· Pressemitteilung

BRK-Rettungshundeteams üben in Frankreich

Foto: Iris Hiltensberger / BRK

Trümmer einer Schule, ein eingestürztes Restaurant, Hilferufe aus einem zerstörten Gebäude: Was wie ein realer Katastropheneinsatz wirkt, ist Teil einer groß angelegten Einsatzübung im französischen Villejust nahe Paris.

Im Rahmen einer fünftägigen Fortbildung trainierten 22 Rettungshundeführerinnen und -führer mit 30 Hunden aus den BRK-Kreisverbänden Oberallgäu, Unterallgäu, Kitzingen, Aschaffenburg und Straubing den Einsatz in der Trümmersuche. Ziel war es, Verschüttete in komplexen Schadenslagen schnell und sicher zu orten und zu retten.

Neben neuen Herausforderungen für die Hunde standen auch für die Einsatzkräfte praxisnahe Inhalte im Fokus: von der Auffrischung theoretischer Grundlagen über taktische Abläufe bis hin zur Rollenverteilung im Einsatz.

“Solch realistische Übungen, bei denen jede Lage detailliert ausgearbeitet und nachbesprochen wird, haben für die Teams einen großen Lerneffekt", sagt Christoph Tiebel, Landesfachdienstleiter Rettungshundearbeit. “Gerade die Fragen, wie nach einer Anzeige durch den Hund weiter vorgegangen wird und wer welche Rolle im Einsatz übernimmt, sind für die Einsatzfähigkeit jedes Einzelnen unverzichtbar.”

Die Rettungshundearbeit des BRK umfasst rund 900 Einsatzkräfte. Sie unterstützen bei der Flächensuche nach hilflosen oder vermissten Personen, bei polizeilichen Vermisstensuchen und mit Personenspürhunden bei besonders sensiblen Einsatzlagen. Trümmerteams kommen bei nationalen Katastrophen und internationalen Anforderungen zum Einsatz.

Bemerkenswert: Sowohl die Hunde als auch die Auslands-Trainings werden von den Einsatzkräften selbst finanziert – ein starkes Zeichen für Engagement und Einsatzbereitschaft. Mit Blick auf zunehmende Extremwetterlagen und daraus resultierende Schadensereignisse wird das BRK die Ausbildung und Fortbildung seiner Trümmerteams weiter stärken.