Beim Sanitätslehrgang Abschluß gabs viel zu jammern

Veröffentlicht am 19.12.2008
Nach drei arbeitsreichen Wochenenden haben sie den Sanitätslehrgang A und B geschafft. Dieser fand im BRK Haus in Bad Neustadt statt unser Foto zeigt die Teilnehmer gemeinsam mit den Ausbildern und Prüfern Andrea Rückert und Kreisbereitschaftsleiter und Lehrgangsleiter Gerold Kestler (links), sowie Thomas Schlott, Sachbearbeiter Ausbildung im Kreisverband Rhön-Grabfeld (rechts). Foto: Friedrich
Zeigen was sie gelernte hatten mussten die Teilnehmer des Sanitätslehrgangs im BRK Haus in Bad Neustadt. Bei diesem Fallbeispiel ging es darum einen Verletzten zu versorgen, der vom Gerüst gefallen war. Foto: Friedrich

Teilnehmer mussten  die „Unfallpersonen“ gut versorgen

 

Bad Neustadt (hf). „Au, mein Bein tut so weh...  mein Kopf...  mir ist schlecht...“ das hörten die Ersthelfer, als die zum Abschluß des Sanitätslehrgangs im BRK Haus in Bad Neustadt zur „Unfallstelle“ gerufen wurden. Dort lang eine junge Frau am Boden, jammerte und erzählte, sie sei vom Gerüst gefallen. Schnell stellten die Ersthelfer ein Schädel-Hirn-Trauma fest und einen Oberschenkelbruch. Der Notarzt wurde verständigt, der Rettungsdienst und dann begannen die ersten Hilfsmaßnahmen. Unter den strengen Augen der Prüferinnen und Prüfer legte man einen Kopfverband an und schiente das gebrochene Bein mit einer Vakuumschiene. Immer wieder galt es mit dem Patienten zu sprechen, ihm Mut zu machen, ihn abzulenken und Blutdruck zu messen.

 

„Danke, das wars, Gut gemacht!“  sagte Lehrgangsleiter, Kreisbereitschaftsleiter Gerold Kestler und auch die Prüfer Thomas Schlott, Michael Enders und Andrea Rückert waren mit dem Gezeigten zufrieden. Überdurchschnittlich gut sei der Lehrgang gewesen  sagte dann auch Thomas Schlott bei der Abschlussbesprechung und bat die Teilnehmer die erworbenen Kenntnisse im Ernstfall auch um zu setzen. Natürlich sei nicht alles perfekt gewesen, aber die Lehrgangsteilnehmer seien ja lernfähig. Thomas Schlott hatte gemeinsam mit Florian Fries, Michael Enders, Heiko Stäblein und Gerold Kestler die Teilnehmer des Sanitätslehrgangs, die aus dem gesamten Landkreis Rhön-Grabfeld kamen, an drei Wochenenden ausgebildet.

 

Da ging es Thomas Schlott zum Beispiel um das Thema „Bewusstsein“ und wie die Ersthelfer auf Atmung, Herz- und Kreislauf des Verunglückten zu achten haben Informationen gab es auch zur Störung des Herz-Kreislaufs und natürlich wurden akute Zustände nicht nur besprochen, sondern auch geübt. Hier war Florian Fries zuständig. Ihm ging es in seinen acht Unterrichtseinheiten auch um Themen wie „Hitze- und Kälteschäden“ und darum, wie man hier korrekt reagiert. Natürlich wurden die verschiedensten Arten von Wundverletzungen angesprochen und es ging auch um Knochenbrüche und Gelenkverletzungen sowie Schädel-Hirn-Trauma.

 

Hier erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles Notwendige, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. Michael Enders befasste sich mit Polytrauma und die verschiedensten Arzneimittel und deren Einsatz und er vertiefte in seinem Unterricht noch einmal das Schädelhirntrauma. Was muß man über Rettung und Transport wissen? Natürlich erfuhren dies auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des San-Lehrgangs im BRK Haus in Bad Neustadt. Dies wurde nicht nur in der Theorie gelernte sondern musste natürlich auch immer wieder praktisch umgesetzt werden.

 

Rettungsdienstleiter Heiko Stäblein stellte schließlich den Rettungsdienst allgemein und seine Aufgaben vor, besprach auch einen Sanitätseinsatz und hier ging es ihm unter anderem um das Verhalten am Einsatzort und vor allem um den Umgang mit den Betroffenen. Auch die Hygiene spielte dabei eine besondere Rolle ebenso wie die Registrierung und Dokumentation.  Vor allem bei „Großschadensfällen“ und dann wenn mehrere Personen betroffen sind,  muß hier alles korrekt verlaufen, sagte der Leiter Rettungsdienst. Natürlich konnte er auch aus eigener, langjähriger Erfahrung sprechen und Fallbeispiele bringen.

 

So war es auch bei Kreisbereitschaftsleiter Gerold Kestler. Er hatte die Themen „Atmung und Kreislauf“ ebenso wie Schock und Knochenbrücke und Gelenkverletzungen. Gerold Kestler besprach dies mit den Teilnehmern ließ aber natürlich auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Welche Arzneimittel wann gegeben werden und wer sie verabreichen darf, auch das erfuhren die Rhön-Grabfelder beim Sanitätslehrgang. Schließlich wurden noch Infektionskrankheiten besprochen, bevor nach dem schriftlichen Test dann die Praxisprüfungen anstanden. Hier mussten dann alle zeigen, was sie in den vergangenen drei Wochen gelernt hatten. „Alles gut angekommen, macht so weiter und bildet euch auch weiter,“ sagte Thomas Schlott bei der Abschlussbesprechung, wobei er auch den Ausbildern und Prüfern herzlich dankte. Ein ebenso herzlicher Dank ging an die Mitglieder der Wasserwacht Wülfershausen, die als „Unfallopfer“ zur Verfügung standen.

 

Glückwünsche gab es dann für: Christina Ramsauer (Waldberg),  Carmen Vorndran ( Rödelmaier),  Philipp Wehner (Bad Neustadt), Alexander Ortloff (Bad Neustadt), Natascha

Bötsch (Burglauer),  Marcel Hein (Burglauer),  Elisabeth Kandl (Bad Neustadt),  Sandra Seim (Bad Königshofen), Peter Latzel (Niederlauer), Oliver Moritz (Bad Neustadt), Elke Herbert ( Nordheim),  Jessica König (Nordheim),  Matthias Scheuplein (Querbachshof), Ida Storch (Unsleben),  Andreas Then (Burglauer),  Maria Weibl (Bad Neustadt), Ursula Holzheimer (Sandberg), Margit Köth (Sandberg),  Manuel Dytrt (Oberstreu),  Manuela Römling (Wülfershausen) und Bettina Heger aus Heustreu.

 

 Text und Foto: Hanns Friedrich (Br)

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