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Erfolgreiche Tauchaktion - Gestohlene Airbags aus dem Main geholt

Unter der Mainaschaffer Eisenbahnbrücke  „Es ist gar nicht so einfach einen einzelnen Airbag im Main zu finden“ weiß Sven Oster, Einsatzleiter der Kreiswasserwacht Aschaffenburg. Trotzdem konnten die Wasserwachttaucher am Samstag einige Airbags aus den feuchten Fluten holen.

Bereits November hatte die Kriminalpolizei Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit mehreren weiteren Dienststellen nach wochenlangen Ermittlungen die Diebesbande zerschlagen, welche Airbags im großen Stil gestohlen hatte. Damals wurden 17 Tatverdächtige festgenommen. Über mehrere Monate hinweg waren Airbags im Wert von einigen 100.000 Euro gestohlen worden.

Bei einer Durchsuchungsaktion am 8. November waren über 120 Beamte der Kripo und der Bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Dabei wurden zeitgleich insgesamt 15 Privatwohnungen in Aschaffenburg, Großostheim, Mainaschaff und Mömbris durchsucht. Darüber hinaus bekamen auch zwei Firmenanwesen in Karlstein und Gelsenkirchen Besuch von den Beamten. Hierbei fielen den Fahndern mehrere mutmaßlich gestohlene Airbags und Lenkräder in die Hände.

Zahlreiche Beweismittel, darunter Computer und Unterlagen, wurden sichergestellt. Im Laufe der weiteren Ermittlungen habe sich ergeben, dass ein Teil des Diebesgutes unter der Mainaschaffer Eisenbahnbrücke im Main versenkt worden sein könnte, sagt Michael Zimmer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken. Deshalb suchten am Samstag rund ein Dutzend Taucher der Kreiswasserwacht Aschaffenburg den Bereich unterhalb der Brücke ab. Mittels eines speziellen 3D-Unterwassersonars des Kreiswasserwacht Main- Spessart war der Bereich bereits im Vorfeld untersucht worden und eine auffällige Erhebung festgestellt worden, erklärte Wasserwacht-Einsatzleiter Sven Oster.

Meter für Meter suchten die Wasserwachttaucher unter Wasser den Uferbereich ab. Vom Ufer aus über eine Leine und über Funk geführt tastete sich der jeweilige Taucher durch das trübe Wasser. Eingeschränkt wurden die Arbeiten im Main auch durch die schlechte Sicht. Tätig wurden die Wasserwachtler im Rahmen der Amtshilfe für die Kriminalpolizei. „Für unsere Taucher und Leinenführer ist die Aktion gleichzeitig ein gute Übung“ betonte Oster. Auch sei es für die eingesetzten Taucher ein angenehmerer Einsatz, als nach vermissten Schwimmern zu suchen.

Aus dem etwa acht Grad kalten Wasser holten die Taucher insgesamt vier Airbags, die für die Automarken „Ferrari“ und „Volkswagen“ hergestellt worden waren. Diese wurden als mutmaßliches Diebesgut beschlagnahmt und dienen nun in dem Ermittlungsverfahren als wichtige Beweismittel. Seinen besonderen Dank sprach Zimmer der Kreiswasserwacht Aschaffenburg für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Unterwassersuche aus.

Der gemeinsame Einsatz habe erneut gezeigt, wie gut und nahtlos die verschiedenen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zusammenarbeiten. Ohne die engagierte Hilfe der Taucher hätte man die für das Ermittlungsverfahren wichtigen Beweismittel nicht sicherstellen können. rah

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