Rauchentwicklung im Augsburger Klinikum führt zu Großeinsatz
Schnelleinsatzgruppe der BRK-Bereitschaft Haunstetten im Einsatz
Über 100 Einsatzkräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes im Einsatz
Gegen 18.45 Uhr am gestrigen Abend wurde der Rettungsdienst in der Stadt Augsburg zu einer größeren Rauchentwicklung in das Augsburger Zentralklinikum gerufen. Vor Ort stellte der diensthabende Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK eine erhebliche Rauchentwicklung in mehreren Stockwerken in Verbindung mit Brandgeruch fest. Ein Brandherd konnte durch die inzwischen eingetroffene Feuerwehr zuerst nicht festgestellt werden. Aufgrund des besonderen Gefahrenpotentials eines Großkrankenhauses, einer Vielzahl von Patienten und einer unübersichtlichen Einsatzlage veranlasste der Einsatzleiter die Nachalarmierung von Einsatzkräften. Als Massenanfall von Verletzten der Stufe 1 wurde dieser Einsatz ab sofort weiterbearbeitet.
Über 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Sanitätsdienst und der Betreuungsgruppen wurden alarmiert und in unmittelbarer Nähe des Klinikums in Bereitschaft gestellt. Während Fahrzeuge des Rettungsdienstes für einen schnellen Zugriff bereitstanden, errichteten ehrenamtliche Helfer der Schnelleinsatzgruppen von Rotem Kreuz und Malteser Behandlungs- und Betreuungsplätze auf dem Parkplatz des Zentralklinikums. Eine stabsmäßige Einsatzleitung nahm mit den Einsatzleitwagen vor dem Klinikum ihre Arbeit auf und Helfer des Kriseninterventionsdienstes standen bereit. Eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Essen. Jochen Pfaffinger, Leiter der Bereitschaft Haunstetten und diensthabender SEG-Führer , übernahm die Koordination der ehrenamtlichen Einheiten.
Die Notaufnahme des Klinikums wurde während der ersten Phase des Einsatzes für weitere Patienteneinweisungen gesperrt.
Gleichzeitig wurden Kapazitäten anderer Krankenhäuser abgefragt und Kliniken im Großraum München in Alarmbereitschaft versetzt, um im schlimmsten Fall Patienten zu übernehmen.
Parallel fahndete die Feuerwehr weiter nach dem Brandherd und konnte diesen gegen 20.30 Uhr in einer Dehnfuge im fünften Obergeschoss entdecken. Da der Brandherd allerdings nicht zugänglich war, mussten umfangreiche Bohr- und Freilegungsmaßnahmen vorgenommen werden, so dass erst gegen 22.00 Uhr mit den eigentlichen Löscharbeiten begonnen werden konnte.
Erst nach diesen Löscharbeiten und einer definitiven Endkontrolle konnte gegen 0.00 Uhr endgültig Entwarnung gegeben werden. Eine Gefahr für die Patienten bestand nicht und es mussten keine Patienten evakuiert, sondern lediglich einige Patientenzimmer geräumt, werden. Verletzt wurde niemand.
Wegen des Großeinsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen rund um das Klinikum.
Als hervorragende Leistung, auch gerade der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, fasste der Organisatorische Leiter, Harald Erbe, als Einsatzleiter diesen Einsatz zusammen und zeigte sich sichtlich erleichtert, dass alles routiniert und ruhig abgehandelt werden konnte.
Einsatzzeit: 18.45 Uhr – 0.00 Uhr
Eingesetzte Kräfte: 8 Rettungswagen; 3 Notarzteinsatzfahrzeuge, 1 Einsatzleiter Rettungsdienst, 1 Sanitätseinsatzleitung, 1 Kriseninterventionsteam, 5 Schnelleinsatzgruppen Sanität, 1 Schnelleinsatzgruppe Betreuung und sonstige. (101 Einsatzkräfte / 30 Fahrzeuge)
Weitere Organisationen: Polizei Augsburg; Feuerwehr Augsburg
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25.05.2012, 19.30 Uhr
Thorax und Komplikationen08.06.2012, 19.30 Uhr
Entfällt- Tag nach Fronleichnam22.06.2012, 19.00 Uhr
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