Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage, alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel alarmieren und einsetzen. Foto: A. Zelck / DRK e.V.
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Der BRK-Betreuungsdienst

Ein Unglücksfall trifft Menschen auf unterschiedliche Weise. Wenn Autofahrer in eisiger Kälte stundenlang im Stau stehen, ein Haus abbrennt, eine Flut ganze Lebensgrundlagen zerstört, sind die Betroffenen, auch wenn sie vielleicht nicht verletzt wurden, dennoch auf Hilfen wie Verpflegung, Unterkunft, Pflege oder Bekleidung angewiesen. Der Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften hilft Menschen in Not mit dem, was sie am dringendsten benötigen.

Der Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften ist auf die unterschiedlichsten Notsituationen vorbereitet. Auf lokaler Ebene können die freiwilligen Helfer in kürzester Zeit bis zu 500 Menschen mit Essen und Trinken versorgen, Notunterkünfte und Kleidung zur Verfügung stellen. Für die psychosoziale Betreuung der Betroffenen sind die Ehrenamtlichen ebenfalls geschult. Der Vorteil: In Großschadensfällen können sie auf das professionelle Netzwerk des Bayerischen Roten Kreuzes zurückgreifen, und Hilfe aus dem ganzen Bundesgebiet bekommen.

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Ein Beispiel für unser Hilfeleistungssystem in Krisensituationen

Im Sommer 2013 wurde fast ganz Bayern von massiven Regenfällen und hieraus resultierenden Überschwemmungen heimgesucht. Inn, Donau und Isar traten zum Teil massiv über die Ufer, wobei auch ad hoc Deichbrüche mit urplötzlichen Überschwemmungen in Wohngebieten zu verzeichnen waren.

Die Bilder von jenen Tagen im Juni im letzten Jahr sind sofort wieder präsent, wenn man an die Flutkatastrophe in einigen Regionen Bayerns denkt. Von der ersten Stunde an war das BRK in den betroffenen Orten im Einsatz. Zeitweilig waren bis zu 1.000 Helfer von den BRK-Bereitschaften, der Wasserwacht, der Bergwacht, sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit vor Ort. Alle Helfer, vom Rettungsdienst, der Wasserwacht, der Bergwacht, den Bereitschaften und vielen anderen Fachdiensten bildeten das einzigartige Hilfeleistungssystem des Bayerischen Roten Kreuzes.

Alle Hilfsaktionen in den vom Hochwasser betroffenen Orten wurden durch das "Gemeinsame Einsatz- und LageZentrum" der BRK-Landesgeschäftsstelle koordiniert. Bereits in den letzten Maitagen wurden die Katastrophenschützer aktiv, als in Würzburg das Zeltlager der Besucher des Afrika-Festivals überschwemmt wurde und geräumt werden musste. Am 2. Juni 2013 wurde dann in 21 Landkreisen im Freistaat Bayern der Katastrophenfall erklärt. Zahlreiche Flüsse waren zu diesem Zeitpunkt über die Ufer getreten. Das Führungs- und Lagezentrum war daraufhin bis zum 23. Juni 2014 Tag und Nacht besetzt.

Zahlen und Fakten des Katastropheneinsatzes des BRK in der Soforthilfe-Phase:
  • 3.400 von der Flut Betroffene wurden durch den Betreuungs- und Sanitätsdienst der BRK-Bereitschaften versorgt
  • 1.800 Personen mussten durch BRK-Einsatzkräfte evakuiert werden
  • 72.000 Flutopfer und Helfer wurden mit Mahlzeiten versorgt
  • 550 Suchanfragen und Personenauskünfte wurden vom BRK bearbeitet
  • 21.000 Anrufe gingen bei den BRK-Hotlines ein
  • 500 Unterkünfte wurden vom BRK bereitgestellt
  • 1.110 Betreuungsplätze wurden vom BRK bereitgestellt
  • 750 Einsätze der Wasserwacht mit Booten
  • 84 Einsätze der Wasserwacht mit Fahrzeugen
  • 19 Einsätze der Wasserwacht mit Hubschrauber
  • 30 Einsätze der Bergwacht mit geländegängigen Fahrzeugen
  • 1 Einsatz der Bergwacht mit Hubschrauber
  • 188 Einsätze der Psychosozialen Notfallnachsorge

Insgesamt waren 5.100 Rotkreuzhelfer an den Einsatztagen vor Ort, 2.400 Kräfte stellten andere Hilfsorganisationen.

Außerdem hat das BRK die Bereitstellung umfangreicher Sachspenden verschiedener Unternehmen und privater Spender an Betroffene und Helfer in den Katastrophengebieten koordiniert.

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