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Lehrfilm über die Leitstelle
Bericht der Frankenpost vom 30.09.2011
Seit drei Jahren ist die Integrierte Leitstelle (ILS) Hochfranken in Betrieb mit der Telefonnummer 112. Jetzt entsteht ein Lehrfilm über sie. Drehort ist am städtischen Bauhof in Naila. Naila – Die Integrierte Leitstelle in Hof ist zuständig für die Stadt Hof und die Landkreise Hof und Wunsiedel. Damit deckt das Team der ILS ein Gebiet mit insgesamt 230000 Einwohnern ab. In allen Fällen, in denen Feuerwehr oder Rettungsdienste gebraucht werden, können Bürger die zentrale Notrufnummer 112 wählen. Lediglich der Polizeidienst wird über ein eigenes Alarmierungssystem gesteuert. Ist ein Notruf bei der ILS eingegangen, steuern und koordinieren die ILS-Mitarbeiter den kompletten Ablauf. Wie Bernd Weinmeyer, der Leiter der Integrierten Leitstelle Hochfranken am Alsenberg in Hof erläutert, geht es bei der Koordination und Einsatzsteuerung der verschiedenen Notfallsituationen um Minuten: „Darauf sind die Mitarbeiter der ILS geschult. Bereits bei der telefonischen Notrufannahme in der Leitstelle in Hof muss das Team schnell und zielbewusst entscheiden, wie in der jeweiligen Situation zu reagieren ist.“
Komplette Planung
Für die Mitarbeiter steht die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hilfsdiensten im Vordergrund. Weinmeyer erläutert die Vorgehensweise: „Unsere Einsatzleitung entscheidet nach einer ersten Lageeinschätzung, welche der Hilfsorganisationen für den jeweiligen Fall zu beteiligen ist.“ Während des gesamten Einsatzes übernehme die ILS auch die komplette Ablaufplanung. „Und das hat sich mittlerweile bewährt“, weiß der Chef der ILS, „denn nur in einem perfekt organisierten Einsatz und der optimalen Koordination der beteiligten Hilfsorganisationen kann der Notfall schnellstmöglich und erfolgreich bearbeitet werden“. Nun will die ILS in einem Lehrfilm allen beteiligten Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz (BRK), der Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), der Bergwacht, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Feuerwehr, der Wasserwacht oder der Luftrettung ein Informationswerkzeug zur Verfügung stellen, das allen deutlich macht, wie die Rettungskräfte im Einsatzfall zusammenarbeiten. Peter Schrepfer, der in der ILS als Disponent und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten neben seinem Dienst in der Einsatzsteuerung auch um die Umsetzung eines realistischen Filmprojektes gekümmert. Der 30 bis 40 Minuten lange Lehrfilm wird am Samstag, 1. Oktober, im Bereich des städtischen Bauhofes in Naila gedreht.
Schrepfer erläutert das Szenario:
„Wir gehen bei unserem Einsatzfall davon aus, dass ein Bauarbeiter beim Grabenbau von Eisenstützwänden eingeklemmt wird und sich dabei schwer verletzt.“ In dem fiktiven Fall demonstriert die ILS nun, wie der Alarmierungs- und Versorgungsweg zu einer zeitnahen Versorgung desUnfallopfers verläuft. „Beginnend bei der telefonischen Alarmierung durch einen Bauhofmitarbeiter soll der Film den gesamten Alarmierungsablauf von der Annahme des Notrufes über die Disposition in der ILS, die anschließenden Alarmierungsaktivitäten bis hin zur Bergung und Versorgung des Opfers demonstrieren.“ Neben den verschiedenen Hilfsorganisationen wird auch ein Hubschrauber des ADAC bei dem Dreh dabei sein, der den verletzten Bauarbeiter in die passende Klinik fliegt.
Drei Kameras
Als Filmpartner hat Peter Schrepfer die Hauptschule Naila mit ihrem Filmprojektleiter Daniel Trzcielinski gewonnen: Dieser übernimmt mit seinen Schülern die technische Umsetzung des Projektes. Peter Schrepfer lobt die Schüler und den Pädagogen:
„Die haben nicht nur eine optimale Ausrüstung für den Dreh, sondern richtig Ahnung, wie so was funktioniert.“ Mit drei Kameras werden die Filmmacher das Projekt begleiten,und an den verschiedenen Drehorten mit ihrer Ausrüstung für die ILS arbeiten. Schrepfer hofft am Drehtag vor allem auf das Verständnis der Bevölkerung, denn im Bereich des Bauhofs wird der Hauptdrehort weiträumig abgesperrt sein.
Die Sirenen der Einsatzfahrzeuge werden an diesem Tag die Geräuschkulisse
in der Stadt bestimmen. Peter Schrepfer geht davon aus, dass es den ganzen Tag dauern wird, bis alle Szenen „im Kasten“ sind. Den Lehrfilm können dann Schulen, Vereine und andere Organisationen ausleihen. „Wir sind überzeugt, dass damit ein wichtiges Werkzeug für die Bevölkerung entsteht, das ein noch vorhandenes Informationsdefizit über unsere Arbeit aus demWeg räumt“, freut sich Peter Schrepfer.
Bericht: Lothar Faltenbacher, Frankenpost
Die ILS HochFranken möchte sich auf diesem Wege bei folgenden Personen / Firmen bedanken, die sich bereit erklärten für alle Beteiligten am Drehtag Essen und Getränke zu sponsorn:
- Herrn 1. Bürgermeister der Stadt Naila Frank Stumpf
- Fa. Schmidt, Sicherheitstechnik und Eisenwaren, Naila
- Metzgerei Strobel, Naila
- Metzgerei Schmidt, Naila
- Bäckerei Lang, Döbra
- Bäckerei Resch, Berg
- Fa. Höllen Sprudel, Naila-Hölle
- ELDIS Verwaltungslinks

