Blutspende in Merching
Regen Anklang fand der Blutspendetermin in Merching, zu dem der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes am 8. Dezember 2010 aufgerufen hatte. Knapp 70 freiwillige und uneigennützige Blutspender waren zu dem dreistündigen Termin in die weihnachtlich geschmückte Grundschule nach Merching gekommen, um den kostbaren Saft für andere Menschen zur Verfügung zu stellen. Eine gute Stunde Zeit muss ein Blutspender mitbringen, dann darf er mit einem halben Liter weniger Blut und mit dem guten Gefühl geholfen zu haben wieder nach Hause gehen.
So eine Blutspende ist eine sichere Sache –für den Spender wie auch für den Empfänger. Das weiß auch der 63-jährige Herbert K., für den es bereits die 81. Blutspende ist. Zuerst holt Herr K. sich in der Anmeldung einen Registraturbogen ab und füllt diesen aus. Anschließend geht der diensthabende Arzt mit ihm noch einmal den Bogen durch und klärt über wichtige Einzelheiten auf. Dann misst der Arzt Blutdruck, Puls und Temperatur: da alles im grünen Bereich ist, erklärt Herr K. mit seiner Unterschrift sein Einverständnis. Im Labor, das in der Merchinger Grundschule gleich neben den eigens für die Blutspende aufgebauten Liegen eingerichtet wurde, entnimmt das Team des Blutspendedienstes Herbert K. etwas Blut aus dem Ohrläppchen. Mit diesem Tropfen wird der Hämoglobingehalt festgestellt, bei Erstspendern wird zusätzlich die Blutgruppe bestimmt. Bei Herrn K. ist alles o.k., jetzt geht es los mit der eigentlichen Blutspende. Bis zu sieben Personen kann in Merching gleichzeitig Blut „abgezapft“ werden. Herr K. weiß: Blutspenden tut nicht weh – bis auf einen kleinen „Pieks“ ist nichts zu merken. Über eine Kanüle, die am Arm angebracht wird, läuft in ca. zehn Minuten ein halber Liter in einen Beutel. Nun muss Herr K. weitere zehn Minuten liegen bleiben, damit sein Kreislauf sich stabilisiert; dann darf er sich bei einer Brotzeit stärken und vor allem viel trinken. Als zusätzliches Dankeschön kann er sich eines von den vielen kleinen Geschenken aussuchen, die auf einem langen Tisch aufgereiht sind.
Wie er zum Blutspender geworden ist? Seine erste Blutspende liegt schon eine Weile zurück, zwinkert Herbert K. verschmitzt. 1967 war er bei der Bundeswehr, und da bekam man für eine Blutspende einen halben Tag frei und obendrein einen „Gockel“ zur Stärkung. Schon lange ist er jedoch ein überzeugter Blutspender und kommt drei bis vier Mal im Jahr nach Merching in die Grundschule.
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