Solferino
Solferino ist ein kleiner Ort in Oberitalien, 10 km südlich des Gardasees, mit 2500 Einwohnern. Dieser Ort ist untrennbar mit dem Namen Henry Dunants verbunden. Er gilt als Geburtsstätte des Rotkreuz-Gedankens.
"Erinnerungen an Solferino" ist der Titel eines Buches, in dem Henry Dunant seine Erlebnisse aus dem Krieg zwischen Italienern und Franzosen gegen die Österreicher im Jahr 1859 niederschrieb. Dunant wurde Augenzeuge einer der blutigsten
Schlachten der Geschichte, der bei Solferino in der lombardischen Tiefebene. Über 40.000 tote und verwundete Soldaten blieben an diesem 24. Juni auf den Feldern liegen. Zusammen mit dem Ortsgeistlichen Don Lorenzo und einigen Freiwilligen leistete der reiche Bankier Dunant Erste Hilfe. Diese schreckliche Erfahrung brachte ihn auf die Idee, eine internationale Hilfsorganisation für Kriegsopfer zu gründen.
Heute erinnert das Denkmal des Roten Kreuzes in einem Park oberhalb des Dorfes an diese Geburtsstunde. 185 Nationen, deren Namen in Steine aus den jeweiligen Ländern gehauen sind, bekunden ihre Zugehörigkeit zum humanitären Gedanken Dunants. Alljährlich besuchen Hunderttausende das Dorf Solferino - den ideellen Mittelpunkt des Roten Kreuzes.
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