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Die Geschichte des Roten Kreuzes - Teil 2

Die Geschichte des Roten Kreuzes - Teil 2
Weltkrieg (1914-1918): Deutlich ist der Sanitäter an seiner Armbinde mit dem roten Kreuz zu erkennen
Die Geschichte des Roten Kreuzes - Teil 2
Die Sanitätskolonne Immenstadt zum 75-jährigen Bestehen im Jahre 1985
Die Geschichte des Roten Kreuzes - Teil 2
Einsatzfahrzeuge im Wandel der Zeit (1955/2006)

Gründung des Roten Kreuzes

Bereits zwei Jahre nach Erscheinen von Dunants Schrift und der Forderung eines Internationalen Kongresses in Genf unterzeichnen 12 führende Häupter der Epoche am 22. August 1864 den Vertragsentwurf des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. In dieser ersten "Genfer Konvention" wird festgelegt, dass Ambulanzen, Lazarette und Sanitätspersonal des Roten Kreuzes als neutral anerkannt, geschützt und geachtet werden, und die Verwundeten ohne Diskriminierung aufgrund von Nationalität und Partei aufgenommen und gepflegt werden dürfen. Als Schutz- und Kennzeichen wird das Rote Kreuz auf weißem Grund festgelegt, die Umkehrung der Schweizer Landesfarben, die zu Ehren Henry Dunants und der Schweizer einstimmig angenommen wurden. (Später wird der rote Halbmond als zusätzliches Zeichen in den islamischen Ländern eingeführt.) Der Grundstein einer weltweiten Organisation ist gelegt.

Späte Ehren

Henry Dunant hatte nach der Gründung des Roten Kreuzes kein großes Glück. Da er wenig kaufmännisches Geschick bewies und sich sogar mit dem Vorwurf des Bankrotts konfrontiert sah, wurde er aus dem Roten Kreuz ausgeschlossen. Er verbrachte seinen Lebensabend verarmt in Heiden am Bodensee bis ihn dort 1895 ein Journalist aufspürt und über ihn berichtet. Die Berichterstattung hat zur Folge, dass er 1901 - neben dem Franzosen Frederic Passy - mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird.

Henry Dunant stirbt am 30. Oktober 1910.

Rotes Kreuz vor Ort

Bereits 1887 wurde der "Frauenverein vom Rothen Kreuze Immenstadt-Sonthofen" gegründet. 1910 folgte die Sanitätskolonne Immenstadt, die aus der Freiwilligen Feuerwehr hervorging. Nach der Auflösung des Deutschen Roten Kreuzes nach dem 2. Weltkrieg wird bereits im Herbst 1945 das Bayerische Rote Kreuz gegründet. Es erhält den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Später wird es als Landesverband dem Deutschen Roten Kreuz eingegliedert. 1994 werden die Frauenbereitschaften und die Sanitätskolonnen im Oberallgäu zu den Bereitschaften zusammengeschlossen.

 

Anja Kupsch

adaptiert von Matthias Gantner

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