250 Betroffene – Großeinsatz für den schwäbischen Betreuungsdienst
Rund 60 Rotkreuz-Fahrzeuge, vom Motorrad bis hin zum LKW fahren in Konvoi durch Nesselwang. Die Bevölkerung beobachtet fasziniert das Schauspiel, nur einzelne Autofahrer wissen nicht, wie sie sich in dieser Situation verhalten müssen.
Die 144 Einsatzkräfte des Betreuungsdienstes und der unterstützenden „Fachdienste Information und Kommunikation“, “Sanitätsdienst“, „Suchdienst“ sowie „Technik und Sicherheit“ sind auf dem Weg nach Pfronten, dem Schauplatz der ersten Übung des Hilfeleistungskontingents Betreuung Schwaben.
Das Übungsszenario gibt vor, dass aufgrund eines Unfalls und Staus vor dem Grenztunnel voraussichtlich 250 Menschen vorübergehend untergebracht und versorgt werden müssen.
Nach der ordnungsgemäßen Registrierung aller Helfer und dem geordneten Anmarsch der Einheiten, erkunden die Führungskräfte zunächst die Mittelschule und deren nähere Umgebung. Dann kann die Einsatzleitung festlegen, wie die Teams arbeiten können.
Während Klassenzimmer zunächst leer geräumt werden um dann mit Feldbetten ausgestattet zu werden, kümmert sich eine andere Gruppe darum, dass auch die in solchen Situationen komplett überforderten Kinder einen Raum zum Spielen und Entspannen vorfinden werden.
Sanitäre Einrichtungen sind glücklicherweise für den ersten Bedarf genügend vorhanden, sodass die „Techniker“ für ausreichend Strom an allen Bedarfsstellen sorgen können und auch vorsichtshalber dafür sorgen, dass die Schlafräume von extern beheizbar werden. Zudem unterstützen sie auch das Küchenteam beim Aufbau von Feldkochherden und Küchenzelt.
Innerhalb von zwei Stunden zaubern die Köche ein komplettes Menü mit Geschnetzeltem, Spätzle und Salat. Auch Vegetarier kommen mit Käsespätzle auf ihre Kosten und sogar eine Mandarinencreme als Nachtisch wird bereitgestellt. Ausreichend Getränke – sogar mit Kaffee gehören ohnehin zur „Grundausstattung“.
Der ganze Einsatz wird von einem Führungstandem, bestehend aus dem Bezirksfachdienstführer Stefan Czerwinka und seinem Stellvertreter Dr. Michael Stemmler geführt, das mit Hilfe der Mannschaft der „Funker“ den Kontakt sowohl zu den Abschnittsleitern als auch zu anderen Stellen hält.
Sowohl die eigenen Beobachter als auch die Repräsentanten der Regierung von Schwaben, der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, der Polizei und örtlichen Feuerwehr zeigen sich sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf und der Leistung aller Beteiligten.
Wertvolle Rückschlüsse für künftige Überlegungen und Planungen sind das Gepäck, welches die Verantwortlichen der staatlichen Stellen mit nach Hause genommen haben.
Einen Tag voller Arbeit, guter Stimmung, harmonischer Zusammenarbeit und Kameradschaft und hervorragende Arbeitsergebnisse können Führungskräfte und Helfer für sich verbuchen.
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