und Qualität des Katastrophenschutzes. Auch dank des hohen ehrenamtlichen Engagements und Leistungsniveaus der Kräfte. Ein gut aufgestellter und starker Katastrophenschutz ist der Bayerischen Staatsregierung ein echtes Herzensanliegen. Wir haben daher das BayZBE von Anfang an nicht nur mit finanziellen Mitteln kräftig unterstützt.“

Über das BayZBE:

Am 6. August 2019 wurde die BayZBE gGmbH als Betreibergesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (57 %), des Malteser Hilfsdienst (21 %), der Johanniter Unfallhilfe (11 %) und des Arbeiter-Samariter-Bunds (11%) gegründet und betreibt seither erfolgreich das BayZBE. In diesem Zentrum werden primär Einsatz- und Führungskräfte aller Blaulichtorganisationen für besondere Einsatzszenarien wie beispielsweise Terror- oder Amoklagen mit modernsten Techniken und Simulationsanlagen geschult, es stehtaber auch allen anderen Blaulichtorganisationen zu Trainingszwecken offen . Nun wird das Zentrum um Schulungs-, Trainings-, Verwaltungs- und Innovationsbereiche auf über 27.000 Quadratmeter erweitert.

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news-1132 Thu, 06 Jul 2023 19:05:57 +0200 Bundeshaushalt: BRK kritisiert Kürzungen der Freiwilligendienste um 78 Millionen Euro https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bundeshaushalt-brk-kritisiert-kuerzungen-der-freiwilligendienste-um-78-millionen-euro.html Mit großem Unverständnis reagiert das Bayerische Rote Kreuz auf den Haushaltsentwurf der Bundesregierung, der drastische Kürzungen bei den Mitteln für den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr vorsieht. Der Bundesfreiwilligendienst soll um 53 Millionen Euro und das Freiwillige Soziale Jahr um 25 Millionen Euro gekürzt werden. Gleichzeitig steigen jedoch die Ausgaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, das selbst Freiwilligendienste anbietet, um mehr als acht Millionen Euro an.

"Diese Kürzungen sind nicht nachvollziehbar. Schon jetzt müssen wir vielen jungen Menschen absagen, da die Bundesfinanzierung nicht ausreichend ist, um der hohen Nachfrage nach Freiwilligendiensten gerecht zu werden", erklärt BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. "Jeder investierte Euro in Freiwilligendienste ist gut angelegtes Geld. In Zeiten des Fachkräftemangels benötigen wir jede helfende Hand. Es sind gerade die Freiwilligendienstleistenden, die mit Überzeugung und Tatkraft in den sozialen Tätigkeitsfeldern unterstützen und aktiv mitanpacken. Der Rotstift würde an der absolut falschen Stelle angesetzt."

Aus Sicht des Bayerischen Roten Kreuzes wirkt es absurd, dass immer wieder über die Einführung eines sozialen Dienst- oder Pflichtjahres diskutiert wird, während das vorhandene Engagement junger Menschen nicht vollständig ausgeschöpft wird. Die Nachfrage nach Freiwilligendiensten beim BRK übersteigt stets die verfügbaren Stellen. "Daher fordert das BRK seit langem eine Erhöhung der Mittel, um mehr Menschen den Zugang zu diesen wichtigen und wertvollen Berufen zu ermöglichen", so Meyer.

Das Bayerische Rote Kreuz hat im vergangenen Jahr 2022 rund 1.400 Freiwilligendienstleistende (FSJ und BFD) begleitet.

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news-1129 Tue, 20 Jun 2023 08:49:55 +0200 Weltflüchtlingstag am 20. Juni: BRK-Hilfe für Geflüchtete https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/weltfluechtlingstag-am-20-juni-brk-hilfe-fuer-gefluechtete.html Gewaltsame Konflikte, Verfolgung, Hungersnöte und immer häufiger klimabedingte Krisen – die Zahl der Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen müssen, steigt weltweit. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni weist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) auf das Schicksal dieser Menschen hin und zeigt Wege der Hilfe auf. „Die Gründe für eine Flucht sind unterschiedlich, aber eines immer gleich: Niemand flieht und verlässt seine Heimat freiwillig. Deshalb ist es unsere Verantwortung, diesen Menschen in ihrer Notlage zu helfen“, sagt BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank und fügt an: „Diese Pflicht haben nicht nur wir Wohlfahrtsverbände inne, sondern wir als gesamte Gesellschaft.“

Im vergangenen Jahr hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) einen traurigen Rekord vermeldet: Rund 103 Millionen Menschen befanden sich weltweit auf der Flucht. Mehr als je zuvor. Krieg und Gewalt zählen zu den häufigsten Ursachen für Flucht und Vertreibung. So hat sich allein die Zahl der von bewaffneten Konflikten betroffenen Länder in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Entsprechend machen Geflüchtete, die vor Konflikten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in ihrem eigenen Land fliehen mit rund 60 Millionen den Großteil der Schutzsuchenden aus. Auch Hunger und zunehmend Klima- und Umweltkrisen, zwingen Menschen zur Flucht. Nach Deutschland fliehen Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, seit einem Jahr führt insbesondere der Angriffskrieg in der Ukraine zu starken Fluchtbewegungen in Europa und weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland.

Um Geflüchtete und Zugewanderte beim Ankommen in Deutschland zu unterstützen, bietet das BRK durch Flüchtlings- und Integrationsberatungsstellen, Migrationsberatungsstellen, die Jugendmigrationsdienste sowie viele weitere Projekte und Initiativen Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe an.

Viele Menschen werden auf Ihrer Flucht jedoch auch getrennt. Der DRK-Suchdienst hilft Schutzsuchenden dabei, vermisste Angehörige zu finden und ihre Familie wieder zu vereinen. Das BRK betreibt im Freistaat Bayern zwölf solcher Suchdienst-Beratungsstellen. „Diese Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Naturkatastrophen und Zerstörung. Das BRK hilft unter anderem Geflüchteten, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben, diese wiederzufinden“, so Dr. Elke Frank.

Auf dem Weg über die Migrationsrouten nach Europa sind die Familien oft unter dramatischen Umständen getrennt worden oder haben, während der Flucht, den Kontakt ins Herkunftsland verloren. Um diese Schicksale aufzuklären, arbeitet der Suchdienst des Roten Kreuzes im Rahmen seines internationalen Suchdienst-Netzwerkes mit Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weltweit sowie mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zusammen. „Der Suchdienst hilft Angehörige zu finden, sie wieder miteinander in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen. Er ist seit über 150 Jahren eine Kernaufgabe der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und bis heute ­­- leider - nicht minder wichtig geworden“, resümiert Dr. Elke Frank.

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news-1128 Mon, 19 Jun 2023 15:09:17 +0200 Hitze-Tipps: BRK warnt vor starker Wärmebelastung und gibt Hitze-Tipps https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/hitze-tipps-brk-warnt-vor-starker-waermebelastung-und-gibt-hitze-tipps.html In diesem Sommer wird es voraussichtlich wieder zu sehr hohen Temperaturen kommen. Meteorologen warnen vor besonders heißen Temperaturen in dieser Woche. Denn: Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius werden erwartet. Das Bayerische Rote Kreuz rät den Bürgerinnen und Bürgern, vorsorgende Maßnahmen zu ergreifen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Vor allem weil es auch in den Nächten nicht merklich abkühlt, ist eine starke Wärmebelastung zu erwarten.

Bei einem Hitzschlag kommt es zu einem Wärmestau im Körper, wodurch sich Betroffene müde und erschöpft fühlen können. Auch Krämpfe und Erbrechen können vorkommen, ebenso Schwindelgefühl, Verwirrtheit oder auch Halluzinationen. In besonders schwerwiegenden Fällen kann es zur Bewusstlosigkeit kommen.

Eine Hitzeerschöpfung hingegen entsteht, wenn bei größerer Hitze häufig in Kombination mit körperlicher Anstrengung, wie Arbeit oder Sport unzureichend Flüssigkeit aufgenommen wird. Der Körper verliert durch das Schwitzen große Mengen an Flüssigkeit und Mineralien. Dies belastet und schwächt den Kreislauf. Es kann zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Betroffene sind geschwächt, sehr blass, frösteln und haben einen schnellen und schwachen Puls.

Zur Prävention gesundheitlicher Schäden infolge der Hitze empfiehlt der Landesarzt des Bayerischen Roten Kreuzes, Dr. Florian Meier:

  1. „Trinken Sie täglich 1-2 Liter mehr (!) als sonst. Wir empfehlen natriumhaltiges Mineralwasser. Patient*innen mit einer Herzschwäche bitten wir, die Trinkmenge mit Ihrem behandelnden Arzt abzusprechen.
  2. Halten Sie sich nicht in der prallen Sonne auf und tragen Sie draußen stets eine Kopfbedeckung.
  3. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung unter Sonneneinstrahlung.
  4. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme klären Sie bitte mit Ihrem Hausarzt / Ihrer Hausärztin, ob bei großer Hitze Besonderheiten vorliegen.
  5. Lassen Sie auf keinen Fall Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt im Fahrzeug, die anstauende Hitze kann zu Lebensgefahr und im schlimmsten Fall zum Tode führen.
  6. Rufen Sie im Notfall immer den Notruf 112.
  7. Soweit es Ihnen möglich ist, vermeiden Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten.“

 

Sollte es dennoch zu einem hitzebedingten Notfall kommen, empfiehlt Dr. Florian Meier folgende Maßnahmen:

  1. „Bringen Sie die Person sofort in den Schatten und lagern Sie die Beine hoch. Wenn ein schattiger Platz nicht auffindbar ist, kann auch eine Rettungsdecke (die goldene Seite muss nach innen zeigen) als Schutz vor der Sonneneinstrahlung Abhilfe leisten.
  2. Bieten Sie nicht-eiskaltes Wasser oder auch Getränke wie Fruchtsaftschorle oder Früchtetees zu trinken an. Dabei muss die Person bei vollem Bewusstsein sein. Wenn sie das Bewusstsein verlieren sollte, legen Sie sie in die stabile Seitenlage.
  3. Setzen Sie umgehend einen Notruf (112) ab und kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
  4. Kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern besonders im Bereich von Kopf und Nacken. Kein Eis direkt auf den Körper geben.“
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news-1127 Sun, 18 Jun 2023 07:05:00 +0200 BRK-Hausnotruf bietet Sicherheit in den eigenen vier Wänden https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-hausnotruf-bietet-sicherheit-in-den-eigenen-vier-waenden.html Sommerzeit ist Urlaubszeit. Doch viele Menschen sind zuhause gebunden, weil sie sich um Angehörige kümmern, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind. Hier hilft der Hausnotruf des BRK. Mit einem Notrufsender, der als Armband oder Halskette getragen wird, kann im Notfall Hilfe verständigt werden. Je nach Notfall wird eine Bezugsperson, der Hintergrunddienst oder der Rettungsdienst verständigt. Egal um welche Situation es sich handelt, die richtige Hilfe kommt. Vom Sturz und einer kurzen Hilfe beim „Wieder-auf-die-Beine-kommen“ bis hin zum medizinischen Notfall.

„Seit mehr als 40 Jahren bietet der Hausnotruf des Bayerischen Roten Kreuzes Sicherheit und gewährleistet ein langes, sicheres Leben in den eigenen vier Wänden“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank.

Durch die wachsende Mobilität von Angehörigen und die regionale Zerklüftung des familiären Umfeldes fehlt vielen alleinlebenden Menschen oft ein soziales Netz zur Unterstützung aus Familie, Bekannten und Freunden. Die Folge ist oftmals Vereinsamung.

„Sollte keine Bezugsperson hinterlegt werden können, bietet das BRK als einziger Anbieter im Freistaat nahezu einen flächendeckenden Hintergrunddienst an“, so Dr. Elke Frank. Dieser Dienst kommt bei Alarm im Falle eines nicht-medizinischen Einsatzes zum Hausnotruf-Kunden. Im akuten Notfall wird der beim BRK hinterlegte Schlüssel zur Türöffnung gebracht, damit der Rettungsdienst oder Notarzt in der Wohnung gelangen kann.

Das BRK schenkt Neukunden die ersten 4 Wochen, wenn im Aktionszeitraum 19.06.-30.07.2023 ein Hausnotruf-Vertrag abgeschlossen wird. Weitere Informationen unter www.hausnotruf.bayern.

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news-1126 Fri, 16 Jun 2023 17:30:00 +0200 Forschungsprojekt soll Such- und Rettungseinsätze durch künstliche Intelligenz beschleunigen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/kiresq-startschuss.html Täglich kommen in ganz Deutschland Drohnen bei Suchaktionen zum Einsatz. Allerdings sind die Aufnahmetechniken derzeit auf manuell gesteuerte Bildaufnahmen beschränkt, die anschließend von Menschen manuell ausgewertet werden. Diesem Problem soll das heute in Kempten gestartete Forschungsprojekt „KiResQ“ Abhilfe schaffen.

Das gemeinsame Projekt von Bayerischem Roten Kreuz, Hochschule Kempten und Eifert Systems GmbH wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Das Hauptziel von KIResQ besteht darin, das volle Potenzial von Drohnenaufnahmen für Einsatzkräfte nutzbar zu machen, indem innovative und moderne Bildverarbeitungstechnologien unter Verwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz in Verbindung mit maßgeschneiderten Benutzerschnittstellen eingesetzt werden. KIResQ steht dabei für „KI-basierte Auswertung von Wärmebildern für ein schnelleres Auffinden vermisster Personen“.

Durch diese Weiterentwicklung sollen die Suche nach vermissten Personen und die Darstellung von Lagebildern aus Drohnendaten beschleunigt und verbessert werden. Dies ermöglicht es, vermisste Personen schneller zu finden, was die Überlebenschancen deutlich erhöht und somit Leben rettet.

„Die Effizienz und Genauigkeit von Such- und Rettungseinsätzen soll durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und moderner Bildverarbeitung deutlich verbessert werden“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. „Durch den Einsatz von fortschrittlichen Verfahren der künstlichen Intelligenz können vermisste Personen schneller identifiziert und aufgefunden werden, was zu einer beschleunigten medizinischen Erstversorgung führt und das Outcome für die Betroffenen verbessert.“

Auch eine benutzerorientierte Plattform soll entwickelt werden, um die strukturierte Bearbeitung von Sucheinsätzen vor Ort zu unterstützen. Darüber hinaus werden Sicherheitsfragen bei solchen Einsätzen untersucht einschließlich der Einsatzplanung mit Sicherheitsüberprüfungen vor dem Start und der gemeinsamen Darstellung aller beteiligten Flugdrohnen mit genauer Position für die Bodenkontrollstation.

„Das Projekt KIResQ ist ein Paradebespiel für Forschung und Wissenstransfer an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Gemeinsam mit unseren Praxispartnern arbeiten wir so an Lösungen, die umgehend in die Anwendung transferiert werden“, so Prof. Dr. Wolfgang Hauke, Präsident der Hochschule Kempten.

Weitere, sogenannte assoziierte Projektpartner sind: Bayerisches Landeskriminalamt (BLKA), Bergwacht Bayern, Bezirksfeuerwehrverband Tirol, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz e.V. (Generalsekretariat), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (DLR ZKI), Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS) und Deutsches Rettungsrobotikzentrum DRZ.

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news-1125 Tue, 13 Jun 2023 13:51:10 +0200 Schwimmfähigkeit sicherstellen: Wasserwacht Bayern begrüßt Ministerratsbeschluss gegen Bädersterben https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/schwimmfaehigkeit-sicherstellen-wasserwacht-bayern-begruesst-ministerratsbeschluss-gegen-baedersterben.html Die Wasserwacht Bayern begrüßt den Beschluss des Ministerrats in der heutigen Kabinettssitzung. Konkret wurde ein neues Förderprogramm für Schwimmbäder beschlossen sowie die Gutscheinaktion für Seepferdchen neu aufgelegt. Aus Sicht der Wasserwacht Bayern wird damit einerseits das Thema Schwimmfähigkeit in den Fokus gerückt andererseits aber auch die Basis für das Erlangen der Schwimmfähigkeit langfristig gesichert.

„Die Schwimmfähigkeit hat während der Pandemie und der Energiekrise stark gelitten, die Wartelisten für Schwimmkurse sind lang“, sagt Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern. „Schwimmen können ist eine Grundfertigkeit, die jedes Kind beherrschen sollte. Das kann ein Kind jedoch nur in einem Schwimmbad sicher lernen. Klar ist: Die Wartelisten für Schwimmkurse sind lang – die verfügbaren Schwimmbahnen allerdings rar. Das in den letzten Jahren ungebremste Bädersterben wirkt sich unmittelbar und negativ auf die Schwimmfähigkeit unserer Kinder aus. Durch diese Förderanreize werden hoffentlich wieder mehr Kommunen in ihre Bäder investieren und damit dem Bädersterben Abhilfe leisten.“

Schwimmfähigkeit ist ein Thema, das jeden und jede angeht: Eltern, Lehrkräfte sowie Schwimmausbildende. Es muss gesamtgesellschaftlich angegangen werden, in erster Linie braucht es aber Bäder sowie die Kommunen, die diese betreiben.

„Die Seepferdchen-Aktion „Mach mit – Tauch auf“ trägt ebenfalls dazu bei, dass noch mehr Kinder schwimmen lernen, gerade auch in denjenigen Familien, die sich keinen Schwimmkurs leisten können“, so Huber. Die Wasserwacht Bayern betont, dass das Seepferdchen der erste wichtige Schritt zur Schwimmfähigkeit ist, dennoch sollte danach unbedingt weitergemacht und daran angeknüpft werden. Erst mit dem Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze ist man ein sicherer Schwimmer.

Schwimmen lernen bei der Wasserwacht Bayern: https://www.wasserwacht.bayern/angebote/schwimmen-lernen

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news-1124 Mon, 12 Jun 2023 09:00:55 +0200 Hilfsgüter für die Ukraine: BRK unterstützt DRK- Hilfsgüterlieferung mit 12 Paletten Hygienesets https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/hilfsgueter-fuer-die-ukraine-brk-unterstuetzt-drk-hilfsgueterlieferung-mit-12-paletten-hygienesets.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat seit der Eskalation des Konflikts im Februar 2022 seine Unterstützung stetig ausgebaut. Es ist ein Schlüsselpartner des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in den Bereichen der mobilen Gesundheitsversorgung und ambulanter Pflegeleistungen und erarbeitet derzeit neue Konzepte zur Katastrophenvorsorge und verbesserten Einsatzbereitschaft. So betreibt das URK unter anderem 84 mobile medizinische Gesundheitseinheiten – speziell ausgerüstete Fahrzeuge samt Personal, die in teils sehr entlegene Gemeinden entsendet werden, um Menschen medizinisch zu versorgen. Das DRK unterstützt derzeit 20 dieser Einheiten in den Oblasten Rivne, Volyn und Odessa. Im vergangenen Jahr konnten so über 118.000 Patienten behandelt werden.

Da sich die Lage in den Überschwemmungsgebieten infolge der Zerstörung des Staudamms des Wasserkraftwerks in der Stadt Nowa beinahe stündlich ändert, werden Bedarfsanalysen fortlaufend aktualisiert und Hilfsmöglichkeiten entsprechend angepasst. Es besteht die Gefahr, dass es vermehrt zu Erkrankungen durch verschmutztes Trinkwasser und fehlende Abwasserbehandlung kommen kann. Das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK-GS) mobilisiert in enger Abstimmung mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK) mehrere Hilfsgütertransporte, die in diesen Tagen aus Deutschland in die Ukraine starten oder bereits dort ankommen werden.

Einer dieser Hilfsgüter-Konvois wurde in den frühen Morgenstunden des heutigen Montags in Köngisbrunn in Schwaben beladen. Die Lastkraftwagen im humanitären Auftrag stammen aus Sachsen, wo sie Sonntagnacht aus dem "DRK Logistik HUB Sachsen" teilbeladen gestartet sind. Ergänzt wurde die Ladeliste am Montagmorgen durch das Bayerische Rote Kreuz um weitere zwölf Europaletten mit insgesamt 5100 Hygienesets. Diese Sets enthalten Hygieneartikel wie Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel, Shampoo, Rasierer, Rasiercreme, Damenbinden usw., mit denen man pro Set und Person etwa eine Woche auskommt. Dabei handelt es sich um Güter, die das Bayerische Rote Kreuz in seiner Landesvorhaltung hat.

Der Hilfskonvoi befindet sich derzeit auf dem Weg nach Berlin-Schönefeld. Dort werden Hilfsgüter aus der gesamten Bundesrepublik zusammengeführt und auf unterschiedliche Wege in die Ukraine transportiert.

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news-1123 Mon, 05 Jun 2023 13:36:32 +0200 Friedliches „Rock im Park“ 2023 mit weniger Notfalleinsätzen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/friedliches-rock-im-park-2023-mit-weniger-notfalleinsaetzen.html Die Einsatzleitung des Sanitätswachdienstes "Rock im Park" zieht nach insgesamt fünf Einsatztagen auf dem "Rock im Park"-Festivalgelände ein sehr positives Gesamtfazit. Sowohl alkoholbedingte Einsätze als auch schwerere Verletzungen waren in diesem Jahr stark rückläufig. Auch im Bereich des Eichenprozessionsspinners setzte sich die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres fort: Lediglich in drei Fällen wurden unsere Erste-Hilfe-Stationen aufgrund einer allergischen Reaktion auf den Eichenprozessionsspinner aufgesucht. Zu einer bemerkenswerten Einsatzhäufung kam es am Samstag, den 3. Juni 2023, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr. In diesem Zeitraum wurden mehr als 80 Hilfeleistungen erbracht.

Der erste Patient bei Rock im Park 2023 wurde am 31.05.2023 um 19:35 Uhr infolge eines Fahrradsturzes ambulant behandelt. Am Freitagabend verletzte sich ein Festivalgast das Sprunggelenk so schwer, dass es durch einen Notarzt reponiert und der Patient zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus transportiert werden musste.

Im Laufe des frühen Samstagabends meldete ein Sanitätsteam der Einsatzzentrale "Rock im Park" einen Ölbrand in einem Foodtruck auf dem Festivalgelände. Das bereits vor Ort befindliche Sanitätsteam sorgte gemeinsam mit den Sicherheitskräften dafür, dass umstehende Personen vom kleinen Gefahrenbereich ferngehalten wurden. Umgehend wurden der Einsatzleiter Sanitätsdienst und ein Rettungswagen durch die Einsatzzentrale des Sanitätswachdienstes entsandt. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand sehr schnell eingedämmt werden. Verletzt hat sich infolge des Brandes niemand.

Unweit dieser Einsatzstelle wurden die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte auf einen offenbar bewusstlosen Patienten aufmerksam gemacht. Umgehend leiteten die Einsatzkräfte Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Erfreulicherweise konnte der Kreislauf des Patienten nach wenigen Minuten wiederhergestellt werden. Der Patient wurde durch einen Rettungswagen des Sanitätsdienstes zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus verlegt. Nach aktuellem Kenntnisstand befindet sich der Patient nicht mehr in Lebensgefahr. Aus Sicht der Einsatzleitung hatte der Patient Glück, dass er sich auf einer Großveranstaltung befand und deshalb zufälligerweise ein arztbesetztes Rettungsteam in seiner unmittelbaren Nähe war und die notärztlichen Wiederbelebungsmaßnahmen sofort eingeleitet wurden.

Es kam zu einer untypischen Einsatzmeldung am Sonntagmittag, als offenbar ein Festivalgast beim Ausparken aus dem Parkhaus mit etwa 15-20 km/h gegen eine Säule gefahren war. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde die Person durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert, um eine mögliche Gehirnerschütterung auszuschließen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden durch den Sanitätsdienst mehrere schwer erkrankte bzw. verletzte Patienten behandelt. So wurde unter anderem ein schwerer Asthmaanfall therapiert und in ein Krankenhaus transportiert. Der Patient war Begleitperson eines Festivalgastes mit Sehbehinderung, weshalb der Sanitätsdienst kurzerhand entschied, die Betreuung der Begleitperson zu übernehmen und sie sicher ins Hotel zu bringen. In einem weiteren Fall kam es zu einer schwereren Wirbelsäulenverletzung, nachdem ein Festivalgast im Bühnenbereich gestürzt war. Nach einer notärztlichen Behandlung auf dem Festivalgelände wurde diese Person in ein Krankenhaus transportiert.

Als besonders erfreulich bezeichnet die Einsatzleitung die geringe Anzahl von 57 Notfällen mit Alkoholintoxikationen. Auch die Anzahl der Zeckenbisse reduzierte sich von 225 (2022) auf 60.

Das Alter der Patienten reichte von elf bis 72 Jahren.

Abschließende Zahlen vom 1. Juni 2023, 7:00 Uhr bis 5. Juni 2023, 12:00 Uhr:
(In Klammern die Zahlen zum letzten „Rock im Park“ im Jahr 2022)

  • Einsatzkräfte im Einsatz: 1605 (1828)
  • Einsätze Krankentransportwagen: 68 (142)
  • Einsätze Rettungswagen: 91 (117)
  • Einsätze Notarzt-Einsatzfahrzeug: 24 (32)
  • Transporte ins Krankenhaus: 104 (163)
  • Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen: 2478 (2942)
  • davon ärztliche Versorgungen: 395 (554)

Die Nürnberger Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter- Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD)) leisteten auf dem Veranstaltungsgelände „Rock im Park“ von Donnerstag, 1. Juni, 7:00 Uhr, bis Montag, 5. Juni, 12:00 Uhr, Dienst. Die Einsatzkräfte waren rund um die Uhr Ansprechpartner für die sanitätsdienstliche Versorgung der Festivalbesucher. Pünktlich um 12:00 Uhr übergab die Einsatzzentrale Rock im Park das Veranstaltungsgelände wieder an die Integrierte Leitstelle Nürnberg.

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news-1122 Sun, 04 Jun 2023 13:41:22 +0200 Rock im Park: Rettungskräfte greifen bei Herz-Kreislaufstillstand sofort ein https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/rock-im-park-rettungskraefte-greifen-bei-herz-kreislaufstillstand-sofort-ein.html Der zweite Bühnentag (Samstag) war erwartungsgemäß deutlich einsatzreicher als der erste Tag. Während von Donnerstag bis Samstag, 10:00 Uhr, rund 750 Hilfeleistungen durch den Sanitätsdienst erbracht wurden, wurden von Samstag, 10:00 Uhr, bis Sonntag, 10:00 Uhr, weitere rund 700 Hilfeleistungen erbracht. Insofern haben sich innerhalb eines Tages die Gesamteinsatzzahlen nahezu verdoppelt (siehe auch unten), befinden sich allerdings weiterhin unterhalb des Vorjahreswertes.

Im Laufe des frühen Samstagabends meldete ein Sanitätsteam der Einsatzzentrale „Rock im Park“ einen Ölbrand in einem Foodtruck auf dem Festivalgelände. Das bereits vor Ort befindliche Sanitätsteam sorgte gemeinsam mit den Sicherheitskräften dafür, dass umstehende Personen vom kleinen Gefahrenbereich ferngehalten werden. Umgehend wurde durch die Einsatzzentrale des Sanitätswachdienstes der Einsatzleiter Sanitätsdienst und ein Rettungswagen entsandt. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand sehr schnell eingedämmt werden. Verletzt hat sich infolge des Brandes niemand.

Parallel wurden die anwesenden Einsatzkräfte auf einen aus unklarer Ursache gestürzten und bewusstlosen Patienten in unmittelbarer Nähe des Ereignisses aufmerksam gemacht. Das vor Ort befindliche Erstversorgungsteam leitete umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Schon nach wenigen Minuten konnte der Kreislauf des Patienten wiederhergestellt werden. Unter ärztlicher Begleitung konnte der Patient mit einem Rettungswagen des Sanitätsdienstes in ein nahegelegenes Klinikum gebracht werden. Aus Sicht des Sanitätsdienstes besteht aufgrund der Gesamtumstände des Vorfalls kein Zusammenhang zum Festivalgeschehen und damit auch ausdrücklich nicht zum oben genannten Kleinbrand. Vielmehr hatte der Patient Glück, dass er sich auf einer Großveranstaltung befand und deshalb zufälligerweise ein arztbesetztes Rettungsteam in seiner unmittelbaren Nähe war und die notärztlichen Wiederbelebungsmaßnahmen sofort eingeleitet wurden.

Aktuelle Zahlen vom 1. Juni, 7:00 Uhr bis 4. Juni 2023, 10:00 Uhr:
(In Klammern die Zahlen zum letzten „Rock im Park“ im Jahr 2023)

  • Einsatzkräfte bisher im Einsatz: 1236 (1257)
  • Einsätze Krankentransportwagen: 52 (118)
  • Einsätze Rettungswagen: 60 (86)
  • Einsätze Notarzt-Einsatzfahrzeug: 11 (24)
  • Transporte ins Krankenhaus: 70 (129)
  • Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen: 1575 (2164)
  • davon ärztliche Versorgungen: 277 (383)

Die Nürnberger Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter- Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD)) leisten auf dem Veranstaltungsgelände „Rock im Park“ von Donnerstag, 1. Juni, 7:00 Uhr, bis Montag, 5. Juni, 12:00 Uhr, Dienst. Die Einsatzkräfte sind rund um die Uhr Ansprechpartner für die sanitätsdienstliche Versorgung der Festivalbesucher.

Die Einsatzzentrale des Sanitätswachdienstes ist für alle Besucher*innen während der Veranstaltung rund um die Uhr unter der Notfallnummer 0700 / 911 53 010 erreichbar.

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news-1121 Sat, 03 Jun 2023 11:02:00 +0200 Rock im Park: Gemeldeter Brand löst Großeinsatz aus - schnelle Entwarnung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/rock-im-park-gemeldeter-brand-loest-grosseinsatz-aus-schnelle-entwarnung.html Die Einsatzleitung des Sanitätswachdienstes "Rock im Park" zieht eine positive Zwischenbilanz nach dem ersten Bühnentag am 2. Juni 2023. Um 17:18 Uhr wurde von einem Einsatzabschnitt ein funkender und brennender Stromverteilerkasten auf dem Festivalgelände gemeldet. Umgehend wurden durch die Einsatzzentrale des Sanitätswachdienstes zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug und der Einsatzleiter an die Einsatzstelle entsandt. Bei Eintreffen der Rettungsmittel konnte schnell Entwarnung gegeben werden, da das betroffene Kabelende bereits erfolgreich abgelöscht werden konnte.

Die sommerlichen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden sorgten bei rund 60 Festivalbesucher*innen für Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden. In 80 Fällen wurden Patient*innen mit allergischen Reaktionen infolge von Mückenstichen oder Pollenflug in unseren Hilfsstellen vorstellig. Rund 100 Schürf- und Schnittwunden wurden behandelt und teilweise vor Ort durch einen Arzt oder eine Ärztin genäht. In nur 34 Fällen musste ein Festivalgast oder Mitarbeitender zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verlegt werden.

Anders als in den Vorjahren ist das Wetter in diesem Jahr stabil, und gemäß aktueller Prognosen sind auch keine Unwetter- oder Gewitterereignisse zu erwarten.

Die Einsatzzahlen fallen im Vergleich zum Vorjahr (Stand: 10:00 Uhr) um etwa 23 Prozent niedriger aus. Dadurch sieht sich die Sanitätseinsatzleitung in der Umsetzung des Sicherheitskonzepts bestätigt. Durch Präventivmaßnahmen und eine hohe Sichtbarkeit der Sanitäter*innen auf dem Gelände werden medizinische Auffälligkeiten durch die Festivalgäste unmittelbar an die Einsatzkräfte herangetragen. Dadurch können frühzeitig Maßnahmen eingeleitet werden, bevor sich beispielsweise allergische Reaktionen zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen entwickeln. Die mit den weiteren Sicherheitsbehörden und dem Veranstalter geplanten Bühnenwechsel-Konzepte sorgten gestern zudem für einen reibungslosen Wechselablauf ohne medizinische Zwischenfälle. Gerade die Wechselzeiten stellen eine Herausforderung dar, da eine große Anzahl von Festivalbesucher*innen gleichzeitig von einem Bühnenbereich zum anderen wechselt.

Aufgrund der derzeitigen und auch für die Folgetage erwarteten sommerlichen Temperaturen appelliert die Einsatzleitung, folgende Verhaltenshinweise zu beachten:

  1. Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser am Tag,
  2. schützen Sie Ihre Haut mit Sonnencreme, frischen Sie diese auch regelmäßig auf und tragen Sie Kopfbedeckungen,
  3. wählen Sie im Falle eines medizinischen Notfalls auf dem Rock im Park Gelände die RiP-Notfallnummer 0700-91153010 oder den Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst 112

Zudem ist eine Häufung von allergischen Reaktionen infolge von Mücken- und weiteren Insektenstichen zu beobachten, weshalb die Verwendung von Mückensprays in den Campingbereichen empfohlen wird.

Aktuelle Zahlen vom 1. Juni, 7:00 Uhr bis 3. Juni 2022, 10:00 Uhr:
(In Klammern die Zahlen zum letzten „Rock im Park“ im Jahr 2023)

  • Einsatzkräfte bisher im Einsatz: 760 (732)
  • Einsätze Krankentransportwagen: 35 (56)
  • Einsätze Rettungswagen: 28 (41)
  • Einsätze Notarzt-Einsatzfahrzeug: 5 (12)
  • Transporte ins Krankenhaus: 34 (52)
  • Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen: 748 (973)
  • davon ärztliche Versorgungen: 112 (184)

Die Nürnberger Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter- Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD)) leisten auf dem Veranstaltungsgelände „Rock im Park“ von Donnerstag, 1. Juni, 7:00 Uhr, bis Montag, 5. Juni, 12:00 Uhr, Dienst. Die Einsatzkräfte sind rund um die Uhr Ansprechpartner für die sanitätsdienstliche Versorgung der Festivalbesucher.

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news-1119 Thu, 01 Jun 2023 12:15:59 +0200 Rock im Park: „Leitstelle Rock im Park“ meldet sich zum Dienst https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/rock-im-park-leitstelle-rock-im-park-meldet-sich-zum-dienst.html Seit dem heutigen Donnerstagvormittag um 7:00 Uhr ist die Einsatzzentrale „Rock im Park“ besetzt und einsatzbereit. Alle Notfallmeldungen aus dem Veranstaltungsgelände gehen hier über die Notfallnummer 0700-91153010 ein und etwaige Notfalleinsätze auf dem Veranstaltungsgelände werden von hieraus koordiniert. Mit mehr als 1300 Einsatzkräften stellt das Bayerische Rote Kreuz gemeinsam mit den weiteren Nürnberger Hilfsorganisationen die sanitätsdienstliche Absicherung des Festivals „Rock im Park“ sicher. Zu Spitzenzeiten werden dabei mehr als 300 Einsatzkräfte gleichzeitig auf dem Gelände im Einsatz sein. Mit Fußtrupps, Krankentransport- und Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeugen und weiteren Einsatzmitteln sind die Hilfsorganisationen auf dem gesamten Festivalgelände im Einsatz.

Im vergangenen Jahr 2022 wurden mehr als 1800 Einsatzkräfte auf den Plan gerufen, die rund 2900 sanitätsdienstliche Hilfeleistungen erbracht haben.

Die Nürnberger Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter- Bund (ASB), Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD)) leisten auf dem Veranstaltungsgelände „Rock im Park“ von Donnerstag, 1. Juni, 7:00 Uhr, bis Montag, 5. Juni, 12:00 Uhr, Dienst. Die Einsatzkräfte sind rund um die Uhr Ansprechpartner für die sanitätsdienstliche Versorgung der Festivalbesucher.

Die Einsatzzentrale des Sanitätswachdienstes ist für alle Besucher*innen während der Veranstaltung rund um die Uhr unter der Notfallnummer 0700 / 911 53 010 erreichbar.

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news-1118 Tue, 30 May 2023 11:44:22 +0200 Aufgrund jüngster Badeunfälle: Wasserwacht Bayern mit eindringlicher Warnung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/aufgrund-juengster-badeunfaelle-wasserwacht-bayern-mit-eindringlicher-warnung.html Mit Beginn des Sommers steht die Wasserwacht Bayern bereit, wenn an bayerischen Gewässern wieder Hochbetrieb herrscht. So auch am vergangenen Wochenende an den bayerischen Seen. „Wir warnen erneut und mit Nachdruck davor mit zu viel Sorglosigkeit ins Wasser zu gehen“, appelliert der Landesvorsitzende der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber. „Wir rufen zum Respekt vor dem Element Wasser auf, das nie zu unterschätzen ist, sei es am See, im Freibad oder an Flüssen. Jeder Badeunfall ist einer zu viel und muss unbedingt vermieden werden. Die vergangenen Wochen und auch das vergangene Wochenende zeigen: Gefahren am und im Wasser werden nach wie vor zu oft unterschätzt – die Folgen sind oft tragisch.“

In ganz Bayern sind mehr als 130.000 Wasserwacht-Mitglieder Garanten für Sicherheit am und im Wasser. Ihr Einsatz findet ausschließlich ehrenamtlich statt.

„Viele der bayerischen Seen werden an Wochenenden und Feiertagen von Ehrenamtlichen an Wachstationen der Wasserwacht beaufsichtigt. Zahlreiche Menschenleben konnten durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte in den vergangenen Jahrzehnten gerettet werden und das werden sie auch in diesem Jahr“, betont Huber.

Die Wasserwacht Bayern ruft daher mit Nachdruck dazu auf, die beiliegenden Baderegeln zu beachten:

www.wasserwacht.bayern/baderegeln

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news-1117 Sat, 27 May 2023 18:00:00 +0200 Ikarus: Über 200 Rotkreuz-Kräfte stehen für 33.000 Festivalbesucher*innen parat https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/ikarus-ueber-200-rotkreuz-kraefte-stehen-fuer-33000-festivalbesucherinnen-parat.html Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) übernimmt auch in diesem Jahr den Sanitätswachdienst beim IKARUS-Festival, das vom 26. bis zum 29. Mai auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Memmingerberg stattfindet. Die fast ausschließlich aus Schwaben stammenden Einsatzkräfte des Roten Kreuzes sind seit Freitag, 26.05.2023, 09:00 Uhr, bereit, bis zu 33.000 Besucher pro Tag sanitätsdienstlich abzusichern. Sowohl zu Fuß als auch mit Rettungsmitteln wird das Bayerische Rote Kreuz auf dem Festivalgelände präsent sein, um im Notfall schnelle und professionelle Hilfe zu gewährleisten.

Besonderer Besuch erfreute die ehrenamtlichen Einsatzkräfte am Samstagabend, als die BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank gemeinsam mit dem Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek die engagierten Einsatzkräfte besuchte. Beide würdigten die außergewöhnliche Leistung der Sanitäter*innen, Ärzt*innen und weiteren Rettungskräfte.

Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank betonte: „Veranstaltungen und Festivals dieser Art wären ohne den außerordentlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Einsatzkräfte nicht nur undenkbar, sondern unmöglich. Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz sind Garanten für Sicherheit. Ihre reibungslose und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist ein Erfolgskriterium.“

„Ich danke jeder einzelnen Einsatzkraft in den bayerischen Hilfsorganisationen. Unsere Rettungskräfte stellen sich in den Dienst der Menschen - und das an jedem Tag und rund um die Uhr. Klar ist: Sanitäter, Ärzte und alle weiteren Rettungskräfte leisten täglich aufs neue Höchstleistungen. Sei es als Helfer in Notfällen, als psychologischer Beistand oder als Zuhörer. Das verdient allerhöchste Anerkennung und Respekt“, so Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Insgesamt leisten über 200 Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes während des Ikarus-Festivals mehr als 3500 Einsatzstunden. Dabei wird das Bayerische Rote Kreuz durch Einsatzkräfte des baden-württembergischen Roten Kreuzes unterstützt. Die Präsenz und Professionalität der Einsatzkräfte gewährleisten eine effektive medizinische Versorgung und tragen maßgeblich zur Sicherheit und zum Wohlbefinden der Festivalbesucher*innen bei.

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news-1116 Fri, 26 May 2023 13:18:22 +0200 4. Fachtagung „Drohnen im Bevölkerungsschutz“ in Ingolstadt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/4-fachtagung-drohnen-im-bevoelkerungsschutz-in-ingolstadt.html Am 20.05.2023 fand die 4. Fachtagung „Drohnen im Bevölkerungsschutz“ an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) statt. Über 100 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und den Organisationen waren der Einladung Bayerischen Roten Kreuzes, der Stadt Ingolstadt und der THI gefolgt. Nach Grußworten der 2. Bürgermeisterin Dr. Deneke-Stoll und von Prof. Großmann, dem Vizepräsidenten der THI starteten Vorträge zu den verschiedenen Aspekten der Einbindung von Drohnen in den Bevölkerungsschutz. So berichtete Prof. Rosenfeld über die Aktivitäten im UAM Hotspot Ingolstadt. Franz Jelinek vom Generalsekretariat des Österreichischen Roten Kreuzes in Wien informierte über Regelungen und Aktivitäten in unserem Nachbarland und präsentierte ein Fahrzeug zu der Studie „Projekt Hero“,das speziell für den Drohneneinsatz gebaut wurde.

Zum Thema U-Space gab es interessante Vorträge von dem Verantwortlichen aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Herrn Dr. Jan Dirks. Reale Anwendungsfälle von Drohnen bei der Krisenkartierung (Im Ahrtal, Projekt AIFER) oder bei der Erfassung von Verkehrsunfällen (Projekt AMICA) wurden beleuchtet. Die Initiative BrigkAIR wurde genauso vorgestellt wie das Thema UAS in der Bundeswehr von der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 61). Frau Katrin Uhl vom BBK aus Bonn, stellte den Sachstand der neuen Drohnenempfehlung für BOS vor. Am Ende des Programms stand die Paneldiskussion zum Thema „U-Space – wo liegen die Herausforderungen?“, in dem das Plenum angeregt mit den Experten diskutierte. Als Rahmenprogramm konnten sich die Teilnehmenden bei DRONEMASTERS beim Drohnenflug mit Minidrohnen messen oder sich in der Fachausstellung über die Aktivitäten der verschiedenen BOS informieren. Hier zeigten die BRK Bereitschaften ihre Fluggeräte und Einsatzmöglichkeiten und das THW präsentierte den Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme, kurz TrUL genannt.  Auch war ein Studienfahrzeug, ein Ford Pick Up ausgestattet mit einem speziellen Start- und Landearm und einer Drohne der Firma Quantum Systems, ausgestellt. Das Fahrzeug wurde unter Koordination der BRK Sicherheitsforschung konzipiert und getestet.

Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des BRK betont: „Insbesondere in Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz werden Drohnen in den verschiedensten Anwendungsfällen heute schon erfolgreich eingesetzt. Drohnen haben das Potenzial, die Rettungskette sinnvoll zu ergänzen, die Versorgung zu optimieren und das Outcome der Notfallpatienten zu verbessern.“

Die 5. Fachtagung Drohnen im Bevölkerungsschutz findet im Mai 2024 wieder in Ingolstadt statt.

Foto: Stadt Ingolstadt/Friedel

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news-1115 Fri, 19 May 2023 11:00:00 +0200 Rotkreuz-Präsidentinnen attestieren Nachholbedarf im Katastrophen- und Zivilschutz https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/rotkreuz-praesidentinnen-attestieren-nachholbedarf-im-katastrophen-und-zivilschutz.html Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, besuchte gemeinsam mit der Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Angelika Schorer, am Freitagvormittag die großangelegte und mehrtägige Katastrophenschutz-Übung des Bayerischen Roten Kreuzes, das „Großunfallsymposium 2023“, auf dem Standortübungsplatz Bodelsberg im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Die beiden Präsidentinnen nutzten die Gelegenheit, um auf die aktuellen Herausforderungen im Katastrophenschutz hinzuweisen. Sie forderten verstärkte Maßnahmen und Investitionen, um den steigenden Bedrohungen und neuen Risiken besser gewappnet zu sein.

Gerda Hasselfeldt betonte, dass Deutschland in Bezug auf Katastrophen- und Zivilschutz Nachholbedarf habe. „Darauf haben wir in der Vergangenheit mehrfach hingewiesen. Schon in der Flüchtlingsnothilfe 2015 fehlten Betten und Zelte, in der Pandemie waren dann Masken knapp“, so Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Zudem wies sie auf die verheerenden Auswirkungen des Sturmtiefs im Jahr 2021 hin, das mehr als 180 Menschenleben forderte und Schäden in Milliardenhöhe verursachte. Hasselfeldt betonte die Wichtigkeit des Bevölkerungsschutzes angesichts von Bedrohungen wie bewaffneten Konflikten und Cyberattacken. „Der Bevölkerungsschutz muss stärker in den Fokus gerückt werden“, so Hasselfeldt. Auch eine Vorbereitung auf Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels sei dringend notwendig.

Angelika Schorer unterstrich, dass Bayern insgesamt besser im Katastrophenschutz aufgestellt sei, aber dennoch weiteren Verbesserungsbedarf habe. „Der Katastrophenschutz und unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben in den vergangenen drei Jahren mehrmals unter Beweis gestellt: Wir können Krise. Wir können Katastrophe. Der Staat kann sich auf ein funktionierendes Netz an ehrenamtlichen Profis verlassen“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Schorer betonte weiter, dass sich die Welt verändert habe und neue Risiken und Schutzziele eine Anpassung erforderten: „Die veränderte Welt, einerseits mit Blick auf Bedrohungen andererseits aber auch mit Blick auf den technologischen Wandel, bringt neue Risiken und damit veränderte Schutzziele mit sich. Auf diese müssen wir uns einstellen. Das wird viel Geld kosten. Es ist aber gut angelegtes Geld. Denn eine Investition in den Katastrophenschutz ist eine Investition in unsere Sicherheitsinfrastruktur.“

Als einen elementaren und unverzichtbaren Teil des Katastrophenschutzes bezeichneten beide Präsidentinnen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Das Deutsche Rote Kreuz zählt 442.000 ehrenamtliche Mitglieder in seinen Reihen, wovon 200.000 im Bayerischen Roten Kreuz Mitglied sind. „Wir brauchen Maßnahmen, die es uns auch in Zukunft möglich machen, den Rückhalt vieler Hunderttausender Ehrenamtlicher zu wahren“, so Angelika Schorer. „Dafür braucht es beispielsweise eine vollständige und bedingungslose Helferfreistellung, auch für Übungen und Fortbildungen. Hier gibt es auch in Bayern noch Aufholbedarf. Während die Freistellung und Lohnfortzahlung im Einsatzfall eindeutig geregelt ist, vermissen wir das bei Übungen, Trainings und Fortbildungen.“

„Es kann nicht sein, dass die Freiwilligen von THW und Feuerwehr anders behandelt werden als diejenigen, die in einer Notlage zum Beispiel Betreuungs- und Sanitätsdienst leisten oder medizinische Hilfe erbringen“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Dabei gehe es etwa um Fragen der Freistellung vom Arbeitsplatz, Verdienstausfallleistungen an die Arbeitgeber, einen umfassenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz und ein Recht zur Freistellung bei Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen und Bereitstellungen.

Die Regelungen hierzu seien bundesweit stark unterschiedlich. In Bayern beispielsweise ist die Freistellung Ehrenamtlicher im Einsatzfall eindeutig geregelt, bei Übungen oder Fortbildungen allerdings nicht. Hier erfolgt die Freistellung und Lohnfortzahlung nur bei Einsatzkräften von THW und Feuerwehr. „Wir dürfen keine Helfer zweier Klassen generieren. Jede Einsatzkraft sollte gesetzlich gleichgestellt werden“, betonte Schorer abschließend.

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news-1114 Sun, 14 May 2023 08:00:00 +0200 Kitas: Lösungen für Finanzierungsproblematik und Fachkräftemangel notwendig https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/kitas-loesungen-fuer-finanzierungsproblematik-und-fachkraeftemangel-notwendig.html Traditionell folgt am Montag nach Muttertag der Tag der Kinderbetreuung, der die wichtige Arbeit der pädagogischen Fachkräfte hervorhebt und ihnen entsprechend Anerkennung zollt. Das Bayerische Rote Kreuz betreibt 333 Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder bis zum 14. Lebensjahr. Tagtäglich werden über 19.000 Kinder betreut und beim Aufwachsen begleitet. „Die Bildung und Erziehung von Kindern zu begleiten, ist eine wertvolle Aufgabe, die aktuell vor besonderen Herausforderungen steht und nachhaltig gesichert werden muss“, betont BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer.

„Der Tag der Kinderbetreuung erinnert uns daran, wie wertvoll und unverzichtbar die Tatkraft jedes einzelnen Mitarbeitenden in der Kindertages- und Schulkindbetreuung ist. Die pädagogischen Kräfte bieten den Kindern eine ganzheitliche Bildung und Erziehung und bereiten sie damit bestmöglich auf deren weiteres Leben und Lernen vor“, betont Meyer. Eine gesellschaftlich essenzielle, aber oftmals unterschätzte Aufgabe, die zum heutigen Tag der Kinderbetreuung besondere Aufmerksamkeit verdient. „Wir danken in diesem Zuge allen pädagogischen Mitarbeitenden für ihr Herzblut und Engagement in der täglichen Arbeit mit Kindern“, so Meyer.

Das Feld der Kindertages- und Schulkindbetreuung leidet insgesamt an einer unzureichenden Finanzierung und Förderung. „Die Schaffung von Finanzierungssicherheit für Träger und Chancengleichheit für Familien muss zu einem erklärten, sicht- und spürbaren politischen Ziel der Bayerischen Staatsregierung werden“, so Meyer. Außerdem ist das Feld übermäßig stark vom wachsenden Fachkräftemangel betroffen. Durch den gesetzlichen Ganztagesanspruch ab 2026 wird sich die Problematik des Fachkräftemangels noch verschärfen. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen bis zu 100.000 Fachkräfte zur Umsetzung des Betreuungsanspruchs. „In diesen herausfordernden Zeiten sind es die Mitarbeitenden, die dem System Stabilität verleihen und den Kindern sowie ihren Familien ungebrochen als verlässlicher Bildungs- und Erziehungspartner zur Seite stehen. So kann es auch hier aber nicht weitergehen“, konstatiert Vizepräsidentin Brigitte Meyer.

Um die Kindertages- und Schulkindbetreuung langfristig zu sichern und Betreuungsansprüchen weiter gerecht werden zu können, braucht es nachhaltige Lösungsstrategien für die Finanzierungsproblematik und den Fachkräftemangel. Letzterem kann mit Maßnahmen begegnet werden, wie beispielsweise einer Refinanzierung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Qualifizierung von Kita-Personal oder einer Beschleunigung in der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen.

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news-1113 Fri, 12 May 2023 08:06:00 +0200 Am 14. Mai ist Muttertag: #kraftspenden für Mütter und Väter mit dem Müttergenesungswerk https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/am-14-mai-ist-muttertag-kraftspenden-fuer-muetter-und-vaeter-mit-dem-muettergenesungswerk.html Das BRK hat für 2023 und 2024 den Vorsitz des Müttergenesungswerks (MGW) in Bayern inne. Der Muttertag am Sonntag, den 14. Mai, steht in diesem Jahr unter dem Motto #kraftspenden. 70 Jahre nach der Gründung des Müttergenesungswerks tragen Mütter die Hauptlast der Sorgearbeit. Mütter sind jeden Tag des Jahres, rund um die Uhr, ohne Gegenleistung im Einsatz. Bis schließlich die Gesundheit darunter leidet.

„Mütter, aber auch Väter spenden ihrer Familie Kraft, sie sind unsere Kraftquelle, fangen uns auf, spenden Trost und sind unser fester Anker“, so BRK-Landesgeschäftsführerin, Dr. Elke Frank. „Aber Mütter und Väter spenden nicht nur Kraft, sie müssen auch selbst Kraft schöpfen.“

Das geht beispielsweise bei einer Kur. Das Angebot des Müttergenesungswerkes richtet sich in seinen unterschiedlichen Unterstützungsformen und -angeboten an Mütter, Väter und pflegende Angehörige, die sich in belastenden Lebensumständen befinden. Das Angebot umfasst dabei kostenfreie Kur- und Erholungsmaßnahmen wie Beratung oder Kurmaßnahmen in Kliniken, um die eigene körperliche und seelische Gesundheit aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Eine Kurmaßnahme des MGW ist für viele ein Rettungsanker zur Genesung und Stärkung. Die Kurmaßnahme ermöglicht eine dreiwöchige Auszeit, in der man Kraft tanken und wieder gesund werden kann.

Auch für die Angebote des Müttergenesungswerkes braucht es Kraft und nicht zuletzt finanzielle Mittel. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z. B. zur Unterstützung bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.  Jetzt Kraft spenden und Mütter, Väter, Pflegende und Familien unterstützen: www.muettergenesungswerk.de/spenden

BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank betont: „So wie diese Unterstützung nicht nur am Muttertag gebraucht wird, so verhält es sich auch mit der Care-Arbeit in Familien. Sie wird jeden Tag gebraucht und sollte daher auch das ganze Jahr über mehr in unser aller Bewusstsein gerufen werden und eine größere Anerkennung erfahren. Mütter, Väter und pflegende Angehörige sind für ihre Familie da, egal an welchem Tag.“

Über das Müttergenesungswerk:

Das Müttergenesungswerk ist die einzige Organisation, die politische Arbeit für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter, Väter und Pflegende Angehörige macht. Erst seit 2007 sind die Kurmaßnahmen Pflichtleistungen der gesetzl. Krankenkassen und als solche im Gesetz verankert (§§ 23, 24, 40, 41 SGB V). Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW durch ganzheitlichen und gendersensiblen Kurmaßnahmen und das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. In der wohnortnahen Beratung der Kurberatungsstelle, die sich als Anlaufstelle frei von Stigmatisierung versteht, erfolgt ein niederschwelliges Clearing der Problemlagen der Familien und eine Sortierung hilfreicher Maßnahmen ggf. nach Dringlichkeit. Ist eine Kurmaßnahme das richtige Mittel, unterstützt der/die Berater*in bei der Erstellung des Antrages, der Korrespondenz mit der Krankenkasse, legt ggf. Widerspruch ein. Außerdem berät sie bei der Auswahl der Klinik, erklärt die dortigen Ziele und Abläufe und unterstützt mit Zuschüssen aus Spendenmitteln, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, um z. B. notwendige Kleidung für einen Kuraufenthalt zu kaufen oder die Eigenbeteiligung zu zahlen.

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news-1112 Thu, 11 May 2023 07:56:01 +0200 Tag der Pflege 2023: BRK warnt vor verheerenden Auswirkungen des Pflegenotstandes https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/tag-der-pflege-2023-brk-warnt-vor-verheerenden-auswirkungen-des-pflegenotstandes.html Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai 2023 unterstreichen BRK-Präsidentin Angelika Schorer und BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer die Dringlichkeit des Handlungs- und Reformbedarfes in der Pflege. „Die Pflegefachkräfte haben ernsthafte Verbesserungen mehr als nur verdient“, so Präsidentin Angelika Schorer. „Nicht nur, weil sie in den vergangenen Krisenjahren Immenses für die gesamte Gesellschaft und unseren Sozialstaat geleistet haben, sondern weil ihr Dienst in den kommenden Jahren noch mehr gebraucht wird als bisher.“

Während im Jahr 2021 noch 578.000 Menschen im Freistaat Bayern pflegebedürftig waren, werden es im Jahr 2035 bereits 690.000 und im Jahr 2055 rund 900.000 sein (Quelle: Pflegestatistik 2021, Statistisches Bundesamt). Mit 56 Prozent (2021 im Vergleich zu 2055) wird für Bayern der bundesweit höchste Anstieg prognostiziert.

Den Daten des Pflegegutachtens des Bay. Landesamtes für Statistik zufolge wurden in den vergangenen Jahren rund 50 Prozent der Pflegebedürftigen im Freistaat Bayern entweder durch Angehörige versorgt oder nahmen keine Leistungen in Anspruch. Angenommen, diese Quote würde in den nächsten Jahren beibehalten werden, müssten allein in Bayern rund 450.000 Pflegebedürftige in der vollstationären und ambulanten Pflege versorgt werden. In den vergangenen zehn Jahren entfielen auf einen Pflegebedürftigen durchschnittlich 0,85 Pflegekräfte. Es ergibt sich im Jahr 2055 demnach ein Bedarf an 382.500 Pflegefachkräften, was einem Personalmehrbedarf von mehr als 230 Prozent entsprechen würde.

„Mit dem Wissen, dass wir bereits heute einen Zustand erreicht haben, der sich mit dem Begriff ‚Pflegenotstand‘ kaum mehr zutreffend beschreiben lässt, ist es umso dringlicher wirkungsstarke Maßnahmen auf den Weg zu bringen“, so Vizepräsidentin Brigitte Meyer.

Dabei reichen den beiden Präsidentinnen zufolge nicht nur Modellprojekte, es brauche pragmatische, unbürokratische und vor allem mutige Lösungen. „Es ist richtig, dass die Politik den Fachkräftemangel nicht per Gesetz beseitigen kann“, so Meyer. „Es ist aber auch richtig, dass die Politik vorhandene Instrumente bis heute nicht genutzt hat.“

BRK-Präsidentin Angelika Schorer und BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer fordern daher: „Die Politik muss zwingend eine verlässliche Strategie entwickeln, um die pflegerische Versorgung für die Zukunft sicherzustellen und für die Pflegenden attraktiv zu gestalten. Die Pflege benötigt Signale der Wertschätzung und Anerkennung.“

Die von der bayerischen Staatsregierung zum 1. Juli 2023 geplante Beschleunigung von Einreise- und Anerkennungsverfahren durch eine Zentralisierung des Verfahrens beim Landesamt für Pflege (LfP) ist den Präsidentinnen zufolge ein richtiger und überfälliger Schritt. „Wichtig ist nun, dass diese Maßnahmen der Entbürokratisierung und Zentralisierung auch sehr schnell Wirkung erzielen und für die Praxis spürbar werden. Heute noch können Anerkennungsverfahren mehr als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Das wird der großen Not und dem Bedarf der Wohlfahrtsverbände einfach nicht gerecht“, so Brigitte Meyer.

„Nur mit mehr Pflegekräften im System, lassen sich die heutigen, aber auch die zukünftigen Herausforderungen bewältigen“, so Meyer und ergänzt: „Wir können so nicht mehr weitermachen. Pflegeheime verhängen Aufnahmestopps, weil ihnen schlicht das Personal fehlt. Einrichtungen schließen, weil sie die Kosten schon lange nicht mehr decken können. Mitarbeitende fallen in die Arbeitsunfähigkeit, weil sie an das Ende ihrer Kräfte kommen. Wenn wir uns aus dieser Abwärtsspirale der Pflege nicht hinausbewegen, sind verheerende Auswirkungen zu erwarten.“ Dies würde vor allem Menschen treffen, die keine Angehörigen haben, die ihnen die notwendige Pflege angedeihen lassen können.

„Es ist mir schleierhaft, weshalb die Dringlichkeit an Veränderungen im pflegerischen Bereich nicht in wirkungsvolle Maßnahmen mündet. Runde Tische, Gipfeltreffen und Fachgespräche haben in den vergangenen Jahren nicht die Effekte erzielt, die eine Verbesserung der Lage erhoffen lassen“, so Vizepräsidentin Brigitte Meyer.

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news-1111 Wed, 10 May 2023 15:00:00 +0200 Beginn der Badesaison: Wasserwacht Bayern warnt vor Sorglosigkeit / Weitere finanzielle Mittel nötig https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/beginn-der-badesaison-wasserwacht-bayern-warnt-vor-sorglosigkeit-weitere-finanzielle-mittel-noetig.html Mit Beginn des Sommers steht die Wasserwacht Bayern bereit, wenn an bayerischen Gewässern wieder Hochbetrieb herrschen wird und auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Einsätze erwartet werden. „Wir warnen bereits jetzt davor mit zu viel Sorglosigkeit ins Wasser zu gehen“, appelliert der Landesvorsitzende der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber. „Noch bevor es zu den ersten Badetoten und Badeunfällen kommt, rufen wir zum Respekt vor dem Element Wasser auf, das nie zu unterschätzen ist, sei es am See, im Freibad oder an Flüssen. Jeder Badeunfall ist einer zu viel und muss unbedingt vermieden werden.“

In ganz Bayern sind mehr als 130.000 Wasserwacht-Mitglieder Garanten für Sicherheit am und im Wasser. Ihr Einsatz findet ausschließlich ehrenamtlich statt.

„Viele der bayerischen Seen werden an Wochenenden und Feiertagen von Ehrenamtlichen an Wachstationen der Wasserwacht beaufsichtigt. Zahlreiche Menschenleben konnten durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte in den vergangenen Jahrzehnten gerettet werden und das werden sie auch in diesem Jahr“, betont Huber.

Viele Wachstationen im Freistaat Bayern sind in die Jahre gekommen, marode und werden teilweise nicht mehr den heutigen Anforderungen gerecht, da sie größtenteils in den 1960er-Jahren errichten wurden. Dieser Renovierungs- und Neubaustau dieser knapp 600 Wachstationen wird signifikante Kosten verursachen.

„Wir sehen deshalb die Notwendigkeit für ein Sonder-Investitionsprogramm zur Ertüchtigung und Renovierung oder Neuerrichtung von Wachstationen an den bayerischen Seen. Damit soll in die Sicherheit an bayerischen Gewässer investiert werden“, fordert Landesvorsitzender Huber. „Die Wachstationen sind Basis und Stützpunkt moderner und leistungsfähiger Wasserrettung.“

Auch für die Schnelleinsatzgruppen (SEGen) im Wasserrettungsdienst ist eine deutlich höhere Finanzierung notwendig. „Die Schnelleinsatzgruppen sind ein wichtiger, bereits erprobter Teil des Rettungsdienstes und innerhalb weniger Minuten einsatzbereit“, so Huber. Bei Notfällen tragen sie zu einer lebenswichtigen und einsatztaktischen Effizienzsteigerung bei, ebenso bei Großschadenslagen. „Es braucht mehr finanzielle Mittel, damit die Wasserwacht Bayern auch in Zukunft modernste Technologien bei der Wasserrettung einsetzen kann, beispielsweise Drohnen oder Sonargeräte“, resümiert Huber.

„Ich danke allen Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtlern, die sich ehrenamtlich für die Sicherheit am und im Wasser engagieren“, so Huber. „Gerade in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, wie wichtig die Kräfte des ehrenamtlichen Hilfeleistungssystems in Bayern sind.“

Zu den Baderegeln: www.wasserwacht.bayern/baderegeln

 

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news-1106 Wed, 10 May 2023 11:16:00 +0200 "Unser Tenor ist die Inklusion" - Über die OBA im BRK https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/unser-tenor-ist-die-inklusion-ueber-die-oba-im-brk.html Isabel Schibath leitet hauptamtliche im BRK-Kreisverband Neu-Ulm die Offene Behindertenarbeit, kurz OBA. Sie ist Sozialarbeiterin und -pädagogin und seit 2010 im Kreisverband tätig. Fabian Kraemer arbeitet seit 2016 im Kreisverband Ebersberg und leitet dort gemeinsam mit einem Kollegen die OBA. Seit über 20 Jahren ist er hauptamtlich im Roten Kreuz aktiv – insgesamt sind es aber schon mehr als 30 Jahre. Beide arbeiten mit Leidenschaft und Hingabe für die OBA und sprachen mit uns über die aktuelle Lage dieses wertvollen Bereichs. Hallo Isabel! Hallo Fabian! Schön, dass wir über die OBA sprechen - aber was genau ist die OBA?

Isabel: OBA ist die Abkürzung für Offene Behindertenarbeit. Das Konzept ist festgelegt durch eine Richtlinie des Freistaat Bayern und der Bezirke. Die OBA gibt es in unserem Kreisverband seit 2010 – sie richtet sich an alle Menschen mit Behinderungen, ausgenommen sind dabei Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen. Dafür gibt es gesonderte Beratungsstrukturen. Unser OBA-Tenor ist aber die Inklusion, wir machen keine Unterschiede: Jeder und jede ist willkommen.

Fabian: So wird es bei uns auch gelebt, zudem bieten wir nicht nur Betroffenen, sondern auch Angehörigen und Interessierten eine Anlaufstelle. Die OBA ist ein sehr umfassendes Feld von der Beratung, bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten. Unser Bildungs- und Freizeitprogramm für Menschen mit Behinderung bildet unser größtes Angebot ab. Aktuell sind die Wartelisten länger als die Anzahl an Personen, die wir aufnehmen können. Mich freut der Andrang, aber natürlich bedeutet das auch, dass wir leider nicht immer jeden Teilnahmewunsch erfüllen können. Aktuell können im Schnitt pro Person 2 bis 3 Angebote pro Quartal genutzt werden.

Isabel: Das ist bei uns ähnlich. Wir veranstalten zudem regelmäßig offene Treffs, bei denen Menschen mit Behinderung zusammenkommen und sich austauschen können. Über das ganze Jahr verteilt gibt es Ausflüge - auch zu Veranstaltungen, die ohnehin stattfinden. Wir ermöglichen es Menschen mit Behinderung an diesen Ereignissen teilzunehmen, was sie ohne die OBA oft nicht könnten.

Fabian: Ein weiterer wichtiger Teil der OBA ist die Beratung, diese richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern ist eben auch eine Anlaufstelle für Angehörige oder Interessierte, die mit dem Thema konfrontiert werden.

 

Und was zeichnet die OBA in eurem Kreisverband aus?

Isabel: Neben der OBA bieten wir auch den familienentlastenden Dienst an, der Angehörige entlastet. Und wir betreiben Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Freiwilligenmanagement, denn ohne die Ehrenamtlichen funktioniert die OBA nicht. Wir arbeiten mit insgesamt 40 Freiwilligen.

Fabian: So ist es auch bei uns, ohne das Ehrenamt geht nichts - bei uns sind es rund 20 Ehrenamtliche. Jede und jeder bringt individuell seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten in den Kreisverband, so ist bei uns beispielsweise eine Zumba-Gruppe angedacht oder während Corona gab es ein Plauder-Telefon und ein Zuhause-Programm. Wir arbeiten in der OBA zudem aktuell eng mit wheelmap.org, das bedeutet, dass wir prüfen, ob öffentliche Gebäude im Landkreis beispielsweise auch für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich sind. Das fördert die Vernetzung im Landkreis und hilft auch, um auf die OBA aufmerksam zu machen.

Isabel: Es gibt vermutlich in keinem Kreisverband die eine besondere Sache, vielmehr versuchen wir überall, dass Menschen mit Behinderung aktiv eingebunden werden und wir ihre Wünsche erfüllen. Dafür haben wir beispielsweise den OBA-Rat ins Leben gerufen. In diesem Mitbestimmungsgremium kam in diesem Jahr der Wunsch nach einem Besuch im Freizeitpark auf und den werden wir umsetzen.

 

An wen können sich Betroffene wenden, wenn sie Hilfe benötigen?

Fabian: Wir erfassen in der Regel bei jedem Gespräch die Grunddaten der Person, um individuell auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Dann ist man in der OBA registriert und bekommt alle 3 Monate das Informationsmaterial zugeschickt, damit kann man sich auch für unser Bildungs- und Freizeitprogramm anmelden.

Isabel: Wir versuchen alle Menschen, die sich an uns wenden zu unterstützen und vermitteln die Person an die richtige Stelle, wenn ihnen dort besser geholfen werden kann.

 

Wie ist die aktuelle Situation in der OBA?

Isabel: Wir verspüren einen großen Andrang, genau wie Fabian schon erwähnt hat. Als während der Corona-Pandemie keine Freizeitangebote möglich waren, war das definitiv ein Tiefpunkt für uns. In den letzten Monaten haben wir gemerkt, wie sehr die Menschen wieder raus wollen, Kontakte pflegen wollen. Der Bedarf war auch vor der Pandemie groß, aber es hat in meinen Augen das Bewusstsein verändert.

Fabian: Das kann ich unterschreiben. Wir haben derzeit einen Höchststand an Teilnehmenden.

Isabel: Mir bereitet dabei tatsächlich Kopfzerbrechen, dass wir auf der einen Seite ein großes Netz an Hilfe und Unterstützung haben, es aber auf der anderen Seite überall Engpässe gibt. Angehörige müssen um alles kämpfen und nachbohren. Es werden einem oft Steine in den Weg gelegt. Das ist deshalb dramatisch, weil wir eigentlich in einer guten Struktur leben. Das geht von der Aufnahme eines Kindes mit Behinderung in eine Regel-Kita bis zum Arbeitsplatz. Es ist ein permanenter Kampf selbst bestimmt leben zu können und man braucht einen langen Atem.

Fabian: Was aber schön ist, ist, dass wir in der Gesellschaft überwiegend auf Offenheit treffen, hier hat sich vermutlich aufgrund der derzeit stattfindenden Diskussionen rund um Inklusion viel getan. Wir können uns zum Glück wenig über die finanziellen Förderungen beschweren, da bin ich sehr dankbar, dass der Staat diesen Bereich nicht vergisst - weil es ohne das nicht möglich wäre. Klar, es könnte immer mehr sein, aber an sich geht es uns gut.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag in eurem Beruf aus?

Fabian: Das großartige an der OBA ist, dass man das so nicht sagen kann. Ich weiß nicht, was mich nächste Woche erwartet. Gestern war ich bis 22 Uhr im Büro und habe aber erst um vier begonnen. Mal bin ich im Büro, mal draußen – ich bin viel mit verschiedenen Leuten in Kontakt und habe eine gesunde Abwechslung. Es ist immer wieder anders und immer wieder neu. Nach 20 Jahren kann ich sagen, dass es mir nie langweilig wird und ich den Job immer noch sehr gerne mache.

Isabel: Ich bin viel im Büro, wo ich vorbereite oder organisiere und Beratungen anbiete. Dabei bereitet mir besonders der Kontakt zu den Menschen Freude. Das macht den Job für mich ganz besonders. Wir können sehr frei arbeiten und unser Angebot ist ja freiwillig - das heißt, dass die Leute gerne bei uns sind.

 

Was wünschst ihr euch für die Zukunft der OBA?

Isabel: Sicherheit und Akzeptanz. Nicht nur für die OBA, sondern für alle, mit denen wir zu tun haben. Sicherheit deshalb, damit es die OBA weiterhin gibt. Akzeptanz, damit unsere Arbeit wertgeschätzt wird und ebenso die Menschen mit Behinderung, die sie benötigen. Ich wünsche mir, dass wir Menschen nicht auf die Behinderung reduzieren, sondern das sehen, was sie können.

Fabian: Und ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen auf die OBA aufmerksam werden, nicht nur, um das Angebot anzunehmen, sondern auch, um bei uns ehrenamtlich mitzuwirken. Wir freuen uns über jegliche Form des Zuwachses!

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news-1110 Thu, 04 May 2023 15:11:10 +0200 Nächste Generation Krankentransportwagen für den bayerischen Rettungsdienst https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/naechste-generation-krankentransportwagen-fuer-den-bayerischen-rettungsdienst.html Ein Expertenteam der Durchführenden im bayerischen Rettungsdienst hat heute in München zusammen mit den Herstellern von Basisfahrzeug und Aufbau den ersten Krankentransportwagen (KTW) der nächsten Generation in Bayern abgenommen. Das neue Modell mit der Bezeichnung „KTW BY 2023“ wird vom bisherigen Aufbauhersteller Ambulanz Mobile nun auf einem MAN TGE 3.140 mit Vorderrad- oder Allradantrieb aufgebaut.

Beide Varianten haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 3.500 kg - und halten dieses auch bei Vollbesetzung und Vollbeladung ein. Trotzdem wird es durch die steigenden Anforderungen an Technik und Ausstattung immer problematischer, KTW des Typ A2 nach DIN EN 1789:2020 innerhalb dieser Gewichtsgrenze zu realisieren. Konsequenter Leichtbau und ein intelligenter Ausbau mit gewichtsoptimierten Kunststoff-Formteilen sind also angesagt.

Ausschlaggebend für den Basisfahrzeug-Wechsel war auch die gute Lieferbarkeit des Fahrzeuges – ein wichtiges Kriterium, dem in der aktuellen Marktsituation eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Das neue Hochdach-Modell bietet im Patientenraum gute Platzverhältnisse, für arbeitsfeldnah benötigte Ausstattung steht nun ein in die rechte Seitenwand integriertes Schubladen-Element zur Verfügung. Zur Erstversorgung von Notfallpatienten kann die KTW-Besatzung neben einem AED- / EKG-Überwachungsmonitor Corpuls C1, einer elektrischen Absaugpumpe und einem Notfallrucksack jetzt auch auf eine Sauerstoff-Tasche zurückgreifen, die in bisherigen Bayern-KTW seit Jahrzehnten mitgeführte Inhalations-Trageplatte wurde in den Ruhestand geschickt.

Neu im Basisfahrzeug sind Motor-Weiterlauf-Schaltung (MWS), Sitzheizung für Fahrer und Beifahrersitz und ein Abbiegekamerasystem rechts, äußerlich wurde die Fahrzeugkennzeichnung analog zu RTW und NEF als Warnbeklebung mit leuchtgelb retroreflektierenden Folien zur Verbesserung der Erkennbarkeit und Sicherheit im Einsatz bei Dunkelheit ausgeführt.

Wie bereits bei der unmittelbaren Vorgänger-Generation übernimmt ein kraftunterstütztes Beladesystem Stryker Power Load den Ein- und Ausladevorgang der ebenfalls elektrohydraulisch höhenverstellbaren Fahrtrage Stryker Power Pro XT.

Highlight der Fahrzeugausstattung des KTW wird nach dessen Erprobungsende und Serienreife jedoch ein abnehmbares Raupen-Antriebsmodul für den Stollenwerk-Tragsessel 6003. Dieses ermöglicht neben einem ergonomischen Treppentransport auch ein kraftunterstütztes Einfahren des besetzten Tragsessels über die klappbare Heckrampe in den KTW.

Sowohl der KTW BY 2023 als auch der Tragsessel mit Antriebsmodul werden kommende Woche auf der Leitmesse Rettmobil in Fulda bei Ambulanz Mobile (Halle 3, Stand 104) und Stollenwerk (Halle G, Stand 1310) zu sehen sein.

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news-1107 Wed, 26 Apr 2023 12:03:00 +0200 20 Jahre Sicherheit und stetige Weiterentwicklung: Bayerns Rettungswagen feiern Jubiläum https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/20-jahre-sicherheit-und-stetige-weiterentwicklung-bayerns-rettungswagen-feiern-jubilaeum.html Im Freistaat Bayern werden die Rettungswagen, Krankentransportwagen und Notarzt-Einsatzfahrzeuge für alle Durchführenden im öffentlichen Rettungsdienst zentral und einheitlich beschafft. Die zentrale Beschaffungsstelle ist dabei in der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes verortet. Bereits seit den 1980er Jahren beschafft das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Rettungs- und Krankentransportwagen für die eigenen Kreisverbände zentral. Im Jahr 2003 wurde diese Zentralbeschaffung unter Führung des Bayerischen Roten Kreuzes gemeinsam mit den Beteiligten auf alle Durchführenden des Rettungsdienstes in Bayern ausgedehnt. Seitdem beschafft das BRK für und gemeinsam mit allen Hilfsorganisationen und Durchführenden im bayerischen Rettungsdienst alle aus Investitionsmitteln der Kostenträger für den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst finanzierten Fahrzeuge und Gerätschaften.

Anlässlich des diesjährigen 20. Jubiläumsjahres der „Bayern-Rettungswagen“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank, dem Leiter der Mercedes-Benz Vertriebsdirektion Bayern, Johannes Fritz und AOK-Bereichsleiter Andreas Santl als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsträger, am heutigen Mittwoch, den 26. April 2023, auf dem Vorplatz der Mercedes-Benz Niederlassung München, elf Rettungswagen an die bayerischen Hilfsorganisationen, die nach Landesrecht eingebundenen Privatunternehmen und die Branddirektion der Landeshauptstadt München übergeben.

Der „Rettungswagen Bayern 2023“ stellt bereits die zwölfte Fahrzeuggeneration für Rettungswagen dar. Dabei verbinden alle Generationen eine stetige Weiterentwicklung im Zeichen der Sicherheit der Patientinnen und Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Besonderheit dieser aktuellen Fahrzeuggeneration ist unter anderem in einer größeren Flexibilität begründet. Während es bisher eigens ausgebaute „Schwerlast-Rettungswagen“ für den Transport besonders schwergewichtiger Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 300 kg gab, kann seit der Generation 2022 jeder neue bayerische Rettungswagen auch diese Patienten sicher und schonend transportieren. Die Beschaffung spezieller Schwerlast-Rettungswagen ist nun dafür nicht mehr notwendig – und ein weiterer Schritt zur Standardisierung geschafft.

In den vergangenen 20 Jahren und mit den zwölf Fahrzeuggeneration hat sich vieles grundlegend verändert. Lange galt die Einführung eines einheitlichen Rettungsmittelkonzeptes für ein ganzes Bundesland als undurchführbar. Zu unterschiedlich seien die Anforderungen zwischen Stadt und Land, zwischen Berg- und Flachland und nicht zuletzt zwischen den einzelnen Betreibern, hieß es. Das BRK hat alle Beteiligten und Durchführenden an einen Tisch geholt und gemeinsam ein tragfähiges und universell in Bayern einsetzbares Fahrzeugkonzept entwickelt. Alle Rettungswagen, Krankentransportwagen und Notarzt-Einsatzfahrzeuge sind seitdem einheitlich ausgebaut und unterscheiden sich lediglich durch die Betreiberkennzeichen und -logos.

Zusätzlich umfasste die Übergabe auch zwei der ersten Notarzt-Einsatzfahrzeuge der neuesten Generation, nun aufgebaut auf Kleintransporter-Basis. Bislang wurden im Freistaat Bayern hierfür überwiegend PKW-basierte Kombi und SUV eingesetzt.

„Gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern, darunter auch Mercedes-Benz, können wir durch die zentrale Beschaffung größtmögliche Sicherheit und Schutz sowohl für unsere Retterinnen und Retter als auch Patientinnen und Patienten gewährleisten. Dabei haben die stetige Weiterentwicklung und Innovation höchste Priorität und das seit 20 Jahren. Mit Rettungsmitteln wie diesen bieten wir unseren Einsatzkräften seit jeher die Basis für erfolgreiche und vor allem sichere Einsätze“, so BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank. „Zusammengefasst bietet die Zentralbeschaffung der Rettungsmittel in Bayern durch das Bayerische Rote Kreuz eine optimale Wirtschaftlichkeit durch ein überlegenes Verhältnis von Beschaffungskosten, Fertigungsqualität und bedarfsgerechtem Ausstattungsumfang – für alle am Rettungsdienst beteiligten Organisationen und Institutionen.“

Innenminister Joachim Herrmann: "Die zentrale Beschaffung von Rettungsmitteln ist ein Erfolgsmodell. Bayern ist bundesweit eines der wenigen Bundesländer, das dieses Konzept verfolgt." Herrmann weiter: "Die neuen Einsatzfahrzeuge sind ein wichtiger Beitrag, um den gestiegenen Herausforderungen im Rettungsdienst angemessen begegnen zu können und die Versorgung der bayerischen Bevölkerung in medizinischen Notfällen nachhaltig sicherzustellen. So kann die präklinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren auf höhstem Niveau sichergestellt werden."

In allen beschafften Einsatzfahrzeugen kommen ausschließlich kraftstoffsparende schadstoffarme Dieselmotoren der aktuellen Abgasnormen zum Einsatz. Alternative Antriebskonzepte für Einsatzfahrzeuge im  Rettungsdienst sind in Entwicklung – der Fokus liegt dabei nicht wie anderswo auf spektakulären Leuchtturmprojekten, sondern auf Flächen- und Praxistauglichkeit.

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news-1105 Sat, 15 Apr 2023 18:00:00 +0200 16 verdiente Mitglieder ausgezeichnet: Ehrungsempfang der Wasserwacht Bayern https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/16-verdiente-mitglieder-ausgezeichnet-ehrungsempfang-der-wasserwacht-bayern.html Am Samstag, den 15. April 2023, zeichnete die Wasserwacht Bayern verdiente, langjährige Mitglieder aus. Passenderweise wurde die Veranstaltung auf dem Wasser, genauer gesagt auf der MS Augsburg auf dem Ammersee, durchgeführt. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber, und BRK-Präsidentin Angelika Schorer überreichte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den 16 Persönlichkeiten ihre verdienten Ehrungen. Dabei wurden Wasserwacht-Medaillen, Wasserwacht-Ehrenzeichen sowie Ehrenmitgliedschaften überreicht.

„Wir durften heute 16 Menschen auszeichnen, die sich maßgeblich für die Wasserwacht Bayern eingebracht haben. Ich sage bewusst ‚dürfen‘, denn es ist keine Selbstverständlichkeit sich so intensiv ehrenamtlich zu engagieren“, so Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern. „Wenn sich Menschen so kraftvoll für unsere Wasserrettungsorganisation einbringen, sie voranbringen und mit Leben und Leidenschaft füllen, ist das für die Wasserwacht das wertvollste Gut. Sicherheit am und im Wasser kann es nur mit Personen wie ihnen geben. Mit Menschen, die Lehrgruppen leiten, die Vorbilder für junge Mitglieder sind, die Schwimmkurse geben, die Übungen organisieren und vieles, vieles mehr.“

BRK-Präsidentin Angelika Schorer lobte: „Als Gemeinschaft mit den meisten Mitgliedern ist die Wasserwacht Bayern einer der Pfeiler des Ehrenamts im Bayerischen Roten Kreuz und damit auch in unserer Gesellschaft. Dieser Pfeiler ist nicht nur von der Passion für das Element Wasser geprägt, sondern auch von Kameradschaft und großer Professionalität. Alle, die ausgezeichnet wurden, sind Garanten für Schutz und Sicherheit am und im Wasser.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Die Wasserwacht Bayern mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist eine wesentliche Stütze in unserem bayerischen Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem. Auch im Katastrophenschutz ist die Bayerische Wasserwacht immer ein wichtiger und verlässlicher Partner.“

Herrmann erinnerte hierbei an die Einsätze bei den Hochwasserkatastrophen vor zwei Jahren in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und auch hierzulande im Freistaat Bayern. „Auch wenn die Anforderungen in den letzten Jahren stetig wachsen und dies auch weiter tun werden, bin ich mir sicher, dass auf die Wasserwacht Bayern stets Verlass ist. Mein Dank gilt daher allen Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtlern für ihr großartiges ehrenamtliches Engagement und ihren stets unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl auch in teils lebensgefährlichen Situationen. Ihnen gilt unser aller Respekt und Anerkennung.“

 

Bezirksverband Oberbayern:

Name Gliederung Auszeichnung
Claus Hieke, Traunstein Bezirksverband Oberbayern Ehrenmitgliedschaft der Wasserwacht Bayern

 

Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz:

Name Gliederung Auszeichnung
Manuela Dietz, Passau Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Ortsgruppe Passau-Stadt Wasserwacht-Medaille Gold
Verena Grad, Eichendorf Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz Wasserwacht-Medaille Gold
Florian Barnerssoi, Passau Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Ortsgruppe Passau-Stadt Wasserwacht-Ehrenzeichen Silber
Andreas Schmeisl, Landau Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz Wasserwacht-Ehrenzeichen Silber
Christian Gumpendobler, Simbach Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz Wasserwacht-Ehrenzeichen Silber
Christian Brumm, Passau Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Ortsgruppe Passau-Stadt Wasserwacht-Ehrenzeichen Gold
Michael Schmid, Hirschau Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, Ortsgruppe Wasserwacht-Ehrenzeichen Gold
Franz-Josef Hock, Regen Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz Wasserwacht-Ehrenzeichen Gold

 

Bezirksverband Schwaben:

Name Gliederung Auszeichnung
Kevin Mahn, Mödingen Bezirksverband Schwaben, Ortsgruppe Dillingen Wasserwacht-Medaille Gold
Georg Brugner, Deisenhausen Bezirksverband Schwaben, Ortsgruppe Krumbach Wasserwacht-Medaille Gold
Maximilian May, Augsburg Bezirksverband Schwaben, Kreiswasserwacht Aichach-Friedberg Wasserwacht-Ehrenzeichen Silber

 

Bezirksverband Unterfranken:

Name Gliederung Auszeichnung
Thomas Reinelt, Goldbach Bezirksverband Unterfranken Ehrenmitgliedschaft der Wasserwacht Bayern
Gerold Oster, Großostheim Bezirksverband Unterfranken, Ortsgruppe Großostheim Ehrenmitgliedschaft der Wasserwacht Bayern

 

Bezirksverband Ober- und Mittelfranken:

Name Gliederung Auszeichnung
Helmut Köhler, Georgensgmünd Bezirksverband Ober- und Mittelfranken, Kreiswasserwacht Südfranken Ehrenmitgliedschaft der Wasserwacht Bayern
Karl-Heinz Scholz, Wunsiedel Bezirksverband Ober- und Mittelfranken, Kreiswasserwacht Wunsiedel Wasserwacht-Ehrenzeichen Gold
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news-1104 Wed, 12 Apr 2023 19:39:56 +0200 Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Fokus: Bundeswehr besucht BayZBE https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/zivil-militaerische-zusammenarbeit-im-fokus-bundeswehr-besucht-bayzbe.html Der Generalarzt der Bundeswehr, Dr. med. Bruno Most, und der Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Thomas Hambach, besuchten heute das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach. Die Delegation der Bundeswehr informierte sich während eines mehrstündigen Besuchs über die vielfältigen Aufgaben und Trainingsmöglichkeiten des #BayZBE. Nach einer einführenden Begrüßung durch die Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes, Dr. Elke Frank, und den Landesgeschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes in Bayern, Christoph Friedrich, erfolgte eine Besichtigung des Zentrums.

Nach einer ausführlichen Vorstellung des BayZBE durch die beiden Geschäftsführer des Zentrums, Daniel Pröbstl (BRK) und Thomas Haas (MHD), wurden die unterschiedlichen Szenarien-Räume besichtigt und erste Einblicke in die technischen Simulationsmöglichkeiten ermöglicht. Dabei standen auch die sanitätsdienstliche Versorgung und die Schnittstellen zwischen dem militärischen und nicht-militärischen Bereich in der medizinischen Versorgung im Mittelpunkt. Auch die technischen und pädagogischen Ansätze des BayZBE sorgten für großes Interesse.

Wir freuen uns auf eine zukünftig intensivere Zusammenarbeit zwischen BayZBE und Bundeswehr.

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news-1103 Wed, 12 Apr 2023 10:49:47 +0200 Übergabe des letzten Notarzt-Einsatzfahrzeuges auf Basis eines BMW https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/uebergabe-des-letzten-nef-by-von-bmw.html In Regensburg wurde am 12. April 2023 das letzte Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) der Generation NEF BY 2019 an das Bayerische Rote Kreuz (BRK) übergeben. Das BMW-Werk Regensburg war die ideale Kulisse für die symbolische Schlüsselübergabe durch Jürgen Rau, Leiter Behördenvertrieb bei BMW, Holger Wilfling, Gebietsleiter Behördenverkauf bei BMW, an Sebastian Lange, Abteilungsleiter Rettungsdienst in der BRK-Landesgeschäftsstelle. Ideal, weil dort alle BMW 2er Gran Tourer (220d xDrive) als Basisfahrzeuge der bayerischen Notarzt-Einsatzfahrzeuge seit 2017 bis heute gebaut wurden.

Im Anschluss an den Termin wird das Notarzt-Einsatzfahrzeug zum BRK-Kreisverband Ostallgäu überführt, wo das Fahrzeug als Ersatz bereits erwartet wird.

Die nachfolgenden Notarzt-Einsatzfahrzeuge der Generation NEF BY 2023 werden wegen des erhöhten Platz- und Gewichtsreserve-Bedarfs für die medizinische Beladung künftig auf einem Mercedes-Benz Vito 119 CDI aufgebaut.

„Dass wir heute das letzte zentral beschaffte BMW-NEF entgegennehmen, bedeutet nicht das Ende unserer langjährigen guten Geschäftsbeziehung mit BMW“, so Sebastian Lange, Abteilungsleiter Rettungsdienst, „uns verbinden nicht nur zehn Jahre Zentralbeschaffung von NEF seit 2013, BMW-Fahrzeuge werden auch weiterhin als Einsatzfahrzeuge, Kommando- und Dienstwagen im Bayerischen Roten Kreuz eingesetzt.“

Darüber hinaus war der Automobilhersteller BMW Partner des BRK bei der Einrichtung des in der heutigen Form praktizierten Notarztdienstes im BRK vor nunmehr fast 50 Jahren, so Lange weiter.

Mit bei der Schlüsselübergabe anwesend war daher auch „Aeskulap 12“, dem Nachbau des ersten speziellen Notarzt-Einsatzfahrzeugs des BRK Nürnberg aus den 1970er Jahren. Der BMW 520/4 wurde 1974 dem BRK von BMW für den Aufbau des Notarztdienstes im heute noch praktizierten Rendezvous-System, bei dem Rettungswagen und Notarzt-Einsatzfahrzeug bei Notarzteinsätzen getrennt die Notfallstelle anfahren, kostenfrei zur Nutzung überlassen. Das Original befindet sich in der Sammlung von BMW Classic, der Nachbau von „Aeskulap 12“ im BRK-Museum Nürnberg.

Wir blicken gemeinsam mit Dank auf eine über zehnjährige (2013-2023) gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, während jener exakt 514 zentral beschaffte und standardisierte BMW-NEF den Notfallpatienten in Bayern ärztliche Hilfe gebracht haben und immer noch bringen, zurück.

Hinweis: Das Nürnberger Rotkreuz-Museum verwahrt neben „Äskulap 12“ auch eine Vielzahl von weiteren historischen Fahrzeugen und sehenswerten Exponaten zur Geschichte des Roten Kreuzes. Museumstage sind von März bis Dezember jeder 2. und 3. Samstag im Monat von 10 - 14 Uhr sowie mittwochs von 14 – 18 Uhr.

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news-1102 Wed, 05 Apr 2023 09:13:14 +0200 DRK-Präsidentin fordert Erhöhung der Mittel für Freiwilligendienste https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/drk-praesidentin-fordert-erhoehung-der-mittel-fuer-freiwilligendienste.html Die Bundesregierung hat angekündigt, die Mittel für Freiwilligendienste aufgrund der angespannten Haushaltslage zu reduzieren. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert diese Entscheidung und empfiehlt stattdessen Investitionen von rund vier Milliarden Euro, um die Freiwilligendienste zu stärken. „Es erscheint paradox, dass ständig Diskussionen um eine Pflichtzeit oder ein Gesellschaftsjahr aufkommen, während die bestehenden Freiwilligenprogramme unter Druck geraten. Wir sollten die vorhandenen Potentiale der Freiwilligendienste besser nutzen und diesen Bereich stärken“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Das DRK schlägt einen Mindestauszahlungsbetrag von 800 Euro pro Freiwilligen und Monat als Mindeststandard und einen Rechtsanspruch auf einen Freiwilligenplatz vor. Die Finanzierung der Leistungen an die Freiwilligen muss dem Bund obliegen. Dabei orientiert sich das DRK an der Höhe des BaföG-Höchstsatzes für Studierende unter 25 Jahren, die nicht im Haushalt ihrer Eltern leben. Mit diesem Mindestbetrag könnten die ausgezahlten Leistungen, einschließlich Taschengeld und Geldern für Unterkunft und Verpflegung, erhöht, die pädagogische Begleitung gesichert und somit die Attraktivität der Programme gesteigert werden.

„Freiwilligendienste stärken das Miteinander im Gemeinwesen, helfen dabei, junge Menschen an eine Verantwortungsübernahme für die Gesellschaft heranzuführen und fördern Zusammenhalt, Integration und Demokratie“, so Hasselfeldt. „Die bestehenden Programme haben bei relativ geringen Kosten eine hohe gesellschaftliche Wirkung.”

Derzeit engagieren sich rund 100.000 junge Menschen pro Jahr im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD). Entsprechend des DRK-Vorschlages würden die Kosten für den Bund bei zwölf-monatigen Einsätzen auf 1,34 Milliarden Euro im Jahr steigen. Das DRK hält bei gesteigerter Attraktivität eine Verdreifachung der Freiwilligenzahlen für möglich. Könnte die Gesamtzahl der Teilnehmenden in den Programmen auf 300.000 junge Menschen erhöht werden, lägen die Gesamtkosten bei rund 4 Milliarden Euro im Jahr. Diese Summe unterschreitet Schätzungen für Umsetzungskosten eines neu einzuführenden Pflichtdienstes um ein Vielfaches.

„Die Bundesregierung sollte deshalb ihre Ankündigung, die Mittel für die Freiwilligendienste zu kürzen, dringend überdenken“, sagt Hasselfeldt. „Die bereits bestehenden Programme auszubauen und besser auszustatten, wäre eine lohnende Investition in die Zukunft und wäre ein effektiverer Ansatz als neue Maßnahmen einzuführen.“

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news-1101 Sat, 01 Apr 2023 10:00:26 +0200 Katastrophenschutz stärken: Gleichstellung Ehrenamtlicher gesetzlich verankern https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/katastrophenschutz-staerken-gleichstellung-ehrenamtlicher-gesetzlich-verankern.html Anlässlich des 12. Bayerischen Katastrophenschutzkongresses mit dem 8. Bayerischen Fachkongress Rettungsdienst kommen rund 1.000 Expertinnen und Experten aus Bayern und vielen Teilen Deutschlands an diesem Wochenende in der Max-Reger-Halle in Weiden zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen aus den Krisen und Katastrophen der vergangenen drei Jahre. Aus ihnen die richtigen Lehren und Maßnahmen abzuleiten, ist erklärtes Ziel von Dieter Hauenstein, Kongressleiter und Landesbereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes. Starken Handlungsbedarf macht er bei regionalen Vorhaltungen für den Krisenfall aus – etwa bei Pandemie-Material, sanitätsdienstlichen Versorgungsgütern, Verpflegung oder Unterkunftskapazitäten. „All das ist nicht in dieser Weise in der Fläche da, wie es wünschenswert wäre. Eine unserer Forderungen ist daher die zentrale Vorhaltung gewisser Güter.“ Dabei rede man nicht nur von staatlichen Vorkehrungen. „Auch wir als Hilfsorganisation müssen unseren Anteil leisten“, sagte Hauenstein.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, betonte in ihrer Eröffnungsrede am Samstagvormittag: „Wir leben in Zeiten multipler Krisen und Katastrophen. Jüngst haben uns die Corona-Pandemie, die Klimakrise, die Flutkatastrophe und der bewaffnete Konflikt in der Ukraine sowie das tragische Erdbeben in der Türkei und Syrien gezeigt, in welcher Komplexität und Reaktionsgeschwindigkeit wir als DRK einsatzbereit sein müssen, um Hilfe nach dem Maß der Not zu leisten.“

Dabei erneuerte und bekräftigte Hasselfeldt ihre Forderungen nach einer Gleichstellung von ehrenamtlichen Einsatzkräften: „Besonders wichtig bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen ist die rückhaltlose Unterstützung für die Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz, die zu über 90 Prozent aus dem Ehrenamt kommen. Das ist weltweit einzigartig. Deshalb muss es in unserem ureigensten Interesse liegen, dieses System für die Zukunft zu sichern. Dazu bedarf es der Gleichstellung aller Helferinnen und Helfer im deutschen Bevölkerungsschutzsystem.“

Durch eine bundesgesetzliche Regelung können Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk für Einsätze und Lehrgänge von der Arbeit freigestellt werden.  „Bei den Hilfsorganisationen hängt es davon ab, aus welchem Bundesland man kommt“, monierte Hasselfeldt und fügte hinzu: „Die Hilfsorganisationen müssen daher mit den Arbeitgebern verhandeln, teilweise gehen sie in Vorleistung in der Erstattung der Lohnfortzahlung und nicht selten werden sie allein gelassen. Das führt zu verständlichem Unmut unter den ehrenamtlich Tätigen und schafft Ehrenamtliche unterschiedlicher Klassen.“

Die Gleichstellung von ehrenamtlichen Einsatzkräften ist auch in Bayern noch nicht vollumfänglich erreicht. „Die Freistellung von Ehrenamtlichen im Einsatzfall ist geregelt, bei Lehrgängen und Übungen besteht allerdings Handlungsbedarf. In diesen Fällen ist die Freistellung ausschließlich auf freiwilliger Basis des jeweiligen Arbeitgebers möglich“, so BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer. „Dabei sind Übungen, Fortbildungen und Lehrgänge Garanten für qualfizierte Einsatzkräfte. Es muss hier dringend nachgebessert und eine gesetzliche Verankerung erreicht werden!“

Ob Schneekatastrophe, Coronavirus-Pandemie, Starkregen-Ereignisse oder der Ukraine-Konflikt: Alle Krisen und Katastrophen der vergangenen Zeit hätten eine enorme Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gezeigt. „Es ist bemerkenswert, wie hilfsbereit und couragiert sich in den vergangenen Jahren Hunderttausende Menschen für ihre Mitmenschen eingebracht haben. Von Einkaufsdiensten für immungeschwächte Menschen, die sich zu Beginn der Pandemie aus Sorge vor einer Infektion nicht mehr zum Einkaufen trauten, bis hin zu Freiwilligen, die in den Hochwasser-Regionen Sandsäcke befüllten. Diese Menschen stützen unsere Gesellschaft in den schwierigsten Zeiten sehr wesentlich mit“, lobte Vizepräsidentin Meyer.

Mit Blick auf diese Spontanhelferinnen und -helfer sei wichtig, mehr Aufklärung zu betreiben, sagte Brigitte Meyer und fügte hinzu: „Für eine erfolgreiche Einbindung dieser Menschen braucht es ein besonderes Verständnis, Anerkennung und Einfühlungsvermögen, aber auch unbedingt öffentliche Kommunikation, eine Sensibilisierung der Bevölkerung und eine entsprechende Einsatzstruktur.“

Der Kongress widmet sich in diesem Jahr neben der spezifischen Weiterentwicklung der Einsatzfelder auch den Schwächsten der Gesellschaft: „Erstmalig in dieser Intensivität werden auch die Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen in Katastrophenfällen beleuchtet. Die – wie wir mindestens seit der Pandemie wissen – im Katastrophenfall in besonderer Weise geschützt und umsorgt werden müssen“, sagte Brigitte Meyer. „Hilfe und Halt für Menschen in Not: Das ist originäre Rot-Kreuz-Arbeit, die Sie hier und tagtäglich leisten!“

Nach pandemiebedingt drei Jahren Pause findet vom 31. März bis 2. April 2023 der Bayerische Katastrophenschutzkongress zum zwölften Mal statt. Drei Jahre, in denen viele Krisen und Katastrophen durch den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz bewältigt worden sind. Das zeigte sich auch im Umfang des Kongressprogramms an diesem Wochenende.

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news-1100 Thu, 30 Mar 2023 15:58:36 +0200 Maßnahmen-Kompass ermöglicht Notfallsanitäterinnen und -sanitätern rechtssicheres Handeln und Klarheit https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/massnahmen-kompass-ermoeglicht-notfallsanitaeterinnen-und-sanitaetern-rechtssicheres-handeln-und-klarheit.html Gerade im Flächenland Bayern sind Notfallsanitäter*innen infolge der strukturellen Gegebenheiten häufig damit konfrontiert, dass sie teilweise deutlich vor dem Notarzt am Einsatz- oder Unfallort eintreffen. Ein neuer Maßnahmen-Kompass schafft nun Klarheit zum rechtssicheren Handeln. Dabei ist es oft notwendig, lebensrettende Maßnahmen bis zum Eintreffen ärztlicher Hilfe einzuleiten. Während bis Anfang 2021 die Ausführung dieser Maßnahmen ausschließlich nur im Rahmen des „rechtfertigenden Notstands“ nach § 34 StGB möglich war, besserte der Bundesgesetzgeber das zugrundeliegende Notfallsanitäter-Gesetz (NotSanG) nach und legte in § 2a des NotSanG fest, dass Notfallsanitäter*innen ihre heilkundliche Fachkompetenz in lebensbedrohlichen Zuständen und zur Abwendung akuter Gefahren wesentlicher Folgeschäden rechtssicher anwenden dürfen.

„Dies berechtigt die Notfallsanitäterin oder den Notfallsanitäter unmittelbar erforderliche heilkundliche Tätigkeiten bis zum Eintreffen des Notarztes oder bis zur Übernahme der Behandlung durch einen anderweitigen Arzt durchzuführen“, erklärt BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier. „Damit können Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Zukunft rechtssicher, eigenverantwortlich und im Rahmen ihres erlernten Kompetenz- und Ausbildungsniveaus heilkundlich tätig werden.

„Es ist das richtige Signal für das Berufsbild des Notfallsanitäters und der Notfallsanitäterin. Wir schaffen damit einen Zweiklang aus Rückendeckung und Klarheit“, so Abteilungsleiter Rettungsdienst in der BRK-Landesgeschäftsstelle, Sebastian Lange. „Mit diesem Maßnahmen-Kompass können Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Zukunft absolut rechtssicher im Sinne der ihnen anvertrauten Menschen Maßnahmen ergreifen und heilkundlich tätig werden.“

Um diesen „neuen“ Paragraphen 2a des Notfallsanitäter-Gesetzes mit Leben und konkreten Maßnahmen zu füllen, haben sich alle Rettungsdienst-Durchführenden und die verantwortlichen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst auf eine sogenannte Kompetenzmatrix mit drei Anwendungskategorien verständigt. Diese schafft einen Überblick darüber, welche Maßnahmen durch Notfallsanitäter*innen eigenverantwortlich durchgeführt werden können. Diese Maßnahmen setzen weiterhin voraus, dass zusätzlich ein Notarzt hinzugezogen wird. Zur Durchführung der Maßnahmen ist das Eintreffen des Notarztes allerdings ausdrücklich nicht abzuwarten.

Konkretes Anwendungsbeispiel: Eine Person stürzt von einem Baugerüst und ist schwer verletzt und gibt starke Schmerzen im Beckenbereich an. Die Notfallsanitäterin oder der Notfallsanitäter kann gemäß der neuen Kompetenzmatrix in diesem Fall eigenverantwortlich einen intravenösen Zugang legen, Sauerstoff und ein Schmerzmittel verabreichen. Zudem kann eine Beckenschlinge zur Stabilisierung des möglicherweise frakturierten Beckens angelegt werden.

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news-1099 Thu, 30 Mar 2023 07:31:50 +0200 Stetige Weiterentwicklung in der Notfallrettung - BRK präsentiert neue Rettungswagen-Generation https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/stetige-weiterentwicklung-in-der-notfallrettung-brk-praesentiert-neue-rettungswagen-generation.html Nachdem bereits im Jahr 2022 eine neue Rettungswagen-Generation auf den Weg gebracht wurde, steht mit der 2023er Generation der Rettungswagen (RTW BY 2023) die nächste Weiterentwicklungsstufe an. Eine neue und durch retroreflektierende leuchtgelbe Folien verbesserte  Warnkennzeichnung macht den Rettungswagen in der Dämmerung und bei Nacht noch besser sichtbar. Während vorne und an den Seiten das bisherige, 2017 eingeführte Design beibehalten wurde, erhält das Fahrzeugheck nun eine leuchtgelbe Warnschraffur zur wirkungsvolleren Heckabsicherung.

Eine Hausnummern-Suchbeleuchtung, die nicht zu verwechseln ist mit den Arbeitsscheinwerfern, ermöglicht bei langsamer Fahrt das Ausleuchten im 90-Gradwinkel nach rechts und links. Ein Unterflurstaufach auf der Fahrerseite bietet Stauraum für Werkzeug, Feuerlöscher, Unterlegkeile und Ansatztablett zur Notbedienung des Stryker Power Load-Systems.

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news-1098 Thu, 23 Mar 2023 11:45:15 +0100 Absturz des RTH Christoph 14: Trauergottesdienst zum 40. Jahrestag des Absturzes https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/absturz-des-rth-christoph-14-trauergottesdienst-zum-40-jahrestag-des-absturzes.html Vor genau 40 Jahren stürzte der Rettungshubschrauber Christoph 14 ab. Eine Schlechtwetterfront war ihm zum Verhängnis geworden. Alle Insassen kamen dabei ums Leben. Am Dienstag, 22. März 2023, versammelten sich Angehörige zu eine Kranzniederlegung an der Unfallstelle und einem anschließenden Trauergottesdienst. Der Pilot Norbert Müller, der BRK-Rettungssanitäter Matthias Reiter und die Notärztin Dr. Elisabeth Leitner-Ploss kamen 1983 bei dem Absturz ums Leben. Ihrer gedachten Angehörige, Freunde, Weggefährten und Vertreter*innen des BRK, der Polizei, der Luftrettung sowie Landrat Bernhard Kern des Landkreises Berchtesgadener Land.

Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des BRK: „"Der tragische Absturz des Rettungshubschraubers Christoph 14 vor vierzig Jahren ist ein Mahnmal. Ein Mahnmal dafür, dass ein gewisses Risiko in der Luftrettung niemals ganz auszuschließen ist und dessen wir uns bewusst sein müssen. Ich für meinen Teil lerne zudem Respekt und Demut gegenüber unseren Einsatzkräften, die sich trotz dieses Restrisikos für andere einsetzen und Menschen in Not retten, sei es ehren- oder hauptamtlich. Sie sind Engel der Lüfte. Ich wünsche den Angehörigen weiterhin viel Kraft dabei diesen Schicksalsschlag als Teil ihres Lebenslaufs zu verarbeiten."

Robert Portenkirchner, leitender TC-HEMS am Standort Traunstein für den Rettungshubschrauber Christioph 14: „Meine Kollegen haben einen sehr großen Teil ihres Lebens ihren Berufen, wenn nicht gar Berufungen gewidmet. Die Luftrettung ist einer der herausfordernsten Bereiche des Rettungsdienstes und das Extreme gehört für uns zum Berufsalltag. Ich wünsche mir, dass wir eine solche Tragödie nie mehr betrauern müssen.“

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news-1097 Sun, 19 Mar 2023 09:00:00 +0100 Hospizarbeit und Sterbebegleitung mehr in den Blickpunkt rücken https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/hospizarbeit-und-sterbebegleitung-mehr-in-den-blickpunkt-ruecken.html Die Betreuung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen ist ein Gebot der Menschlichkeit. Nicht zuletzt deshalb engagiert sich das Bayerische Rote Kreuz auf sehr vielfältige Weise in der Hospizarbeit und Sterbebegleitung. Dazu zählen die elf sogenannten „Herzenswunsch Hospizmobile“ des BRK, aber auch die Arbeit des Vereins „Letzter Wunsch e. V.“, gegründet durch die Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH im Jahr 2018. Seitdem erfüllt der Verein kleine und ganz große Wünsche für Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen bei zugleich begrenzter Lebenserwartung. 

Der Verein lud am gestrigen Samstag, den 18. März 2023, zu einem Austauschtreffen ein, an dem auch die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, und die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer, teilnahmen um mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Kreis- und Bezirksverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes die Weichen für eine Intensivierung der Hospizarbeit und Sterbebegleitung im Bayerischen Roten Kreuzes zu legen.

Dabei betonte Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes: „Hospizarbeit ist weit mehr als Beistand in den letzten Stunden im Leben eines Menschen. Sie ist der Inbegriff von Menschlichkeit, Würde und Fürsorge. Umso wichtiger ist es, dass diese Angebote ausgebaut und bekannter gemacht werden.“

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, letzte Wünsche zu erfüllen – ermöglicht durch Spenden. „Dazu zählen vermeintlich kleine, aber auch ganz große Wünsche“, erklärte BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer und ergänzte Beispiele der vergangenen Monate: „Ein letztes Mal die Beine ins adriatische Meer strecken, eine Shoppingtour durch Bad Reichenhall oder eine frische Dauerwelle beim Friseur. Wir machen’s möglich!“

Die Umsetzung der Wünsche ist oft von hohen organisatorischen Aufwänden abhängig und wird von Ehrenamtlichen ermöglicht. Abstimmungen mit dem Zielort sind notwendig, die Barrierefreiheit muss überall gegeben sein oder kurzfristig geschaffen werden.  Darüber hinaus müssen die Transporte, die das Bayerische Rote Kreuz durch eigens angeschaffte Hospizmobile durchführt, medizinisch begleitet werden. In vielen Fällen ist komplexe Medizintechnik mitzuführen und zu überwachen.

All das benötigt Zeit und Vorlauf, daher appellierte Vizepräsidentin Meyer: „Es ist wichtig, dass die Erfüllung letzter Wünsche als integraler Bestandteil einer würdevollen Sterbebegleitung gesehen und beachtet wird. Dabei muss der betroffene Mensch mit seinen Wünschen im Mittelpunkt stehen. Es ist auch wichtig, dass diese Wünsche so frühzeitig wie möglich an die Herzenswunsch Hospizmobile und den Verein herangetragen werden.“

 

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news-1096 Wed, 15 Mar 2023 15:07:33 +0100 Tragischer Unfall: Notarzt-Einsatzfahrzeug erfasst Kind auf Einsatzfahrt https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/tragischer-unfall-notarzteinsatzfahrzeug-erfasst-kind-auf-einsatzfahrt.html Zu einem tragischen Unfall mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug kam es am heutigen Mittwoch, den 15.03.2023, in Geisenfeld im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm: Auf einer Einsatzfahrt mit Sonder- und Wegerechten hat ein Notarzt-Einsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes ein fünfjähriges Kind frontal erfasst. Das Kind war aus bislang ungeklärter Ursache auf die Straße gerannt. Dem Fahrer des Einsatzfahrzeuges war es unmöglich, die Kollision zu verhindern.

Die Besatzung des Notarzt-Einsatzfahrzeuges, bestehend aus Notarzt und Rettungssanitäter, begann umgehend mit der Erstversorgung des Kindes. Ein Rettungshubschrauber transportierte das schwerverletzte Kind in ein Krankenhaus nach München.

Die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Angelika Schorer: „Dieser tragische Unfall macht mich sehr betroffen. Unsere Gedanken sind bei dem schwerverletzten Kind, den Eltern und Angehörigen. Wir hoffen inständig, dass sich der Zustand des Kindes stabilisiert. Auch unsere Einsatzkräfte sind tief betroffen und traumatisiert. Sie sind da, um Leben zu retten und wurden selbst in einen tragischen und folgenschweren Unfall verwickelt.“

Die Einsatzkräfte wurden umgehend aus dem Dienstgeschehen befreit und werden von einem Team der psychosozialen Notfallversorgung betreut.

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news-1095 Sun, 12 Mar 2023 10:54:55 +0100 10 Jahre Wohlfahrts- und Sozialarbeit https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/10-jahre-wohlfahrts-und-sozialarbeit.html Gegründet am 1. Dezember 2012 per Beschluss der 35. BRK-Landesversammlung, blickt die jüngste Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes im Rahmen eines Festakts auf ereignisreiche zehn Jahre zurück. "Diese Gemeinschaft ist eine wirklich beeindruckende Erfolgsgeschichte", sagte BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer in ihrer Festrede. "Allen Ehren- und Hauptamtlichen, die sich mit  Herzblut eingebracht und zu der starken Entwicklung der Wohlfahrts- und Sozialarbeit beigetragen haben - und sich auch weiter einbringen werden, gelten großer Dank und Anerkennung."

Die Gründung der Gemeinschaft "Wohlfahrts- und Sozialarbeit" sei eine Antwort des Bayerischen Roten Kreuzes auf gesellschaftliche Entwicklungen gewesen, erinnert sich Vizepräsidentin Meyer: "Immer mehr Menschen möchten sich nicht mehr langfristig an eine Organisation binden." Stattdessen ginge der Trend hin zu "Teilzeitehrenämtern" für eine bestimmte Zeit und für ein ganz bestimmtes Projekt. Dies sei in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit sehr gut möglich und Teil des Konzepts. 

"Zehn Jahre Wohlfahrts- und Sozialarbeit, zehn Jahre Engagement für benachteiligte und hilfsbedürftige Menschen, zehn Jahre Ehrenamt, das unsere Gesellschaft sozial um einiges reicher gemacht hat", resümiert BRK-Landesgeschäftsführerin Dr. Elke Frank.

"Die Wohlfahrts- und Sozialarbeit kümmert sich mit Ehren- und Hauptamtlichen um die Belange derer, die nicht so gut aufgestellt sind", so die ehrenamtliche Landesbeauftragte, Gertrud Friess-Ott. "Wir arbeiten eng zusammen mit dem Hauptamt in den Geschäftsstellen und begleiten verschiedene Projekte wie Tafeln, Kleiderläden. Kindererziehung oder auch die Flüchtlingshilfe."

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news-1093 Mon, 27 Feb 2023 14:42:00 +0100 Großzügige Sachspende: Amazon Deutschland unterstützt BRK Kindertagesstätten mit Spielzeugpaketen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/grosszuegige-sachspende-amazon-deutschland-unterstuetzt-brk-kindertagesstaetten-mit-spielzeugpaketen.html Dank einer großzügigen Sachspende von Amazon Deutschland darf das Bayerische Rote Kreuz allen seinen 333 Einrichtungen der Kindertages- sowie Schulkindbetreuung in den nächsten Tagen ein Spielzeugpaket mit altersgerechten Spielen und Spielzeug zukommen lassen. Die Spielzeugpakete werden aktuell gemeinsam mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen der Stiftung Pfennigparade vorbereitet und verpackt.

„Wir freuen uns darauf, dass die neuen Spielzeuge eine Ergänzung des Spiel- und Lernprozesses für die rund 19.500 Kinder in unseren Einrichtungen sein können“, so Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes. „Spiele und Spielzeuge sind ein wichtiger Teil der Kindheit und das nicht nur zum Zeitvertreib. Sie sind auch maßgeblich für die frühkindliche Bildung, denn spielen heißt lernen und fördert die Entwicklung.“

Die Pakete enthalten unterschiedliche Inhalte für Schul- und Kitakinder, wie beispielsweise Brettspiele und Bastelsets. An alle 333 BRK-Einrichtungen werden jeweils vier Spielzeuge verschickt, insgesamt beinhaltete die Spende 1332 neue Spielzeuge mit einem Warenwert von rund 25.000 €.

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news-1091 Fri, 24 Feb 2023 07:00:00 +0100 Ein Jahr Konflikt in der Ukraine https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/ein-jahr-konflikt-in-der-ukraine.html Heute vor einem Jahr begann der Konflikt in der Ukraine. Auch Einsatzkräfte des BRK waren vor Ort im Einsatz. Marcus Röttel war ein Teil von ihnen, gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften lieferte er Hilfsgüter auf LKWs in die Ukraine. Wir haben mit ihm über seinen Einsatz, die aktuelle Situation und sein starkes Team gesprochen. Wie blickst du heute auf deinen Einsatz und die aktuelle Situation um den Konflikt?

Unser Einsatz war definitiv notwendig und wir haben ihn gut erfüllt. Tatsächlich hätten wir gerne noch mehr gemacht und mehr geholfen. Das Helfen liegt uns allen im BRK im Blut. Dafür sind wir schlussendlich beim Roten Kreuz, um Menschen in Not zu unterstützen.

Wenn ich heute auf den Konflikt blicke, muss ich das mit meiner Sicht auf die Dinge vor einem Jahr vergleichen. Damals dachte ich, dass der Konflikt innerhalb weniger Wochen zu Ende sein würde. Mit Blick auf die aktuelle Situation denke ich allerdings, dass es länger dauern wird.

Würdest du wieder in einen solchen Einsatz gehen?

Auf jeden Fall, nicht zuletzt deswegen, weil es nicht mein erster Einsatz war. Ich habe früher bei der Bundeswehr gearbeitet, ich war Einsatzsoldat im Sanitätswesen und war weltweit in Krisengebieten im Einsatz. Dadurch hatte ich zwar Respekt vor dem Einsatz in einem Krisengebiet, aber keine Angst. Dort zu helfen, würde ich jederzeit wieder tun.

Hast du noch Kontakt zu Menschen vor Ort, die du möglichweise kennen gelernt hast?

Nein, da wir vor Ort nur sehr wenig Kontakt zu Einheimischen hatten. Das Maximum war ein kurzes Nicken oder ein Daumen hoch – eine schöne Geste der Dankbarkeit. Da wir lange Fahrttage hatten, blieb keine Zeit für die Kontaktaufnahme und selbst beim Entladen der Hilfsgüter haben wir nur minimal Gespräche geführt – es herrschte Luftalarm und die Sirenen heulten.

Bist du noch in Kontakt zur Truppe, mit der du im Einsatz warst?

Natürlich, wir tauschen uns regelmäßig in einer Chatgruppe aus und halten Kontakt. Bei dem Einsatz ist zwischen uns allen ein starkes Band entstanden. Das hat uns auch bei der Verarbeitung des Erlebten geholfen: Zu wissen, dass wir jederzeit miteinander sprechen können. Es fällt einem leichter, wenn man weiß, dass mein Gegenüber das Gleiche erlebt hat wie ich. Zu Weihnachten haben Andreas Krahl, der ebenfalls dabei war, und ich ein Fotobuch erstellt mit den Eindrücken des Einsatzes. Das haben wir jedem aus der Truppe geschenkt als Erinnerung an diese besondere Zeit.

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news-1083 Thu, 23 Feb 2023 16:25:00 +0100 Mehr Amphibienfahrzeuge als Lehre aus den Hochwasser-Ereignissen in 2021 https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/mehr-amphibienfahrzeuge-als-lehre-aus-den-hochwasser-ereignissen-in-2021.html Einsätze in unwegsamem Gelände stellen eine besondere Herausforderung für Rettungs- und Einsatzkräfte dar, da die üblichen Einsatzfahrzeuge hier an ihre Grenzen kommen. Seit fünf Jahren steht der sogenannte „ARGO 8x8“, ein Amphibienfahrzeug auf acht Rädern, bei den BRK-Bereitschaften in Unterfranken für solch besondere Einsätze zur Verfügung. Stationiert ist das hochgeländegängige und schwimmfähige Fahrzeug in Rhön-Grabfeld, im Rettungs- und Katastrophenschutzzentrum Bad Neustadt an der Saale. 

„Die Einsätze der letzten Jahre zeigen, dass dieses Fahrzeug eine Lücke in der Rettungskette schließt, denn mit ihm können wir eine notfallmedizinische Versorgung auch unter Extrembedingungen schnell und sicher bieten“, sagt Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein.

Alle acht Räder des ARGO werden von einem 31 PS-starken V2-Motor angetrieben, weswegen er enorme Fahr- und Klettereigenschaften besitzt und Hindernisse, wie Gewässer, Gräben oder umgestürzte Bäume, ohne Probleme überwinden kann. Bis zu 450 Kilogramm Nutzlast sind mit dem Fahrzeug möglich, während ein tiefer Schwerpunkt dafür sorgt, dass der ARGO keine Bodenhaftung verliert. Zur Personenrettung in unwegsamem Gelände wurde der ARGO 8x8 zusätzlich mit einer Korbtrage und einem Notfallrucksack mit Erste-Hilfe-Material ausgestattet. So unterstützt er die Einsatzkräfte vor allem bei Berg-, Gelände- und Hochwasser-Einsätzen, in der Rettung sowie bei der Erkundung und bei Veranstaltungen.

Seit 2017 kam der ARGO bereits bei vielen Einsatz-, Schadens- und Katastrophenlagen zum Einsatz. So zum Beispiel bei Wald- und Vegetationsbränden, bei Personensuchen in unwegsamem Gelände und bei Katastrophenfällen.

Ein Einsatz blieb dabei besonders im Gedächtnis: „Mit dem ARGO haben wir nach der Flutkatastrophe im Ahrtal Orte erreicht, die von der Außenwelt praktisch abgeschnitten waren“, so Hauenstein. „Der Ortsteil Reimerzhoven im Ahrtal beispielsweise war tagelang nicht zugänglich. Die Bundeswehr versorgte den Ort per Luftabwurf mit Trinkwasser. Unsere Einsatzkräfte konnten dank des ARGO über die Weinberge und schmalen Pfade zum Ort vordringen. Sie trafen auf viele noch verletzte Personen, die tagelang um Hilfe bangten. Unser achtköpfiges Team ermöglichte einen Pendelverkehr um Hilfs- und Lebensmittel aber auch Sanitäterinnen und Sanitäter in den Ort zu bekommen.“

Mit dem Fahrzeug wurden zudem besonders betroffene Regionen erkundet, die auf herkömmliche Weise nicht erreicht werden konnten.

„Die Einsätze der letzten Jahre zeigen, dass auch Naturkatastrophen, wie die Flut im Ahrtal, in Erftstadt oder auch im Berchtesgadener Land, immer häufiger und mit zunehmender Brachialität auftreten. Umso wichtiger sind und werden deswegen Fahrzeuge wie der ARGO 8x8. Mit ihnen können wir in diesen Einsätzen trotz der erschwerten Bedingungen schnell und sicher Hilfe leisten“, so Hauenstein und ergänzt: „Unser Ziel ist es, den Katastrophenschutz weiterzudenken und aus den Katastrophen und Krisen der vergangenen Zeit die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

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news-1087 Fri, 17 Feb 2023 10:23:25 +0100 BRK beteiligt sich auch an zweiter DRK-Hilfsgüterlieferung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/zweite-hilfsgueterlieferung.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bringt weitere Hilfsgüter in die vom Erdbeben betroffenen Regionen in der Türkei. Am 17. Februar startet ein zweiter LKW-Konvoi nach Gaziantep im Süden des Landes. Nach der Erdbebenkatastrophe vergangene Woche bleibt die Lage vor Ort angespannt, der humanitäre Bedarf ist immens. Weitere 26 Tonnen Hilfsgüter werden nun auf den Weg gebracht.

Unter Beteiligung der DRK-Landesverbände Bayern, Sachsen und Hessen, wurden durch das Deutsche Rote Kreuz 3 LKW mit Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Geladen sind 2 Dusch-Container, 18 Generatoren, 17 Zeltheizungen, über 2.800 Decken, mehr als 1.000 Schlafsäcke und rund 1.300 Feldbetten. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützte diese Hilfsgüterlieferung mit rund 900 Feldbetten aus der BRK-Landesvorhaltung. Diese wurden am gestrigen Donnerstagabend im schwäbischen Gersthofen im Landkreis Augsburg in einen Sattelzug des DRK-Sachsen geladen.

Die Hilfsgüter werden bei Ankunft an den Türkischen Roten Halbmond übergeben und von diesem an Betroffene verteilt.

Der erste LKW-Konvoi mit 44 Tonnen Hilfsgütern war am 11. Februar vom DRK-Logistikzentrum in Schönefeld aufgebrochen und hat am Abend des 15. Februar Gaziantep erreicht. Mit dabei ist ein Gliederzug des Bayerischen Roten Kreuzes mit Einsatzkräften aus Freising und Landshut.

Zusätzlich beteiligt sich das DRK am 17. Februar an einem Hilfsflug der Bundeswehr nach Adana, ebenfalls Türkei. Die 11 Tonnen Ladung umfassen 20 Dusch-Container, 28 Generatoren, 60 Feldbetten, mehr als 1.700 Decken und knapp 500 Schlafsäcke.

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news-1085 Wed, 15 Feb 2023 18:30:00 +0100 Neues Notarzt-Einsatzfahrzeug auf Bayerns Straßen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/neues-notarzteinsatzfahrzeug-auf-bayerns-strassen.html Bayerns Notarzt-Einsatzfahrzeuge erscheinen im neuen Glanz: Am Mittwoch, den 15.02.2023, fand in München die Abnahme des ersten Notarzt-Einsatzfahrzeugs der vierten Generation (NEF BY 2023) statt. Der von Ambulanz Mobile ausgebaut Mercedes-Benz Vito 119 CDI mit Allradantrieb und 9-Gang-Automatikgetriebe wurde vom Bayerischen Roten Kreuz gemeinsam mit den anderen Durchführenden im Rettungsdienst Bayern und den Herstellern von Basisfahrzeug, Ausbau und Signalanlage gemeinsam abgenommen und vorgestellt.

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news-1084 Wed, 15 Feb 2023 13:26:00 +0100 Verdienstkreuz am Bande https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/verdienstkreuz-am-bande-des-verdienstordens-der-bundesrepublik-deutschland-fuer-bernhard-peterke-und-guenter-schloetterer.html Bernhard Peterke und Günter Schlötterer wurden für ihr außergewöhnliches und langjähriges Engagement von Innenminister Joachim Herrmann ausgezeichnet. Seit mehr als vier Jahrzehnten engagiert sich Bernhard Peterke ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit in seiner Heimatregion und darüber hinaus, insbesondere im Bereich des BRK. Angefangen in der Kreisbereitschaft Neuburg-Schrobenhause ist er heute auf Bezirks- und Landesebene aktiv sowie im Landesvorstand. Nicht zuletzt ist er Beauftragter für die Gemeinschaft "Wohlfahrts- und Sozialarbeit", deren Ziel es ist, die Lebenssituation benachteiligter und hilfsbedürftiger Menschen zu verbessern und ihnen in Not zu helfen. Staatsminister Joachim Herrmann lobte sein Engagement: "Sie, lieber Herr Peterke, haben sich unbestritten hohe Verdienste um das Gemeinwohl erworben und sich unermüdlich über viele Jahrzehnte hinweg für Ihre Mitmenschen eingesetzt. Ihr Einsatz verdient allerhöchstes Lob und Anerkennung."

Günter Schlötterer engagiert sich seit über 6 Jahrzehnten beim BRK in Nürnberg. Bis heute plant er das "Katastrophenschutz-Zeltlager" seiner Bereitschaft, ist hochgeschätzt als Bewahrer der Traditionen und ist maßgeblich als Vertreter des BRK an zahlreichen Bauvorhaben beteiligt. Staatsministerium Joachim Herrmann in seiner Laudatio: "Sie gehören unzertrennlich zum BRK-Kreisverband Nürnberg und haben sich in herausragender Weise um die Allgemeinheit verdient gemacht. Ihre Mitarbeit in der Führungsebene, im Bereich Ihrer Bereitschaft sowie auch im Bereich der Kreisbereitschaft ist in höchstem Maße bewundernswert."

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news-1081 Sat, 11 Feb 2023 10:00:00 +0100 „Man sieht den Notruf 112 mittlerweile als Serviceleistung.“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/man-sieht-den-notruf-112-mittlerweile-als-serviceleistung.html Jürgen Ruß ist Disponent in der ILS Schweinfurt und feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum als Disponent. Mit uns sprach er zum internationalen Tag des Notrufs am 11.2 über seine Anfänge im Roten Kreuz und was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Herr Ruß, Sie feiern in diesem Monat Ihr 40-jähriges Jubiläum im BRK. Herzlichen Glückwunsch! Erzählen Sie gerne von Ihren Anfängen im BRK.

Vielen Dank! Ich habe 1974 ehrenamtlich als Jugendlicher – ich war damals 14 Jahre alt – in der Wasserwacht begonnen. Dann war ich auch noch in der Bereitschaft ehrenamtlich aktiv und als „dritter Mann“ an Bord im Rettungsdienst. Irgendwann habe ich dann die Ausschreibung für eine Disponenten-Stelle bei der Leitstelle in Schweinfurt gesehen, da habe ich mich beworben und so bin ich 1983 als Disponent auch hauptamtlich zum BRK gekommen.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Anfänge als Disponent?

Ich erinnere mich daran, als wäre es erst gestern gewesen! Das war schon sehr aufregend am Anfang, weil ich schnell in die Verantwortung genommen wurde. Das war auch noch die Zeit, wo man als Disponent nachts allein in der Notrufzentrale war.

Es gab damals einen Notruf zu einem Flugzeugabsturz in einem See, ich hatte Spätdienst und ich war alleine – das vergesse ich nie. Es war der 20.08.1983 um 20.11 Uhr. Der Unfall war heftig und es gab einige Schwerverletzte. Ich musste damals zusätzlich die Wasserwacht alarmieren, und das ohne Piepser oder Systeme, die das automatisch machen. Die gab es noch nicht bei der Wasserwacht. Die Verletzten mussten mit dem Hubschrauber in Kliniken gebracht werden. Auch das lief nur per Telefon. Zusätzlich gab es auch keine Stationen für Rettungshubschrauber. Wir hatten hier in Schweinfurt Amerikaner stationiert und die hatten eine medizinische Einheit, mit der wir eine Vereinbarung hatten, dass wir einen Hubschrauber bekommen, wenn wir anrufen – wir haben also die Amerikaner verständigt und den Notarzt sowie einen dienstfreien Mitarbeiter der Leitstelle angerufen. Damals gab es oft individuelle Abläufe, das geht heute gar nicht mehr. Heute ist alles festgeschrieben und geregelt.

War das auch das intensivste Erlebnis, dass Sie als Disponent erlebt haben?

Nein, das war zwar schlimm, aber emotionaler war für mich ein anderer Notruf: Ich habe einmal einen Anruf von einer Ehefrau bekommen, die ihren Mann gesucht hat. Der Mann war mit dem Motorrad unterwegs, er wollte längst zurück sein und im Radio hatte sie schon von einem schlimmen Unfall mit einem Motorradfahrer gehört. Sie hatte dann bei uns nachgefragt, ob wir mehr wissen und ob das ihr Mann ist.

Wir hatte eigentlich schon den Notfallseelsorger organisiert, weil es sich tatsächlich um ihren Mann handelte, der dort ums Leben kam – aber die Frau kam uns mit dem Anruf einfach zuvor. Das war wirklich belastend für mich, weil ich der Frau dann sagte, dass ich nicht mehr wissen würde und keine Namen nennen kann. Ich wollte ihr die schlimme Nachricht nicht einfach so am Telefon mitteilen, das konnte ich nicht. Ich habe dann die Polizei nochmal verständigt und darum gebeten, dass man sofort mit dem Notfallseelsorger zu ihr fahren muss.

Wie können wir uns einen typischen Tag als Disponent*in vorstellen?

Bei mir ist kein Tag gleich. Den typischen Tag gibt es eigentlich nicht. Das ist das tolle an meinem Job! Ich komm in der Früh in die Leitstelle, dann gibt es eine kurze Übergabe von der Schicht davor. Man bespricht wo welches Einsatzmittel unterwegs ist und was ich zur Verfügung habe an Kliniken und Betten, damit ich einen Überblick habe. Dann muss ich je nach Anruf schauen, was anliegt und was ich entsenden muss. 

Welche Fähigkeiten machen eine*n guten Disponent*in aus?

Wir nehmen Notrufe an, das ist die wichtigste Funktion in meinen Augen. In diesem Gespräch muss ich entscheiden, welche Hilfe ich entsende. Das muss der Disponent oder die Disponentin anhand der Informationen ausarbeiten – und das muss schnell passieren. Man muss die Gesprächsführung so beherrschen, dass man schnell die wichtige Information bekommt und schnell helfen kann.

Natürlich muss man das Fachwissen haben, den Einsatzwert der Einheiten kennen, verschiedene Alarmierungsarten bedienen können und auch die Technik dazu muss sitzen. In der Leitstelle muss ich standhaft sein, muss mit Zeitdruck umgehen können und trotzdem qualitativ Leistungen bringen. Auch Empathie für den Anrufer und für die Kolleginnen und Kollegen ist wichtig, weil wir hier keinen normalen Bürojob haben.

Und was macht den Job für Sie so besonders?

Das Wissen, dass man mit der Arbeit Menschen helfen kann, das ist toll. Wir machen auch telefonische Reanimationen und da merkt man sehr deutlich, dass wir wirklich Leben retten. Das war früher nicht so. Früher wusste ich oft nicht was mit den Patienten im Nachgang passiert. Allgemein kann ich sagen, dass mich die Grundsätze des BRK sehr begeistern, das hat dafür gesorgt, dass mein Ehrenamt zum Hauptamt wurde.

Haben Sie den Job deswegen auch 40 Jahre lang ausgeführt?

Unter anderem! Die Verantwortung, die wir haben ist enorm, die Belastung natürlich auch. Ich liebe meine Arbeit aber dennoch, sie ist toll und abwechslungsreich.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Jahre verändert?

Die Technik hat sich wohl am meisten verändert, ich kann heute ganz einfach Informationen zum Einsatz an die Einsatzkräfte übermitteln. Zu Beginn hat man den Notruf noch auf einen Papierzettel aufgeschrieben - auf weiß, grün oder rot. Heute läuft das über ein Einsatzleitsystem.

Aber auch die Anrufer haben sich verändert, viele Leute rufen einfach an, wenn es ihnen schlecht geht. Auch wenn kein Notfall vorliegt. Man sieht den Notruf 112 mittlerweile als Serviceleistung, die Hemmschwelle ist deutlich gesunken. Die dadurch entstanden Belastung ist enorm, nicht nur für uns, sondern auch für die Kolleginnen und Kollegen auf den Wachen oder im Krankenhaus. Schließlich lassen wir niemanden allein, wenn ein Notruf kommt – auch wenn er noch so klein ist. Wir kümmern uns.

Würden Sie sich heute wieder für den Beruf des Disponenten entscheiden?

Ich liebe meinen Job und würde mich immer wieder dafür entscheiden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Berufsbildes Disponent*in?

Ich freue mich sehr, dass wir derzeit mehr Bewerbungen erhalten. Das ist toll, denn wir brauchen dringend mehr Personal. Ich wünsche mir, dass sich noch mehr Leute bei uns bewerben.

Aber ich wünsche mir auch, dass der Disponent bzw. die Disponentin ein eigenes Berufsbild wird. Aktuell ist festgeschrieben, dass man eine Ausbildung zum Hauptbrandmeister und zur Rettungsassistenz haben muss. Ein Disponent braucht in meinen Augen aber andere Anforderungen: Ich muss medizinisch beschriebene Bilder verstehen können, herausfinden was der Hintergrund dazu ist und den taktischen Einsatzwert der Feuerwehren erlernen um entsprechend zu alarmieren. Hinzu kommt die notwendige Geschicklichkeit der Gesprächsführung. Das fände ich am wichtigsten, dass man da eine eigene, auf die Aufgabe zugeschnittene, Ausbildung ermöglicht.

Vielen Dank für das interessante Interview!

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news-1080 Fri, 10 Feb 2023 09:41:00 +0100 „Notruf nicht überbeanspruchen“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/notruf-nicht-ueberbeanspruchen.html Europaweit ist der Notruf 112 die einheitliche und kostenlose Notrufnummer, die ohne Vorwahl von Mobiltelefonen oder vom Festnetz gewählt werden kann, um einen Notruf zu tätigen. Der Notruf 112 kann im Ernstfall Leben retten. Disponentinnen und Disponenten in den Integrierten Leitstellen priorisieren die Notrufe und entsenden Hilfe – sei es Feuerwehr, Rettungsdienst oder Krankentransport. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist Betreiber von acht Integrierten Leitstellen in Bayern und stellt in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Beanspruchung des Notrufes fest – vor allem bedingt durch Notfälle, die gar keine sind.

„Grundsätzlich gilt, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notruf wählen“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Bei medizinischen Notfällen, Unfällen oder Bränden ist der Notruf 112 die richtige Anlaufstelle. Oftmals und zunehmend landen aber auch weder zeitkritische noch medizinisch dringliche Beschwerden beim Notruf.“ Diese fehlgeleiteten Anrufe sind in vielen Fällen in der mangelnden Verfügbarkeit anderer gesundheitlicher Versorgungsstrukturen begründet. „Der Anruf beim Notruf 112 ist dabei oft das verzweifelte Ergebnis eines Kampfs um einen Termin beim Facharzt oder Ärztlichen Bereitschaftsdienst“, so Schorer. 

Schorer betont, dass vermeidbare Notrufe eine Kettenreaktion auslösen: In den Leitstellen werden mehr Disponent*innen benötigt, um die seit Jahren wachsende Zahl an Notrufen entgegenzunehmen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst arbeiten aufgrund der vielen Einsätze am Limit und Notaufnahmen werden überlastet und melden sich temporär ab. Akutpatient*innen können somit nicht immer adäquat versorgt werden oder müssen in weiter entfernte Krankenhäuser gefahren werden.

„Die daraus resultierenden längeren Anfahrtswege binden die Kapazitäten des Rettungsdienstes zusätzlich, stellen eine Belastung für Patientinnen und Patienten, aber auch Rettungskräfte dar – vor allem aber setzen sie das System insgesamt unter Druck“, so Schorer.

Diese Entwicklung spiegeln auch die Zahlen aus dem vergangenen Jahr wider: In den acht Integrierten Leistellen des BRK gingen im vergangenen Jahr knapp 1,031 Millionen Notrufe ein, die in 680.000 Einsätze mündeten. Bayernweit stieg die Anzahl der Einsätze in 2022 insgesamt auf 2,025 Millionen (+ 7%). Die Anzahl an Einsätzen, bei denen eine Hilfeleistung, aber kein Patiententransport stattgefunden hat, sondern die Patienten beispielsweise an den Hausarzt verwiesen wurden, stieg zudem um mehr als 25% auf 35.440 Einsätze.  

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news-1082 Wed, 08 Feb 2023 11:34:00 +0100 Erbeben in der Türkei und Syrien: BRK bittet dringend um zielgerichtete Hilfen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/erbeben-in-der-tuerkei-und-syrien-brk-bittet-dringend-um-zielgerichtete-hilfen.html Die Erdbeben in der Türkei und in Syrien forderten bislang viele Tausende Leben und Verletzte. Infrastrukturen und zahlreiche Gebäude wurden in beiden Ländern zerstört. Die Hilfsbereitschaft ist groß - viele Menschen möchten jetzt helfen, doch nicht jede Hilfe ist zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll. Das Bayerische Rote Kreuz bittet daher dringend um zielgerichtete Hilfen und warnt vor Aktionismus. Sachspenden

Das Bayerische Rote Kreuz nimmt derzeit keine Sachspenden an. Denn: Dringend benötigte Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen müssen freigehalten und dürfen nicht unnötig belastet oder gar blockiert werden. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte und koordinierte Hilfslieferungen binden Lager-, Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, vielmehr könnten sie die humanitäre Arbeit vor Ort behindern. Das Deutsche Rote Kreuz stimmt Hilfsmaßnahmen aktuell unter Hochdruck gemeinsam mit den Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ab, um die bereits angelaufenen Soforthilfemaßnahmen unserer Partner vor Ort so zielgerichtet wie möglich zu unterstützen.

Geldspenden

Geld zu spenden ist wesentlich effektiver und die Spende ist flexibler und vor allem bedarfsgerechter einsetzbar als Sachspenden. Der große Vorteil von Geldspenden ist, dass die Verwendung der Mittel flexibel den sich ändernden Verhältnissen und einer sich verändernden Bedarfslage in den betroffenen Gebieten angepasst werden kann. Das ist bei Katastrophen diesen Ausmaßes essentiell. Das Deutsche Rote Kreuz hat einen nationalen Spendentopf für die Erdbeben-Nothilfe eingerichtet:

Online: https://www.drk.de/spenden/privatperson-spenden/jetzt-spenden/

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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news-1079 Mon, 06 Feb 2023 08:00:00 +0100 Aus Katastrophen gelernt: 140 Jahre Wasserwacht in Deutschland https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/aus-katastrophen-gelernt-140-jahre-wasserwacht-in-deutschland.html Am Dienstag, den 07. Februar 2023, wird die Wasserwacht auf den Tag genau 140 Jahre alt. Gegründet wurde die erste führende, deutsche Wasserrettungsorganisation des Deutschen Roten Kreuzes im bayerischen Regensburg. Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, freut sich über das Jubiläum: „Bayern ist der Geburtsort der Wasserwacht. Es macht mich stolz, dass hier der Grundstein für die Wasserrettung gelegt wurde.“

Als das Donau-Hochwasser in Regensburg am 7. Februar 1883 zu einer historischen Katastrophe führte, waren Helfer des Roten Kreuzes erstmalig in die Hochwasserrettung eingebunden. Dies stellte damals die Geburtsstunde der Wasserwacht in Deutschland dar. „Schnell wurde klar, dass es institutionelle Strukturen dieser Art in Deutschland braucht – die Wasserwacht ist somit eine der größten Lehren aus dem Donauhochwasser“, sagt Huber.

Im Laufe der Jahre gründeten sich überall in Deutschland sogenannte Sanitäts- und Wasserwehrkolonnen. 1891 wurden ebenfalls in Regensburg Sanitätsschiffe zur Absicherung der Donau bereitgestellt. Wenige Jahre später gründeten sich an oberbayerischen Seen die ersten Wasserrettungsstationen. Die Geschichte zeigt, was bis heute gelebt wird: „Aus jeder Katastrophe müssen die richtigen Schlüsse gezogen werden, um sich für die Zukunft besser aufzustellen“, so Huber. „Stillstand ist im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz keine Option. Deshalb hat sich die Wasserwacht Bayern in den letzten Jahren immens weiterentwickelt und wird das auch in Zukunft tun“ und ergänzt: „Deswegen arbeiten wir gerade daran, mit der Unterstützung des Freistaats Bayern ein Bayerisches Wasserrettungszentrum auf den Weg zu bringen."

Mit Blick auf die Ehrenamtlichen der Wasserwacht Bayern sagt Huber: „Unsere Ehrenamtlichen sind für die Sicherheit am und im Wasser zur Stelle, egal ob für Schwimmkurse, die Wasserrettungsausbildung oder im Ernstfall die Wasserrettung selbst. Sie sind der Garant für Schutz und Sicherheit am und im Wasser. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn es besonders brenzlig wird, und bringen sich damit auch oft selbst in Gefahr.“ Die Wasserwacht Bayern ist die größte Wasserrettungsorganisation im Freistaat und die mitgliederstärkste Gemeinschaft im Bayerischen Roten Kreuz.

Im Jahr 2022 wurde die Wasserwacht Bayern zu rund 4000 Einsätzen gerufen. Davon waren 801 medizinische Notfälle, 62 Lebensrettungen sowie 83 Krankentransporte mit Boot. Die Wasserwacht beobachtet eine zunehmende Sorglosigkeit gegenüber Gewässern und den damit einhergehenden Gefahren.

Die Schwimmfähigkeit hat durch die Pandemie erheblich gelitten. In 2019 wurden rund 12.160 Schwimmabzeichen abgenommen. Im darauffolgenden, ersten Pandemiejahr 2020 hingegen nur noch rund 2400. „Dieser Rückgang von rund 80 % ist signifikant und erzeugt einen drastischen Aufholbedarf“, so Huber. „Wir appellieren an Eltern und Lehrkräfte die Schwimmfähigkeit proaktiv anzugehen, denn Schwimmen können rettet Leben.“

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news-1078 Wed, 25 Jan 2023 16:12:47 +0100 Verunfallter Reisebus führt zu Betreuungseinsatz https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/verunfallter-reisebus-fuehrt-zu-betreuungseinsatz.html In den frühen Morgenstunden des heutigen Mittwoch kam es um ca. 02:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der A3 zwischen einem Reisebus und einem LKW. Der mit rund 60 Schulkindern aus Belgien besetzte Bus war auf der Rückfahrt von einem Ferienlager.

Bei dem Unfall wurde der Busfahrer beim Aufprall leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Fünf Kinder mit leichten Verletzungen wurden durch den Rettungsdienst und die Notärztin vom BRK Höchstadt sowie von der JUH Schlüsselfeld versorgt, mussten aber nicht ins Krankenhaus.

Nachdem klar wurde, das die Bergung des verunfallten Busses längere Zeit dauern würde, wurden die Betroffenen in die Aschgrundhalle in Adelsdorf gebracht, in der eine Betreuungsstelle eingerichtet worden war. So wurde ein Teil der Turnhalle mit Tischen und Stühlen versehen und Turnmatten als Schlafstellen ausgelegt. Für die Betroffenen wurden Heiß- und Kaltgetränke bereit gestellt sowie ein Frühstück.

Vielen Dank für die hervoragende Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte!

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news-1077 Tue, 24 Jan 2023 16:04:00 +0100 BRK erzielt Durchbruch – So viele Ausbildungsplätze wie noch nie https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-erzielt-durchbruch-so-viele-ausbildungsplaetze-wie-noch-nie.html Das Bayerische Rote Kreuz erzielt mit der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsverbände in Bayern einen historischen Durchbruch im bayerischen Rettungsdienst. BRK und Sozialversicherungsverbände einigten sich auf eine signifikante Aufstockung der Ausbildungsplätze für Notfallsanitäter*innen. Insgesamt 750 Ausbildungsplätze werden demnach in den Jahren 2023 und 2024 von den Kostenträgern in einem Doppelhaushalt finanziert. Damit wurde eine wesentliche Forderung des Bayerischen Roten Kreuzes erfüllt. Im Jahr 2022 waren diese Ausbildungsstellen noch auf 245 begrenzt.

„Bedingt durch eine insgesamt hohe Belastung des Gesundheitswesens erleben wir seit Monaten einen hoch-ausgelasteten und teilweise an der Belastungsgrenze agierenden Rettungsdienst“, betont Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes. „Es ist daher ein richtiges und notwendiges Signal, dass die Kostenträger nun zustimmen: Mehr Fachkräfte entlasten den Rettungsdienst nachhaltig und langfristig. Damit wird die Attraktivität des Berufsbildes zukunftsfest gemacht.“

Dennoch weist Dr. Frank darauf hin, dass diese Entscheidung keine Soforteffekte erwarten lässt: „Wir starten im Oktober diesen Jahres erstmalig mit ca. 375 neuen Auszubildenden in das neue Ausbildungsjahr. Im Folgejahr werden weitere ca. 375 dazukommen. In etwa vier Jahren werden wir erste Entlastungen spüren, wenn sich die ersten ausgebildeten Notfallsanitäter*innen in das System einbringen.“

Weiter betont Dr. Frank: „Diese Entscheidung ist ein wichtiges Signal an das bayerische Rettungsdienstsystem und sie macht deutlich: Der hohen Belastung des Rettungsdienstes, die vor allem in der Coronavirus-Pandemie besonders deutlich wurde, werden nun langfristige Veränderungen und strukturelle Verbesserungen entgegengesetzt. Daher bin ich sehr dankbar, dass die AOK Bayern als verhandlungsführende Stelle seitens der Arbeitsgemeinschaft der Sozialversicherungsträger unserer Forderung gefolgt ist und gemeinsam mit uns diese Verbesserung auf den Weg bringen wird.“

Berufe im Rettungsdienst zählen zu den attraktivsten Berufen innerhalb des Gesundheitssektors. „Es ist wichtig, dass wir diesen Status halten können“, so Sebastian Lange, Abteilungsleiter Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes. „Die Entscheidung der Kostenträger ist ein Invest in die notfallmedizinische Versorgungssicherheit der bayerischen Bevölkerung.“

Nun steht dem Bayerischen Roten Kreuz eine Kraftanstrengung bevor: „Die signifikante Ausweitung der Ausbildungsstellen bedeutet natürlich auch eine doppelte Herausforderung in der Anwerbung junger, motivierter Auszubildender“, betont Lange. „Ich bin aber hoffnungsvoll und bin mir sicher, dass uns das gelingen wird.“

Aktuelle Stellenausschreibungen für „Notfallsanitäter (w/m/d)“ finden Sie hier: https://go.brk.de/notsan-jobs                  

Das Berufsbild des Notfallsanitäters und der Notfallsanitäterin ist ein vergleichsweise junges Berufsbild, das per Bundesgesetz seit 2014  gilt. Es löste nach einer Übergangs- und Anerkennungsphase das Berufsbild des Rettungsassistenten / der Rettungsassistentin ab. Die Finanzierungsverantwortung des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes obliegt den Sozialversicherungsverbänden (AOK Bayern, BKK Landesverband Bayern, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, IKK classic, Knappschaft-Bahn-See, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, Verband der Ersatzkassen LV Bayern).

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news-1076 Wed, 18 Jan 2023 13:30:52 +0100 BRK übernimmt Vorsitz im Müttergenesungswerk Bayern https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/brk-uebernimmt-vorsitz-im-muettergenesungswerk-bayern.html Das Müttergenesungswerk ist ein Zusammenschluss von Wohlfahrtsverbänden und setzt sich zum Ziel, therapeutische, medizinische und psychologische Unterstützung für gesundheitliche Bedürfnisse von Familien auf den Weg zu bringen. Während in der Vergangenheit der Fokus auf Müttern lag, erweiterte sich der Fokus in den letzten acht Jahren auch auf Väter und auf Familien insgesamt.

Turnusgemäß übernimmt das Bayerische Rote Kreuz den Vorsitz im Landesausschuss Müttergenesung Bayern (kurz: LAB) für die nächsten zwei Jahre. Die symbolische Vorsitzübergabe durch die Vorständin Gesundheit und Teilhabe der Diakonie Bayern, Sandra Schuhmann, an die Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes, Dr. Elke Frank, fand am heutigen Mittwoch, den 18.01.2023, in der BRK-Landesgeschäftsstelle in München statt.

„Ich freue mich, dass wir den Vorsitz übernehmen. Gerade mit Blick auf die vergangenen rund drei Jahre der Coronavirus-Pandemie wurde Müttern wie Vätern viel abverlangt. Die Familien sind es, die unsere Gesellschaft formen und mit Leben füllen“, so Dr. Elke Frank, Landesgeschäftsführerin und neue Vorsitzende des Landesausschusses Müttergenesung Bayern. „Dem Müttergenesungswerk kommt eine große Verantwortung zu. Es ermöglicht Familien unterstützende Angebote, wenn diese benötigt werden.“

Das Müttergenesungswerk ist die einzige Organisation, die politische Arbeit für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige macht. Erst seit 2007 sind die Kurmaßnahmen Pflichtleistungen der gesetzl. Krankenkassen und als solche im Gesetz verankert (§§ 23, 24, 40, 41 SGB V).

In der wohnortnahen Beratung der Kurberatungsstelle, die sich als Anlaufstelle frei von Stigmatisierung versteht, erfolgt ein niederschwelliges Clearing der Problemlagen der Familien und eine Sortierung hilfreicher Maßnahmen ggf. nach Dringlichkeit. Ist eine Kurmaßnahme das richtige Mittel, unterstützt der/die Berater*in bei der Erstellung des Antrages, der Korrespondenz mit der Krankenkasse, legt ggf. Widerspruch ein. Außerdem berät sie bei der Auswahl der Klinik, erklärt die dortigen Ziele und Abläufe und unterstützt mit Zuschüssen aus Spendenmitteln, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, um z. B. notwendige Kleidung für einen Kuraufenthalt zu kaufen oder die Eigenbeteiligung zu zahlen.

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news-1075 Thu, 12 Jan 2023 11:28:48 +0100 5-jähriger Julius spendet Teddys von seinem Taschengeld https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/5-jaehriger-julius-spendet-teddys-von-seinem-taschengeld.html Julius und seine Mama hatten im vergangenen Sommer mit ihrem Auto einen Unfall, der Rettungsdienst des KV Erlangen-Höchstadt wurde gerufen. Ein mit den Tränen kämpfender Julius versucht mit den Eindrücken klar zu kommen, viel Aufregung, Sorgen um die Mama und das kaputte Auto. Schnell wird der Einsatz taktisch abgearbeitet – und ein Tröster-Teddy für den Jungen aus dem Rettungswagen geholt. Julius schließt ihn fest in seine Arme. Er und seine Mama werden in den RTW gebracht, untersucht und behandelt. An Julius´ Seite: sein neuer Freund, der Teddy!

Die Notfallsanitäter trösten und versorgen. Der Unfall ist glimpflich verlaufen. Dennoch lassen Julius diese Eindrücke nicht mehr los und er beschließt etwas zu tun, was das Bayerisches Rotes Kreuz Erlangen-Höchstadt sprachlos macht: er nimmt sein Taschengeld und spendet es an die Firma der Tröster-Teddys. Diese sollen viele Freunde seines Teddy an das BRK schicken, damit diese auch andere Kinder trösten können!

Die Spende erreichte den Kreisverband kurz vor Weihnachten. Zehn Teddy trösten zehn Kinder, welche aufgrund eines medizinischen Notfalles, oder Unfalles Tränen zu trocknen haben. Lieber Julius, wir danken Dir ganz herzlich für Deinen großartige Spende und versprechen Dir, dass jeder Teddy einen neuen Freund bekommt!

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news-1074 Wed, 11 Jan 2023 10:58:06 +0100 Jahresbilanz: 200.000 ehrenamtliche Mitglieder im BRK https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/jahresbilanz-200000-ehrenamtliche-mitglieder-im-brk-8.html Das Bayerische Rote Kreuz blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. „Das vergangene Jahr war in vielerlei Hinsicht ein forderndes“, resümiert BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Der Krieg in der Ukraine, die Folgen der Coronavirus-Pandemie und eine starke Beanspruchung des Gesundheitswesens stellten uns vor Herausforderungen. Ein weiteres Jahr, das deutlich machte, welch gesamtgesellschaftliche Bedeutung Humanität hat.“

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news-1064 Sat, 31 Dec 2022 09:14:05 +0100 Dr. Elke Frank wird Landesgeschäftsführerin https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/dr-elke-frank-wird-landesgeschaeftsfuehrerin.html Ab 1. Januar 2023 übernimmt Dr. Elke Frank das Amt der Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuz. Ihr Vorgänger, Leonhard Stärk, hatte das Amt 16 Jahre inne. Mit Ablauf des 31. Dezember 2022 wird Leonhard Stärk nach 16-jähriger Amtszeit als Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes ausscheiden. Hierzu wird auf die Pressemitteilung vom 30.10.2022 verwiesen.

Das Präsidium hat sich über die zukünftige Ausrichtung der Landesgeschäftsführung beraten und Dr. Elke Frank ab 1. Januar 2023 und gem. § 21 Abs. 1 der BRK-Satzung zur Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes bestellt.

„Frau Dr. Frank ist eine starke Führungspersönlichkeit mit großer Expertise aus allen Facetten des Gesundheitswesens. Sie hat sich in ihrem ersten Jahr im Bayerischen Roten Kreuz auf besondere Weise bewiesen“, erklärt BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Ich bedanke mich bei Frau Dr. Frank, dass Sie sich diesen weiteren Aufgaben zusätzlich zu ihrer bestehenden Dezernatsverantwortung annehmen wird.“

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news-1063 Fri, 23 Dec 2022 06:00:00 +0100 "Frohe Weihnachten" wünscht BRK-Präsidentin Angelika Schorer https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/frohe-weihnachten-wuenscht-brk-praesidentin-angelika-schorer.html In ihrer Weihnachtsansprache blickt BRK-Präsidentin Angelika Schorer zurück auf das vergangene Jahr 2022. Im Fokus ihrer Weihnachtsansprache stehen die Krisen unserer Zeit und der Dank an diejenigen, die in Ehren- und Hauptamt Tag für Tag dazu beitragen, dass unsere Mission "Menschen helfen" mit Leben gefüllt wird. Für besondere Fassungslosigkeit sorgte der Krieg in der Ukraine. Kurz nach Kriegsbeginn wurde auch unsere Unterstützung erforderlich und das BRK konnte einen wichtigen Beitrag der humanitären Hilfe leisten. "Nicht nur in Bayern haben wir geholfen, auch vor Ort in der Ukraine waren Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus Bayern im Einsatz – für die Menschlichkeit und für Hilfe nach dem Maß der Not. In diesem Ausmaß war das seit langer Zeit in Europa nicht mehr notwendig", so Präsidentin Schorer. 

Darüber hinaus wurden in Windeseile "im Freistaat Notunterkünfte errichtet, mit denen wir geflüchteten Menschen eine erste Anlaufstelle bieten konnten", betont Schorer. 

Die vollständige Weihnachtsansprache finden Sie als Video am Ende dieses Beitrages.

"Kriege und Krisen treffen immer die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten"

"Kriege und Krisen treffen immer die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten", stellt Schorer fest. Um genau diesen Menschen zu helfen, die aufgrund eines Konflikts in vielerlei Hinsicht verwundet wurden, kommen die unzähligen Ehren- und Hauptamtlichen des BRK zum Einsatz. "Mit ihrem Einsatz leisten sie nicht nur Arbeit, sondern stehen für Nächstenliebe und menschlichen Zusammenhalt. Sie geben der Menschlichkeit in den dunkelsten Zeiten der Geschichte ein hoffnungsfrohes Gesicht – eines der wichtigsten und wertvollsten Güter dieser Tage."

Nach fast zwei Jahren Coronavirus-Pandemie wünschten wir uns ein ruhigeres Jahr 2022 sehnlichst. Es kam jedoch anders und auch weiterhin wurde unser Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gefordert. Ob in den Test- und Impfzentren oder in der Eindämmung des Infektionsgeschehens in den Einrichtungen der Pflege oder für Menschen mit Behinderung. Mit Ablauf dieses Jahres begleitet uns das Coronavirus nunmehr schon seit 2 Jahren und 338 Tagen - nachdem es am 27. Januar 2020 erstmalig im Freistaat Bayern nachgewiesen wurde. 

"Besonders Rettungsdienst, Pflege und Soziales waren auch in 2022 von Personalausfällen betroffen und sind nach wie vor vielerorts am absoluten Limit", resümiert Präsidentin Schorer. "Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir die Rahmenbedingungen verbessern können, um die Weichen für die Arbeit von Ehren- und Hauptamt besser stellen zu können."

"Wir möchten unseren Mitmenschen ein Anker der Menschlichkeit und Zuversicht sein, ganz besonders in Krisenzeiten"

Die Sorgen um die nationale Energiesicherheit treibt uns alle um, weiß Schorer: "Inflation, Energiekrise oder gar die Sorge vor einem Blackout treiben uns in diesen Tagen um. In Zeiten des Wandels, der Veränderung und der Unsicherheit bietet das Rote Kreuz Schutz, Sicherheit und Stabilität." Und ist überzeugt: "Wir möchten unseren Mitmenschen ein Anker der Menschlichkeit und Zuversicht sein, ganz besonders in Krisenzeiten."

Abschließend gibt Präsidentin Schorer den Ehren- und Hauptamtlichen des BRK viele Wünsche mit: "Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage im Kreise Ihrer Lieben und einen guten Start für 2023 Gesundheit, Glück, Erfolg, Zuversicht und Mut für die bevorstehenden Herausforderungen!" 

"Sie sind Jahr für Jahr mein ganz persönliches Weihnachtswunder"

Den diensthabenden Kolleginnen und Kollegen während der Feiertage gibt die Präsidentin ganz besondere Wünsche mit: "Allen diensthabenden Kolleginnen und Kollegen, die an den Feiertagen arbeiten, wünsche ich einen ruhigen Dienst und bedanke mich für ihren Einsatz. Sie sind Jahr für Jahr mein ganz persönliches Weihnachtswunder!" 

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news-1061 Tue, 13 Dec 2022 15:39:00 +0100 Dünnes Eis: Wasserwacht-Bayern warnt vor Betreten von Eisflächen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/duennes-eis-wasserwacht-bayern-warnt-vor-betreten-von-eisflaechen.html Sinkende winterliche Temperaturen, Schneefall und gefrierende Wasseroberflächen läuten den Winter ein. Die Wasserwacht-Bayern des Bayerischen Roten Kreuzes warnt davor, nicht freigegebene Eisflächen zu betreten. Es droht Lebensgefahr. Im vergangenen Winter musste die Wasserwacht-Bayern zu 91 Lebensrettungen ausrücken.

„Der Winter ist in vollem Gange, das Thermometer zeigt deutlich nach unten. Erste Seen und Flüsse beginnen zu gefrieren“, so der Landesvorsitzende der Wasserwacht-Bayern, Thomas Huber, und appelliert: „Begeben sie sich nicht auf nicht-freigegebene und damit lebensgefährliche Eisflächen. Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen sowie auf die Warnungen der örtlichen Behörden, der lokalen Medien und Hinweis- und Verbotsschilder vor Ort achten.“

Die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht sind rund um die Uhr für Notfälle einsatzbereit. Die Wasserwacht-Bayern verfügt über 225 aufblasbare und 69 aufklappbare Eisrettungsschlitten. Allein im letzten Winter kam es zu 209 Einsätzen, 91 davon Lebensrettungen.

Die Wasserwacht-Bayern rät folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

Was ist zu tun, wenn man selbst im Eis eingebrochen ist?

  • Laut um Hilfe rufen.
  • Ist man allein unterwegs und eingebrochen, sollte man sich nicht mehr als nötig bewegen, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Das Wasser ist an der Nullgradgrenze, daher kann die Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten eintreten.
  • Vermeiden, dass man unter das Eis gerät.
  • Bei einer dünnen Eisdecke das Eis so weit abbrechen, bis es trägt, sich dann in Bauch- oder Rückenlage flach auf das Eis hochziehen und auf dem Bauch zum Ufer kriechen. Durch die Verteilung des Körpergewichts auf eine größere Fläche vermeidet man ein weiteres Einbrechen.

Was ist zu tun, wenn man eine eingebrochene Person retten will?

  • Die Person beruhigen und deutlich machen, dass man Hilfe holt.
  • Sofort Hilfe rufen unter Notruf 112. Dabei den Unfallort nennen und wie lange die Person bereits im Wasser ist.
  • Der eingebrochenen Person niemals aufrechtstehend, sondern auf dem Eis liegend helfen, da die Gefahr besteht, selbst einzubrechen.
  • Der eingebrochenen Person niemals die Hand reichen, da man selbst ins Wasser rutschen könnte. Der verunglückten Person nur mit einem festen Gegenstand helfen, den man auch loslassen kann, zum Beispiel Äste, ein Seil oder ein Kleidungsstück.
  • Die verunglückte Person am Ufer ruhig lagern und zudecken. Wenn sie bewusstlos ist, die Atmung kontrollieren.
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news-1060 Fri, 09 Dec 2022 16:15:49 +0100 Zeitzeugen-Projekt: November-Blog https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/november-blog.html Unser November begann in Korbach in Hessen. Dort fand unser erstes Wochenseminar mit der FSJ Kultur Stammgruppe statt. Es hat wirklich Spaß gemacht, sozusagen „Gleichgesinnte“ kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Eigentlich ganz ähnlich zu Schulklassen, nur irgendwie viel familiärer. Ansonsten ging es viel darum, unsere Einsatzstellen vorzustellen, sich mit Kultur auseinanderzusetzen und sich kennen zu lernen.

Beispielsweise haben wir Plakate (nach besten künstlerischen Fähigkeiten) zu unseren Einsatzstellen erstellt, welche hier im Blog abgebildet ist.

Kaum waren wir wieder zurück Zuhause, ist auch bei mir der Startschuss für die Interviews gefallen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der BRK-Landesgeschäftsstelle, ging es für mich nach Augsburg für meine ersten beiden Interviews. Insbesondere im Vorhinein macht man sich natürlich viele Gedanken, wie genau der Ablauf ist und ob man das überhaupt hinbekommt. Am Ende haben sich diese Sorgen als unbegründet herausgestellt. Alles lief wunderbar ab, es entstand eine angenehme Atmosphäre und ich bekam durchaus einige spannende Geschichten zu hören. Daneben gab es sogar selbst gebackene Verpflegung und Kaffee.

Da ich mir praktischerweise auf den nächsten Tag noch ein Interview in der Nähe gelegt habe, blieb ich eine Nacht in Augsburg. Am nächsten Morgen ging es dann zum nächsten Zeitzeugen. Durch die Erfahrung und Übung vom Vortag fühlte ich mich schon deutlich sicherer. Die Zeit vergeht am Ende immer schneller als man denkt und auf einmal sind fast schon zwei Stunden um.

Auch in den folgenden Interviews fiel es immer leichter durch die gewonnene Routine und das Grundlegende, das Gespräch mit einer interessanten Persönlichkeit, macht ja sowieso Spaß.

Allerdings gestaltet sich die Anfahrt mit Öffis nicht immer einfach, vor Allem wenn die Zeitzeugen*innen ein bisschen außerhalb wohnen. Teilweise hatte ich mich schon auf eine kleine Wanderung eingestellt, was mich auch nicht zu sehr gestört hätte, aber bisher waren meine Gastgeber so zuvorkommend und brachten mich zum nächsten Bahnhof.

Am Ende des Monats, ging es für mich dann noch als krönender Abschluss für drei Tage nach Oberfranken, um Gespräche mit Zeitzeugen*innen zu führen.

Rückblickend kommen mir die Erlebnisse aus diesem Monat vor wie aus zwei Monaten, jedoch bewerte ich diese als etwas positives.

Zum Projekt "Zeitzeugen"

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news-1056 Tue, 06 Dec 2022 15:59:00 +0100 „Die Kurse des Elterncampus sind pures Leben!“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/die-kurse-des-elterncampus-sind-pures-leben.html Karina Dürr ist seit 24 Jahren Kinderkrankenschwester und lebt im Landkreis Fürstenfeldbruck. Freiberuflich leitet sie verschiedene Kurse des DRK-Elterncampus. Mit uns spricht sie über ihren Job als Kursleitung. Karina, du bist Kursleitung im DRK-Elterncampus. Welche Kurse bietest du an?

Richtig, aktuell leite ich drei Kurse. Einer dreht sich rund um die ersten Wochen der Neugeborenen und die damit verbundenen Basics, dann halte ich noch einen Kurs zum Schlafverhalten von Kleinkindern und einen rund um das Thema Krankheiten und was in die Hausapotheke gehört. Der Elterncampus bietet aber noch viele weitere Kurse an, insgesamt ein wirklich tolles Angebot. 

Das klingt sehr spannend. Wie läuft so ein Kurs ab? 

Unsere Kurse sind dafür da den Eltern Sicherheit bzw. einen Wegweiser im Umgang mit ihrem Neugeborenen zu geben. Interessierte können sich für die Kurse online anmelden und virtuell an einer Vielzahl von Kursen teilnehmen.

Wir sind in der Regel nicht mehr als 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Kurs startet mit einer kurzen Vorstellungsrunde, damit ich im weiteren Verlauf individuell auf das ein oder andere Thema eingehen kann. Anschließend kommt meine Präsentation, da kann mich aber jeder immer gerne unterbrechen und Fragen stellen. Die Präsentation ist deswegen oft sehr interaktiv – ich zeige auch anhand von Puppen, wie man richtig badet, wickelt oder stillt. Im Anschluss ist dann noch Zeit für Fragen. 

Und wie viel Zeit benötigst du für die Vor- bzw. Nachbereitung?

Das hält sich in Grenzen! Vor einem Kurs bereite ich den Kurs vor, aber das bezieht sich in erster Linie auf das Equipment, wie das Vorbereiten der Babypuppe oder der Inhalte der Hausapotheke. Meine Präsentation muss ich in der Regel nicht mehr vorbereiten, das habe ich wohl schon verinnerlicht.  Und das will ich auch nicht - mir ist es wichtig, dass die Spontanität nicht verloren geht, weil ja jeder Kurs aufgrund der Teilnehmenden individuell ist. Administrative Aufgaben übernimmt meine Ansprechpartnerin im Kreisverband des BRK. Ich sende somit im Nachgang nur noch meine Rechnung.

Du bist hauptberuflich Kinderkrankenschwester, richtig? 

Richtig. Ich arbeite halbtags als Kinderkrankenschwester in einer Mutter-Kind-Einrichtung in München und habe eine Weiterbildung zur Familienkrankenschwester gemacht, bin Baby- und Kleinkind-Schlafberaterin und Stillberaterin. Ich bin über eine Facebook-Anzeige des Elterncampus auf die Stelle aufmerksam geworden, habe mich dann beworben und wurde an den Kreisverband FFB weitervermittelt. Seit einem Jahr arbeite ich freiberuflich als Kursleitung für den Elterncampus. 

Und wie lässt sich das alles miteinander vereinen?

Das lässt sich super vereinen! Ich gebe meist einen Kurs in der Woche, mal vormittags oder abends. Das mache ich ganz einfach von zuhause aus. Ich sitze dann in meinem Büro, mache den Computer an, habe mein Equipment um mich und somit keinen großen Aufwand durch eine Fahrt oder den Transport. Das ist richtig praktisch!

Aber nicht nur ich genieße das digitale Angebot des Elterncampus, sondern auch die Teilnehmenden, die ja oft ihr Neugeborenes zuhause haben.

Was macht dir an deiner Tätigkeit am meisten Freude?

Am schönsten ist es, wenn ich sehe, dass ich den Eltern helfen konnte und sie in gewisser Weise auch beruhige. Dann weiß ich, dass sich meine Arbeit lohnt!  Der digitale Elterncampus ermöglicht zudem auch eine Vernetzung über Bundeslandgrenzen hinweg und oft auch über Landesgrenzen. 

Aber es macht mir nicht nur Freude, im Umgang mit den Teilnehmenden lerne ich auch oft für mich selbst viel Neues. Und ich habe gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn ich mal etwas nicht beantworten kann. Dann recherchiere ich im Nachgang und melde mich mit einer Antwort zurück.

Ist dabei etwas besonders herausfordernd?

In seltenen Fällen ist es besonders herausfordernd, beispielsweise wenn die Leute die Kameras nicht anmachen.  Aber das ist zum Glück nicht oft der Fall. Ich merke, dass manche Teilnehmende hin und wieder besonders verzweifelt oder besorgt sind und deswegen sehr detaillierte Fragen stellen – da muss ich einen richtigen Weg finden der Person mitzuteilen, dass wir einen separaten Termin vereinbaren müssen, um den restlichen Kurs nicht zu stören. Das fällt mir noch nicht so leicht, ich bin darin aber schon besser geworden.

Dennoch zeichnet genau das auch den Elterncampus aus: jeder Kurs ist anders, weil die Teilnehmenden individuell sind. Manchmal huschen spielende Kinder im Hintergrund umher, manchmal liegt das Neugeborene in den Armen. Die Kurse sind das pure Leben!

Vielen Dank für das nette Interview, Karina! 

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news-1059 Mon, 05 Dec 2022 19:01:26 +0100 Bundesinnenministerin zeichnet Praxistag aus https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bundesinnenministerin-zeichnet-praxistag-aus.html Am Montag, dem 5. Dezember 2022, erhielt der „Praxistag Schulsanitätsdienst (SSD)“ der bayerischen Hilfsorganisationen, als vorbildliches Projekt in der Kategorie Nachwuchsarbeit, den diesjährigen Förderpreis Helfende Hand 2022 des Bundesministeriums des Innern und für Heimat in Berlin. Der Preis ist die höchste Auszeichnung ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz. Vertreter der bayerischen Hilfsorganisationen nahmen die Auszeichnung aus den Händen von Bundesinnenministerin Nancy Faeser in ihrem Berliner Amtssitz feierlich in Empfang. Jahr für Jahr nehmen rund dreihundert Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern, die sich mit großer Sachkenntnis und viel Herzblut als Schulsanitäterinnen und -sanitäter engagieren, am „Praxistag SSD“ teil und vertiefen hier ihr Erste Hilfe-Können.

“Wir freuen uns sehr über diesen Preis, da er zugleich das Engagement der Kinder und Jugendlichen in den Blick rückt, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren“, sagt Florian Rößle, Bildungsreferent im Bayerischen Jugendrotkreuz, im Namen der ARGE Schulsanitätsdienst in Bayern. „Die jungen Leute leisten eine hervorragende Arbeit und setzen ihre freie Zeit dafür ein, anderen im Notfall helfen zu können. Das kann man nicht hoch genug wertschätzen. Es ist uns wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, ihr Wissen zu stärken und sich bestmöglich weiter zu qualifizieren.“

Die fünf großen, bayerischen Hilfsorganisationen bilden mehrere tausend Schulsanitäterinnen und -sanitäter an rund tausend Schulen aus. Der „Praxistag SSD“, der von den Hilfsorganisationen gemeinsam geplant und durchgeführt wird, bietet den jungen Ersthelfern die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren und sich zu vernetzen. Rund dreihundert Kinder und Jugendliche nehmen regelmäßig teil. Das Fortbildungsangebot an diesem Tag ist breit gefächert. Es reicht von Workshops zur Wundversorgung über die Behandlung von Knochenbrüchen bis zum Umgang mit Verbrennungen, Allergien oder akuten Bauchschmerzen. Viele weitere interessante Inhalte werden angeboten, beispielsweise ein Workshop zum Vorgehen bei Alkohol- und Drogennotfällen und eine Arbeitshilfe für Unfälle an ggfs. vereisten Gewässern. Der Inhalt und die Themen setzen sich aus Rückmeldungen und Impulsen der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter zusammen, die sie auch in ihrem schulischen Alltag erleben. Für die verantwortlichen Lehrkräfte gibt es diverse Workshops bspw. zu Organisation und Leitung. In diesem Jahr fand der Praxistag erstmals auch hybrid statt.

Als vorbildliches Projekt unter knapp 250 Bewerbungen ausgewählt

Knapp 250 Bewerbungen sind für den Förderpreis Helfende Hand 2022 eingegangen und wurden von einer Fachjury bewertet. Der „Praxistag SSD“ konnte sich schlussendlich gegen vier weitere Projekte aus ganz Deutschland, die nominiert waren, durchsetzen und wurde als vorbildliches Projekt im Bereich Nachwuchsarbeit ausgezeichnet.

 

Informationen zum Projekt und den beteiligten Organisationen finden Sie auch auf der Webseite des Förderpreises:

https://www.helfende-hand-foerderpreis.de/die-projekte/2022/praxistag-fuer-schulsanitaeterinnen

 

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news-1055 Thu, 01 Dec 2022 16:19:00 +0100 Funkelnde Kinderaugen: Nikolaus und Rettungshubschrauber Christoph 14 empfangen Kinder im Luftrettungszentrum https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/funkelnde-kinderaugen-nikolaus-und-rettungshubschrauber-christoph-14-empfangen-kinder-im-luftrettungszentrum.html Der „Rettungshubschrauber Christoph 14“ fliegt jedes Jahr zahlreiche Einsätze, darunter auch einige mit verletzten oder erkrankten Kindern. Nach zweijähriger Pause fand am 1. Dezember wieder ein „Nikolausflug“ für diejenigen Kinder statt, die infolge des medizinischen Notfalls nur wenig von dem Rettungshubschrauber wahrnehmen konnten. Dieses Jahr fand die Aktion zum zehnten Mal statt.

Zu diesem Anlass empfing die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 14 gemeinsam mit dem Nikolaus die Kinder für eine Besichtigung der Luftrettungsstation und des Rettungshubschraubers. 30 Kinder sowie deren Eltern nahmen teil und staunten nicht schlecht, als der Nikolaus im Rettungshubschrauber landete. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Rettungshubschraubers erhielten die Kinder kleine Präsente vom Nikolaus.

Robert Portenkirchner, leitender TC-HEMS am Rettungshubschrauber Christoph 14: „Es freut uns sehr, dass der Nikolausflug dieses Jahr wieder möglich war und wir den Kindern damit eine Freude machen konnten. Uns ist es wichtig, den Kindern die Scheu vor dem Rettungshubschrauber zu nehmen und diesen mit einem positiven Erlebnis zu verbinden. Die funkelnden Augen sprachen Bände!“

Der orangefarbene Rettungshubschrauber Christoph 14 ist am Klinikum Traunstein stationiert und gehört dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Notfallsanitäter werden dabei von der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes gestellt. Die Notärzt*innen kommen von der Notarztgemeinschaft Traunstein, die Pilot*innen von der Bundespolizei der Fliegerstaffel Oberschleißheim.

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news-1054 Thu, 24 Nov 2022 00:00:00 +0100 Startschuss für das Projekt "TEAM BAYERN Lebensretter" https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/startschuss-fuer-das-projekt-team-bayern-lebensretter-1.html Das Bayerische Rote Kreuz und "BAYERN 3" führen neue lebensrettende Funktion ein. Das Bayerische Rote Kreuz und „BAYERN 3“ haben bereits im Jahr 2013 mit „TEAM BAYERN“ ein großes Hilfsnetzwerk aus ungebundenen freiwilligen Helferinnen und Helfern eingerichtet, damit beispielsweise bei Naturkatastrophen ergänzend zu bestehenden Katastrophenschutz-Strukturen kurzfristig und vor allem zielführend geholfen werden kann. Bereits über 7.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des „TEAM BAYERN“ haben in den letzten Jahren ihre Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt und sich als ungebundene Helfer*innen registriert.

Die Helferinnen und Helfer des Netzwerkes können zudem fortan durch die Funktion „TEAM BAYERN Lebensretter“ bei einem Notfall informiert und noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes wichtige Erste-Hilfe in Form von Wiederbelebungsmaßnahmen leisten. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Leitstelle im Ernstfall nicht nur das Fachpersonal, sondern auch die in der Nähe des Notfalls anwesenden und registrierten freiwilligen Lebensretter*innen verständigt.

Potenzielle Helferinnen und Helfer müssen hierzu in der App „TEAM BAYERN“ registriert sein und gewisse Voraussetzungen nachweisen können. Kommt es im Umkreis von 400 Metern zu einem lebensbedrohlichen Notfall, werden die in diesem Bereich befindliche Ersthelfer*innen über die App benachrichtigt und zum Unfallort geleitet. Vor Ort können dann wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt und beispielsweise mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden. Weitere Helfer*innen werden zum nächstgelegenen öffentlichen Defibrillator gelotst und werden aufgefordert, diesen an den Einsatzort zu bringen. Sobald der Rettungsdienst eintrifft, übernimmt dieser die weitere Versorgung. Durch das frühe Eintreffen der Lebensretter*innen kann das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes deutlich verkürzt und folglich die Überlebenschancen der Patient*innen gesteigert werden.

„Katastrophen und Notfälle kündigen sich nicht an – deshalb treffen wir mit TEAMBAYERN schon seit Jahren Vorsorge und bieten eine Plattform für Menschen, die bereit sind zu helfen. Wir freuen uns, dass das TEAMBAYERN künftig nicht nur Gutes tut und bei Katastrophen anpackt, sondern auch im Alltag Leben rettet“, sagt BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Eingeführt wird die neue Funktion zunächst im Bereich der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach mit den Landkreisen Bayreuth, Kulmbach sowie der kreisfreien Stadt Bayreuth mit insgesamt knapp 250.000 Einwohnern. Weitere Leitstellengebiete in Bayern sind in der technischen Vorbereitung.

Das Projekt „TEAM BAYERN Lebensretter“ steht allen Hilfsorganisationen und Feuerwehren in Bayern offen. Interessierte Helferinnen und Helfer können sich auf der Website des „TEAM BAYERN“ registrieren und die nötige App im App-Store oder PlayStore herunterladen.

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news-1051 Wed, 16 Nov 2022 08:53:58 +0100 Neues Pflege-Projekt zur Personalstruktur https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/neues-pflege-projekt-zur-personalstruktur.html Seit dem 01. November gibt es ein neues Projekt in der BRK Landesgeschäftsstelle. Projektmanagerin Nelleke Jakob betreut das GlücksSpirale-Projekt „§ 113c SGB XI PeBeM im BRK“ in der Abteilung Senioren & Pflege. Das von der Glücksspirale geförderte Projekt verfolgt die Zielsetzung ausgewählte Einrichtungen bei der Einführung der neuen Personalanhaltswerte zu begleiten und bei der Reorganisation der einrichtungsindividuellen Strukturen und Prozesse zu unterstützen. Derzeit läuft der Auswahlprozess der Einrichtungen.

„Es dreht sich um die Personalsituation in der Pflege und darum, dass die Fachquote aufgehoben wird, und der Blick eher auf die Pflegegrade der Bewohner*innen gerichtet wird. Die Organisation der Pflegekräfte soll dadurch noch kompetenter vonstattengehen. Durch die Neuverteilung von Aufgaben müssen sich die Einrichtungen neu organisieren und vertraute Strukturen verlassen, dabei unterstütze ich sie", so Projektmanagerin Nelleke Jakob.

Die Katholische Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Regensburg steht dem Projekt als externes Fortbildungs- und Beratungsinstitut zur Verfügung.

Zur Person: Nelleke Jakob war über 20 Jahre in der Krankenpflege tätig. Nach ihrem Studium „Management im Gesundheitswesen“ hat sie von 2018 bis 2020 das GlücksSpirale-Projekt „Palliative Care-Kultur in den Einrichtungen der SSG“ geleitet und anschließend koordinierende Aufgaben im Bereich der Altenpflege- und Betreuung übernommen. Nun übernimmt sie das Projekt in der Landesgeschäftsstelle des BRK.

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news-1049 Mon, 14 Nov 2022 09:00:54 +0100 „Hohe Stressbelastung durch Krieg und Flucht im Leben von Geflüchteten“ https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/hohe-stressbelastung-durch-krieg-und-flucht-im-leben-von-gefluechteten.html Das war das Thema der Fortbildung, die am 04. und 05.10.2022 in Nürnberg stattfand. Teilnehmerinnen waren Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, der Kinder- und Jugendhilfe und den Beratungsstellen, die bayernweit anreisten. Das Programm und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch hatten das Interesse der Teilnehmerinnen aus verschiedenen pädagogischen Bereichen geweckt, denn die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen stellt Menschen in helfenden Berufen oft vor große Herausforderungen. Erzieher*innen, SozialarbeiterInnen und Sozialpädagog*innen stoßen zum Teil an ihre Grenzen, wenn es darum geht, die Kinder und Jugendlichen zu betreuen und ihnen begleitend zur Seite zu stehen.

Der erste Fortbildungstag richtete den Blick auf migrationsbedinge Stressoren und Traumata. Frau Budimlic führte die Teilnehmerinnen während des ersten Teils der Fortbildung in das Thema Trauma ein und erläuterte zunächst Begriffe, die den Teilnehmerinnen ermöglichten, ein Grundverständnis über Traumata, Stress und Arbeitsweisen zu erhalten und um auch die Bedeutung von sekundärer Traumatisierung und Selbstfürsorge zu verstehen.

Folgende Themen standen im Rahmen des ersten Fortbildungstages im Fokus:

  • Was sind psychosoziale Auswirkungen von Flucht?
  • Was ist ein Trauma?
  • Was sind Trauma-Symptome und wie erkenne ich diese?
  • Was ist eine Traumafolgestörung?
  • Was sind Postmigrationsstressoren?
  • Welche Auswirkungen hat ein Trauma auf das Leben von Kindern und Jugendlichen?
  • Wie kann ich selbst stabilisierend agieren?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote gibt es?

Frau Budimlic ging während der Veranstaltung auf Fragen und Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit traumatisierten Geflüchteten ein und erklärte anhand praxisnaher Beispiele Strategien zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die traumabedingte Stressreaktionen zeigen.

Einige hilfreiche Tipps zum traumasensiblen Handeln sind:

  • Hohen Stresspegel des Kindes senken (Was hilft dem Kind, sich zu entspannen?)
  • Durch achtsamen Körperkontakt am Unterarm oder durch wiegende Bewegung das Gefühl von Sicherheit und Schutz geben
  • Beruhigend ansprechen
  • Auffällige Verhaltensweisen (Wut, Aggression) als Ausdruck innerer Not verstehen

Der zweite Teil der Fortbildung befasst sich zunächst mit der sekundären Traumatisierung und sollte zu einem besseren Verständnis der Thematik führen. Die Referentin, Barbara Abdallah-Steinkopff, ebenfalls von Refugio München ging auf potenzielle Belastungsfaktoren für die Mitarbeiter*innen ein, um zu verdeutlichen, wie komplex die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen sein kann. Gerade unter Berücksichtigung des beruflichen Auftrages „Hilfe zu leisten“ ist es wichtig, Belastungsrisiken zu erkennen um frühzeitig reflektiert und aktiv für die eigene Gesundheit sorgen zu können. Anschließend widmete Frau Abdallah-Steinkopff sich dem Thema Selbstfürsorge und stellte hiervon pragmatische Formen vor, die sich in den Arbeitsalltag einbauen lassen, z.B.

  • vor der Arbeit mit den eigenen Kraftquellen verbinden
  • Rituale und Strategien, um nach Feierabend Abstand zu gewinnen und wieder aufzutanken.
  • Pausen einlegen - Kraft schöpfen zwischen den Terminen
  • Heimweg mit einer erholsamen Unterbrechung machen
  • Daheim die Kleidung wechseln
  • Ich nutze Kolleg*innen als Spiegel

Die Referentin regte die Teilnehmerinnen an, ihrer Kraftquellen bewusst zu werden, zu achten, was sie brauchen, was Ihnen guttut, und gab ihnen hilfreiche Tipps zur Selbstfürsorge und Entlastungsstrategien für den Alltag.

Der zweite Fortbildungstag verging für alle Teilnehmenden wie im Flug – alle waren sich nach dem Vortrag von Frau Abdallah-Steinkopff einig, dass sie der Referentin noch hätten länger zuhören können. Während den Kaffeepausen sowie dem gemeinsamen Mittag- und Abendessen kamen bereichernde Gespräche unter den Teilnehmenden und der Referentinnen zustande.

Eine Teilnehmerin berichtete beim gemeinsamen Mittagessen am zweiten Fortbildungstag: „Die Referentin hat so spannend und mitreißend erzählt, am liebsten würde ich ihr noch den ganzen Nachmittag zuhören.“

Bereits hier wurde klar, dass die Teilnehmenden mit neuem Input aus der Veranstaltung gehen würden. Dass die Fortbildung ein voller Erfolg war, bestätigten auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen bei der Verabschiedung. „Super Organisation, sehr kompetente und sympathische Referentinnen und tolle Verpflegung“, bedankte sich Inna, eine der Teilnehmerinnen der Fortbildung.
 

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Abteilung Soziale Arbeit und Innovation. Die Fortbildungstermine für Fachkräfte und für ehrenamtlich Tätige für 2022 stehen bereits fest und weitere Fortbildungen sind auch 2023 geplant.

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news-1048 Thu, 10 Nov 2022 12:08:00 +0100 #MehrAlsPflicht: Hilfsorganisationen starten Ehrenamtskampagne https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/mehralspflicht-hilfsorganisationen-starten-ehrenamtskampagne.html Gemeinsam mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann haben die bayerischen Hilfsorganisationen heute in Erlangen die Kampagne #MehrAlsPflicht gestartet. Die Kampagne steht ganz unter dem Zeichen des Ehrenamts und soll Menschen dazu animieren sich einzubringen, zu engagieren und eben mehr als ihre Pflicht in der Gesellschaft zu tun. Sie ist eine Initiative des „Helfernetz Bayern“, der Nachwuchskampagne der Hilfsorganisationen im Freistaat, die vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, gefördert wird. Auf über 900 Plakaten sowie digitalen Werbeflächen im ganzen Freistaat werden die Motive zu sehen sein und mehr als 12 Millionen Menschen im Freistaat Bayern erreichen. Unter www.helfernetz.bayern können Interessierte den nächsten Standort einer Hilfsorganisation finden und Kontakt aufnehmen.

„Die Gewinnung neuer Mitglieder und Ehrenamtlicher wird auch angesichts demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen schwieriger“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Gleichzeitig blicken wir auf intensive Zeiten zurück, in denen das Ehrenamt mehr denn je gebraucht wurde und sich einbrachte – Corona-Pandemie, Flutkatastrophe im Ahrtal oder Ukraine-Krieg. Auch in Zukunft braucht es das Ehrenamt, ohne diese Menschen sähe die Situation oftmals ganz anders aus. Ehrenamtliche sind die obersten Repräsentanten einer solidarischen Gesellschaft.“

Innenminister Joachim Herrmann: "Der unermüdliche und selbstlose Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist eine unverzichtbare Säule unseres Systems der Hilfeleistung und Gefahrenabwehr. Wir können mit Stolz sagen: Bayern ist Ehrenamtsland!"

Die Kampagne des Helfernetzes greife daher ein echtes Herzensanliegen der Staatsregierung auf. "Wir müssen dafür sorgen, dass dieses hohe Maß an ehrenamtlicher Tätigkeit erhalten und weiter ausgebaut wird. Denn unse­re Gesellschaft ist nur so stark wie die Sum­me der Menschen, die in ihr anpacken und sich einbringen", betonte Herrmann. "Die neue Kampagne des Helfernetzes Bay­ern ist ein vielversprechender Ansatz, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger anzusprechen und vor allem bei jungen Leu­ten das Interesse am ehrenamtlichen Engage­ment zu wecken."

Ströer hat die Kampagne großzügig mit der Zurverfügungstellung von Medienflächen unterstützt.

Helfernetz Bayern:

Das Helfernetz Bayern ist die Nachwuchskampagne der sieben Hilfs- und Einsatzorganisationen in Bayern, die sich im Bevölkerungsschutz engagieren: ASB, BRK, DLRG, JUH, MHD, MHW und THW. Wir suchen die engagierten Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz von morgen, um auch weiterhin genauso leistungsfähig und gut ausgebildet zu bleiben wie heute.

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news-1047 Tue, 08 Nov 2022 12:05:22 +0100 Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen: BRK und Gesellschafter begrüßen Ministerrats-Entscheidung https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/bayerisches-zentrum-fuer-besondere-einsatzlagen-brk-und-gesellschafter-begruessen-ministerrats-entscheidung.html Der Ministerrat hat heute der Umsetzung der Phase II des BayZBE (Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen) zugestimmt. Das BRK begrüßt diese Entscheidung im Namen der Gesellschafter der „Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen gGmbH“. BRK-Präsidentin Angelika Schorer: „Die bayerischen Einsatzkräfte können im BayZBE mit modernster Technik verschiedene Szenarios erproben und dadurch im Ernstfall sicher agieren – Vorbereitung ist in besonderen Einsatzlagen, in denen das Leben der Einsatzkräfte zum Beispiel durch Amok oder Terror gefährdet ist, alles.  Wir freuen uns, dass der Ministerrat der ‚Phase II‘ des Zentrums zugestimmt hat und damit in Zukunft noch mehr Trainingsmöglichkeiten zur Vorbereitung auf gefährliche Einsätze geschaffen werden können.“

Das BayZBE soll auf insgesamt drei Grundstücke wachsen. Modernste Übungs- und Simulationsbereiche sollen es ermöglichen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich zu trainieren. Auch Autobahnabschnitte, Gleisbereiche oder zerstörte Infrastruktur soll das BayZBE dann simulieren können. Ebenso soll VR-Technologie und 5G-Mobilfunktechnik in Form eines Campusnetzes zum Einsatz kommen.

Die Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft und wurde Anfang August 2019 gegründet. Zu den Gesellschaftern zählen die vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund Bayern e. V. (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) und der Malteser Hilfsdienst e. V. (MHD). Wesentlich durch den Freistaat Bayern unterstützt, ist das BayZBE eine dem Katastrophenschutz verpflichtete Einrichtung. Der Fokus liegt in der Schulung von Einsatzkräften mit Schwerpunkt besondere Einsatzlagen in denen das Leben der Einsatzkräfte (bspw. durch Amok oder Terror) gefährdet ist. Simulationslehrgänge und Trainings finden im Trainingszentrum in der nördlichen Oberpfalz in Windischeschenbach statt. Als Kompetenzzentrum bereiten wir Einsatz- und Führungskräfte auf besondere Einsatzlagen vor. Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Projekt maßgeblich mit Mitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz Bayern 2030.

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news-1046 Tue, 08 Nov 2022 10:24:00 +0100 Drohnen sammeln Daten für schnelle Katastrophenhilfe: Übung mit Rettungskräften im Ahrtal https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/drohnen-sammeln-daten-fuer-schnelle-katastrophenhilfe-uebung-mit-rettungskraeften-im-ahrtal.html Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes AIFER wurden unter der Leitung der BRK Sicherheitsforschung und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum e.V. unter Einbindung weiterer Forschungsprojekte erneut Drohnenbefliegungen, im besonders von der Flut betroffenen Gebiete, im Ahrtal durchgeführt. Altenburg, Altenahr, Reimerzhoven, Rech und Dernau gehören zu den Orten, die im Sommer 2021 besonders stark vom Hochwasser im Ahrtal betroffen waren. Unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sind jetzt noch einmal Luftaufnahmen von diesen Orten im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) erstellt worden. Mehrere Drohnen wurden eingesetzt, um aktuelle Luftaufnahmen zu erstellen. Diese Daten dienen als Grundlage für die Entwicklung von Methoden zur automatischen Bildauswertung bei Katastrophen. Die wiederholte Drohnenbefliegung ermöglicht einen Vergleich der Aufnahmen während und nach der Flutkatastrophe, sodass sowohl die Schäden als auch die Wiederaufbaumaßnahmen analysiert und dokumentiert werden können. Der Einsatz ist zudem ein wichtiger Test, um Bilddaten von Helfer*innen vor Ort in bestehende Abläufe der Krisenkartierung zu integrieren. Drohnenaufnahmen liefern den Rettungskräften wichtige und hochaktuelle Details für die Bewertung der Lage im Katastrophengebiet.

Die Drohnenbefliegung fand Ende Oktober 2022 im Rahmen des Projekts AIFER (Artificial Intelligence for Emergency Response) statt. Ziel des Projektes ist es, Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) zu entwickeln, die Informationen aus Satelliten-, Luftbild- und Drohnendaten sowie aus sozialen Medien automatisiert erkennen. Konkret werden Gefährdungsgebiete (zum Beispiel Hochwasserflächen), exponierte Objekte (zum Beispiel Gebäude oder Fahrzeuge) und Veränderungen (zum Beispiel Gebäudeschäden) aus den Bilddaten abgeleitet. Die Informationen werden in Karten integriert und zu einem gesamtheitlichen und hochaktuellen Lagebild verknüpft. Dieses bildet eine Grundlage für Entscheidungen von Behörden und Rettungskräften vor Ort.

Daten werden sofort ausgewertet

Die Spezialdrohnen, die jetzt im Ahrtal im Einsatz waren, erlauben die Erstellung von lagegenauen, verzerrungsfreien, digitalen Fotos und Oberflächenmodellen. Die Mission wurde auf Grundlage einer detaillierten Flugplanung durchgeführt. Damit die Daten der zeitgleich und an unterschiedlichen Orten arbeitenden Rettungskräfte in Echtzeit vor Ort zu einem einheitlichen Lagebild fusioniert werden können, sind exakte Senkrechtaufnahmen mit einer großen Überlappung nötig. Die Zeitreihe der, durch das Zentrum für satellitengestützte Krisenkommunikation (ZKI) erstellten, schon vorhandenen Luftbilddaten wird dadurch erweitert. Besonderes Augenmerk lag auf verschiedenen sicheren und robusten Kommunikationskanälen zwischen Drohne und Computern am Boden, die auch funktionieren, falls das Mobilfunknetz am Einsatzort nicht zur Verfügung stehen sollte. Neben dem Forschungsprojekt AIFER wurden weitere Projekte wie das Deutsches Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ), MEDinTIME (Medikamentenversorgung durch unbemannte Drohnen) sowie LARUS-PRO (Lageunterstützung durch unbemannte Luftfahrtsysteme – Praxistransfer in Rettungsorganisationen) eingebunden und führten Luftaufnahmen durch.

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news-1045 Sun, 30 Oct 2022 09:00:00 +0100 Personalie: Leonhard Stärk tritt als Landesgeschäftsführer ab https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/personalie-leonhard-staerk-tritt-als-landesgeschaeftsfuehrer-ab.html Das BRK-Präsidium hat sich mit Leonhard Stärk darauf verständigt, das Amt des Landesgeschäftsführers, das er seit 15 Jahren innehat, für die zukünftigen Herausforderungen und Impulse der Zukunft als größte bayerische Hilfsorganisation und als bedeutender Wohlfahrtsverband in andere Hände zu legen. Leonhard Stärk scheidet damit zum Jahresende 2022 als Landesgeschäftsführer aus.

„In seiner Amtszeit hat Leonhard Stärk sowohl den Blutspendedienst als auch das Bayerische Rote Kreuz stark geprägt und in bestem Sinne weiterentwickelt. Vieles, was im BRK in den letzten 15 Jahren verändert und erreicht wurde, trägt die Handschrift von Stärk. Nicht zuletzt durch das wirkungsvolle Krisenmanagement in der Coronavirus-Pandemie, den Hochwasser-Ereignissen und den Folgen des Ukraine-Krieges hat Leonhard Stärk eine für das BRK nie dagewesene Intensität an Krisen in seiner Funktion als Verantwortlicher für das Krisenmanagement bewältigen müssen“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Er hat sich in seiner Amtszeit auf besondere Weise um das Bayerische Rote Kreuz verdient gemacht. Für sein jahrelanges Wirken im und um das Bayerische Rote Kreuz danken wir ihm.“

„Es war eine Ehre für das Bayerische Rote Kreuz wirken zu dürfen. Ich wünsche dem Verband die Kraft, auch weiterhin auf die vielen Veränderungen und Entwicklungen sowohl strukturell als auch inhaltlich erfolgreich zu reagieren“, erklärte Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk.

Leonhard Stärk, geb. 4. März 1959, ist seit 20 Jahren in leitender Tätigkeit im Bayerischen Roten Kreuz tätig. Davon fünf Jahre als Geschäftsführer des Blutspendedienstes und 15 Jahre in der Funktion des Landesgeschäftsführers.

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news-1043 Wed, 19 Oct 2022 12:08:59 +0200 Neue Technik im Krankentransportwagen BY 2022 https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/neue-technik-im-krankentransportwagen-by-2022.html Heute werden in Roth die ersten Krankentransportwagen der neuen Generation „KTW BY 2022“ übergeben. Wir zeigen euch die Highlights des neuen Modells. Die Highlights des neuen Modells im Überblick:

Die auf dem bewährten Basisfahrzeug Ford Transit von Ambulanz Mobile aufgebauten KTW sind, genau wie die RTW, ab sofort alle mit einer elektrohydraulischen Fahrtrage Stryker Power Pro XT ausgestattet. Das Ein- und Ausladen der Trage erfolgt ergonomisch ebenfalls über das Beladesystem Stryker Power Load. Ein kraftunterstütztes Treppen-Modul für den Tragsessel wird zukünftig die Ausstattung weiter komplettieren.

Basisfahrzeug für den KTW BY 2022 ist der modellgepflegte Ford Transit mit 96 kW / 130 PS, Automatikgetriebe, Frontantrieb und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 kg.  Die Fahrtrage des KTW BY 2022 ist zwar für ein Patientengewicht von bis zu 318 kg ausgelegt – aber aufgrund der Platzverhältnisse und des zulässigen Fahrzeuggesamtgewichts nur bedingt für den Krankentransport besonders schwergewichtiger Patienten geeignet.

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news-1042 Thu, 06 Oct 2022 11:39:26 +0200 Sicher durch den Winter: Hausnotruf bietet Sicherheit in allen Lebenslagen https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/sicher-durch-den-winter-hausnotruf-bietet-sicherheit-in-allen-lebenslagen.html In einer hilflosen Situation kann es meistens nicht schnell genug gehen. Der Hausnotruf des Bayerischen Roten Kreuzes ermöglicht Hilfe auf Knopfdruck. Diese Dienstleistung bietet seit mehr als 40 Jahren Sicherheit und Selbstbestimmung in den eigenen vier Wänden und stellt auch auch für Familie, Freunde und Bekannte eine wichtige Entlastung dar. Über 60.000 Menschen im Freistaat Bayern verlassen sich auf diesen Service vom BRK. Mittels eines Alarm-Armbandes am Handgelenk kann jederzeit und an jedem Ort im häuslichen Umfeld sofort die Hausnotrufzentrale alarmiert werden. Von der Toilette gestürzt, ein Aufstehen aus eigener Kraft erscheint unmöglich und das Handy oder Telefon nicht zur Hand? Kein Problem!

„Mit dem Hausnotruf des BRK schenken Sie Sicherheit und Service für Ihre Lieben“, so BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. „Mit der Sicherheit des Hausnotrufs können Sie trotz Alter, Krankheit oder Behinderung lange gut und sicher in den eigenen vier Wänden leben.“

Für Fälle, in denen sich der Hausnotrufkunde alleine Zuhause befinden und die Haustüre nicht aus eigener Kraft öffnen kann, kann in der Hausnotrufzentrale der Schlüssel hinterlegt und durch einen Mitarbeitenden zugebracht werden. So wird auch in Fällen unterhalb der Schwelle eines Notfalls (in diesen Fällen würde die Türe durch die Feuerwehr geöffnet werden) dem Kunden fachgerechte Hilfe ermöglicht.

Zum 40-jährigen Jubiläum des BRK-Hausnotrufes schenkt Ihnen das BRK die ersten 4 Wochen, wenn im Aktionszeitraum 10.10.-20.11.2022 ein Hausnotruf-Vertrag abgeschlossen wird. Weitere Informationen unter www.hausnotruf.bayern.

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news-1041 Fri, 23 Sep 2022 16:48:00 +0200 Training für besondere Einsatzlagen: Ministerpräsident Dr. Markus Söder besucht BayZBE https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/training-fuer-besondere-einsatzlagen-ministerpraesident-dr-markus-soeder-besucht-bayzbe.html Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder besuchte am heutigen Freitag das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach. Gemeinsam mit BRK-Präsidentin Angelika Schorer und dem Regionalleiter des Malteser Hilfsdienstes Bayern, Franz Xaver Graf Basselet La Rosée, verfolgte Dr. Söder eine Einsatzübung von Rettungskräften und Polizei. Dabei konnt er sich von der Leistungs- und Einsatzbereitschaft der bayerischen Einsatzkräfte sowie den Trainingsmöglichkeiten des Zentrums überzeugen.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Hier arbeiten alle Rettungsorganisationen, Polizei und THW unter einem Dach zusammen und üben schlimmste Szenarien. Dafür unseren großen Dank und Respekt. Alle Rettungskräfte arbeiten immer professionell, schnell und dabei oft ehrenamtlich. Wir stehen hinter ihnen und geben Rückendeckung. Dazu gehört Wertschätzung und eine gute Ausbildung.“

BRK-Präsidentin Angelika Schorer: „Hier vereinen sich medizinische, taktische sowie führungstechnische Kompetenz und beste Vorbereitung auf die Zukunft unter einem Dach. Das BayZBE gewährleistet durch sein vielfältiges Angebot optimale Trainings auf 1.000 Quadratmetern.“ 

Seit der Eröffnung des Zentrums in 2019 fanden 61 Lehrgänge mit insgesamt 512 Teilnehmenden statt. Das BayZBE hat seitdem 18.000 Zertifikate an Einsatzkräfte ausgehändigt. Seit 2020 bietet das BayZBE auch ein breites eLearning-Angebot an. Der Fokus liegt in der Schulung von Einsatzkräften mit Schwerpunkt besondere Einsatzlagen in denen das Leben der Einsatzkräfte (bspw. durch Amok oder Terror) gefährdet ist.

In der nächsten Phase soll das Zentrum erweitert werden, worüber der Ministerrat noch in diesem Jahr entscheiden soll. Das BayZBE soll auf insgesamt drei Grundstücke wachsen. Modernste Übungs- und Simulationsbereiche sollen es ermöglichen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich zu trainieren. Auch Autobahnabschnitte, Gleisbereiche oder zerstörte Infrastruktur soll das BayZBE dann simulieren können. Ebenso soll VR-Technologie und 5G-Mobilfunktechnik in Form eines Campusnetzes zum Einsatz kommen.

Die Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft und wurde Anfang August 2019 gegründet. Zu den Gesellschaftern zählen die vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund Bayern e. V. (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) und der Malteser Hilfsdienst e. V. (MHD). Wesentlich durch den Freistaat Bayern unterstützt, ist das BayZBE eine dem Katastrophenschutz verpflichtete Einrichtung. Der Fokus liegt in der Schulung von Einsatzkräften mit Schwerpunkt besondere Einsatzlagen in denen das Leben der Einsatzkräfte (bspw. durch Amok oder Terror) gefährdet ist. Simulationslehrgänge und Trainings finden im Trainingszentrum in der nördlichen Oberpfalz in Windischeschenbach statt. Als Kompetenzzentrum bereiten wir Einsatz- und Führungskräfte auf besondere Einsatzlagen vor. Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Projekt maßgeblich mit Mitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz Bayern 2030.

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news-1040 Fri, 16 Sep 2022 13:11:09 +0200 Sebastian Lange ist neuer Abteilungsleiter Rettungsdienst https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/sebastian-lange-ist-neuer-abteilungsleiter-rettungsdienst.html Sebastian Lange ist seit 15. September neuer Abteilungsleiter des Rettungsdienstes in der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes. Damit tritt er in die Fußstapfen von Thomas Stadler, der auf eigenen Wunsch in die Selbstständigkeit wechselte. Sebastian Lange war zuletzt Leiter des Rettungsdienstes und stellvertretender Kreisgeschäftsführer im BRK-Kreisverband Regensburg. Als Vorsitzender des Beirates Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes übernahm er in den vergangenen 2 Jahren bereits gestalterische und bayernweite Verantwortung für den BRK-Rettungsdienst und arbeitete dadurch bereits eng mit der Landesebene zusammen. Das BRK erbringt mit über 6000 Mitarbeitenden und fast ebenso vielen ehrenamtlich Mitwirkenden in den fast 400 Rettungswachen in 73 Kreisverbänden den größten Teil der rettungsdienstlichen Versorgung in Bayern.

BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk: „Ich danke Thomas Stadler für seinen Einsatz und seine Tatkraft in fünf Jahren als Abteilungsleiter. Er hat das Rettungswesen in Bayern entscheidend mitgeprägt. Mit Sebastian Lange konnten wir einen idealen Nachfolger finden, der sehr gut vernetzt und mit den Herausforderungen des Rettungsdienstes in Bayern bestens vertraut ist. Seine große Erfahrung aus der Praxis ist für uns überaus wichtig. Ich wünsche ihm für seine neuen Aufgaben eine glückliche Hand und freue mich auf die Zusammenarbeit.“

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich mich in dieser neuen Position miteinbringen kann. Ich sehe das BRK als Gestalter eines modernen Rettungswesens und so will ich meine Arbeit auch verstehen. Uns steht ein Paradigmenwechsel bevor, denn der Rettungsdienst muss sich noch mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten und Veränderungen anpassen“, so Sebastian Lange, Abteilungsleiter Rettungsdienst.

Sebastian Lange stammt aus Hessen, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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news-1039 Thu, 15 Sep 2022 08:33:39 +0200 Kostenexplosion: Pflege darf nicht zur Armutsfalle mutieren https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/kostenexplosion-pflege-darf-nicht-zur-armutsfalle-mutieren.html Einer Erhebung des Bayerischen Roten Kreuzes zufolge sind Strom- und Gaskosten der Pflegeeinrichtungen zum 1. September 2022 um teilweise mehr als 80 % gestiegen, gemäß aktueller Prognosen werden diese spätestens zum Jahreswechsel um deutlich mehr als 100 % steigen. Spätestens mit Abschluss neuer Lieferverträge wird das alle Einrichtungen treffen. Gaslieferverträge lassen sich in vielen Fällen nicht mehr schließen, weshalb auf teure Grundversorger-Tarife zurückgegriffen werden muss, um überhaupt noch eine Lieferung mit Strom und Gas zu bekommen.

„Diese Kostensteigerungen bleiben erstmal bei den Trägern und können bisher nur über neu zu verhandelnde Pflegesätze auf die Kostenträger und Bewohner umgelegt werden. Dann schlagen sie allerdings unmittelbar auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen durch, da sie nicht durch Zuzahlungsbeträge der Pflegekassen gedeckt sind“, betonte BRK-Präsidentin Angelika Schorer im Gespräch mit der Abendzeitung München (Donnerstagsausgabe).

Im Wesentlichen setzen sich die Kostensteigerungen aus den folgenden Faktoren zusammen:

Gestiegenen Energiekosten erzeugen Mehrkosten in Höhe von ca. 3,20 € pro Bewohner und Tag. Zum Ausgleich der Inflations- und Preissteigerungsrate wurden die Tariflöhne notwendigerweise angehoben, was sich pro Bewohner und Tag mit ca. 7,00 € bemerkbar macht. 60-70% der Kosten einer Pflegeeinrichtung setzen sich aus Personalkosten zusammen. Auch die Kosten für Lebensmittel sind um mehr als 15 % gestiegen, was sich alleine schon pro Tag um ca. 0,70 € pro Tag und Bewohner bemerkbar macht.

Je nach Pflegegrad steigt das tägliche Entgelt pro Bewohner somit um 9,00 - 12,00 €. In einer Einrichtung mit 66 vollstationären Pflegeplätzen entstehen demnach Mehrkosten für Bewohnerinnen und Bewohner in Höhe von 366,00 € pro Monat bzw. 4.390,00 € pro Jahr. Die prognostizierten Erhöhungen der Energiekosten liegen dabei deutlich höher bei ca. 300,00 – 500,00 € pro Einrichtung und Monat. Bei einer Einrichtung mit 100 Pflegeplätzen bedeutet das eine nicht gedeckte energiebedingte Kostensteigerung von 300.000 – 500.000 € pro Jahr.

Die Ergebnisse der internen Erhebung des Bayerischen Roten Kreuzes bewertete BRK-Präsidentin Angelika Schorer im AZ-Gespräch als alarmierend: „Das sind besorgniserregende Kostenexplosionen, die keine Pflegebedürftige und kein Pflegebedürftiger wegstecken kann. Es stehen schwere Zeiten für Pflegebedürftige und -einrichtungen bevor. Wenn nicht schnell eine echte Entlastung für Pflegebedürftige und -einrichtungen kommt, werden viele Einrichtungen schließen müssen und viele Pflegebedürftige werden sich die professionelle Pflege nicht mehr leisten können. Die Pflege darf nicht zur Armutsfalle für Pflegebedürftige werden. Der Sozialstaat ist nun gefordert, eine echte Entlastung auf den Weg zu bringen.“

Darüber hinaus weist Schorer darauf hin, dass die pflegenden Angehörigen von den Entlastungspaketen der Bundesregierung bis heute nicht profitieren, da sie keine Energiepreispauschale erhalten. Betroffen sind Angehörige, die nicht mehr erwerbstätig und noch nicht in Rente sind. Dabei ist auch die versprochene Erhöhung des Pflegegeldes dringend notwendig und muss daher zeitnah erfolgen.

„Die Einrichtungen der Pflege sind durch die Nachwirkungen der Coronavirus-Pandemie, reduzierter Betreuungskapazitäten und dem Wegfall des Pflegerettungsschirms zum 1. Juli 2022 einem extremen Kostendruck unterworfen. Verschärft wird diese Situation durch die Personalnot, den Fachkräftemangel und die belastungsbedingte Fluktuation“, ergänzte Angelika Schorer. „Diese Großwetterlage stellt die Pflege vor eine fortwährende Zerreißprobe, die auf dem Rücken des pflegenden Personals und der Angehörigen ausgetragen wird.“ 

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news-1037 Tue, 13 Sep 2022 09:00:00 +0200 Geplante Mittelkürzung bei Migrationsberatung stimmt BRK sorgenvoll https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/geplante-mittelkuerzung-bei-migrationsberatung-stimmt-brk-sorgenvoll.html Am 14. September ist bunderweiter Aktionstag der Migrationsberatung. Seit 2005 bietet das bundesgeförderte Beratungsangebot „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) Menschen mit Einwanderungsgeschichte in ganz Bayern einen wichtigen Anlaufpunkt. Den aktuellen Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2023 betrachtet das BRK als äußerst kritisch, denn er stellt der seit Jahren steigenden hohen Nachfrage an Migrationsberatungen eine deutliche Mittelkürzung von aktuell 79,2 Millionen Euro auf 57,49 Millionen Euro für 2023 gegenüber.

„Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer leistet seit Jahren exzellente Arbeit und bietet einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Integrationsprozesses und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die große Nachfrage führt zu einer sehr hohen Belastung der Beratungskräfte. Dennoch haben wir es unter enormen Aufwand und trotz des Fachkräftemangels geschafft, der Nachfrage gerecht zu werden“, so Brigitte Meyer, Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes.

Die Verlässlichkeit und der hohe Stellenwert der MBE zeigte sich auch als Tausende Geflüchtete infolge des Krieges in kurzer Zeit aus der Ukraine nach Bayern kamen. Die MBE konnte sofort ein zuverlässiges und zielgruppenorientiertes Beratungsangebot zur Verfügung stellen, das es trotz anhaltender Pandemie bis heute aufrechterhält.

Die geplante Mittelkürzung steht im eklatanten Widerspruch zu der bundesweiten Zielgruppenerweiterung der MBE 2022, die neben allen bleibeberechtigten Zugewanderten (EU-Bürger, Drittstaatler und anerkannte Geflüchtete) nun auch Geflüchteten aus Afghanistan und der Ukraine den Zugang zur Beratung ermöglicht.

„Die geplante Mittelkürzung widerspricht nicht nur den integrationspolitischen Zielen der Bundesregierung, sondern hätte gravierende Folgen für den Integrationsprozess aller Eingewanderten und langfristig auch für unsere Gesellschaft“, so Meyer und ergänzt: „Ein drastischer Abbau der dringend notwendigen Beratungskapazitäten muss vermieden werden. Vielmehr müssen die Gestaltung und Finanzierung der MBE-Arbeit für Trägerschaften in Zukunft zuverlässiger und bedarfsgerecht planbar sein. Auch eine Verstetigung der MBE als ein Regelangebot im Sozialraum muss angestrebt werden.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer begleitet Eingewanderte in den ersten Jahren nach ihrer Ankunft. Dabei werden Menschen mit Einwanderungsgeschichte beispielsweise bei der Suche nach einem bedarfsgerechten Sprachkurs oder bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft unterstützt.

In der überwiegenden Mehrheit der Beratungsfälle konnte bei den Betroffenen eine spürbare Verbesserung ihrer Lage erzielt werden. Darüber hinaus zeigen die statistischen Auswertungen, dass bei abgeschlossenen Beratungsfällen der Anteil der Ratsuchenden, die zu Beginn der Beratung ALG II-Leistungen bezogen hatten, deutlich zurückgegangen war und die Beratung somit als erfolgreich eingestuft werden kann.

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news-1038 Sun, 11 Sep 2022 14:30:01 +0200 "Kitas sind keine Orte für politische Experimente" https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/kitas-sind-keine-orte-fuer-politische-experimente.html Der angekündigte Wegfall der Bundesmittel für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, sowie eine vom StMAS geplante Aktivierung der sogenannten „Experimentierklausel“ für Mini-Kitas, Einstiegsgruppen und Großtagespflegen sorgen für Unmut bei Kita-Personal, Eltern und Trägern. Das Bayerische Rote Kreuz befürchtet für das nicht nur belastete, sondern überstrapazierte Kita-System weitreichende und nicht zu kompensierende Folgen. Seit 2016 beteiligen sich zahlreiche der rund 250 Kitas des BRK erfolgreich am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zu Welt ist“. Dadurch können speziell geschulte Fachkräfte den Kindern und Familien ein fachlich fundiertes Bildungsangebot für Sprachen und Mehrsprachigkeit bieten und über diese Sprachbildung hinaus Inklusion und eine gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ermöglichen. Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Zuwanderung durch den Ukraine-Krieg, aber auch darüber hinaus bilden diese Fachkräfte eine wichtige und unverzichtbare Säule in der Kindertagesbetreuung.

„Unsere Kitas sind Bildungsorte und keine Orte für politische Experimente. In den Kitas kommen Kinder aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammen. Sie bieten einen Raum und verbinden verschiedene Kulturen durch Sprache“, so Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes.

Der im Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2023 vorgesehene Wegfall der Bundesmittel würde dazu führen, dass in den letzten Jahren etablierte Strukturen und eingesetzte Fachkräfte abgebaut werden müssen. Daraus resultiert eine Lücke, die nur durch einen deutlichen Mehraufwand für das ohnehin überstrapazierte Personal geschlossen werden könnte. „Im Interesse der Kinder und des ganzen Kita-Systems muss eine weitere Abwanderung von Fachpersonal verhindert werden. Vielmehr müssen Anreize geschaffen und die Attraktivität gesteigert werden, diesen wunderbaren Beruf zu ergreifen“, so Stärk.

Aber nicht nur der angekündigte Wegfall dieser Bundesmittel bereitet dem Bayerischen Roten Kreuz Sorgen. Auch die vom StMAS zunächst bis August 2024 befristete Aktivierung der „Experimentierklausel“ stellt keine nachhaltige Lösung des Fachkräftemangels dar, vielmehr befördert sie die Abwanderung von Fachpersonal. Durch sie können Gruppen in Mini-Kitas vergrößert, aber der Fachkräfteanteil verkleinert werden. In Großtagespflegen wird eine Aufweichung der Fachkraftstandards ermöglicht.

Das Bayerische Rote Kreuz lehnt die Vorschläge einer Gruppenvergrößerung und Aufweichung der Fachkraftstandards ab: „Eine Vergrößerung der Gruppen führt zu einem deutlichen Mehraufwand für unser Personal, das seit Langem an der Belastungsgrenze arbeitet – und auch die anderen Maßnahmen stellen keine langfristige Lösung für das Fachkräfteproblem dar. Kitas eignen sich definitiv nicht für Experimente zulasten der Qualität. Vielmehr führen die Maßnahmen dazu, dass der Bildungsauftrag zur frühkindlichen Bildung nicht erfüllt werden kann und nur noch eine Betreuung der Kinder stattfindet“, so Leonhard Stärk.

Die Folgen und Auswirkungen des Coronavirus sind in den Einrichtungen noch stark spürbar: „Das Personal ist durch viele zusätzliche Aufgaben hoch ausgelastet. Wir benötigen neues Personal, weswegen das Berufsbild des Kita-Personals attraktiver werden muss“, so Stärk und betont: „Es müssen Lösungen gefunden werden, um weitere Betreuungsplätze zu schaffen, dabei darf aber der Qualitätsstandard in den Kitas nicht sinken.“

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news-1036 Mon, 05 Sep 2022 13:42:08 +0200 Sprache ist Basis gesellschaftlicher Teilhabe https://www.brk.de/aktuell/presse/meldung/sprache-ist-basis-gesellschaftlicher-teilhabe.html Das Bayerische Rote Kreuz wird in den kommenden Tagen alle seine 300 Einrichtungen der Kinderbetreuung* mit mehrsprachigen Bücherboxen (insgesamt rd. 3060 Bücher) ausstatten. Das Projekt ist dank einer großzügigen Spende der BMW Group in Höhe von 100.000,00 € zustande gekommen und ist eine von vielen Maßnahmen des Bayerischen Roten Kreuzes im Rahmen der inländischen Ukraine-Hilfe und der Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe.

„Gerade mit den vergangenen und aktuellen Fluchtbewegungen verstehen wir Sprache prioritär im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe“, erklärt Dr. Elke Frank, stv. Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes, bei der Übergabe der ersten Bücherboxe am heutigen Montag (05.09.2022) an die BRK-Kindertagesstätte „Entdeckerwelt“ in Neuburg an der Donau.

Die Bücherboxen bestehen aus einer vielfältigen Auswahl von jeweils bis zu zwölf zweisprachigen Kinderbüchern und Lernheften. Es sind beispielsweise die Sprachen Ukrainisch, Italienisch, Farsi, Arabisch, Griechisch und Türkisch enthalten.

„Sprache ist Teil der Identitätsentwicklung und maßgeblicher Faktor für Zugehörigkeit und Partizipation. Dabei werden Ziele wie das Abbauen von Sprachbarrieren sowie das Verständnis von Sprache und Mehrsprachigkeit verfolgt. Wichtige Hilfsmittel hierfür sind Bücher und Lernhefte“, so Dr. Frank.

Gemeinsam mit Milena Pighi, verantwortlich für das bürgerschaftliche Engagement innerhalb der BMW Group, übergab Dr. Elke Frank, die erste Bücherbox an die Integrative Kindertagesstätte „Entdeckerwelt“ in Neuburg an der Donau.

Kindertageseinrichtungen sind Bildungsorte, in denen unterschiedliche Kulturen und Lebensbiografien zusammenkommen und ein geschützter Raum für Kinder entsteht, in dem die Sprache ein verbindendes Element darstellt. Bücher sind dabei ein wesentlicher Bestandteil in der täglichen Arbeit mit den Kindern und zielen aufgrund ihrer Verbildlichung darauf ab, Sprachbarrieren zu reduzieren, ein Verständnis für Sprachen und Mehrsprachigkeit zu entwickeln und sich mit der eigenen Sprache und Sprachentwicklung im Alltag der Kinder wiederzufinden.

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