Dachau: Großübung
Am 15. Juli 2011 gegen 19:30 wurden Kräfte Rettungsdienstes des BRK Fürstenfeldbruck mit dem Stichwort „Brand auf Campingplatz“ nach Grafrath alarmiert. Vor Ort bot sich ein katastrophales Bild. Brennende Wohnwägen, Zelte, Autos die durch eine Explosion teils meterweit in durch die Luft geschleudert wurden und selbst Feuer gefangen hatten. Auf dem gesamten Gelände und in der angrenzenden Amper befanden sich insgesamt 100 teils schwerst verletzte Patienten.
Soviel zum Szenario, das die Grundlage der aktuellen Katastrophenschutzübung des Landkreises Fürstenfeldbruck darstellte.
In einer Planungszeit von fast zwei Jahren gelang es dem kleinen Organisationsteam des BRK FFB, beauftragt vom Landratsamt Fürstenfeldbruck, eine der größten und vor allem realistischsten Übungen der letzten Jahrzehnte in Bayern vorzubereiten und durchzuführen. Durch die Duplizierung aller RTWs und NEFs des RDB Fürstenfeldbruck (Landkreise FFB, Dachau, Landsberg und Starnberg) konnte erstmals nicht nur mit ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes, sondern auch mit hauptamtlichen Kräften der rettungsdienstlichen Vorhaltung geübt werden. Die enge Zusammenarbeit mit diversen Behörden und Institutionen ermöglichte zudem die Alarmierung von Spezialkräften wie GRTW, Löschzügen und Wassernotfahrzeugen aus dem Bereich der ILS München, Hubschraubern von SAR, Landes- und Bundespolizei und vielen vielen weiteren Einheiten.
Die Übung wurde komplett freilaufend gestaltet, sprich außer der Vorbereitung des Szenarios und der Bereitstellung der öffentlichen Vorhaltung sowie der oben genannten Spezialkräfte wurde in die laufende Übung nicht eingegriffen. Die Einsatzleitung vor Ort konnte nach eigenem Ermessen alle benötigten Kräfte anfordern und einsetzen. So wurde zum Beispiel von der San-EL zwischenzeitlich die Entscheidung getroffen, die leichtverletzten Patienten mit Wasserwachtbooten aus dem Schadensort zu evakuieren.
Da die Übungsleitung keine taktischen Richtungen vorgab, andererseits aber zwingend über alle Vorgänge informiert sein musste, war es von entscheidender Bedeutung, abgesetzte mobile Einheiten in die Übungsleitung zu integrieren. Niemand in der Übungsleitung wusste im Vorfeld, wo Behandlungsplätze oder Bereitstellungsräume eingerichtet und Hubschrauberlandeplätze festgelegt werden würden. Auch die Wasserwachtstation Grafrath als Zielpunkt der Leichtverletzten-Evakuierung war von der eigentlichen Übungsleitung mehrere Kilometer entfernt.
Zu diesem Zweck wurden drei mobile, mit Funk ausgestattete Krad-Melder benötigt, die der Übungsleitung ermöglichte, jederzeit von allen Einsatzabschnitten Informationen zu erhalten.
Zwei Krad-Melder stellte hierbei die BRK-Motorradstaffel aus Dachau/Fürstenfeldbruck, RK BY 55.
Die enorme Wendigkeit und das hohe Engagement der eingesetzten Kollegen ermöglichte der Übungsleitung jederzeit den Erhalt der notwendigen Informationen und gewährleistete zudem die Dokumentation in vielen schönen Bildern. Auch für den Gott sei Dank nicht eingetretenen medizinischen Ernstfall (bei insgesamt 1.000 eingesetzten Einsatzkräften nicht ausgeschlossen in dem unwegsamen und weitläufigen Gelände rund um die Amperschlucht) wären die Kollegen der Motorradstreife jederzeit verfügbar gewesen.
- Ausbildungszentrum
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- Termine
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01.07.2012, 07.00 Uhr
Schwaben, 86853 Langerringen, Landkreislauf28.07.2012, 18.00 Uhr
Schwaben, 86199 Augsburg, Helferfest19.04.2013, 08.00 Uhr
London - Motorcycle Response Unit - Conference 2013
- Ihr Ansprechpartner:
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