Fachdienste
Der Sanitätsdienst gehört zu den ursprünglichsten Aufgaben des BRK. Ob bei Fußballspielen, Volksfesten oder im Theater, immer stehen Hunderte von Sanitätern bereit, um im Ernstfall Leben zu retten.
Der Betreuungsdienst dient vor allem zur Aufrechterhaltung der sozialen Grundbedürfnisse der unverletzten, von einem grossen Schadensereignis oder einer Katastrophe betroffenen Menschen. Dem Betreuungsdienst fallen somit lebenserhaltende Aufgaben zu.
Das Konzept des Fachdienstes Technik und Sicherheit greift, wenn bei größeren Einsätzen die Komponenten Rettungsdienst und Schnelleinsatzgruppe an die infrastrukturellen Grenzen stoßen. Er übernimmt die sicherheitstechnische Absicherung der Einsatzeinheiten (ggf. in Abstimmung mit anderen Organisationen, z.B. Feuerwehr oder THW) während eines Einsatzes und kleinere logistische Aufgaben im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Die Aufgaben der Gruppe Information und Kommunikation (IuK) im BRK sind die Beratung und Unterstützung (personelle und fernmeldetechnische Hilfestellung) der Führungsgruppe bzw. der Sanitätseinsatzleitung, in allen Fragen der Nachrichtenübermittlung, sowie das Herstellen und Halten von Fernmeldeverbindungen mit modernen Kommunikationssystemen entsprechend dem Einsatzauftrag.
Suchdienst/Kreisauskunftsbüro (KAB)
Bei Konflikten, Katastrophen und Großschadensereignissen mit einer Vielzahl von verletzten und evakuierten Menschen richten die ehrenamtlichen Kreisauskunftsbüros des Roten Kreuzes eine Personenauskunftsstelle ein, um besorgten Menschen möglichst schnell Auskunft über den Verbleib ihrer vermissten Angehörigen zu geben.
Die Rettungshundearbeit ist Teil der Rotkreuzarbeit. Speziell ausgebildete Hunde suchen in der Fläche und in Trümmern nach vermissten Menschen.
Die Notfallnachsorge kümmert sich um Betroffene und Einsatzkräfte, die während des Einsatzes ein psychisches Trauma erlitten haben. Sie dient außerdem dazu, traumatischen Stress bei Einsatzkräften zu verhindern, sodass diese später keine psychischen Folgeschäden erleiden.
Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ wurde die Gefährdung der Menschen durch Atombomben sowie Bio- und Chemiewaffen als nicht mehr bedrohlich angesehen und daher der ABC-Dienst stark vernachlässigt. Geblieben sind jedoch tägliche Gefahren durch „zivile“ Unfälle bei der Herstellung, dem Transport und der Verwendung giftiger Chemikalien und radioaktiver Stoffe sowohl für die Unfallopfer als auch für die Helfer.
Die Motorradstreifen in Bayern sind eine rein ehrenamtliche Einrichtung des Roten Kreuzes mit 18 Standorten und etwa 100 aktiven Sanitätern und Rettungsassistenten, die vorwiegend in der Hauptreisezeitauf Bayerns Autobahnen und Schnellstraßen Hilfe leisten. Im Spagat zwischen dem Dienst am Nächsten, Familie und Beruf werden dabei jährich rund 11.000 Einsätze zusammen mit Rettungsdienst, Feuerwehr, THW und Polizei abgewickelt. Dabei werden über 300.000 Kilometer Streifendienst gefahren. Ihre langjährige Erfahrung, Professionalität und Souveränität zeichnet die BRK Motorradstreife aus.
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Hanna Hutschenreiter
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