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Katastrophenschutzübung in der Impuls-Arena 67 Einsatzkräfte des BRK Augsburg-Land proben Ernstfall

Feuerwerkskörper im Fußballstadion sind keine Seltenheit. Was passieren kann, wenn sie unkontrolliert abbrennen haben Einsatzkräfte aller Katastrophen-schutzorganisationen rund um die Augsburger Impuls-Arena am Samstag, 28. Mai 2011, nachgestellt. Ziel war es die bestehenden Einsatzpläne und -strukturen zu testen und gegebenenfalls zu optimieren.

Das Szenario beginnt um Punkt 10 Uhr: Bengalische Feuer, laute Kracher und viel Nebel. In den Fanblöcken J und K bricht eine Massenpanik aus. Es gibt Verbrennungen, Verletzte und sogar Tote. 89 Mimen wurden in den vier Stunden vor der Übung von Notfalldarstellern des Bayerischen Roten Kreuzes aus ganz Schwaben geschminkt und instruiert. Das Spiel wird unterbrochen. Die Polizei bittet die Fans mit Durchsagen (während der WM auch in Englisch), das Stadion zu verlassen.

Die Helfer vor Ort in der Arena merken schnell: Mit dieser Anzahl an Verletzten kommen sie nicht klar und fordern Unterstützung an. Jetzt kommen auch insgesamt 67 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Roten Kreuzes aus dem Landkreis Augsburg mit 18 Fahrzeugen ins Spiel. Dabei werden sie von insgesamt vier Ärzten des Kreisverbandes unterstützt. Zusammen mit anderen Hilfsorganisationen versuchen sie die Situation unter Kontrolle zu bekommen und den Verletzten und Betroffenen bestmöglich zu helfen.

„Wer nicht übt, ist für den Ernstfall nicht gerüstet“, so der Augsburger Katastrophenschutzreferent Rainer Schaal. Deswegen nehmen sich die ehrenamtlichen Helfer am Samstag Zeit. So wie sie es auch im Falle einer solchen Katastrophe kurzfristig tun würden. Bei ihren Aufgaben werden sie von einer Vielzahl an Experten von unterschiedlichen Einrichtungen beobachtet. Mit in die Übung eingebunden sind alle Katastrophenschutzorganisationen: BRK, Malteser, Johanniter, DLRG, Feuerwehr, THW, Polizei. Sogar die Bundeswehr hat eigene Beobachter geschickt.

Die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Augsburg sind bei der Übung vor allem mit der Organisation des Bereitstellungsraumes für Rettungs- und Krankentransport-fahrzeuge sowie die Abwicklung des Transportes der Verletzten in geeignete Krankenhäuser beschäftigt. Zudem stellen sie einen Teil der Kommunikationsinfrastruktur. Auch ein eigener Betreuungs- und Verpflegungstrupp steht bereit, um Helfer oder Betroffene zu betreuen und kurzfristig mit Getränken oder einer kleinen Brotzeit versorgen zu können.

Sogar die seit diesem Jahr neu eingerichtete Schnelleinsatzgruppe (SEG) Behandlung kommt bei der Katastrophenschutzübung zum Einsatz. Die Helfer unterstützten mit ihrer Ausrüstung die Verletztenablage vor dem Stadion und sorgten dafür, dass die Patienten schnell gesichtet, versorgt und für den Transport in ein geeignetes Krankenhaus vorbereitet werden können.

„Wir müssen uns stetig verbessern. Dazu brauchen wir diese Übungen. Immer wieder treten irgendwo Probleme auf, die wir nur in den Griff bekommen können, wenn wir sie auch kennen“, so Direktor Günther Geiger vom BRK Augsburg-Land. Bereits jetzt hat sich gezeigt, dass die breiter aufgestellte Führungs- und Kommunikationsstruktur – wie sie bei dieser Übung zum ersten Mal in Teilen erprobt wird – von Vorteil ist.

Die Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes aus dem Landkreis Augsburg und der anderen Organisationen rund um die Impuls-Arena sind vorbereitet für die Frauen-Fußball-WM und die Spiele des FC Augsburg in der 1. Bundesliga.

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