(K)ein ganz normaler Streifentag
Nicht nur auf den Autobahnen und Schnellstraßen helfen die Einsatzkräfte der Motorradstreife. Auch abseits des Verkehrs sichern die ausgebildeten Rettungsassistenten und Rettungssanitäter oftmals die schnelle Hilfe für Betroffene. Als sogenannte First Responder werden die BRK-Motorräder zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert. Hier kommt es durchaus vor, dass die Einsatzkräfte auch an den Autobahnen angrenzenden Ortschaften eingesetzt werden.
Lesen Sie nachfolgend den Bericht eines nicht ganz normalen Streifentages der Motorradstreife Augsburg-Land:
08:10 Uhr: Noch während der Überprüfung des Einsatzmotorrades und der mitgeführten Gerätschaften geht der Alarm von der Integrierten Leitstelle (ILS) Augsburg ein: Verkehrsunfall mit Fahrradfahrer in einem Stadtteil unweit des Stützpunktes der Motorradstreife. Bis zum Eintreffen des Rettungswagen wird die blutende Handverletzung des Betroffenen von dem Streifenfahrer versorgt, der einen Zeitvorteil von acht Minuten erzielt hat.
08:50 Uhr: Auf der BAB betreut die Motorradstreife zwei Betroffene eines Pannenfahrzeugs.
09:30 Uhr: Bei einem Absturz eines Bauarbeiters aus großer Höhe in der Nähe der Autobahn wird die Motorradstreife zusätzlich zum Rettungsdienst entsandt und übernimmt die Einsatzleitung bis zum Eintreffen des Einsatzleiter Rettungsdienst.
11:15 Uhr: Kollaps eines Kunden in einem Geschäft: Die Motorradstreife ist nur 2 Kilometer vom Einsatzort entfernt und fährt zur Erstversorgung an. Bis der Rettungswagen eintrifft, ist der Betroffene mit Sauerstoff und Infusion versorgt. Ein Notarzt wird nachgefordert.
12:00 Uhr: Mittagspause am Standort. Die Streife wird aber von der ILS zu einem Notfall in einem Seniorenheim unweit des Stützpunktes abgerufen. Erste Maßnahmen für einen Schlaganfall-Patienten werden mit einem Zeitvorteil von sieben Minuten gegenüber dem Rettungsdienst getroffen.
13:00 Uhr: Fahrradsturz in unwegsamen Gelände: die Motorradstreife wird zusätzlich zu einem Rettungswagen entsandt, da die Einsatzstelle für Großfahrzeuge schwer zugänglich ist. Erneut wird ein deutlicher Zeitvorteil erzielt. Während der Rettungswagen eintrifft, wird die Motorradstreife erneut über Funkmeldeempfänger alarmiert.
13:30 Uhr: Notfall in einer Wohnung unweit des vorigen Einsatzes. Zeitvorteil: 5 Minuten.
14:30 Uhr: Auf der Autobahn fällt ein Motorradfahrer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit durch mehrfaches Rechtsüberholen auf. Mit dem direkten Kontakt zur Polizei kann der Fahrer angehalten werden und wird angezeigt.
15:00 Uhr: Unfall ohne Verletzte auf der Autobahn: die Motorradstreife betreut fünf Personen und sichert die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Polizei.

16:00 Uhr: Bei einem Verkehrsunfall mit Motorradfahrer kommt die Streife unmittelbar nach dem Ereignis zufällig hinzu. Die Alarmierung des Rettungsdienstes läuft gerade, da beginnt der Streifenfahrer bereits mit den ersten Maßnahmen bei einer mittelschwer verletzten Person.
17:10 Uhr: Ein Tramper auf der Autobahn wird von der Fahrbahn verwiesen.
18:00 Uhr: Ein Mann ist in seiner Wohnung kollabiert und kann die Türe nicht öffnen. Während die Feuerwehr und der Rettungsdienst den Einsatz erhalten, steht die Motorradstreife zufällig goldrichtig nur 50 Meter von der Einsatzstelle entfernt. Da Gefahr in Verzug ist und sich in der Wohnung niemand auf Zuruf meldet, wird die Türe gewaltsam geöffnet. Die Person wird erstversorgt und dem Notarzt übergeben.
- Ausbildungszentrum
-
- Termine
-
01.07.2012, 07.00 Uhr
Schwaben, 86853 Langerringen, Landkreislauf28.07.2012, 18.00 Uhr
Schwaben, 86199 Augsburg, Helferfest19.04.2013, 08.00 Uhr
London - Motorcycle Response Unit - Conference 2013
- Ihr Ansprechpartner:
-
kein Kontakt gefunden

