Ehrenamtliche Helfer lernen noch besser Helfen
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Unter Anleitung von Frank Schönmetzler (von links) üben Julia Koch und Carina Geist (beide Wasserwacht Waltenhofen) das fachgerechte Abnehmen eines Motorradfahrer-Helms.
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Geiselnahmen können auch Helfer in Gefahr bringen, die dadurch unter hoher psychischer Belastung stehen.
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Der »Helfertag« des Roten Kreuzes Oberallgäu ist für die vielen ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes zu einer erfolgreichen Institution geworden. Schwerpunkte sind vielfältige Möglichkeiten der Weiterbildung, der Auffrischung von Wissen und Können sowie die Kommunikation untereinander. 200 ehrenamtliche Rotkreuzler kamen heuer in das Kemptener Berufsschulzentrum. Organisatorin Waltraut Riedel weiß: »Die Attraktivität des Helfertags steht und fällt mit der Qualität der Kursangebote.«
Theorie und Praxis
Da geht es etwa in den beiden bestbesuchten Kursen zur »San-Praxis« um Muskel- und Gelenkverletzungen, Unfälle und Notfälle. Zur Sache ging es zunächst in der Theorie, anschließend wurde ausgiebig geübt. Beispielsweise, wie ein Motorradfahrer nach einem Unfall schonend von seinem Helm befreit werden kann.
Ein anderer Kurs beschäftigte sich mit dem »Spannungsfeld Gemeinschaft«. In Gruppenarbeit wurden mögliche Konflikte und ihre Lösung erarbeitet. Aber auch Pressearbeit wird im Kommunikationszeitalter für Wasserwacht, Bereitschaften & Co immer wichtiger. Über das »wie« erhielten sie vom Medienprofi Rolf Nehrig, stellvertretender Redaktionsleiter bei der Tageszeitung, wertvolle Tipps.
Wichtig für die Helfertag-Macher sind Rückmeldungen der Teilnehmer. Die bewerten die einzelnen Kurse, aber auch die Bereiche Verpflegung und Organisation nach dem Schulnotenprinzip. Erwünscht sind zudem Ideen und Vorschläge für kommende Veranstaltungen. Eine erste Auswertung der Bewertungsbögen ergab eine neuerliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr in allen Bereichen. Gut kam etwa die »Effektive Pressearbeit« an, so gut, dass einige die Vertiefung der Thematik in einer Ganztagsveranstaltung wünschen. Mit 1,2 für Inhaltsvermittlung und Nutzen lagen die Bewertungen zudem in der absoluten Spitzengruppe.
Schüsse im Rotkreuzhaus
In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten fand parallel zum Helfertag im nahen Rotkreuzhaus eine Einsatzübung statt. Das Szenario war ebenso einfach wie angesichts folgenschwerer Geiselnahmen in Schulen aktuell: Es ging um eine angenommene Geiselnahme während einer Weiterbildungsveranstaltung.
Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte war das allerdings noch nicht bekannt. Im Flur schrien Verletzte laut um Hilfe, am Eingang zum Lehrsaal lag eine Tote, im Raum ein Bild der Verwüstung und weitere Verletzte, die sich zum Teil hinter Tischen verschanzt hatten.
Plötzlich ertönten Schüsse, ein Mann mit Schusswaffe schrie wilde Beschimpfungen und bedrohte Ersthelfer wie die inzwischen eingetroffene Verstärkung. Blitzschnell verbarrikadierten sich die Helfer im Lehrsaal, bis die Polizei nach einem Schusswechsel mit dem Geiselnehmer Entwarnung gab.
Die Bilanz: die vom Geiselnehmer erschossene Geisel, eine weitere Tote sowie sechs Verletzte, dazu der von der Polizei erschossene Täter. Den stellte Polizeihauptkommissar und Einsatztrainer Peter Lindorfer ebenso wirklichkeitsnah dar, wie sein Kollege Polizeihauptmeister Christian Greiner die Geisel. Sie berieten auch die Rettungsdienstler um Rudi Machetanz, die die Übungsidee entwickelten. Das in der Realität zum Einsatz kommende SEK mimte der Polizeioberkommissar für Einsatzfragen Christian Löcketer-Hiemer. Im Unterschied zur Realität war die Übung nach einer knappen halben Stunde beendet.
- Termine
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08.06.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend: Zusammenarbeit mit der Polizei22.06.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend: Fahrerbelehrung, Brandschutzunterweisung06.07.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:20.07.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:31.08.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:14.09.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:28.09.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:12.10.2012, 20.00 Uhr
Übungsabend:


