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01.11.2008 - Feierliche Betriebsübergabe der ILS HochFranken
Drei Zahlen stehen im Notfall für schnelle Hilfe
November 2008. Feierliche Betriebsübergabe der Integrierten Leitstelle Hochfranken mit BRK-Vizepräsident Gerhard Papp.
Wer in der Stadt Hof sowie in den Landkreisen Hof und Wunsiedel jetzt den Notruf 112 wählt, hat den direkten Draht zur Integrierten Leitstelle Hochfranken, der ersten Integrierten Leitstelle von Bayerns größter Hilfsorganisation.
Unter der Federführung des Bayerischen Roten Kreuzes laufen seit Ende Oktober am Alsenberg 4 in Hof alle Fäden zur Rettung von Menschenleben zusammen. Dort werden alle Rettungseinsätze vom Roten Kreuz und neuerdings auch von der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk zentral unter der europaweiten Notrufnummer 112 koordiniert.
Für die 22 Mitarbeiter der Leitstelle bedeutet dies, in Schichtarbeit täglich im Durchschnitt rund 150 Anrufe zu bearbeiten, die pro Tag zu rund 125 Einsatzabwicklungen führen. Die Integrierte Leitstelle ist auch Schaltzentrale für alle Einsätze zur Alarmierung des Katastrophenschutzes. Darüber hinaus führt sie den Nachweis von Behandlungskapazitäten für Notfallpatienten und nimmt bei Bedarf Kontakt zum Giftnotruf, zu Verbrennungszentren und zu Druckkammer-Standorten auf. Die Mitarbeiter stehen ansonsten in enger Verbindung zur Polizei. Für die neuen Aufgaben in der Integrierten Leitstelle haben alle Mitarbeiter eine entsprechende Feuerwehr-Ausbildung absolviert. Zusammengerechnet wurden dafür von allen insgesamt 419 Wochen Lehrgänge zur Weiterqualifizierung absolviert.
„Für gut 255.000 Menschen auf einer Fläche von über 1.500 Quadratkilometern ist damit das Leben ein Stück einfacher und sicherer geworden“, sagte BRK-Vizepräsident Gerhard Papp bei der feierlichen Betriebsübergabe Mitte November und betonte: „Im Notfall geht es um Sekunden“. Die Einführung der neuen Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst bringt den Menschen in der Stadt Hof sowie in den Landkreisen Hof und Wunsiedel viele Vorteile. Der stellvertretende Landesgeschäftsführer Dieter Deinert: „Die Notrufnummer ist kostenfrei und ohne Vorwahl auch vom Handy erreichbar, das ist eine große Verbesserung für die Bürger.“ Im Freistaat Bayern sind bereits sechs Integrierte Leitstellen in Betrieb.
Die Kosten der Integrierten Leitstelle Hochfranken belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro, rund 1,7 Millionen wurden vom Freistaat Bayern finanziert.
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