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Die rettenden Engel sind wieder unterwegs

Auftaktveranstaltung der BRK-Motorradstreife erstmals in Bad Kissingen

Bericht aus der "Mainpost" vom 09. Mai 2010

 

Ab Pfingsten geht es wieder richtig los. Blechlawinen quälen sich über Bayerns Autobahnen. Alarmstufe Rot für Polizei und Rettungsdienste. Unfälle mit Personenschäden sind an der Tagesordnung. Bereits seit 1984 sind Motorradstreifen der Rotkreuz-Bereitschaften im Dienst und haben sich von der ersten Minute an bewährt.

 

Als Ergänzung zum Rettungsdienst verkürzen die Motorradstreifen die Hilfsfrist und leiten wertvolle erste Maßnahmen ein. Denn gerade die Hilfe in den ersten Minuten nach einem Unfall kann für die Betroffenen entscheidend sein. In über 70 Prozent aller Fälle erreichen die Motorradstreifen den Unfallort vor Fahrzeugen des Rettungsdienstes.

Am Sonntag fand mit der Motorrad-Segnung vor der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche die Auftaktveranstaltung zur Eröffnung der Saison 2010 erstmals in Bad Kissingen statt. Rund 20 Motorräder aus ganz Bayern mit ihren Fahrern konnte Thomas Menz, Bereitschaftsleiter des BRK Bad Kissingen, in der Kurstadt begrüßen. Dekan Thomas Keßler auf katholischer und Pfarrer Markus Vaupel auf evangelischer Seite erbaten Gottes Segen für die nicht immer ungefährlichen Fahrten auf den Autobahnen und Fernstraßen des Freistaates.

Die Motorradstreifen in Bayern sind eine ehrenamtliche Einrichtung der Bereitschaften des Roten Kreuzes mit 18 Standorten und 100 aktiven Rettungsassistenten und -sanitätern, die vorwiegend in der Hauptreisezeit auf Bayerns Autobahnen und Schnellstraßen Hilfe leisten. Dabei werden jährlich bis zu 11 000 Einsätze abgewickelt und über 300 000 Kilometer Streifendienst gefahren. Mehr als 25 Jahre Erfahrung, Professionalität und Souveränität zeichnen die Motorradstreife des Roten Kreuzes aus.

Über zwei Maschinen verfügt der Kreisverband Bad Kissingen. Staffelführer Ralf Beck und seine sechs Fahrer sind auf der A7 von der Grenzwaldbrücke nach Hessen bis zum Biebelrieder Kreuz, vom Wernecker Kreuz auf A70 und A71 bis zur thüringischen Grenze zuständig.

Von Freitag bis Sonntag, von Pfingsten bis Ende September, fahren sie ihren Einsatzbereich ab, um immer da zu sein, wo Hilfe gebraucht wird. Dabei leisten die ehrenamtlichen Helfer rund 100 bis 150 Stunden pro Saison. Im Einsatzgebiet werden die Motorradstreifen zu allen erdenklichen Notfällen von den Einsatzzentralen entsandt.

Reiseverkehr und angespannte Baustellensituationen auf den Autobahnen erschweren den Rettungsdiensten manchmal zügiges Vorankommen. Oftmals sind die Motorradsanitäter die einzigen, die rechtzeitig zu den Betroffenen vordringen können. In dieser Form sind sie nur in Bayern existent.

Grußworte überbrachten neben dem stellvertretenden Landrat Emil Müller, Oberbürgermeister Kai Blankenburg und der Bezirksbereichsleiter des Roten Kreuzes Unterfranken, Raimund Heiny aus Bad Brückenau. Alle wiesen auf die Notwendigkeit schneller Hilfe in einer mobilen Gesellschaft hin und lobten das persönliche Engagement und die Hilfsbereitschaft der Rotkreuz-Engel auf zwei Rädern. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Motorrad-Korso durch die Kurstadt

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