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Wasserrettung

Die Wasserwacht-Bayern als größte Gemeinschaft im Bayerischen Roten Kreuz ist mit rund 130.000 Mitgliedern die größte Wasserrettungsorganisation im Freistaat. Mehr als 70.000 Ehrenamtliche engagieren sich aktiv in 256 Schnelleinsatzgruppen, besetzen über 600 Wachstationen und halten fünf Wasserrettungszüge für den Katastrophenfall bereit.  

  1. Schwimmfähigkeit der Bevölkerung sicherstellen

    Wir fordern die Integration des Deutschen Jugendschwimmabzeichens in Bronze in den bayerischen Lehrplan vor dem Übertritt auf die weiterführende Schule sowie die Erhaltung und Bereitstellung von Hallenbädern mit ausreichender Schwimmmöglichkeit, die in max. 30 Minuten mit dem Auto oder ÖPNV für alle Bürger erreichbar sind.

    Unsere zentrale Aufgabe ist die Prävention des Ertrinkungstods, die wir mit Schwimmkursen für alle Alters- und Zielgruppen, der Rettungsschwimmausbildung und vielfältigen fachspezifischen Ausbildungen Tag für Tag erfüllen. Das Ziel ist zum einen die Sicherstellung eines hohen Trainingsgrads für die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer und zum anderen die Erhöhung der Schwimmfähigkeit der gesamten Bevölkerung. Das Schwimmen ist eine Grundkompetenz, die jeder Mensch beherrschen sollte. Die Schwimmfähigkeit zu erhöhen ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir wollen die Wahrnehmung der überlebenswichtigen Relevanz des Schwimmen-Könnens und die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung deutlich steigern. Hier sind wir alle gefragt!


  2. Bayerisches Zentrum für Wassergefahren

    Wir fordern die Errichtung eines bayerischen Zentrums für Wassergefahren – des ersten in ganz Europa –, um es allen Wasserrettungsorganisationen im Freistaat zu ermöglichen, durch gezieltes Training in geschütztem Rahmen, für die sehr spezifischen Anforderungen in Extremsituationen optimal gerüstet zu sein.

    Die Sicherheit unserer Einsatzkräfte zu gewährleisten, hat für uns oberste Priorität. Für spezielle Szenarien wie die Fließwasserrettung und die Arbeit im Hochwasser, die uns in Bayern immer wieder fordern, besteht zurzeit keine adäquate und für die Retter ausreichend sichere Trainingsmöglichkeit.


  3. Wasserrettungsdienst weiterhin ohne Ausschreibungen

    Grundlegend ist für uns die Rechtssicherheit in Bezug auf Ausschreibungen im Wasserrettungsdienst, um einerseits den bürokratischen Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer gering zu halten und um andererseits das bestehende, sehr gut funktionierende System von Wasserwacht und DLRG aufrechterhalten zu können. 

    Den größten Teil unserer Aufgaben erfüllen wir ehrenamtlich und stets mit vollem Einsatz. Wir versuchen, alle Bereiche rund um die Sicherheit am, im und auf dem Wasser für alle Bevölkerungsgruppen und zu jeder Zeit bestmöglich sicherzustellen, seit mittlerweile rund 135 Jahren. Wir haben gewachsene Strukturen, ein komplexes, vielseitiges Repertoire und bis heute viele hoch motivierte, unermüdliche Helfer. Dies gilt es zu schützen.