Sonderfahrzeuge
Schwerlast-Rettungswagen
Auf den ersten Blick ein ganz normaler Rettungswagen. Beim genaueren Hinsehen fällt aber die Ladebordwand auf. Jeder Rettungsdienstbereich wurde mit einem dieser besonderen Fahrzeuge für übergewichtige Patienten ausgestattet.
Neben
der Ladebordwand ist auch im Innern des neuen Rettungsfahrzeuges alles
auf übergewichtige Patienten ausgelegt. So wird zum Beispiel spezielles
Berge- und Rettungsmaterial in Übergröße vorgehalten. Der Rettungsdienst
des BRK und der Rettungsdienst Bayern reagieren mit dieser
Neuentwicklung auf eine bedenkliche Entwicklung: Immer häufiger müssen
die Helfer des öffentlichen Rettungsdienstes adipöse, also massiv
übergewichtige Patienten transportieren. Deshalb regte das Rote Kreuz
2007 beim zuständigen Ministerium des Inneren und den Kostenträgern an,
ein Spezialfahrzeug für solche „Schwerlast-Patiententransporte“ zu
entwickeln. Damit hat das BRK, als Bayerns größte
Rettungsdienstorganisation, ein Fahrzeug entwickelt, dass sowohl den
Transportbedürfnissen adipöser Patienten gerecht wird, als auch eine
deutliche Verbesserung für die Arbeit der Rettungskräfte bedeutet. Durch
eine spezielle Hydrauliktechnik für die Liege müssen die Retter weniger
schwer heben. Die neue Ausrüstung leistet damit auch einen wichtigen
Beitrag zur Prävention von Gesundheitsschäden bei den Rettungskräften.
Umbauten je nach Rettungseinsatz sind bei diesem Spezialfahrzeug nicht
erforderlich – es ist sofort einsatzbereit.
Intensivtransportwagen
Durch Veränderungen in der Krankenhausstruktur und durch Änderungen im Ablauf der Behandlung von Intensivpatienten ist Ende der 90-er Jahre die Notwendigkeit entstanden, spezielle Intensivtransportwagen zu bereiben. Nachdem zu diesem Zeitpunkt keine gesetzliche Grundlage für diesen Dienst bestand, betrieb der Bezirksverband Schwaben mit Unterstützung der Kreisverbände Augsburg-Land, Augsburg-Stadt und Aichach-Friedberg auf eigenes Risiko ein spezielles Fahrzeug.
Anfangs wurde ein Gebrauchtfahrzeug beschafft, den entsprechenden Anforderungen angepasst umgebaut und mit den notwendigen Medizingeräten ausgerüstet.
Mittlerweile wird ein Mercedes Atego 822L eingesetzt, der von der Firma Fahrtec ausgebaut wurde. Besonderes Augenmerk wurde auf eine praxistaugliche Ausstattung und Handhabung des Fahrzeuges gelegt. Das Fahrzeug ist deshalb mit einer Rückfahrkamera, einem Navigationssystem und für einen möglichst schonenden Transport der Patienten mit einer kompletten Luftfederung ausgestattet. Es verfügt außerdem über eine Ladebordwand und eine Videosprechanlage vom Fahrer- zum Patientenraum. Mit im Gepäck ist ein Spannungswandler und ein erweiterter Druckluftvorrat.

Einsatzleitwagen
Für die Leitung größerer Einsätze im Rettungsdienst werden Einsatzleitwagen unterhalten. Die Fahrzeuge der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung sind neuerdings Mercedes Sprinter und führen im Inneren eine umfangreiche Ausstattung mit sich:
- Stromaggregat 3 kVA
- Klimaanlage und Standheizung
- 2 Funkarbeitsplätze im 2-Meter-Band
- 2 Funkarbeitsplätze im 4-Meter-Band
- Besprechungsraum mit vier Plätzen
- GSM-Router mit Telefonanlage und 8 Nebenstellen
- Fax, 2 Notebooks
- UMTS/WLan-Router

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