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Schnelle Hilfe gegen den plötzlichen Herztod

Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Diese Todesform übersteigt die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das Zwölffache. Moderne Technik und spezielle Ausbildungsprogramme sollen dazu beitragen, die Überlebensrate deutlich zu erhöhen.

AED-Training ImmenstadtViele Patienten, die wiederbelebt werden müssen, leiden an Herzkammerflimmern. Es handelt sich hierbei um eine Herzrhythmusstörung, bei der die Muskulatur des Herzens so unkoordiniert arbeitet, dass die Herzmuskelfasern sich ungleichmäßig zusammenziehen. Infolge dessen wird kein Blut mehr durch den Körper gepumpt. Der Patient ist klinisch tot. 

Um diesen Patienten in Zukunft schneller und effektiver helfen zu können, werden an immer mehr öffentlichen Orten Geräte zur Bekämpfung des Herzkammerflimmerns stationiert. „Die Defibrillation ist das einzig wirksame Mittel gegen das Kammerflimmern“, so BRK-Ausbilder Heiko Meinel. Die Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED), wie diese Geräte genannt werden, analysieren die Herzaktivitäten des Patienten und lösen erforderlichenfalls einen Elektroschock aus. „Vom Beginn des Kammerflimmerns an sinken die Überlebenschancen des Patienten mit jeder Minute um ca. 10 Prozent“, ergänzte Meinel, „weshalb die Defibrillation so früh wie möglich erfolgen muss“.

Die Bedienung der AED ist durch selbsterklärende Tasten-Symbole kinderleicht. Zudem verfügen die Geräte über eine Sprachsoftware und einen Lautsprecher und leiten damit die Ersthelfer bei der Wiederbelebung an.

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