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Rotes Kreuz aus der Region Augsburg stellt Einsatzkräfte für China

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Rotes Kreuz aus der Region Augsburg stellt Einsatzkräfte für China
von rechts Johann Keppeler, Michael Breuning

Rotes Kreuz aus der Region Augsburg stellt Einsatzkräfte für China

 

In Absprache mit dem nationalen Krisenstab in Peking und auf Anforderung des Chinesischen Roten Kreuzes wird noch diese Woche eine Gruppe von Spezialisten in das Erdbebengebiet nach China reisen. Mit dabei sein werden zwei Techniker aus dem Kreisverband Augsburg-Land des Bayerischen Roten Kreuzes sein. Mit im Gepäck ist ein Feld-Hospital des Deutschen Roten Kreuzes, das für die vom Erdbeben stark betroffene Provinz Sichuan bestimmt ist. Das Feld-Hospital ist speziell für Katastropheneinsätze konzipiert und kann rund 120 Patienten stationär aufnehmen und eine medizinische Versorgung von rund 250.000 Patienten gewährleisten. Das Auswärtige Amt unterstützt dieses Projekt.

 

Johann Keppeler (55 Jahre) und Michael Breunig (26 Jahre) sind nicht zum Ersten Mal für das Rote Kreuz unterwegs. Johann Keppeler war u. a. bei der Erdbebenkatastrophe 2005 in Pakistan im Einsatz und erst jüngst im Sudan. Michael Breunig half 2005 in Indonesien bei der Trinkwasseraufbereitung und der Sanierung von Brunnen. Ebenso war er in Pakistan im Einsatz. Beide Spezialisten werden in China als Techniker eingesetzt und voraussichtlich sechs Wochen in China bleiben.

 

Allgemeine Situation:

Am Montag, dem 12. Mai um 14:28 Uhr Ortszeit, erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richter Skala die Region Wenchuan in der südwestlichen Region Chinas. Zahlreiche etwas schwächere Nachbeben folgten, die Erschütterungen waren in Peking, in Bangkok und Hongkong zu spüren. Dieses Beben war das Schwerste seit 30 Jahren.

 

Am Morgen des 13. Mai wurde von den chinesischen Behörden bereits die Zahl von 10.000 Toten genannt. Weitere Tausende Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Erste Informationen aus der Schadensregion berichten, dass 80 % der Häuser zerstört sind. Infrastruktur wie Straßen, Stromverbindungen und Telekommunikationen sind schwer beschädigt, der Flughafen von Chengdu ist geschlossen.

 

Die chinesischen Behörden haben ein 185-köpfiges „Emergency Rescue Team“ sowie 50.000 Soldaten in die Region geschickt, 5 000 Zelte wurden bereitgestellt und 2 Hubschrauber für die Logistik zur Verfügung gestellt.

 

Maßnahmen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewerbung:

Das Chinesische Rote Kreuz hat aus seinem regionalen Lager 557 Zelte und 2.500 Decken an die Opfer des Erdbebens verteilt. Gleichzeitig haben die Rotkreuz- Mitarbeiter vor Ort mit der Bedarfsermittlung begonnen. Fachleute aus der Zentrale des Chinesischen Roten Kreuzes und der Delegation der Internationen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Peking werden diese Teams verstärken, sobald es eine Flugmöglichkeit von Peking in die Region gibt. Vorbereitungen laufen zur Verteilung von Zelten für 500 Familien, Decken für 5.000 Personen, 300 Kartons mit Wasserreinigungstabletten und 600 Kartons mit Lebensmittelpaketen.

 

Hilfen des DRK:

Das DRK wird das Chinesischen Roten Kreuz zunächst mit der Erstellung des genannten Feldhospitals unterstützen. Daneben sind die Bereiche Trinkwasser/Hygiene, Gesundheit und Notunterkünfte im Gespräch. Von einer Entsendung von Rettungshunden war abgesehen worden, weil dies wegen der langen Reisezeit nicht sinnvoll ist. Auch Sachspenden können angesichts der logistischen Herausforderungen im Einsatzgebiet nicht geschickt werden.

 

Das DRK hat ein Spendenkonto eingerichtet:

 

Konto Nr. 41 41 41 Stichwort „China“ Deutsches Rotes Kreuz, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

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