419dcd9d-45e2-44bc-8b4e-3659dfbc327a.jpeg
FAQ: Katastrophenfall in BayernFAQ: Katastrophenfall in Bayern

Sie befinden sich hier:

  1. Aktuell
  2. Coronavirus
  3. FAQ: Katastrophenfall in Bayern

Katastrophenfall in Bayern: Was bedeutet das?

  • Warum wurde eine bayernweite Katastrophe erklärt?

    Die Ausbreitung des Covid-19 stellt uns gesamtgesellschaftlich vor große Herausforderungen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Die Strukturen des Katastrophenschutzes sind ein Grundpfeiler der Gesellschaft. Durch die Covid-19 Pandemie werden weitrechende Maßnahmen notwendig. Durch das Aktivieren der Strukturen des Katastrophenschutzes und den damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen werden Handlungsmöglichkeiten und Handlungssicherheit geschaffen.

  • Bin ich zur Katastrophenhilfe verpflichtet?

    Ja. Gemäß Artikel 7 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes sind die freiwilligen Hilfsorganisationen (im Sinn des Art. 2 Abs. 13 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG)) zur Katastrophenhilfe verpflichtet. Als Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes kommt uns im Besonderen die Pflicht zu, nach dem Maß der Not in der Katastrophe mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. Die besondere Einsatzlage einer Pandemie stellt uns gleichermaßen vor besondere Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können.

  • Was ist nun unser Auftrag als BRK?

    Derzeit ist noch kein konkreter Auftrag an uns erteilt. Wir gehen davon aus, dass das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration schnellstmöglich mit konkreten Aufgaben an uns herantritt. Wir stellen durch die Entsendung einer Verbindungsperson in die Führungsgruppe Katastrophenschutz des StMI (FüGK Bayern) sicher, dass wir alle Informationen zeitnah bewerten und geeignete Maßnahmen einleiten können. Bitte hierzu den nächsten Punkt beachten!

  • Von wem bekommen wir ganz konkret unseren Auftrag?

    Die notwendigen Maßnahmen und Aufträge werden durch die FüGK Bayern über die jeweiligen Führungsstrukturen an die FüGK’s der Landkreise weitergegeben werden. Dort erhalten die Einheiten ihre Aufträge. Es ist wichtig, keine Parallelstrukturen aufzubauen. Bitte beachtet, dass ein nicht zielgerichteter Aktionismus nicht zur gemeinsamen Katastrophenbewältigung beträgt. Natürlich versorgen wir euch weiter über unseren Dienstweg mit den notwendigen Informationen. 

  • Muss mich mein Arbeitgeber jetzt freistellen?

    Ja. Gem. Art. 17 des BayKSG besteht ein Freistellungs-, Entgeltfortzahlungs- und Erstattungsanspruch für Helferinnen und Helfer im Katastropheneinsatz. Sofern ein konkreter Einsatzauftrag vorliegt, und dieser vom BRK bearbeitet wird, bestehen diese Ansprüche. 

  • Muss ich jetzt eine Freistellung beantragen?

    Jein. Bitte besprich mit deinem Arbeitgeber die Situation. Der Arbeitgeber hat danach die Möglichkeit, seine Erstattungsansprüche geltend zu machen. Wir halten es aber für geboten, dass offen mit den Arbeitgebern gesprochen wird, damit es zu keinen ungewollten Schwierigkeiten kommt. 

  • Darf ich jetzt generell von der Arbeit zu Hause bleiben und warte dort auf einen Einsatz?

    Nein. Der Einsatz beginnt erst, wenn eine Alarmierung oder ein Auftrag zur Katastrophenhilfe vorliegt. Bitte sprich mit deinem/-r Einheitsführer/-in.

  • Muss ich sofort auf die Wache fahren?

    Nein. Bitte geh mit Bedacht vor und verfalle nicht in Aktionismus oder Panik.

    Der Einsatz folgt der gewohnten und normalen Auftragstaktik. Bitte nur in dem Umfang für das BRK tätig werden, wie es vorgegeben wird. Die Führungskräfte helfen hier weiter!

  • Das BRK hat am 14.03.2020 den Krisenfall festgestellt. Greifen nun Krisenmanagementstrukturen oder ist es jetzt „nur noch“ eine Katastrophe?

    Wichtig ist, dass wir im BRK aufgrund des COVID-19 gesamtverbandlich vor großen Herausforderungen stehen. Durch die sehr vielschichtigen Auswirkungen, die die Pandemie auf das BRK hat, und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen, wurde der Krisenfall erklärt. Nach wie ist es von größter Bedeutung, dass wir unsere Leistungsfähigkeit sicherstellen, um den Menschen die größtmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Die Feststellung des Katastrophenfalls hilft uns, unsere Hilfeleistung noch besser und schneller erbringen zu können.

    Wir raten den Verbandsgliederung, das Krisenmanagement als führende Struktur für die verbandseigene Arbeit zu etablieren. Die Maßnahmen des Katastrophenschutzes müssen gleichermaßen in die Stabsarbeit einfließen. Aufträge und Maßnahmen, die den Katastrophenschutz betreffen, müssen mit den dafür vorgesehenen Stellen (FüGK) abgestimmt werden. 

  • Wie sind die Meldewege?

    Für die Bewältigung der Krise gelten die mit Feststellung des Krisenfalls getroffenen Regelungen zum Meldewesen. Diese berühren nicht die Meldewege im Katastrophenfall über die behördlichen Strukturen (FüGK). Maßnahmen, die nur den Krisenstab betreffen, sollen ggf. zwischen Krisenstab und FüGK abgestimmt werden, sofern dies erforderlich ist. Aufträge, die über die FüGK an die Einsatzeinheiten übertragen werden, müssen an den Krisenstab gemeldet werden.

  • Was muss meine Einheit jetzt machen?

    Zunächst Ruhe bewahren! Für die Einheiten der Bereitschaften gilt derzeit Alarmstufe 1. Diese wird weiterhin aufrechterhalten. Die weiteren Einsatzeinheiten des BRKs können ebenso wie folgt verfahren. Es gilt, das Material zu prüfen und die reguläre Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. Bei der Planung von Einsätzen ist darauf zu achten, dass die Durchhaltefähigkeit gewährleistet ist, da wir davon ausgehen, dass der Einsatz länger andauern kann. Schont die Ressourcen und beachtet die allgemeinen Hygieneregeln, um die Ausbreitung weiter einzudämmen.