· Pressemitteilung

Erste Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di im Jahr 2026

Mit einem starken Mandat der Großen Tarifkommission des BRK startete am heutigen Freitag, den 23. Januar 2026, die erste Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di im Jahr 2026.

Unser Ziel sind große, nachhaltige und spürbare tarifliche Weiterentwicklungen für unsere Mitarbeitenden – im Rahmen der wirtschaftlichen Machbarkeit und der durch die Kostenträger möglichen Refinanzierbarkeit. Entscheidend war und ist für uns, ergebnisoffen und mit Verständnis für beide Verhandlungsseiten zu verhandeln, um gemeinsam Erfolge zu erzielen.

Echte Weiterentwicklungen dürfen nicht nur eindimensional über eine prozentuale Erhöhung der Entgelttabellen entstehen – sondern durch nachhaltige Lösungen, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern und die Themen aufgreifen, die uns als Arbeitgeber sowie unsere Mitarbeitende seit Jahren bewegen.

In den nachfolgenden, konkreten Themenfeldern möchte die Arbeitgeberseite des Bayerischen Roten Kreuzes konkrete Weiterentwicklungen im Rahmen eines Gesamtpaketes erreichen: 

  • Tarifsteigerung in den Entgelttabellen mit mind. 24 Monaten Laufzeit

  • Anpassung der Wochenarbeitszeiten im Rettungsdienst und in den Integrierten Leitstellen

  • Anpassung der Schichtlänge im Rettungsdienst

  • Verlängerung und Weiterentwicklung des Tarifvertrags „Ausfallmanagement“

Darüber hinaus hat das Bayerische Rote Kreuz in der Verhandlungsrunde deutlich gemacht, dass wir neben den zentralen Kernpunkten auch eine Vielzahl weiterer Themen gemeinsam mit ver.di konstruktiv verhandeln möchten, die für viele Kolleg*innen im Alltag eine spürbare Rolle spielen. 

Dazu gehören unter anderem eine Verschlankung und Modernisierung tariflicher Regelungen, spezifische Fragestellungen rund um die Integrierten Leitstellen (ILS), faire und zeitgemäße Lösungen für Führungskräfte, sowie praxisgerechte Modelle zu Umkleidezeiten. 

Ebenso sehen wir Handlungsbedarf bei Themen wie der Faktorisierung im Rettungsdienst, der Wachleiterzulage, dem Bildungssektor sowie bei Weiterentwicklungen im Pflegebereich – etwa in Bezug auf die sogenannte P-Tabelle. 

Auch im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes, bei Funktionszulagen nach § 16 ERTV sowie beim Krankengeldzuschuss möchten wir gemeinsam tragfähige Weiterentwicklungen erzielen. Unser Ziel ist es, die Tarifverhandlungen nicht auf einzelne Schlagworte zu verkürzen, sondern Fortschritte zu erreichen, die für unsere Mitarbeitenden konkret und spürbar sind.

Gleichzeitig ist klar: Ohne Fortschritte in den zentralen Themen Wochenarbeitszeit, Schichtlänge, Ausfallmanagement und Laufzeit des Tarifvertrags ist aus Sicht des BRK eine Einigung nicht vorstellbar. 

Hierfür wird das Bayerische Rote Kreuz rechtzeitig bis zur nächsten Verhandlungsrunde einen konkreten und umfassenden Vorschlag vorlegen. 

Wir hoffen, dass in der nächsten Verhandlungsrunde die Inhalte in den Mittelpunkt gerückt werden, damit ein Tarifabschluss zeitnah erzielt werden kann.