„Alle haben rotes Blut – auch eine Prinzessin“.
So lautet die Überschrift in unserer Regionalbeilage des rotkreuzmagazins im März. Die Rotkreuzmitglieder im Landkreis Aichach-Friedberg hatten die einmalige Gelegenheit, der BRK-Präsidentin Prinzessin Christa von Thurn und Taxis, die sich beispielhaft und persönlich für das Gemeinwohl einsetzt, allerlei Fragen zu stellen, die gerne von ihr beantwortet wurden. Dabei ging es um die unterschiedlichsten Dinge – ob sie zum Beispiel in einem Schloss wohnt oder was sie als BRK-Präsidentin zu tun hat. Viele dieser interessanten Fragen und Antworten konnten wir im Heft abdrucken, für alle reichte jedoch leider der Platz nicht aus. Da wir Ihnen die unveröffentlichten Beiträge nicht vorenthalten möchten, dürfen Sie nun auf dieser Seite weiterlesen.
Herbert Kurz (63 Jahre), Blutspender, fragt:
Was motiviert Sie, soviel Zeit und Energie in diese anspruchsvolle Aufgabe zu stecken?
Ich bin mit vollem Herzen Rotkreuzlerin und seit vielen Jahrzehnten auf den verschiedensten Verbandsebenen engagiert. Ich finde das Rote Kreuz ist eine der wichtigsten Initiativen zur Hilfe für Menschen in Not, es wird in Bayern und an vielen Plätzen der Welt mehr denn je gebraucht. Ich bin stolz meinen Betrag leisten zu können.
Ilayda, (7)und Irem (6), JRK-Bambini-Gruppe, sind neugierig:
Du bist eine Prinzessin. Hast du denn auch lange, blonde Haare und eine Krone und bist du verliebt in den König?
Liebe Ilayda, nicht alle Prinzessinnen entsprechen dem schönen Märchenbild und haben blonde Haare; zufällig bin ich tatsächlich blond. In meinem Amt als Präsidentin trage ich natürlich keine Krone sondern die schlichte Rotkreuzjacke wie alle anderen. Privat bin ich allerdings auch auf schönen Festen und trage schöne Kleider und treffe so manchen „Promi“. Im täglichen Leben bin ich ein Mensch wie jeder andere auch.
Wolfgang Göb (67), ehrenamtlicher Erste-Hilfe-Ausbilder hat zwei Fragen :
Welche Pläne bestehen für die Zeit nach den Zivis und wie ist die Finanzierung der Freiwilligen angedacht?
Der Vorschlag der Familienministerin Schröder, einen Bundesfreiwilligendienst einzuführen wird vom BRK sehr befürwortet. Es liegt uns allerdings viel daran, dass die Verwaltung dieser Stellen wie bisher unabhängig bleibt und in der Zuständigkeit der Wohlfahrtsverbände. Wir hoffen, dass wir ab Juli 2011 mindestens 50 Prozent der jetzigen Zivildienstplätze mit Freiwilligen besetzen können und dass die von der Bundesregierung zugesagte Finanzierung von 500 Euro pro Platz auch kommt. Zudem werden die Leistungen für das freiwillige soziale Jahr verbessert. Wir hoffen, dass wir mit attraktiven Angeboten in unseren Kreisverbänden immer wieder junge Menschen finden, die sich für einen Freiwilligendienst entscheiden und uns in unserer Arbeit für die Menschen unterstützen.
In der Münchener Abendzeitung vom 1./2.11.2009 wurden an die Adresse des BRK schwerwiegende Vorwürfe gerichtet. Offensichtlich scheinen die Vorwürfe insbesondere den BRK-Rettungsdienst und eine aufgeblähte Verwaltung („Wasserkopf“) betreffend durch Untersuchungen namhafter Gutachter (wie z.B. Roland Berger) gestützt zu sein. Was ist im abgelaufenen Jahr unternommen worden, um diese Vorwürfe entkräften zu können?
Die Kritik der Medien bezog sich auf Prüfungsfeststellungen des Bayerischen Obersten Rechnungshofes, der das BRK für die Jahre 2000 bis 2007 geprüft hat. Wir haben den allergrößten Teil der Prüfungskritik bereits erfüllt, einige Vorwürfe waren jedoch nicht berechtigt und konnten geklärt werden. Konkret haben wir gerade in der Verwaltung unseres Verbandes in den letzten Jahren deutlich abgespeckt und im Rettungsdienst zählt das BRK heute zu den Organisationen mit den niedrigsten Verwaltungskosten.
Robin Fuller (17), JRK, möchte wissen:
Wie sind Sie zum BRK gekommen?
Seinerzeit im Jahr 1985 hatten mich die Damen vom Füssener Roten Kreuz geworben, doch im Vorstand des Kreisverbandes Ostallgäu mitzuwirken. Danach habe ich dann alle Gliederungen und Hierarchien des BRK durchlaufen, seit 2003 bin ich Präsidentin.
Sie haben so viele Termine und sind immer mit dem Herzen dabei. Bleibt denn da noch Zeit für sich selber?
Ich engagiere mich gerne, es ist mir ein Selbstverständnis mich mit vollem Engagement für das Rote Kreuz und unsere Ziele einzusetzen, da ist es nur natürlich, dass meine persönliche Zeit manchmal knapp bemessen ist.
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