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Bildungsfahrt des BRK-Bezirksverbandes Schwaben nach Zürich und Heiden

Bildungsfahrt des BRK-Bezirksverbandes Schwaben nach Zürich und Heiden
Die Teilnehmer der Bildungsfahrt
Bildungsfahrt des BRK-Bezirksverbandes Schwaben nach Zürich und Heiden
Das Denkmal zu Ehren Henry Dunant's

Auch Toten ist der Würdigung nicht zu viel, vor allem, wenn sie wie Henry Dunant, der Welt ein so bedeutungsvolles humanitäres Erbe hinterlassen, das auch noch nach über einem Jahrhundert viele Menschen überzeugt und in ihrer Gesinnung leitet.

 

Anlässlich des 100. Todesjahres von Henry Dunant schrieb der Bezirksverband Schwaben des Bayerischen Roten Kreuzes, eine Bildungsfahrt nach Zürich und Heiden aus.

 

Beide Städte waren Stationen im Leben Henry Dunants, Zürich seine letzte. Hier wurde Dunant, seinem Wunsch entsprechend am 03. November 1910 unauffällig und ohne Trauerfeier auf dem Friedhof Sihlfeld beerdigt. Es lässt sich erahnen, dass es auch dem Anliegen Dunants entsprach, sich auf diesem ersten konfessionsneutralen Friedhof Zürichs beerdigen zu lassen, da er sich in seinen letzten Lebensjahren von jeglicher organisierter Religion lossagte.  

 

69 interessierte Rotkreuzler, darunter auch die Vorsitzende des BRK-Bezirksverbandes Schwaben, MdL Angelika Schorer, besuchten am 30. Oktober 2010 um 10.00 Uhr seine letzte Ruhestätte. Bei einem Rundgang durch den Friedhof, erhielten sie außerdem die Gelegenheit durch Frau Süßmann, unsere Schweizer Führerin, die Geschichte und weitere historische Grabstätten in der weitläufigen Anlage des Friedhofs-Sihlfeld kennenzulernen.

 

Mittags traf die Gruppe in Heiden ein. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Teilnehmer zu einer Führung auf dem Dunant-Platz und im Dunant-Museum, erwartet.

Die Heidener verstehen es, ihren bedeutenden Bürger zu würdigen und die Stadt im Blickpunkt zu halten.

 

2009 wurde der Dunant-Platz umgestaltet und zu Ehren Dunants ein Denkmal erstellt, mit Aussicht auf den von ihm so geliebten Bodensee.

 

Das frühere Spital, in dem Henry Dunant seine letzten Lebensjahre verbrachte, wurde zum Museum umgestaltet. Es ist ein Museum mit interaktiven Führungen. Angeboten werden Projekte für Schulklassen und Gruppen jeglichen Alters sowie Sonderausstellungen, die die Leistungen Henry Dunant bis heute in vielfältiger Weise würdigen.

 

Zu erzählen gab es viel, denn die Stadt und die Geschichte Heiden ist geprägt von Henry Dunant. War das kleine Schweizer Biedermeierdorf doch 19 Jahre lang seine Heimat. Hier fand er Freunde, Anerkennung und traf Verbündete in seiner Gesinnung. Hier wurde er rehabilitiert, man erinnerte sich wieder an ihn und verhalf ihm als Gründer der Rotkreuz-Bewegung wieder in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu gelangen.

 

Von hier aus setzte er sich verstärkt für die Gleichberechtigung der Frauen ein und nahm durch die Publizierung zahlreicher Schriften öffentlich Einfluss auf die damaligen Friedensbemühungen und hier erreichte ihn am 10. Dezember 1901 die Nachricht über die Verleihung des Friedensnobelpreises.

 

Die Teilnehmer unserer Bildungsfahrt standen gerne früh morgens auf und nahmen den weiten Weg auf sich. Galt es doch einen der großen Persönlichkeit des vergangenen Jahrhunderts anlässlich seines Todestages an seinen Stätten zu Lebenszeit und des Todes Tribut zu zollen für sein Visionen, sein Wirken, und sein Vorbild aus Liebe zum Menschen zu handeln, auch wenn es mitunter unbequem ist.

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