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"Übung macht den Meister" - Rotes Kreuz und Feuerwehr üben den Ernstfall

"Übung macht den Meister" - Rotes Kreuz und Feuerwehr üben den Ernstfall
BRK und Feuerwehr arbeiten Hand in Hand

Mit Blaulicht unterwegs zum Einsatzort. Bei Thorsten Quiring, Michael Haider und Manuel Klopf steigt die Spannung. Die drei Ehrenamtlichen stellen heute die Besatzung des Rettungswagens aus Schwabmünchen. Das Fahrzeug, das als erstes am Unfallort eintrifft. Es herrscht Chaos. Verletzte schreien. Menschen irren umher. Keiner der Helfer weiß, was genau auf ihn zukommt. Einer der Ersten vor Ort zu sein ist immer wieder eine große Herausforderung.

 

Doch zum Glück ist es diesmal nur eine Übung, an der die Einsatzkräfte der Bereitschaft Schwabmünchen zusammen mit weiteren Einheiten wie Wasserwacht Schnelle Einsatzgruppen (SEG) des BRK Kreisverbandes Augsburg-Land aus dem südlichen Landkreis Augsburg teilnehmen.
Jugendliche haben am Birkensee bei Gennach gegrillt. Einer schüttet Spiritus in den Grill. Das Unglück passiert. Zunächst beginnt alles mit einem normalen Rettungsdiensteinsatz. Doch dann stellen die Helfer fest, dass sich ein Teil der Partyteilnehmer im Wasser befindet und sogar ein paar Jugendliche vermisst sind. Ein Großeinsatz beginnt mit Wasserwacht, Feuerwehr und sogar einem fiktiven Rettungshubschrauber.
Die Feuerwehr löscht das Feuer. Immer wieder kommt ein weiteres Fahrzeug mit Blaulicht und Horn angefahren. Die durch den Rettungsdienst angeforderte Wasserwacht trifft ein.  Innerhalb kürzester Zeit sind Taucher im Wasser  Weitere Helfer suchen das Ufer ab.

Bei dieser Übung waren sämtliche Einsatzkräfte informiert, dass etwas passiert. Die Fahrzeuge waren an zwei Bereitstellungsräumen im näheren Umkreis zusammengezogen worden. Für Übungsleiter und Organisator Ludwig Reiser von der Kreiswasserwacht des BRK Augsburg-Land und dem taktischen Leiter der Bereitschaften, Reiner Arlt mit seinem Beobachterteam stand diesmal das Zusammenspiel der Einsatzkräfte im Vordergrund. Erstmalig in dieser Form auch mit Einsatz des neuen Fahrzeuges der Unterstützungsgruppe „Sanitätseinsatzleitung“ des Roten Kreuzes im Landkreis. Bei dieser Übung war dieses mit modernsten Mitteln ausgestattetes Fahrzeug, finanziert durch Freistaat, Landkreis und Rotes Kreuz als Übungsleitstelle im Einsatz.

Nicht einmal eine Stunde dauerte es bis die 7 „Verletzten“ und 2 Puppen von den Helfern gefunden, behandelt und zum Teil auch simuliert in geeignete Krankenhäuser abtransportiert wurden. Das Rote Kreuz war bei dieser Übung mit einem ehrenamtlichen Großaufgebot im Einsatz: Unterstützt durch die Feuerwehr Langerringen  mit zwei Fahrzeugen unter Führung von Karl Reute, waren sieben Fahrzeuge des Rettungsdienstes und fünf Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht vor Ort im Einsatz.

Bei der Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus Langerringen konnte Übungsleiter Ludwig Reiser und die Beobachter unter Leitung von Reiner Arlt ein weitestgehend
positives Resümee ziehen. Bürgermeister Konrad Dobler und Kreisgeschäftsführer Günther Geiger, die am Birkensee ebenfalls die Übung verfolgten, zeigten sich beeindruckt vom reibungslosen Zusammenspiel der Kräfte in einem großen Gebiet unter teilweise doch sehr schwierigen Bedingungen.

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