Etwa 460 Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall – darunter Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Polizei, Luftamt Nordbayern und das Klinikum Nürnberg.
Unter den 460 Einsatzkräften waren 275 Ehrenamtliche aus den Nürnberger Hilfsorganisationen sowie aus dem Nürnberger Land, Fürth und Südfranken.
BRK-Präsident Hans-Michael Weisky begleitete die Übung gemeinsam mit Landesgeschäftsführer Robert Augustin, dem Vorsitzenden des BRK-Kreisverbands Nürnberg-Stadt Herrmann Guth, Kreisgeschäftsführerin Brigitte Lischka, Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe und dem oberärztlichen Leiter der chirurgischen Notaufnahme am Klinikum Nürnberg, Dr. Thomas Reuther, vor Ort.
„Übungen sind dafür da, Routine aufzubauen und noch besser zu werden. Was ich hier erleben durfte, strotzte vor Professionalität und Routine. Das stimmt positiv und zeigt: Wir haben hervorragend ausgebildete Ehrenamtliche, auf die wir uns verlassen können", so BRK-Präsident Hans-Michael Weisky. Es handelte sich um den ersten offiziellen Termin des neugewählten BRK-Präsidenten in Nürnberg.
Solche Übungen sind keine Kür, sondern Pflicht – vorgeschrieben nach internationalen EASA- und ICAO-Vorgaben. Neun Monate Vorbereitung steckten in diesem Tag. Selbst eine kurzfristige Neuansetzung konnte gemeistert werden – nachdem die ursprünglich geplante Übung im November wegen eines Bombenfundes abgesagt werden musste.
Und doch zeigt dieser Tag auch eine andere Realität: Viele unserer Ehrenamtlichen nehmen für solche Übungen oft Urlaub oder sie trainieren am Wochenende – in der Zeit, die eigentlich Familie und Erholung gehört. Anders als bei Feuerwehr oder THW besteht für sie bislang kein Anspruch auf Freistellung für Ausbildung und Übungen.
Das ist eine Ungleichbehandlung, die nicht länger hinnehmbar ist. Hier ist die Bayerische Staatsregierung gefragt. Präsident Weisky zeigt sich zuversichtlich, dass noch in dieser Legislaturperiode des Bayerischen Landtags eine Lösung erreicht werden kann – und setzt sich mit voller Kraft dafür ein.
Denn eines hat dieser Tag – aber beispielsweise auch die große Evakuierung infolge eines Fliegerbombenfundes im November letzten Jahres - eindrucksvoll bewiesen: Wenn es ernst wird, sind unsere Ehrenamtlichen bereit. Hochqualifiziert. Engagiert. Verlässlich.
Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, Darstellerinnen und Darstellern sowie dem Flughafen Nürnberg mitsamt ihrer Flughafenfeuerwehr, die diese Übung möglich gemacht haben.

