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Massenpanik im Fußballstadion

Massenpanik im Fußballstadion
Notärzte und Einsatzkräfte der SEG Behandlung Augsburg-Land sind im westlichen Abschnitt der Verletztenablage mit der notfallmedizinischen Versorgung von Patienten betraut. Foto: Manfred Eschenlohr

Als am Vormittag des 28. Mai aufgrund einer Massenpanik in der Augsburger SGL Arena ein Großalarm für die Rettungskräfte im Umkreis ausgelöst wurde, erfolgte auch die Anforderung der in Bobingen stationierten Schnelleinsatzgruppe (SEG) Behandlung des BRK Kreisverbandes Augsburg-Land.

Die Einheit besteht aus zwei Fahrzeugen, welche von insgesamt zehn Einsatzkräften besetzt werden. An diesem Tag waren dies acht Helfer der Bereitschaft Bobingen, sowie je ein Helfer aus Schwabmünchen und aus Königsbrunn. Als Herzstück der Einheit dient der Gerätewagen Sanitätsdienst 25 (GW-San 25), welcher Material zur Versorgung von insgesamt 25 Patienten mitführt.

 

Bei dieser geplanten Einsatzübung – als Vorbereitung für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen – galt es ca. 100 Verletzte in möglichst kurzer Zeit adäquat notfallmedizinisch zu versorgen. Angenommen wurde eine Panikreaktion mit zahlreichen Verletzten und Betroffenen, nachdem in dem betreffenden Abschnitt der Arena Feuerwerkskörper gezündet worden waren.

 

Bereits vor Übungsbeginn sammelten sich die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen auf einem Parkplatz nahe der Arena und wurden nach Eintritt des angenommenen Schadensereignisses entsprechend ihrer tatsächlichen Anfahrtszeit vom Heimatstandort zur Arena beordert.

Aufgrund der örtlichen Nähe Bobingens zur Arena war deshalb die Bobinger Einsatzgruppe bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Einsatzbewältigung eingebunden und wurde zusammen mit anderen BRK-Einheiten aus Augsburg mit der Erstversorgung der Verletzten an der sog. „Verletztenablage“ betraut. Dieser Einsatzabschnitt dient als erster Sammelpunkt für Verletzte, um diese dort entsprechend ihrer Verletzungsschwere in Kategorien mit unterschiedlicher Priorität einzuteilen („Sichtung“). Zudem findet hier die Erstversorgung der Patienten statt, bis ausreichen Kranken- und Rettungswagen als Transportmittel zur Verfügung stehen oder - wie in diesem Fall - ein Behandlungsplatz aufgebaut wird. Ein solcher Behandlungsplatz besteht aus einer kleinen „Zeltstadt“, in welcher die Patienten strukturiert und entsprechend ihrer Sichtungskategorie weitergehend versorgt und stabilisiert werden können. Anschließend folgt dann der Transport in eine geeignete Klinik, wobei im Rahmen dieser Übung u.a. auch das Klinikum Augsburg und die Wertachklinik in Bobingen mit eingebunden war.

 

Betriebsbeginn für die SEG Behandlung Augsburg-Land in Bobingen war der 01. Januar 2011 und dementsprechend war diese Großübung mit medizinischem Schwerpunkt eine wertvolle Gelegenheit, um die bisherigen Einsatzkonzepte und -strukturen zu überprüfen. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich sowohl die eingesetzten Helfer, als auch das eingesetzte Material in diesem Einsatz gut bewährt hat und so die übertragenen Aufgaben gut bewältig werden konnten.

 

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11.06.2012, 19.30 Uhr
SEG-Treff

09.07.2012, 19.30 Uhr
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