Schnelle Hilfe per Motorrad
Augsburger Allgemeine Zeitung, vom 11.09.2009
Landkreis Augsburg (AL) - Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Motorradstreife des Bayerischen Roten Kreuzes hat sich bewährt. Dieses Fazit zogen der Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis, Max Strehle, und der Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, Klaus Waltrich, bei einem Fachgespräch.
Seit nunmehr 25 Jahren hält das BRK während der Hauptreisezeit in Bayern bis zu 21 Motorräder und über 100 Motorrad-Sanitäter und -Sanitäterinnen vor. Der größte bayerische Standort mit drei Maschinen und zwölf Fahrern ist der BRK-Kreisverband Augsburg- Land in Göggingen - zuständig für die Autobahn A 8 sowie die Bundesstraßen B 17 und B 2. Erfahrene Rettungsdienstler und Motorradfahrer haben ein breites Tätigkeitsspektrum. Im Regelfall treffen die Motorräder als erstes Fahrzeug am Einsatz ein. Sinngemäß gehört deshalb die rettungsdienstliche Erstversorgung genauso zu den Aufgaben wie die Einsatzsteuerung bei Großschadensereignissen, die Verkehrslenkung oder die Betreuung von unverletzt Betroffenen.
Gemeinsame Fortbildung
In
den Jahren ihrer Tätigkeit habe sich zwischen Polizei und
Motorradstreife in den unterschiedlichsten Bereichen eine enge
Zusammenarbeit ergeben, erklärt dazu das BRK. So bilden sich zum
Beispiel die Motorradfahrer von Polizei und Rotem Kreuz gemeinsam fort.
Im täglichen Dienst ergäbe sich nicht nur bei der Abwicklung von
Schadensereignissen eine enge Zusammenarbeit. So könne durch engen
Kontakt bei der Suche nach unklaren Unfallstellen im Zeitalter von
Handys ein mitunter immer schwierigeres Unterfangen, der Absicherung
von Gefahrenbereichen, Absperrungen oder der Unterstützung bei
Betreuungen effektiv zusammengearbeitet werden.
Intensiv und zielorientiert
Polizeipräsident Klaus Waltrich bedankte sich bei dem Treffen für die intensive und sehr zielorientierte Zusammenarbeit. So könnten Polizei und Hilfsorganisationen den Bürgern noch erfolgreicher dienen. Dies bestätigten auch der BRK-Kreisvorsitzende Max Strehle und die Praktiker von Polizei und Motorradstreife. Die guten bisherigen Erfahrungen sollen vertieft und ausgebaut werden, war deshalb auch das Anliegen von Stefan Deibler, Gruppensprecher der Motorradstreifen, und BRK-Kreisgeschäftsführer Günther Geiger.
(c) Augsburger Allgemeine Zeitung, vom 11.09.2009
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