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Bayerns aktueller Allrad-RettungswagenBayerns aktueller Allrad-Rettungswagen

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Bayerns aktueller Allrad-Rettungswagen

Das Bayerische Rote Kreuz stellt in Bayern flächendeckend den Rettungsdienst sicher. Aktuell sind über 23% der Rettungswagen im Bayerischen Roten Kreuzes mit Allradantrieb ausgestattet, damit auch Einsatzstellen mit anspruchsvoller Topographie unter widrigen Witterungsbedingungen zuverlässig erreicht werden können. Vor allem Rettungswachen in den Mittelgebirgen oder im Voralpenland sind typische Einsatzbereiche für Allrad-Rettungswagen.

Während sich die allradgetriebenen "4x4"-Rettungswagen mit den "normalen Rettungswagen" mit Hinterachsantrieb nicht unterscheiden, gibt es beim Basisfahrzeug doch einige Unterschiede:

  • Schwereres Fahrgestellt
  • Größere Reifen
  • Kraftstofftank mit höherem Fassungsvolumen
  • Höhe des Fahrerhaus um 10 cm gestiegen
    (Grund dafür ist die Gelenkwelle vom Verteilergetriebe zur angetriebenen Vorderachse – oder vielmehr der Platzbedarf für beides)

Die Allrad-Ausrüstung des Sprinter kommt von der österreichischen Fima Oberaigner und ist bei Mercedes-Benz ab Werk verfügbar. Der Vorderachsantrieb ist auf Knopfduck zuschaltbar. Für den Längsausgleich sorgt das Mitteldifferenzial im Verteilergetriebe, welches die Vorderachse mit 35% und die Hinterachse mit 65% der Antriebskraft versorgt. Bei Bedarf regelt ein elektronisches System automatisch die Raddrehzahlen, bremst durchdrehende Räder ein und leitet die Kraft zu den Rädern mit der höchsten Traktion.

Wer aber nun glaubt, die Allrad-Rettungswagen seien damit hoch geländegängige Bergziegen, der irrt. Natürlich sorgt das Plus an Traktion in Verbindung mit der leicht erhöhten Bodenfreiheit für eine deutlich verbesserte Schlechtwegetauglichkeit und sogar eingeschränkte Geländefähigkeit. Aber Einsatzzweck, Gesamtgewicht, Böschungs- und Rampenwinkel, Schwerpunktlage und mögliche Achsverschränkung sowie die verwendeten Reifen setzen hier Grenzen, so dass die bayerischen Allrad-Rettungswagen üblicherweise Straßen oder Feldwege nicht – oder nur im äußersten Notfall – verlassen. Denn für so etwas sind in Bayern dann die Kolleginnen und Kollegen der Bergwacht doch besser ausgerüstet.

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