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01.07.2009 - Bewährungsprobe für ILS HochFranken
01.Juli 2009: Zwei parallel laufende Großbrände forderten alle Stufen des personellen Verstärkungskonzeptes
Gegen 17:45 Uhr wurde in der ILS eine Rauchentwicklung an einem betriebseigenen Transformator eines textilverarbeitenden Großbetriebes in Helmbrechts (Ldkr. Hof) gemeldet.
Die anfängliche Alarmstufe B2 wurde im Einsatzverlauf, der sich bis in den darauffolgenden Mittag hineinzog, bis zum Alarmstichwort B6 und MANV 1 angepasst.
Mehr als 250 Einsatzkräfte von Feuerwehren, THW und BRK aus den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Kulmbach waren zur Einsatzbewältigung erforderlich. Wegen der massiven Rauchentwicklung war eine Warnung der Bevölkerung über Rundfunksender, sowie eine vorsorgliche Untersuchung von mehr als 115 Helfern nötig.
Wegen des erhöhten Einsatzaufkommens entschied sich der diensthabende Schicht-/Lagedienstführer der ILS frühzeitig zur personellen Nachbesetzung der ILS durch die hauptamtliche Rufbereitschaft, den Leitungsdienst, sowie die Unterstützungsgruppe der ILS, um alle sechs Einsatzleitplätze und vier Ausnahmeabfrageplätze besetzen zu können.
Um 22:39 zeigte sich, dass diese Entscheidung richtig war: Mehrere Anrufer teilten der ILS eine Rauchentwicklung und sichtbaren Feuerschein im Bereich der ehemaligen Hutschenreuther-Porzellanfabrik in Arzberg (Ldkr. Wunsiedel i.F) mit. Die anfänglich ausgelöste Alarmierung der Einsatzmittelkette B4 wurde nach und nach durch weitere Einheiten aus den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth ergänzt. Die Brandbekämpfung der in Flammen stehenden gepressten Kunststoffballen erforderten einen massiven Löscheinsatz, welcher aufgrund der schwierigen Löschwasserversorgung vor Ort nur durch einen Pendelverkehr bewältigt werden konnte. Das THW war ebenfalls mit Räum- und Bergegerät im Einsatz und übernahm Logistikaufgaben.
Kreisbrandrat Gerhard Bergmann übernahm nach Art.15 BayKSG die Funktion des örtlichen Einsatzleiters.
Die gesamten Löschmassnahmen wurden durch den Rettungs- und Sanitätsdienst des BRK aus den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth adäquat abgesichert.
In den frühen Morgenstunden entspannte sich die Lage an beiden Schadensstellen, die ILS wurde in den personellen Normalzustand zurückversetzt.
Als Resumee bleibt festzustellen, daß sich das Verstärkungskonzept der ILS HochFranken in allen Punkten bewährte und in dieser Ausnahmesituation Garant für eine funktionierende und stets erreichbare integrierte Leitstelle war.
Autor: M. Hannweber stv. Ltr. ILS, A. Rosenthal Schichtführer ILS
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