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Berlin ist eine Reise wert!

Berlin ist eine Reise wert!
Im Paul-Löbe-Haus hatten die Rotkreuzler ein ausführliches Gespräch mit Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald
Berlin ist eine Reise wert!
Kreisgeschäftsführer Robert Erdin bedankt sich ganz herzlich bei dem Vorsitzenden des Berliner Rotkreuz-Museum, Herrn Trümper, für die interessante Führung
Berlin ist eine Reise wert!
Gespannt lauscht die Rotkreuzgruppe den Ausführungen im Deutschen Bundestag

BRK Aichach-Friedberg fährt vier Tage in die Bundeshauptstadt – ein Reisebericht

 

Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm erwartete die 63 Rotkreuzler aus dem Landkreis Aichach-Friedberg, die Ende Mai zu einer Informations- und Bildungsreise nach Berlin aufgebrochen waren.

 

Nach achtstündiger Busfahrt kamen die Reisenden wohlbehalten in Berlin gegen 15.30 Uhr in ihrem Hotel an, das einen Katzensprung vom Potsdamer Platz entfernt lag. Erste Erkundungen der Stadt überbrückten die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen.

 

Der erste „richtige“ Berlintag begann im Regierungsviertel im Paul-Löbe-Haus, wo Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald die Gruppe um Kreisgeschäftsführer Robert Erdin und Rettungsdienstleiter Thomas Winter mit einem herzlichen Dank für das Engagement des Roten Kreuzes für die Menschheit begrüßte. Gleichzeitig hob er hervor, wie wichtig es sei, sich für die Gemeinschaft einzusetzen und gemeinsam für eine Sache tätig zu werden. In einem ca. 45-minütigen Vortrag schnitt der MdB aktuelle politische Themen wie Energie- und Finanzpolitik, Sprachintegration oder Europa an. Robert Erdin wollte wissen, wie die CSU denn zur Problematik der Abschaffung des Zivildienstes stehe. „Deutschland benötigt ein soziales Jahr, damit leistet jeder automatisch seinen persönlichen Beitrag zur Gemeinschaft“, so Eduard Oswald. Darüber hinaus könne über ein soziales Jahr ein Berufsbild geschaffen werden, das eventuell die Orientierung bei der Berufswahl erleichtere.

 

Nach einem Besuch im Bundesgesundheitsministeriums, wo eine Mitarbeiterin des BGM-Kommunkationsstabs interessante Eindrücke vermittelte und jüngste Vorhaben wie Patientenrechtesystem und Pflegereform ansprach, führte der Berliner Reiseführer Dr. Wagner die BRK-Gruppe mit „Berliner Schnauze“, Witz und Charme im Rahmen einer Busrundfahrt erfrischend durch die Highlights von Berlin. Aber auch weniger Bekanntes wurde angesprochen: so erfuhren die Rotkreuzler zum Beispiel, dass das Ballhaus Berlin, in dem auch heute noch Tanzveranstaltungen stattfinden, im Volksmund auch „Schraubenlager“ genannt wird. Mit Kalauern wie „13 Bohnen, 14 Tassen, dieser Káva (=Kaffee) kann sich sehen lassen“ berichtete er so nebenher auch über vergangene, schwere Zeiten. Informatives und Witziges würzten die Tour durch Berlin, die unter anderem bekannte touristische Ziele wie Prenzlauer Berg, Alexanderplatz, Bahnhof Zoo und Platz der Republik ansteuerte. Abends erwartete die Rotkreuzler ein leckeres „Berliner Buffett“ mit Kasseler, Kohlrouladen und Bratfisch.

 

Wer kennt sie nicht, die „Fette Henne“, wie der Bundesadler im Parlament liebevoll-spöttisch genannt wird? Stolz und majestätisch prangt der Aluminiumvogel in Größe einer Zweizimmerwohnung mit 58,5 m2 und 2,5 t Gewicht über dem Plenarsaal des Bundestages. Auf der Besuchertribüne hörten die Reiseteilnehmer am darauffolgenden Samstag Interessantes und Wissenswertes über Reichstagsgebäude, Bundestag und Glaskuppel, die bei einem anschließenden Besichtigungsrundgang atemberaubende Blicke auf Berlin eröffnete. So erfuhren sie zum Beispiel, dass die Entbindungsstation der nahe gelegenen Charité im 2. Weltkrieg aus Sicherheitsgründen in den Keller des Reichstags verlegt worden war. Oder aber, dass Bundestagsdebatten zu ganz speziellen Themen meist nur von Parlamentariern mit einschlägigem Fachwissen besucht würden und dadurch die Zahl der teilnehmenden Fraktionsmitglieder erheblich sinken würde.

 

Der anschließende Besuch im Berliner Rotkreuzmuseum im 1. Stock der Landesgeschäftsstelle Berlin brachte einen Einblick in die Historie des Roten Kreuzes. Handmarie, Rotkreuzsanitäter in Wehrmachtsuniform und zahlreiche historische Plakate zeugen von der knapp 150-jährigen Geschichte des Roten Kreuzes.

 

Nach einem freien Restnachmitttag traf sich die Rotkreuzgruppe zu einem gemeinsamen Abendessen mit Hofbräutradition im „Lindenbräu“ im Sony-Center.

 

Abgerundet wurde die informative und gelungene Reise mit einem Besuch im Neuen Palais in Potsdam und seinem herrlichen Schlossgarten, bevor die Reiseteilnehmer gegen 21.30 Uhr wohlbehalten wieder in Friedberg vor den Toren des BRK eintrafen.

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