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BRK-Kreisverband Augsburg-Land legt Jahresbericht vor

BRK-Kreisverband Augsburg-Land legt Jahresbericht vor
50jährige Mitgliedschaften von links nach rechts: Alexander Leupolz, Leiter Kreiswasserwacht, Winterstein Heinz, Wahl Heinz, Kopp Josef Schönle Rita, Max Strehle, MdL, Vorsitzender, Oeschey Josef, Bartl Weinmüller, Kreisbereitschaftsleiter, Schönle Rudolf, Ursula Schlögel, stv. Kreisbereitschaftsleiterin, Annemarie Finkel, stv. Vorsitzende und Paul Steidle, stv. Vorsitzender.
BRK-Kreisverband Augsburg-Land legt Jahresbericht vor
Ehrenmitglieder von links nach rechts: Theo März, Gerhard Walzel, Max Baumgärtner, Centa Baumgärtner (sitzende) und Edeltraud Drobny.

Zhong De bedeutet China – Deutschland. Es ist der Vorname eines kleinen Mädchens, das am 31. Mai 2008 in der Provinz Sichuan im fernen China das Licht der Welt erblickt hat. Mit der Nennung ihres Namens wird sie jedes Mal daran erinnern, dass sie gemeinsam mit einem Jungen, der auf denselben Namen hört, als erste Kinder in einem „Krankenhaus aus der Kiste“ geboren wurden. Das „Krankenhaus aus der Kiste“ mit einem Gesamtgewicht von 50 Tonnen war Bestandteil der Katastrophenhilfe des DRK nach dem Erdebeben in der Provinz Sichuan in China. Mit Hilfe zahlreicher chinesischer Freiwilliger konnte es innerhalb von 52 Stunden errichtet werden. Im elfköpfigen deutschen Team war unser Kreisverband durch Michael Breunig und Johann Keppeler als Fachleute in der internationalen Katastrophenhilfe vertreten, so die einführenden Worte des Vorsitzenden des Kreisverbandes Augsburg-Land, Max Strehle, MdL, bei seinem diesjährigen Jahresbericht.

 

Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz rücken dabei immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Schnell, unbürokratisch, kompetent und professionell sind dabei die Merkmale der Arbeit. Bei Katastrophen genauso wie bei Einsätzen mit politischem Hintergrund wie z. B. Entführungen oder der Betreuung von Kriegsgefangenen, wo die stille Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz gefragt ist, von der meist nur im Ergebnis in der Presse zu lesen ist.

 

All diese Arbeit verlangt nach einer stabilen Grundlage. Nach dem Grundsatz „eine Organisation ist so stark, wie die Basis auf die sie aufbaut“, sind dies in unserem Bayerischen Roten Kreuz die Kreisverbände mit ihren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, die diese Grundlage bilden.

 

Wir als Kreisverband Augsburg-Land können stolz darauf sein, diese Basis nachhaltig zu stärken. So sprechen auch im abgelaufenen Jahr wieder einmal unsere Zahlen für sich. Trotz nicht einfacher werdenden Arbeitsbedingungen konnten wir das bisher ereichte nicht nur erhalten, sondern in einigen Fällen sogar verbessern, bzw. ausbauen.

 

So wurden im vergangenen Jahr von unseren 3.452 ehrenamtlichen Aktiven mit 211.696 ehrenamtlichen Einsatzstunden in den Bereichen Rettungsdienst, Sozialarbeit, Katastrophenschutz und Blutspendedienst das Ergebnis des Vorjahres erreicht, so Strehle weiter.

Die unveränderte Leistungskraft spiegelte auch unser größtes Betätigungsfeld, dem Rettungsdienst wieder. So konnten wir unseren Spitzenplatz in der ehrenamtlichen Beteiligung am Rettungsdienst in Bayern halten. In Zahlen ausgedrückt waren dies 27.995 Einsätze die hoch motiviertes Haupt- und Ehrenamt mit 19 Rettungsdienstfahrzeuge bei 777.000 Kilometern leisteten.

 

Auch das Jahr 2008 brachte wiederum einige Neuerungen für den Kreisverband, so Max Strehle in seinem Jahresbericht weiter. Mit Beginn der Badesaison und der damit verbundenen Eröffnung des Naturfreibades Fischach erhielten die Bereitschaften Fischach und Langenneufnach ein neues Aufgabengebiet. Nachdem die Marktgemeinde Fischach mit dem Anliegen dort einen Wasserrettungsdienst aufzubauen an das Rote Kreuz herangetreten war, wurde gemeinsam mit Kreisbereitschaft und Kreiswasserwacht diese neue Form der Betätigung entwickelt. Die Resonanz war überwältigend. Gemeinsam mit den „altgedienten Bereitschaftsmitgliedern“ nahmen am Eröffnungstag insgesamt 20 neue ausgebildete Wasserretter ihre Tätigkeit auf.

 

Mit Stolz können wir mittlerweile auch auf eine 25-Frau/Mann starke Gruppe blicken, die im Laufe der letzten Jahre die Ausbildung zur Mitarbeit in unserer Trinkwassergruppe absolviert haben. Bei einem internationalen Lehrgang in der Rücklenmühle bei Zusmarshausen konnten sie auf beeindruckende Art und Weise ihren Leistungsstand unter Beweis stellen. Bei einer dort stattfindenden Fortbildung für Verantwortliche in der Wasseraufbereitung der Internationalen Katastrophenhilfe des DRK, spielten sie den praktischen Teil ein. Teilnehmer zu dieser Fortbildung kamen nicht nur aus der gesamten Bundesrepublik, sondern auch aus Österreich, der Schweiz und Kanada.

 

Ein weiteres wesentliches Aufgabengebiet stellte im letzten Jahr wiederum die Ausbildung dar. Hier wurden in 310 Kursen insgesamt 3.426 Personen durch 80 Ausbilder hauptsächlich in den Bereichen Erste Hilfe, Erste Hilfe am Kind, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Sanitätsausbildung und Frühdefibrillation geschult.

 

Neben Flugtag und Bergrennen fand während des Jahres eine Vielzahl von unterschiedlichsten Einsätzen statt, die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Kreisverbandes immer wieder aufs Neue auf die Probe stellten.

 

Am Ende dieses Rechenschaftsberichtes, bedanke sich der Vorsitzende recht herzlich bei allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr,  für die Zeit und das Engagement, dass sie dem Roten Kreuz geschenkt haben, verbunden mit dem Dank an ihre Angehörigen, die dies erst ermöglicht haben.

 

 

Wie jedes Jahr wurden zum Jahresabschlusstreffen verdiente Mitglieder des Kreisverbandes geehrt:

Die goldene Ehrennadel des DRK und die Henry-Dunant-Medaille in Silber für mehr als 50jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten Schönle Rita, Schönle Rudolf, Kopp Josef, Oeschey Josef, Wahl Erich, Wahl Heinz und Winterstein Heinz.

 

Den Ehrenring verbunden mit der Ehrenmitgliedschaft des Kreisverbandes erhielten:

Walzel Gerhard, Baumgärtner Max, Baumgärtner Centa, Drobny Edeltraud und März Theo.

 

Zum Schluss der gelungenen und sehr gut besuchten Veranstaltung wurden noch zwei hochverdiente Mitglieder in den „Ruhestand“ verabschiedet:

 

Emmy Leupolz und Hannelore Hachmeyer erhielten für besondere Verdienste in der Sozialarbeit die Henry-Dunant-Medaille.

 

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