KZ-Überlebende: Geschlagen, befreit, alleingelassen
Landkreis Augsburg. Sie haben die Hölle von Auschwitz, Dachau und Flossenbürg durchlitten: Mit Überlebenden aus deutschen Konzentrationslagern, die Jahrzehnte später ein oftmals kümmerliches Dasein fristen, befasst sich die aktuelle Ausstellung "Roter Winkel, hartes Leben", die noch bis zum Donnerstag, 29. Januar, im Foyer des Landratsamts zu sehen ist und dann bis zum März in Schulen weiterwandert.
Zusammengestellt wurde die erschütternde Dokumentation für das badische Rote Kreuz von Till Mayer, einem Journalisten und Fotografen aus Oberfranken. Günther Geiger, Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands Augsburg-Land, sicherte sie sich für eine Ausstellung im Landratsamt. "Alle porträtierten Menschen werden vom medico-sozialen Zentrum des Roten Kreuzes im ukrainischen Lemberg (Lviv) betreut", erklärte Mayer bei Ausstellungseröffnung. Erzählt wird von grausamen Erlebnissen, wie beispielsweise Antonia Schewtschuk, die beim Diebslmktahl zweier Tomaten ertappt und brutalst niedergeschlagen wird. Den "roten Winkel" trugen die beschriebenen Menschen als "politische" Gefangene auf ihrem Häftlingskittel. Oftmals müssen die Opfer ohne Nachkommen leben, weil sie im KZ sterilisiert wurden.
Beschimpft und angefeindet
"Als Überlebende dieser Lager wurden sie nach ihrer Rückkehr in der Heimat von den Stalinisten als Verräter beschimpft und angefeindet." Viele hätten Berufsverbot erhalten und müssten heute von kärglichsten Einkünften leben. "Eine Chance, Negatives aufzuarbeiten", sah Landrat Martin Sailer in der Dokumentation. "60 Jahre nach der größten Katastrophe der Zivilisation werden die Zeitzeugen immer weniger." Es gehe nicht darum, heutigen Jugendlichen Schuldgefühle einzureden, sondern für die Zukunft zu lernen. Die Schau ist noch bis zum 29. Januar im Landratsamt zu sehen und wandert dann bis zum März durch Schulen. Anmeldungen werden unter (08 21) 90 01 12 entgegengenommen.
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- Termine
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02.06.2012, 09.00 Uhr
Augsburg-Land: Erste-Hilfe-Kurs (EH) -- ausgebucht !!! --09.06.2012, 09.00 Uhr
Gersthofen: Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM)16.06.2012, 08.00 Uhr
Meitingen, Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM)16.06.2012, 08.00 Uhr
Großaitingen: Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM)
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