Motorradstreife
Motorradstreife der BRK-Bereitschaft Kempten
(Leiter: Rudi Machetanz)
Ein kostenloser Service für Reisende auf den Allgäuer Autobahnen und Bundesstraßen
Als Unfallmelder, Kundschafter, Verstärkung und Ansprechpartner an der Unfallstelle ist die Motorradstreife der BRK-Bereitschaft wertvolle Hilfe für die Rettungsleitstelle in Kempten. Als "fahrende Notrufsäulen" wird die Motorradstreife gezielt an neuralgischen Verkehrstrecken eingesetzt. Der Zeitraum vom Unfallereignis bis zum Einlauf der Meldung an der Rettungsleitstelle kann so auf ein Minimum reduziert werden. Damit kann in kurzer Zeit durch die fachgerechte Information der Rettungsleitstelle schnelle Hilfe durch das richtige Rettungsmittel eingeleitet werden.
In über 70% aller Fälle erreichen die Motorradstreifen den Unfallort vor den Fahrzeugen des Rettungsdienstes
Weitere Aufgaben:
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Betreuung von Angehörigen der Notfallpatienten
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Nach Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen und beraten die Einsatzkräfte der Motorradstreifen die unverletzt gebliebenen Angehörigen der Patienten. Neben dem Zuspruch zur Überwindung des ersten Schocks wird in Verbindung mit den BRK-Kreisverbänden bei der Besorgung von Übernachtungsmöglichkeiten, der Benachrichtigung von Verwandten, der Organisation der Heimreise und der Lösung von vielerlei sonstigen Problemen geholfen.
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Beratung und Betreuung von Reisenden
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Eine wichtige Aufgabe der Einsatzkräfte der Motorradstreife ist die Beratung und Betreuung von Kleinkindern, alten und gebrechlichen Menschen. Behinderten, Schwangeren, Kranken und allen die Hilfe benötigen. Damit helfen die Motorradstreifen den Reisenden bei kleinen und großen Mißlichkeiten der Urlaubsreise und ermöglichen dadurch oft erst deren Fortsetzung.
Neben den bereits beschriebenen Versorgungen nach Verkehrsunfällen und sonstigen Notfällen z.B. Herzinfarkte, helfen die Motorradstreifen bei leichten Krankheitssymptomen wie Erkältungen, Zahn- oder Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden. Diese Hilfeleistungen werden vor allem an Parkplätzen und Raststätten in Anspruch genommen.

© Bilder: Bernhard Hörburger
«Kavalier der Straße» für Motorradstreife des Roten Kreuzes
Für Ausflügler und Wanderer ist es ein September-Wochenende wie andere auch. Bernhard Hörburger ist ebenfalls unterwegs an diesem Wochenende. Doch im Gegensatz zu den meisten, die im regen Verkehr unterwegs sind, erfüllt er eine selbst auferlegte Pflicht: Er ist Mitglied der Motorradstreife des Roten Kreuzes Oberallgäu und patrouilliert auf den Autobahnen und Bundesstraßen zwischen dem Allgäuer Tor und Oberstdorf. Routinemäßig hört er die Funkverkehr der Rettungsleitstelle ab – bis der schlagartig seine voller Aufmerksamkeit erregt: Er ist auf der A 980 unterwegs, unweit von Durach, wo soeben ein roter Golf auf der Seite liegend gemeldet wurde. Rasch gibt er seinen Standort an die Rettungsleitstelle durch, Sekunden später ist der Rettungssanitäter mit seiner 90 PS starken Maschine auf dem Weg zum Unfallort.
Bescheidener Helfer
Beruhigend redet er mit der Fahrerin, die sich nicht selbst aus dem Fahrzeug befreien kann – glücklicherweise aber nur leicht verletzt ist. «Das Fahrzeug lag auf der Seite, wegen der Hanglage aber nicht sehr stabil. Also blieb nur, vorsichtig die Frontscheibe zu zertrümmern und auf diesem Weg der Frau aus ihrem Auto zu helfen», berichtet der Helfer. Zwischendurch suchte die völlig aufgelöste Frau vergeblich nach ihrem Handy, das durch den Unfall «irgendwo im Innenraum abgetaucht war.» So lieh ihr der hilfsbereite Helfer auch noch sein privates Handy, damit sie ihren Mann daheim verständigen konnte. Inzwischen waren weitere Helfer vor Ort eingetroffen, Bernhard Hörburger setzte seine Streifenfahrt fort: «Ein Einsatz, wie er an verkehrsreichen Wochenenden eher normal ist.» Abgehakt. Das sah die Krankenschwester aus Friedrichshafen ganz anders, deren Golf von der Fahrbahn abgekommen war, als sie einem Geisterfahrer ausweichen musste. Sie ermittelte später über die Rettungsleitstelle den freundlichen Fahrer der Motorradstreife und schlug ihn für die Auszeichnung zum «Kavalier der Straße» vor. Eine Initiative deutscher Tageszeitungen belohnt damit seit rund 40 Jahren Menschen, die mit ihrem Handeln gegen den erkennbaren Trend zu immer aggressiverem Verhalten auf den Straßen auftreten. Zusammen mit zwölf weiteren Menschen, die ebenfalls im Straßenverkehr auf Miteinander statt Gegeneinander setzen, konnte Hörburger jetzt im württembergischen Weinheim die Auszeichnung entgegennehmen. Der sieht in aller Bescheidenheit die Auszeichnung weniger personenbezogen, denn «jeder von uns Ehrenamtlichen der Motorradstreife hätte so gehandelt.»

Bild: Der Rotkreuzler Bernhard (Luggi) Hörburger sieht in seiner Auszeichnung als «Kavalier der Straße» eine Anerkennung für die Motorradstreife des Roten Kreuzes.
- Termine
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12.06.2012, 20.00 Uhr
Dienstabend26.06.2012, 20.00 Uhr
Dienstabend10.07.2012, 20.00 Uhr
Dienstabend24.07.2012, 19.00 Uhr
Dienstabend



