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Wahl der Waffen - Spineboard vs. Schaufeltrage

Die Haunstetter Kreuz-Retter übten sich am 1. Ausbildungsabend im neuen Jahr in der technischen Rettung zum Thema „Golden Hour of Trauma“ und deren Faustregel „load-go-and-tread“.

 

Vor Beginn der Unterweisung zu den Rettungsgeräten wurden an Hand der Trauma-Algorithmen erklärt, welche Transportpriorität zum Einsatz kommt. Der Vergleich der Immobilisiation mit dem Spineboard im Gegensatz zur Anwendung der Schaufeltrage wurde ebenfalls gezogen. Der Transport des Verletzten ist abhängig von der Verletzung, seiner möglichen Gehfähigkeit und der Länge des Transportweges. Um dies sicherzustellen, müssen die Helfer in der Handhabung der Transportmittel entsprechend unterwiesen und geübt sein.

 

Auf Geheiß des Ausbildungsteam Jochen und Andrea Pfaffingen folgenden die Anwesenden dem Kreuz-Retter-Aufruf zur praktischen Erfahrung im Umgang mit Spineboard und Schaufeltrage.

Hierfür wurden vier Retter in Teams eingeteilt, um die Ersteinschätzung und zeitkritische Maßnahmen durchzuführen. Dabei musste jeder Teilnehmer mindestens einmal als Team-Leader fungieren.

 

Nach Beendigung des Kreuz-Retters-Zuges wurde über das Resümee zur Wahl der Waffen noch weiter debattiert. Jedoch, eine weitere Stärke des Spineboards liegt in der Möglichkeit, sogar stehende Patienten zu immobilisieren. Dies mag auf den ersten Blick wenig sinnvoll erscheinen. Jedoch sind Verletzungen der Wirbelsäule bei Patienten, die beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits an der Einsatzstelle herumlaufen und zeitlich verzögert neurologische Ausfälle zeigen, anzutreffen. Auch Patienten, die auf weichem Untergrund (Wiese, Waldboden oder im Bett) liegen, können mit dem Spineboard unproblematischer aufgenommen werden als beispielsweise mit einer Schaufeltrage.

In der Klinik kann der Patient, ohne umgelagert zu werden, allen bildgebenden Untersuchungs-verfahren wie CT und MRT unterzogen werden. Da das Board den Umfang des Patienten nicht wesentlich erhöht, passt er auch in enge Röhren.

 

Also liebe Kreuz-Retter, wenn ihr eure Waffen liebt, beschriftet euer Spineboard auf der Rückseite mit dem Name der Bereitschaft sowie Ansprechperson samt Telefonnummer und Postanschrift. Ist mal ein Patient am Spineboard gut verschnürt, bleibt er es auch, bis er im Krankenhaus ankommt.


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