CBRN(E)
Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ wurde die Gefährdung der Menschen durch Atombomben sowie Bio- und Chemiew
affen als nicht mehr bedrohlich angesehen und daher der ABC-Dienst stark vernachlässigt. Geblieben sind jedoch tägliche Gefahren durch „zivile“ Unfälle bei der Herstellung, dem Transport und der Verwendung giftiger Chemikalien und radioaktiver Stoffe sowohl für die Unfallopfer als auch für die Helfer.
Eine neue Dimension an möglichen Schadensereignissen besteht aber auch durch eine abstrakte Bedrohungslage mit konventionellen Explosivstoffen und/oder mit radioaktiven, giftigen und infektiösen Stoffen.
Deshalb ist es wichtig, einen zuverlässigen und funktionierenden Schutz für die Bevölkerung zu schaffen.
Dieser Schutz kann z. B. die Auswirkungen eines nuklearen Unfalls mit globalen Auswirkungen (Tschernobyl 1986), die Ausbreitung von Epidemien (Pest-Epidemie in Indien 1994, SARS-Epidemie 2003), mögliche Influenza- Pandemie und die Folgen freigesetzter toxischer Stoffe (Bhopal in Indien 1984) vermindern. Alle diese Ereignisse treffen die Bevölkerung unverhältnismäßig stark.
Ähnliche Unfälle, aber auch die Ausbreitung von Infektionserregern können sich jederzeit weltweit wiederholen. Stör- und Unfälle in Industrie, Gewerbe und Verkehr sind jederzeit durch Versagen von Technik oder Mensch möglich und Stoffe breiten sich,
mehr oder weniger beeinflussbar, gemäß ihren Eigenschaften aus. Es ist somit jede Art von Bedrohung möglich:
- C chemische (z. B. Gefahrgutunfall, Brand)
- B biologische (z. B. Pandemie, Laborunfall,),
- R radiologische (z. B. Strahlenunfall),
- N nukleare (z. B. KKW-Störfall) und
- E explosive (z. B. mit CBRN verunreinigte Sprengkörper) Stoffe
Neben der gesetzlich ableitbaren Verpflichtung zur Mitwirkung im Katastrophenschutz ist das Bayerische Rote Kreuz im Sinne seines Selbstverständnisses permanent bemüht, Schritte zu gehen und Überlegungen umzusetzen, Betroffenen von Schadens-/Großschadenslagen eine möglichst frühzeitige Hilfe zur Verbesserung der Gesamtbehandlungsprognose zukommen lassen.
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Hanna Hutschenreiter
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